Nachdem ich gerade das Gefühl habe, dass hier so einige Promovierende (schön gendergerecht, wie sich das gehört!) tummeln, und vielleicht auch der ein oder andere mit dem Gedanken spielt, hier mal ein Thread für den allgemeinen Austausch.
Hier kann man über Betreuer (und zu betreuende Studenten ;)) schimpfen, den Verfall des Wissenschaftsstandards beweinen, über zu wenig Budget jammern, oder auch einfach nur plaudern.
Ich mach einfach mal den Anfang mit der fundamentalen Frage: Warum entscheidet man sich zu diesem Weg? Bei mir war ein wichtiger Grund die doch relativ große Freiheit, die man hat, einfach auch eigene Ideen verfolgen zu können. (Man könnte das auch umformulieren mit "Uni macht Spaß, kein Bock auf Wirtschaft" ;)) Gleichzeitig aber auch der Ehrgeiz, sich auch weiter in der Wissenschaft zu behaupten, es ist halt doch ein Unterschied, ob die Arbeit "nur" am eigenen Institut bewertet wird, oder man plötzlich auch von anderen Gruppen weltweit wahrgenommen werden will.
Was mich weiter interessieren würde: Wie sieht euer Alltag aus? Ich bin Physiker, da ist das klassische Modell, dass man an einem Lehrstuhl angestellt ist (für gewöhnlich ne halbe Stelle, während man voll arbeitet) und dort eben für seine Arbeit forscht. Ich kenne einzelne Ingenieure (da scheint es eher ne volle Stelle zu sein, allerdings die Arbeit auch deutlich praxisbezogener, so dass man dem Lehrstuhl auch gern mal direkt Geld einbringt) oder Geisteswissenschaftler (keine Kohle, Promotion läuft da neben ner "richtigen" Arbeit). Allerdings weiß ich nicht, ob das jetzt wirklich typisch ist. Darum: Wie siehts bei euch aus?