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Leistungsbereitschaft im Job

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n0ghtmare
Beigetreten: 28.11.2010
Poker Player

Nein, eher 3,5k Euro Brutto.
Bei einer 4,35 Woche macht das: 40 Stunden * 4,35 = 174 Stunden. 174 * 20 Euro = 3480 Euro.
Und 3,5k Euro Brutto für Fließbandarbeit ist definitiv sehr viel imo


Antwort
Zitat
shcleichernderwolf Themenstarter
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

Ich komme im Durchschnitt auf 2.000€ Netto im Monat, bei einer Vertraglichen 35Std. Woche (Arbeiten aber immer 45Min. länger, dies wird aber nur als Überstunden angerechnet).
Mein Bruttogehalt liegt etwa bei 2700€, diverse Zulagen machen den Unterschied, so das ich über den Daumen auf etwa 20€/Stunde komme.
Die Bezahlung ist natürlich nicht schlecht, keine Frage, aber es ist auch nichts außergewöhnliches. In der Produktion sind solche Gehälter keine Seltenheit, zumindest bei größeren Unternehmen nicht.
Übrigens ist meine Berufsbezeichnung "Montierer".
Falls jemand eine Karriere in der Produktion anstrebt, kann ich gerne mal von einer Abrechnung (welche gefühlt immer aus drölf Seiten besteht) einige Zuschläge benennen.

Im Grunde ist es nur das Geld, welches die Leute dort hält.
Und selbst bei solch einem Gehalt kann ich nicht verstehen, warum sich manch einer dem langsam sterbenden Tod des Geistes freiwillig unterzieht.
Naja, vielleicht macht es ja sogar manchen Spaß...

In den Wochen ist viel passiert, an einem Tag haben wir die Produktion boykottiert, wobei boykottiert hier normal arbeiten und genehmigte kurze Pausen in Anspruch nehmen bedeutet.
Die produzierte Stückzahl halbierte sich dadurch fast.
Am nächsten Tag stattete uns der Produkionsleiter einen Besuch ab, er trommelte alle zusammen (erste mal das ich das erlebt habe) und hielt eine Ansprache.
Nach viel MIMIMI offenbarte Er uns weshalb er EIGENDLICH gekommen wäre - "Er hätte eine mündliche Zusage von der Geschäftsleitung erhalten, welche eine Art Rentnerabteilung genehmigt hätte".
Dies würde bedeuten, dass neue Stellen entstehen würden und die Chance auf eine Übernahme enorm steigen würde.
Er empfahl also, sich nochmal richtig in´s Zeug zu legen.
Nur einen Tag weniger produziert und schon am nächsten Tag wird verkündet, das eine neue Abteilung ins Leben gerufen werden soll, wodurch neue Arbeitsplätze entstehen. Zufall?
Nachdem auch am Schluß niemand auch nur ein Wort sagte, machte ich eben mal den Mund auf.

Ich erklärte Ihm, das die Leute vorne (bestimmter Arbeitsplatz) unzufrieden sind und sich mehr Abwechslung wünschen.
Er meinte daraufhin: "Es gibt hier die Stationen "A","B","C","D" und "E", mehr Abwechslung gibt es hier nicht".
Ich entgegnete Ihm, das es hier Leute gibt/gab, welche seit 2 Jahren von den "5" Arbeitsplätzen nur 2 gesehen hätten, wobei hier der Fokus fast ausschließlich auch nur bei dem einen lag.
Er wich mir aus, erzählte dies kommt weg, das kommt weg, und jenes ist unsicher, nur der Platz vorne wäre sicher.
Kurz zusammengefasst: Man solle dankbar für den Arbeitsplatz vorne sein, weil dies einer der sichersten wäre
Damit gab ich mich natürlich nicht zufrieden und unterbreitete Ihm den Vorschlag, dass man den Leuten vorne doch etwas mehr zahlen sollte, schließlich wäre die Arbeit doch wesentlich anstrengender und intensiver als alle anderen.
Er stimmte mir zu das die Arbeit vorne natürlich anstrengender wäre, aber erläuterte weshalb man nicht mehr zahlen könnte.
Gefühlte 10 Minuten sprach Er über era-bla, Endgeldgruppe drölf und sonstiges Zeug. Nach wenigen Minuten nahm ich nur noch ein Rauschen war...
Letztendlich appellierte ich nochmal an seinen Verstand, das es doch logisch wäre, das Menschen unzufrieden sind, wenn diese immer nur die "Drecksarbeit" machen sollen, während 5 Meter vor ihnen sich andere den Arsch plattsitzen und das gleiche Geld erhalten.

Im Prinzip ist Er allem mehr oder weniger ausgewichen.
Auch ist die Tatsache traurig, dass ich letztendlich der einzige war, der den Mund aufgemacht hat.
Ich hätte mir da schon etwas Rückendeckung gewünscht, zumal ich ja auch die Interessen von ihnen vertreten hatte.
Einen Tag drauf kam auch noch der "Meister" zu mir, ob uns der "große Chef" denn wieder zur Besinnung gebracht hätte.
Ich erzählte ihm das gleiche, er war sichtlich entsetzt darüber, was er von mir hörte, dem ehemaligen "Elite-Arbeiter".
Seine 2 Argumente waren: Wir mussten früher auch da vorne arbeiten und die Jungen müssen das eben machen.
Das die Argumente völlig haltlos sind, darauf möchte ich nicht groß eingehen. Nur so viel: Ein Paar sind anfang bis mitte 50 und müssen da vorne arbeiten während einige jüngere Menschen sich den Hintert platt sitzen.

Die Reaktion war auch völlig unangebracht, statt daran interessiert zu sein, weshalb die Leute unzufrieden sind, werden einfach nur 2 belanglose Argumente rausgeknallt und anschließend schnell das Weite gesucht.
Von einer guten Führungskraft würde ich erwarten, dass man sich zusammensetzt und nach einer Lösung sucht, statt alles vollkommen zu ignorieren.
Seit diesem Punkt habe ich völlig mit dem Unternehmen abgeschlossen.

Ich konzentriere mich nun auf die Existenzgründung, habe bereits Ware zum Verkauf im Fokus und treffe schon Vorbereitungen.
Verpackungsmaterial, Labeldrucker und einen Laiserdrucker habe ich bereits bestellt.
Ich fühle mich allerdings etwas hilflos, wenn ich mich in die Gewerbeanmeldung einlese, diverse Stellen an die ich micht wenden muss und dutzende Formulare welche es auszufüllen gilt.
Hinzu kommt die Buchhaltung, welche ich nie gelernt habe.
Dann gibt es noch den Zoll, mit welchem ich mich auseinander setzen muss. Diesen habe ich aber bereits angeschrieben, um einige Fragen zu klären.
Ja selbst der Paketeversand ist für mich Neuland, ich habe noch nie eines verschickt, außer eine Retoure.
Ich überlege vorab, wie sich Prozesse vereinfachen oder gar automatisieren lassen, wo man sparen kann und was zu beachten ist.
Ich fühle mich immoment aber noch etwas erschlagen von dem ganzen, andererseits bin ich hoch motiviert, mir das Wissen anzueignen.

Ich hatte es geschafft bis NL50 profitabel zu spielen, mir genug Wissen über die Börse und Unternehmen anzueignen, um auf Einzeltitel gehen zu können und werde dann hoffentlich auch das meistern können.
Von der Familie erhalte ich leider keine Unterstützung, eher das Gegenteil.
Aber bereits Poker war für sie nur reines Glücksspiel und Aktien, damit würde man nur alles verlieren.
Naja, ich war sowieso schon immer ein Einzelkämpfer, auch wenn ich mir nun etwas Hilfe bei der ganzen Bürokratie wünschen würde.

Gerne kann ich euch auf dem laufenden halten, falls es dafür Interesse gibt.


Antwort
Zitat
cyber1337
Beigetreten: 11.07.2007
Oldschool Grinder

Mich auf jeden Fall!


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008
Oldschool Grinder

+ in.

Aller Anfang ist schwer.
Und behalte deine Einzelkämpfer-Mentalität bei. In der Wirtschaft solltest du dich in erster Linie auf dich selbst verlassen können.
Viel Glück und lass dich nicht von den Zweifeln erdrücken. Da muss jeder durch. Und falls du doch mal am Boden sein solltest, dann hör dir einfach das Rocky-Vater-Sohn-Zitat auf Youtube an.

Viel Glück.


Antwort
Zitat
shcleichernderwolf Themenstarter
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

.

Recht hast du, es gibt natürlich "schlechtere" Berufe, welche auch noch anstrengender sind.

Man muß allerdings auch bedenken, das hierbei einige Opfer zu bringen sind, da 3-Schichtbetrieb.
Man erfährt erst 2-3 Tage vor dem Wochenende, ob man nun wieder Früh- Spät- oder Nachtischt hat, in der Regel wechselt die Früh- und Spätschicht wöchentlich.
Es ist also so, das man sich niemals an einen gewissen Schlafrhythmus gewöhnen kann, da man entweder um kurz vor 6, Mittags um ~14 Uhr oder Nachts mit der Arbeit beginnt.
Gerade wenn man den Sonntag zum ausschlafen genutzt hat, wird man die ersten Tage der Woche übermüdet bei der Arbeit erscheinen.

Anonsten ist die Tätigkeit eben sehr monoton, stelle dir vor, du stehst 90% der Zeit vor einer Maschine, legst 2 Ringe in diese ein, ein Gehäuse und noch ein Stück Eisen. Das Ergbenis wird nach rechts gelegt und du wiederholst das ganze.
Dies wird dann in einem Interval von einigen Sekunden ausgeführt, so dass man am Tag etwa 1100-1200 mal diese paar Handgeriffe gemacht hat.
Das ganze macht man dann Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat.
Ich sehe dieses Gehalt mehr als Schmerzensgeld an, nicht dafür, dass ich so eine Qualifizierte Kraft bin.

In meiner Ausbildung im Lager musste ich damals gelegentlich Container aus China entladen, da diese noch keine geregelte Paletennorm nutzen, wurden einfach mal 4.000 Wagenheber a ~12KG bis an die Decke hoch in einen Container gestapelt.
Diese durfte man dann einzelnt per Hand ausladen, im Sommer war das besonders toll, wenn die Sonne den Container auf ~35 Grad erhitzte.
Diese Arbeit war zwar wirklich scheiße, ABER die Zeit verging dort wenigstens. Und genau das ist für mich in der Produktion die größte Qual, man arbeitet gefühlt 15Std. weil die Zeit einfach nicht vergeht. Am Ende des Tages fühlt man sich dann auch noch tatsächlich so, als ob man gerade von einer 15Std. Schicht kommt.
Man fängt an über Kündigung und Selbstmord (übertrieben) nachzudenken, weil man bei bei der Tätigkeit einfach so ernom verdummt.

In dem Sinne halte ich solch eine Bezahlung für Nötig, da sich das sonst niemand länger als wenige Monate geben würde.
Das traurige an der Sache ist eben, dass man tatsächlich etwas Abwechslung schaffen könnte, dies wird aber durch die Führungsebene komplett ignoriert.
Soviel dazu.

Meine Anmeldung für ein Nebengewerbe habe ich heute per Brief abgeschickt.
Drucker, Labeldrucker und Verpackungsmaterial habe ich erhalten und mich dementsprechend eingerichtet.
Ich bin meinen Arbeitsvertrag durchgegangen und siehe da, auf Seite 8 fand ich tatsächlich einen Abschnitt, dass es bei einer Nebentätigkeit die Erlaubnis einzuholen gielt.
Da ich dem Unternehmen mit meiner Tätigkeit keine Konkurenz mache und auch so meine Arbeitsleistung dadurch nicht eingeschränkt wird, können diese mir das eigendlich nicht untersagen. Aber um sicher zu gehen habe ich ein Schreiben vorbereitet, welches ich am Monatg abgeben werde, sicher ist sicher.

Gestern habe ich eine Antwort auf meine Fragen beim Zoll bekommen und die Anfrage hat sich mehr als gelohnt.
Ich bin niergens im Web auf die Info gestoßen, dass man als gewerblicher Händler für den Import eine sog. EORI-Nummer benötigt, welche der Zoll vergibt.
So habe ich mir im Vorfeld schon Ärger erspart.
Sobald die Gewerbeanmeldung durch ist, kann ich diese Nummer beantragen.
Erste Ware im Wert von ~100€ wurde schonmal zum Test bestellt, ich hoffe das dies nicht als Gewerblich erachtet wird.

Vorhin hat mir jemand erzählt, dass man kein Arbeitsloesengeld 1 erhält, sobald man ein Gewerbe angemeldet hat.
Diese Naricht hat mich geschockt, dies würde mir komplett das Genick brechen, falls ich bis dato noch nichts anderes gefunden hätte.
Allerdings hatte ich das bis dahin auch noch nicht auf dem Schirm, was mich etwas wunderte, da ich seit Tagen im Web über Gründung etc. alles lese.
Ein kurzer Anruf bei der Arbeitsagentur ließ mich wieder aufatmen, die nette Dame erklärte mir, dass eine Gewerbeanmeldung als Kleingewerbe einem nicht das Anrecht auf Arbeitsloesengeld 1 nimmt, solange man unter 15.000€ Jahreseinkommen bleibt.
Falls das ganze gut läuft, ist auch eine Erweiterung mit einer Ladenfläche geplant, 2 Freunde von mir wären dabei, beide besitzen eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann. Aber das ist erstmal nur Wunschdenken.

Das ist der aktuelle Stand, jetzt muss ich erstmal abwarten bis die Gewerbeanmeldung durch ist, ich mit dem Finanzamt alles geklärt habe und ich anschließend eine EORI-Nummer vom Zoll erhalten habe.


Antwort
Zitat
Coletrader
Beigetreten: 31.03.2008
Poker Player

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für deine neue Unternehmung!

Nochmal kurz zu deinen Ausführungen hier:

Original von shcleichernderwolf

Anonsten ist die Tätigkeit eben sehr monoton, stelle dir vor, du stehst 90% der Zeit vor einer Maschine, legst 2 Ringe in diese ein, ein Gehäuse und noch ein Stück Eisen. Das Ergbenis wird nach rechts gelegt und du wiederholst das ganze.
Dies wird dann in einem Interval von einigen Sekunden ausgeführt, so dass man am Tag etwa 1100-1200 mal diese paar Handgeriffe gemacht hat.
Das ganze macht man dann Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat.
Ich sehe dieses Gehalt mehr als Schmerzensgeld an, nicht dafür, dass ich so eine Qualifizierte Kraft bin.

In meiner Ausbildung im Lager musste ich damals gelegentlich Container aus China entladen, da diese noch keine geregelte Paletennorm nutzen, wurden einfach mal 4.000 Wagenheber a ~12KG bis an die Decke hoch in einen Container gestapelt.
Diese durfte man dann einzelnt per Hand ausladen, im Sommer war das besonders toll, wenn die Sonne den Container auf ~35 Grad erhitzte.
Diese Arbeit war zwar wirklich scheiße, ABER die Zeit verging dort wenigstens. Und genau das ist für mich in der Produktion die größte Qual, man arbeitet gefühlt 15Std. weil die Zeit einfach nicht vergeht. Am Ende des Tages fühlt man sich dann auch noch tatsächlich so, als ob man gerade von einer 15Std. Schicht kommt.
Man fängt an über Kündigung und Selbstmord (übertrieben) nachzudenken, weil man bei bei der Tätigkeit einfach so ernom verdummt.

In dem Sinne halte ich solch eine Bezahlung für Nötig, da sich das sonst niemand länger als wenige Monate geben würde.
Das traurige an der Sache ist eben, dass man tatsächlich etwas Abwechslung schaffen könnte, dies wird aber durch die Führungsebene komplett ignoriert.
Soviel dazu.

Also wenn mich meine Erinnerung an den Geschichtsuntericht in meiner Schulzeit nicht im Stich lässt, war genau das von dir beschriebene der größte Problempunkt bei der Fließbandfertigung in der Industrialisierung. Als die Firmen das erkannt haben, wurden die Arbeiter immer abwechselnd an anderen Tätigkeiten eingesetzt, eben weil man sonst aufgrund der Monotonie verdummt.

FInde es ja erschreckend, dass dein Betrieb solche Erkenntnisse aus dem 19. Jahrhundert nicht anwendet... :f_rolleyes:


Antwort
Zitat
str1fenhoernchen
Beigetreten: 23.10.2010
PokerStrategist

Gl auf jeden Fall. Finde es toll, dass du dich zu diesem Schritt entschlossen hast und nicht durch die "kleine Motivationsspritze" des Ober-Chefs gedanklich geköderst wurde.


Antwort
Zitat
cuPsn
Beigetreten: 28.04.2007
PokerStrategist

20 Euro die Stunde für Fließbandarbeiten. Davon träumen viele Leiharbeiter am Band.

Ich selbst habe für 14 Euro als Leiharbeiter 18 Monate am Band des Konzerns mit den 3 großen Buchstaben gestanden, jetzt arbeite ich für 11 Euro in weltweiter Industriemontage (okay mit Zuschlägen..) und muss sagen, dass ich dies lieber tue als jeden Tag den gleichen fucking shit am Band, auch wenn ich zur Zeit im Werk der Konzernes mit dem großen Stern, 700 km entfernt von meiner Heimat tätig bin.

Bandarbeit is einfach schrecklich.. nich umsonst werden die Kollegen als "Bandaffen" bezeichnet, logisches denken = Fehl am Platz.


Antwort
Zitat
Patte87
Beigetreten: 10.11.2008
Poker Player

ich würde mich niemals dazu herablassen nen no brain job zumachen wo du tag täglich nur das gleiche machst.. egal wie viel geld man mir dafür zahlen würde, für mich steht spaß an der arbeit vor dem gehalt.


Antwort
Zitat
MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007
BlackMember

Manche Leute haben nicht die Wahl - entweder das oder gar nichts. Wobei die stumpfsinnige Tätigkeit dann doch sehr nice entlohnt ist. Wenn du eine Familie zu versorgen hast, weißt du ja wofür du es tust und es geht vielleicht einfacher von der Hand :)


Antwort
Zitat
Patte87
Beigetreten: 10.11.2008
Poker Player

da ich keine familie zu versorgen habe mag es sich vlt einfacher sagen. aber wie gesagt sobald ich keinen spaß mehr an der arbeit habe bin ich weg auch wenn man bis dahin keine alternative hat. und sollte es eien frau nicht verstehen das man einfach ncith ohne spaß arbeiten kann dann bye


Antwort
Zitat
shcleichernderwolf Themenstarter
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

So kleines Update.

Nach vielem hin und her habe ich die Berechtigung meines Arbeitgebers erhalten, eine Nebentätigkeit auszuüben.
Ich war dennoch etwas genervt, da die Klausel im Vertrag sowieso relativ ungültig ist.
Solange ich die Gesetzesnormen einhalte und kein driftiger Grund wie Konkurenz oder Leistungsverschlechterung eintritt, könnten diese mir eine Nebentätigkeit sowieso nicht untersagen. Vom Grundgesetz Artikel 2 Absatz 1 und Artikel 12 Absatz 2 haben solche Menschen wohl noch nie gehört.
Auch was genehmigt wurde, ist mehr oder weniger ein Witz.
So wurde auf meine Bitte, um die Berechtigung einem eigenem angemeldeten Kleingebwere nachzugehen, welches in keinsterweise in Konkurenz mit dem Unternehmen steht und auch keinerlei Leistungsverschlechterung mit sich bringt geantwortet: Um was es sich denn genau handelt.
Darauf gab ich folgene Antwort: Bei dem Gewerbe handelt es sich um den Vertrieb von physichen Gütern, über verschiedene Online-Vertriebswege (keine Güter welche im Zusammengang mit dem Unternehmen stehen).
Anschließend wollte man wissen, um welche Ware es sich genau handelt.
Als ich dann auch genau benannte, was ich denn verkaufen möchte, durfte ich in der Personalabteilung antreten und einen Bestätigungswisch unterschreiben.

In diesem wurde die Erlaubnis gegeben, dass ich Ware auf Ebay verkaufen darf.... Ebay? Ich sagte VERSCHIEDENE ONLINE-VERTRIEBSWEGE.
Dann wurde die Monatliche Stundenzahl, in welcher ich diesem Gewerbe nachgehen darf auf 5 Stunden begrenz, im MONAT.
Da ich sowieso um die Gesetzeslage weiss und mir niemals nachgewiesen werden kann, wie viele Stunden ich tatsächlich damit verbringe, habe ich es eben unterschrieben und gut ist.
Dennoch eine Frecheit, meine Tätigkeit auf 5 Stunden im Monat begrenzen zu wollen.
Das wäre ja in etwa so, als würde man verlangen, die Mitarbeiter dürften nicht mehr als 5Std. im Monat in einem Fitnessstudio verbringen, da sonst die Arbeitsleistung darunter leidet.
So viel dazu.

Des Weiteren wurde ein Geschäftskonto eröffnet.
Die Gewerbeanmeldung ist durch und liegt mit schriftlich vor.

Nun warte ich noch auf das Schreiben vom Finanzamt.
Anonsten steht noch die eröffnung eines neue Paypalaccounts an, für meine gewerblichen Zwecke.
Auch ein Ebay und Amazon Account soll für gewerbliche Zwecke eröffnet werden, evtl noch kleinere unbekanntere Seiten.
Sobald mit dem Finanzamt alles geklärt ist, muss ich auch noch diese Nummer beim Zoll beantragen.
Anschließend gielt es noch ein paar Kleinigkeiten zu erfüllen und dann kann es endlich los gehen, hoffe ich.

Ehrlich gesagt ist mein Enthusiasmus etwas zurückgegangen, da ich diverse Dinge gelesen habe, wie schwer es heute sein soll, sich bei Ebay zu etablieren.
Das ganze dient erstmal sowieso nur als ein kleiner Nebenverdienst.
Das Hauptziel liegt nach wie vor in einer Karriere als Solopreneur.

Anonsten habe ich mir gedacht, man könnte das Thema noch etwas erweitern.
Ich bin ein begeisterter Investor, der seit etwas über einem Jahr in Einzelwerte investiert und auch wenn es eigendlich wenig aussagt, da ich ein langfristiger Anleger bin, möchte ich hier mal den aktuellen Stand posten.
Falls es dafür Interesse gibt, kann ich gerne mehr dazu schreiben.


Antwort
Zitat
Tripper83
Beigetreten: 08.01.2008
PokerStrategist

Was willst du denn verkaufen?


Antwort
Zitat
paulfelzpp
Beigetreten: 28.12.2007
Oldschool Grinder

Hat er doch geschrieben.

Bei dem Gewerbe handelt es sich um den Vertrieb von physichen Gütern, über verschiedene Online-Vertriebswege (keine Güter welche im Zusammengang mit dem Unternehmen stehen).

:coolface:

Wünsche dir viel Glück shcleichernderwolf.
Ich gebe dir mal den Tipp hier ruhig offensiver mit deiner Idee umzugehen und das mit den Leuten zu diskutieren. So merkst du viel schneller ob es eine gute Idee ist oder nicht. Wenn man das immer nur mit sich selbst diskutiert, dann hat man oft einen Tunnelblick. Ebenso findest du hier mit Sicherheit einige Leute die etwas Erfahrung mit Amazon, Ebay, Online-Marketing etc. haben und gerne ein paar Minuten Zeit investieren, um dir zu helfen.


Antwort
Zitat
shcleichernderwolf Themenstarter
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

So, also nach wie vor warte ich auf das Schreiben vom Finanzamt, ich werde wohl die Tage mal bei denen anrufen, wie es aussieht.
Einen neuen Job habe ich immer noch nicht in Aussicht, über die Jobbörsen findet man nur Zeitarbeitsfirmen, Personaldienstleister etc..
Ich möchte nicht wie ein Schmarotzer rüberkommen, aber ich sehe sicherlich nicht ein, für ~1000€ Netto arbeiten zu gehen, wenn mein Arbeitslosengeld 1 wesentlich höher ausfällt.
Überraschenderweise gab es in den letzten paar Monaten tatsächlich 4 Festeinstellungen in meiner Abteilung, dennoch mache ich mir keine große Hoffnung und verlasse mich auch nicht darauf. Wenn ich das Glück habe, ist es eben so, wenn nicht, dann eben nicht, was soll´s. Diesen Monat müssen 3-5 Arbeitskollegen gehen, mit der behauptung es wäre nicht genug Arbeit da. Trotz dessen wurden in den letzten Wochen 3 neue Leute einsgellt:f_confused: .
Aber genug davon.

Also ich möchte Modeschmuck vertreiben, welchen ich günstig über eine Art China-Ebay erwerbe.
Allerdings musste ich nun feststellen, dass die Konkurenz doch wesentlich größer ist als ich dachte.
So wird der Schmuck teilweise auch bei Ebay angeboten und das ganze für 1€, lieferung direkt aus China und das ganze noch Versandkostenfrei...
Keine Ahnung wie man da noch eine Gewinnmarge erzielen kann, da allein die Versandkosten bereits 1€ übersteigen sollten.
Andererseits habe ich den gleichen Schmuck auch für 10€ auf Ebay entdeckt, welcher von einem deutschen Händler angeboten wird und auch dutzende male verkauft wurde.
Womöglich möchten viele keine 3-4 Wochen auf die Lieferung warten und nehmen deshalb den Mehrpreis in kauf.
Wenn ich mit der vorhandenen Ware ~4€ Umsatz pro Stück erzielen kann, reicht mir das aus.

Ich denke nun aber darüber nach, lieber auf etwas höhere Qualität zu setzen und somit die Versandkosten mehr zu relativieren und das Verhältnis zwischen Aufwand und Gewinn zu verbessern.
Es führt aber wohl erstmal kein Weg daran vorbei zu testen, ob es läuft, was gut geht, etc..
Ich habe bereits in Stammkneipen, auf der Arbeit und an anderen Stellen den Schmuck vorgezeigt und um Meinungen gebeten.
Diese waren durchaus positiv, da die individuelle Wertschätzung so bei 10€ lag.
Selbst habe ich pro Stück ~70 Cent bezahlt.

Bessere Chancen hätte man wohl mit einer Ladenfläche, da im Netz die Konkurenz wesentlich größer ist, man Preise besser vergleichen kann usw..
Vielleicht wäre es ja eine weitere Option, einfach mal in Läden zu maschieren, sich mit dem Besitzer zu unterhalten, ob dieser nicht Interesse an dem Vertieb des Schmuckes hätte.
So könnte ich größere Mengen loswerden, zwar mit wesentlich weniger Gewinn pro Stück, aber insgesammt auch mit viel weniger Aufwand.
Ich könnte ja einfach mal verschiedenen Schmuck im Wert von ein 100-200€ nehmen und diesen verschiedenen Geschäften als kostenlose Verkaufsprobe anbieten. Wenn dieser dann gut geht, besteht sicherlich Interesse an mehr. So würde ich dann als eien Art Zwischenhänder fungieren.
Was haltet ihr davon?


Antwort
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dingdongdonk
Beigetreten: 17.11.2014
Poker Player

Habe den Thread hier eher zufällig angeklickt. Beim Lesen des OP konnte ich dann mit jeder weiteren Zeile einfach nur noch mit dem Kopf nicken. Es wird sich also um keinen EInzelfall handeln, so dass man die Sache wahrscheinlich auch nicht persönlich nehmen sollte.

Bin aktuell in einer fast identischen Situation angelangt. Würde mich jetzt nicht als den Superarbeiter schlechthin bezeichnen, aber ich habe meine Arbeit immer ordentlich gemacht, habe mir z.B. in den SAP-Geschichten Kenntnisse angeeignet, die die meisten Festen da nicht haben, habe die geforderten Stückzahlen meist übererfüllt (Vorgabe sind 85 %, war meist deutlich näher an den 100 % oder drüber), war nie krank (& da, wie ich jetzt erst gelsen, weiter oben der Einwand kam, das sei ja keine Punkt für die Frage, ob ein Arbeiter gut ist oder nicht - doch, finde ich schon, wenn die Festen, siehe unten, eine etwas laute Diskussion mit ihrem Chef haben und am nächsten Tag "krank" sind und über drei Wochen nicht mehr gesehen werden) und habe immer wieder Sonderschichten gemacht oder sogar Schichtwechsel, damit andere Kollegen (genau, die FEST angestellten Kollegen) Urlaub machen konnten.

Ergebnis: Habe die letzten Monate gemessen an der geforderten Qualifikation sehr gut verdient, perspektivisch aber null Fortschritte gemacht. Der Vertrag läuft jetzt aus und wird nicht verlängert. In meiner Abteilung werden Stellen abgebaut und damit sind ALLE Zeitarbeiter raus, egal was sie gemacht haben. Und ich habe noch 14 Tage Urlaub offen und muss jetzt ernsthaft darüber verhandeln, ob ich den überhaupt bis Jahresende noch bekomme (Antrag wurde schon abgelehnt, die "nukleare Option", das über den Betriebsrat zu regeln, muss ich wohl noch auf den Tisch legen, damit die sich überhaupt bewegen ...).

Ich war in dieser Firma über eine Entleihfirma eingesetzt. Wenn man hier 15 Monate überstanden und viel Glück hat, bekommt man einen Aushilfsvertrag bei der Firma selbst (jeweils 3 Monate). Mit diesen Jungs habe ich wirklich das größte Mitleid. In meiner Abteilung (20 Leute) waren das durch die Bank körperlich fitte, überdurchschnittlich engagierte und kompetente Mitarbeiter, die auch Verbesserungsvorschläge machen etc. Die verdienen nochmal mehr als ich (2,5k netto für extrem stumpfsinninge Arbeit), haben aber null komma null Perspektive und dürfen sich (wie ich selbst auch) auch noch dadurch überflüssig machen, dass sie an ihren eigenen Arbeitsplätzen FESTE anlernen.

Beide Gruppen tragen die fest angestellten Kollegen mit, von denen einige wenige wirklich einen Top Job machen (von denen kann man viel lernen), viele durchschnittlich bis schwach sind und ein paar praktisch das halbe Jahr krank sind und weitere 3 Monate vor sich hin gammeln und einem vorjammern, wie hart doch das Leben ist, wenn dauernd irgendwas verlagert wird und man von schlappen 3,5k netto den in langen Jahren guten Lebens kugelrund gewordenen Bauch füllen muss. Die haben irgendwie keinen Begriff davon, was für ein unfassbares Glück sie gehabt haben dadurch, dass sie ihre Jobs bekommen haben, bevor die Globalisierung voll zugeschlagen hat. Inzwischen sind sie 20-30 Jahre in der Firma und damit ist dann jede Kündigung selbst des größten Versagers mit exzessiv teuren Abfindungen verbunden, so dass praktisch keiner gehen muss (fester Kollege diese Woche zu mir - hatte eben die Ansage bekommen, dass ich keine Verlängerung bekomme - JA GUT, für 250k Abfindung würde er schon mit sich reden lassen, dass er gleich ganz daheim bleibt _rolleyes:

Die ganzen letzten Wochen ein einziges Hin und Her aus zweideutigen Signalen. Schon klar, dass die einen bei Laune halten müssen, weil sonst keiner mehr richtig arbeitet oder einige gleich überhaupt nicht zur Arbeit erscheinen, aber das ganze Spiel ist und bleibt schon würdelos. Auch wenn man die Abläufe in der Abteilung beobachtet und natürlich seine Schlüsse zieht (die da lauten: NEIN, hier gibt es keinerlei Perspektive mehr), klopft man doch jedes Wort darauf ab, was das jetzt für die Verlängerung zu bedeuten hätte und natürlich spielen die Vorgesetzten das Spiel mit. Kollegin macht einen kleinen Fehler, der Schichtverantwortlich spöttelt ein bisschen, dass sie das doch besser könne, Ich bisschen sarkastisch "Na ja, lange musst du das ja nicht mehr aushalten", Schichtverantwortlicher "Das glaube ich nicht", solche SItuationen.

So, wall of text beendet und für heute genug gejammert.

Wer Kohärenz findet, darf zum Arzt gehen.


Antwort
Zitat
shcleichernderwolf Themenstarter
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

Vor ein paar Tagen habe ich nun Post vom Finanzamt erhalten, habe aber noch nicht die Zeit dafür gefunden, das ganze auszufüllen.
Es sind einfach mal 9 Seiten, welche es auszufüllen gilt und es wird nach allem möglichem gefragt.
Teilweise weiss ich auch nicht, was genau zutrifft, bzw. was dort anzugeben ist.

Es wird z.B. nach einer Steuernummer verlangt, diese besitze ich allerdings nicht, da ich noch nie eine Steuererklärung abgegeben habe und man scheinbar erst dann eine zugewiesen bekommt. Soweit ich gelesen habe, kann man dieses Feld dann leer lassen, ob dies dann auch auf das SEPA-Lastschriftmandat zutrifft, weiss ich allerdings nicht.
Anonsten wird noch nach der Kammerzugehörigkeit gefragt, im Netz stehen unterschiedliche Dinge, manchmal ließt man ja, in meinem Fall würde ich der Industrie- und Handelskammer angehören in anderen Fällen wieder nein, man würde keiner zugehören.
Dann soll man noch seine voraussichtlichen Einkünfte angeben, nicht nur vom Gewerbe, sondern auch von den Nichtselbstständigen Tätigkeiten. Auch wird nach dem Kapitalvermögen gefragt, sowie weitere Einkünfte. Diese ganzen Summen soll man dann auch noch voraussichtlich angeben, also für das 1. Jahr und das 2. jahr.
Weiter habe ich das ganze noch nicht überflogen, ich muss mir für das ganze mal einige Stunden Zeitnehmen.
Ich werde alles nach bestem Gewissen angeben, hoffentlich sind die da nicht zu streng.

Anonsten noch eine kleine Story aus meinem Betrieb.
In unserer Abteilung müssen diesen Monat 4-5 Leute gehen, weshalb wir diese Woche 3 Zeitarbeiter bekommen hatten.
Für einen dieser Arbeitskräfte war am Dienstag der erste Arbeitstag, Mittwoch ist er nicht mehr gekommen, Donnerstag war er wieder da und Freitag hatte er scheinbar wieder keine Lust mehr.
Am Donnerstag arbeitete ich das erste mal mit ihm zusammen. Er war erst 19, schien aber etwas zurück geblieben zu sein (nicht böse gemeint).
Jedesmal wenn ich ihm etwas erklärte oder sagte, schaute er mich nur doof an. Ein Arbeitskollege "übermittelte" meine Worte dann nochmal an ihn, was in etwa so aussah, als wenn er einem Kleinkind etwas erklären würde.
Nach einer Weile frage ich den Kollegen, ob der "Neue" denn Deutsch versteht. Ja, er ist hier geboren...
Nun gut, er war eben noch jung, unbeholfen und verstand eben nicht sehr schnell, ist ja nicht so schlimm.
Im laufe des Tages unterhielt sich der Kollege etwas mit dem Neuen, dabei kam heraus, er möchte zur Bundeswehr.
Auf die Frage des warums kam: "Ich möchte Leute/Menschen abschießen".....
Äh ok, wohl etwas zu viel Call of Duty gespielt...

Etwas später ereignete sich dann etwas, was mich mehr oder weniger Sprachlos machte.
Ihm flog der Kaugummi aus dem Mund, welchen er mit den Händen (er trug Handschuhe) auffing.
Ist ja kein Problem, kann ja passieren.
Was macht er? Er geht 2 Meter auf die Seite und versucht das Teil einfach mal mitten auf den Boden zu schleudern....
Aber auch das gelang ihm nicht, da der Kaugummi an dem Handschuh kleben blieb, weshalb er das Teil einfach mal an einen Spinnt schmierte, mitten vorne drauf und das ganze nichtmal heimlich, sondern vor anderen Leuten...
Statt das er nach einem Mülleimer fragt, klatschte er das Ding einfach mal auf den Spinnt und kommt anschließend wieder seelenruhig zum Arbeitsplatz zurück, als ob das normal wäre.
So etwas habe ich noch nie erlebt, darauf konnte ich einfach nichts sagen.
Oder ist so etwas üblich? Mich hat solch ein Verhalten jedenfalls schockiert.
Den Vorfall habe ich kurze Zeit später einem Vorarbeiter gemeldet, wobei ich hier etwas Gewissensbisse hatte, da ich ihn ja nicht direkt in die Pfanne hauen wollte.
Andererseits dachte ich mir, was es für eine Sauerei wäre, wenn sich dort später ein anderer Kollege anlehnt und sich dann der Kaugummi an seiner Kleidung verfängt.
Der Vorarbeiter forderte ihn dann auf den "Scheiß" wegzumachen.

Wie hättet ihr da reagiert? Der andere Kollege hatte das ganze auch gesehen, war aber wohl ebenso perplex und sprachlos wie ich.


Antwort
Zitat
phizza
Beigetreten: 04.10.2006
BlackMember

in


Antwort
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Das ist Heutzutage normal habe das auch in 3 Betrieben erlebt, einmal war ich leider Leiharbeiter ( mein alter Betrieb hatte leider auch stellen abgebaut, dort hatte ich mich schon bis in die Qualtitätsprüfung hochgearbeitet) in dem Entleihbetrieb waren die Mitarbeiter Schlichtweg zu Dumm, ich habe denen dort eine Produktion von 2 Millionen gerettet hatte da sogar als Leiharbeiter das sagen in dem Projekt, trotzdem wurde mir immer gesagt Leiharbeiter sind zum Arbeiten hier nicht zum Denken. Meinen Einsatz hat mir niemand gedankt und natürlich waren alle Festangestellten total gegen mich, weil ich halt fachlich besser war und denen nach 2 Tagen erzählt habe was dort falsch läuft und verbessert werden muss. Die Verbesserungen wurden alle umgesetzt aber es gab dort nur Stress. In dem Betrieb wollte ich aber auch nicht lange bleiben, das Klima und die Bezahlung waren dort sehr miserabel, aber ich bin ein Typ der nicht aufgibt.

Danach wurde ich in einen anderen Betrieb entliehen, dort habe ich natürlich auch wieder Einsatz gezeigt und meine Sachen zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Dort war ich 3 Jahre als Leiharbeiter, mittlerweile habe dort sehr viel Verantwortung. Quasi von Zero to Hero.

Also es läuft nicht überall so Kacke, wichtig ist das man nicht aufgibt und seinen Weg sucht, man muss dafür aber Rückgrat haben und für seine Sache einstehen und einen vernünftigen Betrieb finden, natürlich gehört da auch etwas Glück zu. Man merkt auch schnell wie die Line des Betriebes ist und ob man da ne Chance hat.

Du solltest aber immer dein bestes geben, wenn nicht für andere oder die Firma dann wenigstens für dich, ansonsten endest du wie alle anderen, hast kein Bock mehr bist demotiviert und erreichst gar nix mehr, für alle die sich hängen lassen ist an ihrem Schonplatz auch Endstation, du kannst dich aber immer weiter entwickeln.

Also da hilft nur weitersuchen und die Zähne zusammenbeißen jeder neue Betrieb ist meistens ein Schritt nach vorne.


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Patte87
Beigetreten: 10.11.2008
Poker Player

lol leiharbeit
solange die nicht anständg bezahlen (sprich du bekommst dasselbe wie festangestellte dort wenn du selbe arbeiten tust) würde ich mich von fernhalten

aber generell bin ich gegen leiharbeit. hat für mich dieselbe bedeutung wie sklaverei


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