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Meister in Ei­gen­re­gie absolvieren?

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shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

Hallo zusammen,

bereits seit längerem habe ich immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, mich weiter zu bilden.
Für mich persönlich erscheint hier die Weiterbildung zum Meister am sinnvollsten.
Mein Bestreben nach einer Weiterbildung zum Meister habe ich ständig verworfen, da im Unternehmen in welchem ich tätig bin kaum bis kein Bedarf für leitende Angestellte oder Positionen mit mehr Verantwortung vorhanden ist.
Da ich die Kosten von ~6.000€ alleine tragen müsste, erschien mir der Kosten/Nutzen Effekt einfach als zu gering.
Kurz und knapp sind mir ~6.000€ für eine Qualifikation die mir erstmal nichts bringt zu viel, auch wenn das Geld problemlos vorhanden wäre.

Um zu meiner Kernfrage zu kommen: "Ich habe in Foren vereinzelt Beiträge dazu gefunden, dass man für den Meister eigentlich keinerlei Lehrgang, Schule o.ä. benötigen würde, um für die relevanten Prüfungen zugelassen zu werden (nötige Berufserfahrung natürlich vorausgesetzt)".
Offiziell finde ich darüber allerdings keinerlei klare Aussage. Des Weiteren ist mir auch nicht bekannt, ob es hierbei von Beruf zu Beruf Unterschiede gibt.
Beziehen tue ich mich speziell auf den Logistikmeister, welchen ich anstrebe.
Wäre das tatsächlich möglich, so würden sich die Prüfungskosten angeblich "nur" auf ~600€ beziehen, was für mich erheblich attraktiver wäre.

Versuche ich darüber zu recherchieren, stoße ich nur auf unzählige Anbieter von Lehrgängen, Schulungsangeboten etc.
Es kommt mir fast so vor, als wolle man ein Geheimnis daraus machen, nach dem Motto: "Wäre es möglich ohne die teuren Lehrgänge die Prüfung zu bestreiten, wäre dessen Daseinsberechtigung ja in Frage gestellt".
Gleiches gilt dafür, wenn man sich tiefgründigere Informationen einholen möchte, was man genau erlernen muss und woher man das relevante Lernmaterial beziehen kann.
Zwar findet man auf einigen Seiten etwas, so z.B. beim IHK Shop, doch wird für mich daraus nicht ersichtlich, welche Bereiche ich jetzt damit abdecken kann.
Alte Prüfungen werden dort z.B. überteuert für 17,00€ angeboten, außerdem noch 2 kleine Heftchen für die Prüfungsvorbereitung (wovon eines nicht mal verfügbar ist).
Anderweitig finde ich noch ein paar überteuerte Bücher für ~70€, Karteikarten für 50€ oder ein Hörbuch für stolze 128€ oder virtuelle Karteikarten für den selben Preis.
Wüsste ich, dass das oben genannte Lernmaterial zielführend wäre, wäre ich ja bereit auch die 128€ dafür zu bezahlen. Allerdings fühlt es sich für mich so an, als würde ich mir da eher die Blackbox kaufen ohne genau zu wissen, ob ich darüber das relevante Wissen vermittelt bekomme.

Weiß also jemand, ob es tatsächlich möglich ist, auch ohne Lehrgänge o.ä. an den Prüfungen bei der IHK teilnehmen zu können (Anfrage habe ich auch an die IHK selbst geschickt, würde mir dennoch gerne anderweitig noch Aussagen einholen wollen)?
Kennt jemand Bezugsquellen, Foren, Internetseiten, Shops... bei welchen ich mir Informationen einholen und/oder Lernmaterial besorgen kann?
Alles andere was darüber hinaus auch noch Sinnvoll sein könnte, kann natürlich auch gerne genannt werde.

Am Schluss möchte ich noch anfügen, das mir bewusst ist, dass das erlernen in Eigenregie natürlich erheblich schwerer sein wird, als das Wissen von geschulten Personen vermittelt zu bekommen.
Nichtsdestotrotz sehe ich es so: "Gebe ich 100-200€ für Material aus und merke, das ist doch zu hoch für mich, ist der Verlust gering und immerhin konnte ich etwas Wissen mitnehmen, was ja nie schlecht ist". Und sollte ich gut mit dem Stoff klar kommen, ja so wäre der Weg für die Prüfungen ja geebnet.

Ich bedanke mich schon mal bei allen, die hier Anteilnahme zeigen.


Antwort
Zitat
13 Antworten
wahnfried
Beigetreten: 29.08.2007
Elite Grinder

70 € für ein Fachbuch teuer?
Gibt es keine Meisterkurse im Block, die auf die Prüfung vorbereiten?


Antwort
Zitat
thomasSP
Beigetreten: 16.09.2006
Oldschool Grinder

-schau mal ob es da nicht auch staatliche förderungen/zuschüsse (ist zumindes in at so, so viel ich weiß)
-vielleicht kannst auch was von der steuer absetzen


Antwort
Zitat
shcleichernderwolf Themenstarter
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

Es gibt Meister-BAföG, was allerdings ja auch nur geliehenes Geld ist, welches wieder zurückgezahlt werden muss.
Ja, von der Steuer kann man da etwas absetzten. Übrigens kann jeder Lektüren, Zeitschriften, Bücher etc. in der Steuererklärung geltend machen, wenn sich diese auf den Beruf beziehen und somit der Weiterbildung dienen.

Ansonsten habe ich jetzt etwas gefunden, vielleicht interessiert es ja jemanden:

Spoiler

1. Grundlegende Qualifik ationen
• Rechtsbewusstes Handeln
• Betriebswirtschaftliches Handeln
• Anwenden von Methoden der Inf ormation, Kommunikation und Planung
• Zusammenarbeit im Be trieb
• Berücksichtig en naturwissenschaftlicher und t echnischer Gesetzmäßigkeiten
2. Handlungsspe zifische Qualifik ationen
• Logistikprozesse
• Betriebliche Organisation und Kast enwesen
• Führung und Personal (Fachgespräch)
3. Berufs- und arbeitsp ädagogische Kenntnisse

Die Kosten:
Prüfungsgebühren
Grundlegende Qualifik ation: 250,00 €
Handlungsspe zifische Qualifik ation: 300,00 €

Über Ebay-kleinanzeige habe ich jetzt mal etwa für 200€ Lernmaterial gekauft. Neu hätte das Zeug weit über 400€ gekostet.


Antwort
Zitat
index85
Beigetreten: 06.02.2007
PokerStrategist

So wie ich Deinen Post lese, ist Dir alles zu teuer.... Da kommt aber keiner und schenkt Dir den Titel....

Zum anderen... in den dazugehörigen Lehrgängen wirst Du auf die Prüfungen vorbereitet... versuchs in Eigenregie und Du wirst mächtig auffe Fresse fallen...
Glaube kaum, dass Du das Thema Recht und Steuern oder Buchführung durch Selbsstudium begreifen kannst

Wenn Du nicht weisst welche Voraussetzungen Du für die Prüfungen brauchst, dann geh zur IHK oder HWK und lass Dich beraten....
Wenn Du Zahnschmerzen hast gehste ja auch zum Zahnarzt und nich zum Proktologen

und nur so am Rande erwähnt (aus eigener Erfahrung): Solltest du in Deinem Unternehmen nicht als Meister arbeiten können, dann lass es oder versuch eine höhere Qualifikation zu erreichen....in anderen Unternehmen wirst Du mit der Qualifikation kaum rein kommen.... die ziehen ihre eigenen Leute hoch


Antwort
Zitat
elnapo
Beigetreten: 05.07.2006
PokerStrategist

Ich habe am 2.5. meine Abschlussprüfung als Logistikmeister. Brauchst keinen Lehrgang für die Prüfung nur die Zulassungsvoraussetzungen.

Allerdings glaube ich daß es ohne Lehrgang fast aussichtslos ist zu bestehen dies bezogen auf das Fach NTG.

Warum nimmst kein Bafög in Anspruch? Dann musste doch nur einen kleinen Teil zahlen.

Bzgl. Bafög 2k kriegste direkt erstattet. Von dem Rest werden nochmal 30 Prozent abgezogen bei bestandener Prüfung. Dann kannste Fahrkosten,Bücher etc absetzen. Ich bezahle so für meinen nur ca. 1-1,5K.

Zum Thema Beruf ist die Basis Qualifikation bei allen gleich ausser Chemie die haben kein NTG.

Du musst aber auch noch die Ausbildereignung ablegen.

Insgesamt musste 4 Prüfungen bestehen.


Antwort
Zitat
elnapo
Beigetreten: 05.07.2006
PokerStrategist

Original von index85
So wie ich Deinen Post lese, ist Dir alles zu teuer.... Da kommt aber keiner und schenkt Dir den Titel....

Zum anderen... in den dazugehörigen Lehrgängen wirst Du auf die Prüfungen vorbereitet... versuchs in Eigenregie und Du wirst mächtig auffe Fresse fallen...
Glaube kaum, dass Du das Thema Recht und Steuern oder Buchführung durch Selbsstudium begreifen kannst

Wenn Du nicht weisst welche Voraussetzungen Du für die Prüfungen brauchst, dann geh zur IHK oder HWK und lass Dich beraten....
Wenn Du Zahnschmerzen hast gehste ja auch zum Zahnarzt und nich zum Proktologen

und nur so am Rande erwähnt (aus eigener Erfahrung): Solltest du in Deinem Unternehmen nicht als Meister arbeiten können, dann lass es oder versuch eine höhere Qualifikation zu erreichen....in anderen Unternehmen wirst Du mit der Qualifikation kaum rein kommen.... die ziehen ihre eigenen Leute hoch

Welche andere höhere Qualifikationen? Meister ist mittlerweile mit Bachelor gleichgestellt.


Antwort
Zitat
PaRaZzEe
Beigetreten: 20.07.2009
PokerStrategist

Nicht wirklich. Wenn du Glück hast der Techniker, aber in großen Konzernen auch das nicht. Ist von Firma zu Firma unterschiedlich, aber darauf verlassen, kannst du dich auf keinen Fall.


Antwort
Zitat
elnapo
Beigetreten: 05.07.2006
PokerStrategist

Original von PaRaZzEe
Nicht wirklich. Wenn du Glück hast der Techniker, aber in großen Konzernen auch das nicht. Ist von Firma zu Firma unterschiedlich, aber darauf verlassen, kannst du dich auf keinen Fall.

Vom Abschluss gleich das ist so.

Wie Firmen das handhaben steht auf einem anderen Blatt das ist klar. Trotzdem kann er nix höheres machen im Moment.


Antwort
Zitat
shcleichernderwolf Themenstarter
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

So wie ich Deinen Post lese, ist Dir alles zu teuer.... Da kommt aber keiner und schenkt Dir den Titel....

Also willst du damit zum Ausdruck bringen, man muss sich die Qualifikation erkaufen? Nur wer ordentlich blecht hat Anspruch auf den Titel...
Des Weiteren ja, das Material ist teuer und man nutzt hier definitiv auch aus, dass die vorhandene Literatur bzw. die Verlage rar gesät sind.
Aber wie erwähnt, habe ich mir jetzt einiges gebraucht gekauft.

Zum anderen... in den dazugehörigen Lehrgängen wirst Du auf die Prüfungen vorbereitet... versuchs in Eigenregie und Du wirst mächtig auffe Fresse fallen...

Also ist niemand in der Lage, durch selbstständiges lernen und studieren älterer Prüfungen sich auf diese vorzubereiten?

Glaube kaum, dass Du das Thema Recht und Steuern oder Buchführung durch Selbsstudium begreifen kannst

Amen.

und nur so am Rande erwähnt (aus eigener Erfahrung): Solltest du in Deinem Unternehmen nicht als Meister arbeiten können, dann lass es oder versuch eine höhere Qualifikation zu erreichen....in anderen Unternehmen wirst Du mit der Qualifikation kaum rein kommen.... die ziehen ihre eigenen Leute hoch

Um eine "noch" höhere Qualifikation zu erreichen, da wäre doch auch der Logistikmeister geeignet, denn dadurch kann man sich auch für ein Studium qualifizieren (wenn ich falsch liege, bitte berichtigen).
Erfahrungsmäßig ist es bei mir gerade umgekehrt, Firmen wollen keine "hohen" Summen ausgeben, um Mitarbeiter weiter zu qualifizieren, man greift lieber auf externe Kräfte zurück, welche die Qualifikation bereits mitbringen. Jüngstes Beispiel ist noch keine 5 Monate her, der Chef im Lager ist in Rente gegangen, statt auf eine Interne Kraft zurückzugreifen, welche sich bereits mit den Strukturen auskennt, wurde eine neue externe Kraft genommen.
Dabei sind wir sogar ein ziemlich kleines Team und es würde bei weitem keine höhere Qualifikation von Nöten sein, um diese Stellung zu meistern.

Ich habe am 2.5. meine Abschlussprüfung als Logistikmeister. Brauchst keinen Lehrgang für die Prüfung nur die Zulassungsvoraussetzungen.

Allerdings glaube ich daß es ohne Lehrgang fast aussichtslos ist zu bestehen dies bezogen auf das Fach NTG.

Warum nimmst kein Bafög in Anspruch? Dann musste doch nur einen kleinen Teil zahlen.

Bzgl. Bafög 2k kriegste direkt erstattet. Von dem Rest werden nochmal 30 Prozent abgezogen bei bestandener Prüfung. Dann kannste Fahrkosten,Bücher etc absetzen. Ich bezahle so für meinen nur ca. 1-1,5K.

Zum Thema Beruf ist die Basis Qualifikation bei allen gleich ausser Chemie die haben kein NTG.

Du musst aber auch noch die Ausbildereignung ablegen.

Insgesamt musste 4 Prüfungen bestehen.

Danke für deine Antwort.

Habe jetzt auch mal die ersten paar Rechnungen gesehen, welche so zu NTG gehören und das sehe ich auch als Knackpunkt.
Ganz ehrlich, das Prozedere ist für mich kryptisch, man könnte mir genau so gut Hieroglyphen zeigen.
Auch besitze ich nur den Hauptschulabschluss (Ausbildung mal ausgenommen), so das ich in Mathe sehr große Defizite habe.
Dennoch möchte ich es probieren!
Wenn ich ab einem gewissen Punkt merke, dass das doch alles zu hoch für mich ist, ja dann habe ich dennoch nichts verloren. Ganz im Gegenteil, ich habe mir Wissen angeeignet, auch wenn es nicht zum eigentlichen Zweck genutzt wurde.

Das Thema um Bafög hatte ich ja bereits erwähnt. Dabei handelt es sich doch auch nur um geliehenes Geld, welches zurück gezahlt werden muss. Oder verstehe ich das falsch? Denn das Geld wäre vorhanden, könnte auch problemlos alles auf einen Schlag zahlen.
Mir geht es diesbezüglich aber um den Kosten/Nutzen Effekt. Ich möchte schlicht keine 6.000€ ausgeben, für eine Qualifikation die mir in naher Zukunft kein Mehreinkommen bietet.
~800€ dagegen erscheinen mir in Ordnung, auch unter dem Gesichtspunkt, dass ich für mich selbst eine neue Herausforderung schaffe und einfach wieder ein Ziel habe, um aus dem Alltagstrott heraus zu kommen.
Letztendlich mache ich mir ja auch keine Illusionen, vielleicht benötige ich 3,4 oder gar 5 Jahre um das ganze zu verstehen, vielleicht verstehe ich es auch niemals.
Zumindest habe ich die Zeit dann für etwas sinnvolles genutzt und mir Wissen angeeignet.

Und ehrlich gesagt spornt mich es sogar an, wenn andere äußern wie schwer oder gar unmöglich es wäre.

Vielleicht mache ich aus dem Thema ja eine Art kleinen Blog, in dem sich die Leute dann möglicherweise an meinem Scheitern ergötzen können.


Antwort
Zitat
elnapo
Beigetreten: 05.07.2006
PokerStrategist

Also als erstes kannste ja die Ausbildereignung machen. Die brauchst um für die Meisterprüfung zugelassen zu werden. Diesen kannste auch einzeln machen.

NTG ist echt hart das stimmt bei uns sind weit über 50Prozent durchgefallen.

Ohne Kurs sehe ich da kaum Chancen. Das ist meine Meinung. Die anderen Fächer kann man sich selbst beibringen.

Kostenwesen ist auch nicht ganz ohne aber machbar.

Recht ist das einfachste Fach. Brauchst nur dein Buch vernünftig vorbereiten das du alles schnell findest. Man hat nur 90 Minuten das ist mehr als knapp.

ZIB und MIKP kann man sich selbst beibringen.

Du beantragst Bafög das bedeutet du bekommst 2K die du nicht zurück zahlen musst. Der Rest läuft über ein Darlehen von der KFW davon brauchst nur 70 Prozent zurück zahlen wenn du bestehst. Die zurück Zahlung hat eine Karenzzeit von 2 Jahren wo du nichts bezahlen musst. Nehmen wir 3 K Darlehen an davon 30 Prozent Abzug Plus sämtliche Steuererstattungen dann biste bei ca. 1.5K am Ende. Selbst von den Prüfungsgebühren einen Teil hinterher wieder holen. Dafür muss man die Rechnungen zur KFW schicken nach der Prüfung.

So teuer ist das also nicht.


Antwort
Zitat
elnapo
Beigetreten: 05.07.2006
PokerStrategist

Es gibt für dich keine höhere Qualifikation ausser Meister da du nur eine Ausbildung hast. Fachkaufmann für Einkauf und Verkauf könntest auch machen das wars. Nach dem Meister kannste auch einen technischen Betriebswirt machen oder staatlich geprüfter Betriebswirt diesen würde ich aber nicht empfehlen.


Antwort
Zitat
shcleichernderwolf Themenstarter
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

Erstmal danke für deine Beiträge elnapo.

Warum deine Beiträge down gevotet werden, verstehe ich nicht.
Gerade was den Vergleich Bachelor und Meister angeht, scheinen hier einige anderer Meinung zu sein.
Denn auch nach meinem Wissen her, ist der Meister mit dem Bachelor von der Qualifikation her gleich zu setzten. Kann man ja auch einfach nachlesen.
Richtig ist, dass das von Firma zu Firma natürlich unterschiedlich gehandhabt wird.
Für eine Stelle als "Schreibtischtäter" wird eine Firma vermutlich eher zu jemandem mit akademischen Abschluss greifen, dem Bachelor.
Für eher praxisbezogene Tätigkeiten wird aber wahrscheinlich der Meister die attraktivere Wahl sein.

Ich denke mit dem Bachelor wird man bessere Chancen haben, in eine Funktion der höheren Führungsebene kommen zu können.
Der Meister dagegen wird sich wohl mit der mittlere Führungsebene begnügen müssen.

Es gibt für dich keine höhere Qualifikation ausser Meister da du nur eine Ausbildung hast

Qualifiziert man sich durch den Meister nicht auch für die Möglichkeit eines Studiums?

Du beantragst Bafög...

So teuer ist das also nicht.

Danke. Habe es mir jetzt dennoch erstmal in den Kopf gesetzt, es auf eigene Faust zu versuchen, auch aufgrund der Tatsache, dass ich mir die Zeit frei einteilen kann.

Habe mir jetzt noch einiges an Lernmaterial besorgt, die Ausgaben belaufen sich Mittlerweile auf etwa 400€-500€. Vielleicht sogar ein Overkill, aber besser zu viel als zu wenig. Zumindest habe ich das Gefühl damit jetzt alles nötige abdecken zu können.

Fokussieren tue ich mich erstmal auf NTG und BWH, da das nach Angaben wohl die schwersten Fächer sein sollen. Mit BWH komme ich bis jetzt ganz ok zu recht.
Ich muss sagen BWH macht mir bis jetzt sogar Spaß, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mich sowieso für die Börse interessiere und als Stock Picking Anleger natürlich auch für Unternehmen.
Ich finde es echt interessant mal etwas tiefer in die Unternehmensgeschichte einzutauchen, die verschiedenen eigentümliche Begriffe zu erlernen, die Gesellschaftsformen, dessen Vor- und Nachteile, sowie die Haftungen etc. kennen zu lernen.

Etwas problematisch wird es für mich beim BWH in Mathe. Wenn ich da alte Prüfungen durch gehe, weiß ich oft einfach nicht was die genau von mir wollen. Schaue ich mir anschließend die Lösung an, ist die Rechnung eigentlich recht simpel. Nur kenne ich die Formeln und Begrifflichkeiten oft noch nicht.
In einer Aufgabe wird z.B. von einem Störzeitfaktor 1,07 gesprochen. Selbst Google spuckt unter dem Begriff nicht wirklich etwas aus, was den Begriff erklären würde. Anhand der Lösung kann man dann allerdings einfach erkennen, was zu tun ist.

Insgesamt fehlen mir in Mathe diverse Kenntnisse, weshalb ich mir auch ein Buch gekauft habe, welches den kompletten Lernstoff von der 5-10 Klasse in Mathematik beinhaltet. Darüber hinaus ist Youtube eine gute Quelle für Erklärungen. So habe ich jetzt meinen Urlaub dazu genutzt, um mir unter anderen einfache Grundrechenarten wieder anzueignen. Auch der gemischte Dreisatz erschien mir als wichtig, weshalb ich diesen über Videos erlernt habe.
Es viel mir ehrlich gesagt ziemlich schwer und es hat einige Stunden gedauert, bis ich damit klar gekommen bin. Die meisten Videos nutzen eine Rechnung, mit der ich überhaupt nicht klar kam. Letztendlich stieß ich dann aber auf eines, welches die Rechnung anders strukturierte und damit konnte ich etwas anfangen.
Nichtsdestotrotz bin ich mir dennoch jedesmal noch etwas unsicher, ob ich proportional und antiproportional jetzt an die richtige Stelle gestellt habe und das Ergebnis stimmt. Gibt es hier vielleicht eine Art Gegenrechnung, um zu sehen ob das Ergebnis korrekt ist?
Ihr könnt mich ruhig dafür auslachen, dass ich bereits bei solchen wohl einfachen Aufgaben zu knabbern habe.

Demzufolge ist mit NTG eben auch noch nicht viel mit Mathe, Bei NTG beschränke ich mich momentan auf die Begrifflichkeiten, wie z.B.: "Kinematik und Kinetik, Naturerscheinungen etc.".

Meine Strategie sieht grob so aus:
"Auf dem Weg zur Arbeit und zurück höre ich ein Hörbuch, in der Hoffnung das durch die Dauerbestrahlung wenigstens etwas hängen bleibt.
Ich lese die Bücher und schreibe meiner Meinung nach die wichtigen Dinge auf Karteikarten um diese in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.
Bücher werden nach Abschluss in regelmäßigen Abständen immer und immer wieder gelesen, bis sicher verinnerlicht.
Mathe lernen und zur Übung Aufgaben lösen. Wichtige Formeln die ich noch nicht verinnerlicht habe, werden aufgeschrieben und hängen sichtbar am Schreibtisch.
Alte Prüfungen durchgehen, wobei hier Mathematische Aufgaben noch eher ausgeschlossen werden, da mir Formeln und Begrifflichkeiten oft noch nicht geläufig sind.
Fokus liegt wie gesagt erstmal auf BWH und NTG, Material für die Ausbildereignung wurde besorgt und wird auch noch dazwischen geschoben.
Des Weiteren habe ich mir zum Ziel gesetzt evtl noch ein leichteres Thema in den Fokus zu nehmen, dessen Buch ich vor dem schlafen gehen noch ~30Min. lesen kann.
Sobald Begrifflichkeiten und Mathe sitzt, wird der Fokus verstärkt auf die mathematischen Aufgaben gelegt, der Umgang mit der Formelsammlung (IHK) geübt, sowie der Umgang mit dem Taschenrechner (extra einen zugelassenen besorgt).

Hier noch eine kleine Zusammenstellung von den Mathematischen Anforderungen (Auflistung nicht von mir), Voraussetzungen etc.

Spoiler

Zulassungsvoraussetzungen (Auszug aus §3 der Verordnung)
(1) Zur Prüfung im Prüfungsteil "Grundlegende Qualifikationen" ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:
1. eine mit Erf olg abgelegte Abschlussprüf ung in einem anerkannten Ausbildungsberuf aus dem Bereich der Logistik oder
2. eine mit Erf olg abgelegte Abschlussprüf ung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens
einjährige Berufspraxis oder
3. eine mindest ens vierjährige Berufspraxis.
(2) Zur Prüfung im Prüfungsteil "Handlungsspe zifische Qualifikationen" ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:
1. das Ablegen des Prüfungsteils "Grundle gende Qualifikationen", das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und
2. im Fall des Absatz es 1 Nummer 1 mindest ens ein Jahr Berufspraxis und im Fall des Absatzes 1 Nummer 2 insgesamt
mindestens zwei Jahre Berufspraxis.
(3) Die Beruf spraxis nach den Absätz en 1 und 2 so ll wesentliche Bezüge zur Tätigkeit eines Geprüften Logistikmeisters/einer
Geprüften Logistikmeisterin nach § 1 Absatz 3 au fweisen.
(4) Abweichend von den in den Absätz en 1 und 2 genannten Voraussetzungen ist zur Prüfung auch zuzulassen, wer durch
Vorlage von Zeugnissen oder auf ander e Weise glau bhaft macht, Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche
Handlungsfähigkeit) erworben zu haben, die eine Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

1. Grundlegende Qualifik ationen
• Rechtsbewusstes Handeln
• Betriebswirtschaftliches Handeln
• Anwenden von Methoden der Inf ormation, Kommunikation und Planung
• Zusammenarbeit im Be trieb
• Berücksichtig en naturwissenschaftlicher und t echnischer Gesetzmäßigkeiten
2. Handlungsspe zifische Qualifik ationen
• Logistikprozesse
• Betriebliche Organisation und Kast enwesen
• Führung und Personal (Fachgespräch)
3. Berufs- und arbeitsp ädagogische Kenntnisse
Der Nachweis über die beruf s- und arbeitsp ädagogischen Qualifikationen ist vor Beginn der letzten Prüfungsleistung zu
erbringen.

Allgemeine Mathematik *)
Addition und Subtraktion mit positiven und negativen Zahlen
Multiplikation und Division
Rechengesetze
Gleichungslehre
Teilbarkeit, Primzahlen
Bruchrechnen
Einfache Dreisätze
Zusammengesetzte Dreisätze
Prozentrechnung
Gleichungen und Terme
Flächen- und Körperberechnung

Technische Mathematik
Gleichungen
Rechtwinkliges Dreieck
Koordinatensysteme
Kräfte und Vektoren

Grundlagen Elektrotechnik 1
Maßsysteme
Aufbau der Materie (Chem. Elemente, Atommodell, Periodensystem)
Bindungsarten (Ionen-, Atom-, Metallbindung)
Ladung-Spannung-elektrischer Strom

Grundlagen Elektrotechnik 2
Linearer Widerstand im Stromkreis
Nichtlinearer Widerstand im Stromkreis
Berechnung von Spannungsquellen
Belasteter Spannungsteiler
Wheatstone-Brückenschaltung

Grundlagen Elektrotechnik 3
Arbeit-Leistung-Energie-Wirkungsgrad
Begriffe und Berechnungen

Grundlagen Elektrotechnik 4
Dauermagnetismus
Elektromagnetismus
Transformatoren
Gleichstrommaschinen
Drehstrom- und Wechselstrommaschinen

Forum für (zukünftige) (Industrie)meister: " https://industriemeister.io/" sehr hilfreich.


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elnapo
Beigetreten: 05.07.2006
PokerStrategist

Haste dir auch das Formelbuch geholt? Das brauchste auf jeden Fall da steht jede Formel drin. Zumindest wenn man Formeln umstellen kann.

Nach dem Meister kannste Studieren bzw. deinen Master machen.

Viel Glück halt uns auf dem laufenden bin froh wenn ich in 3 Wochen fertig bin.


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