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Nanostruckturwissenschaft oder Biotechnologie?

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Smofe
Beigetreten: 05.04.2007
PokerStrategist

Hallo,

sorry erst einmal, dass ich das Forum so zuspame, jedoch ist im Moment Achterbahn.

Ich möchte ja gern studieren, bin mir nur unschlüssig was. Die Sache mit dem Biologiestudium wird nicht klappen, dazu dauert mir das alles zu lange.
Also habe ich etwas umgedacht und es steht derzeit Nanostruckturwissenschaft VS Biotechnologie.

Studiert (bez. hat Studiert) hier jemand eins der beiden Fächer? Ich bin kein besonders hoher Geist in sachen Mathe, aber auch nicht ganz dumm. Ich hätte nur z.B. bei den Nanowissenschaften angst, dass mir da der Matheteil zu schwer wird. Doch wieviel Mathe braucht das Nanowesen? Und wie schwer kann man das Studium einschätzen? Ebenso sieht es aus mit Biotechnologie...

Also wenn hier Jemand ist, der Ahnung von einem der beiden hat, wäre ich über Erfahrungen sehr dankbar!

Beste Grüße
Der Smofe


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41 Antworten
sarc
Beigetreten: 06.06.2008
PokerStrategist

Was ist das genau für ein Nanostudiengang? Hast da nen Link zu?

Ich kenn das aus der Physik, und da ist der Matheanteil definitiv nicht zu unterschätzen.


Antwort
Zitat
Smofe Themenstarter
Smofe
Beigetreten: 05.04.2007
PokerStrategist

Wäre dieser hier

http://www.uni-kassel.de/fb10/institute/physik/studium-und-lehre/nanostruktur-bachelor.html

Glaube nur der Mathe Teil ist echt krass ... mir wurde zwar gesagt, dass das was man in der Schule gelernt hat schon recht bald nicht mehr viel zu Sagen hat, aber ohne das Grundwissen ist man ja total überfordert würde ich sagen :-O


Antwort
Zitat

Original von Smofe
Nanostruckturwissenschaft VS Biotechnologie.

würde in diesem Fall zu Biotechnologie raten :f_biggrin:

Aber ernsthaft, Mathe wird meist schlimmer geredet als es im Studium tatsächlich ist.
Das Tempo ist schon etwas anderes, aber alles in allem muss man wie in jedem Fach einfach auch dran bleiben und üben, dann geht das schon.

Hab selbst nur den Vergleich zu Mathe in Maschinenbau. Fand das aber sehr gut machbar und hatte auch nur Grundkurs Mathe im Abi.

edit: laut deinem Link sind das nur Mathe I und II. Das ist eigentlich recht easy, wenn man etwas Verständnis für das Ganze mitbringt.


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DanTheMan123
Beigetreten: 09.02.2008
Oldschool Grinder

Hey Smofe,

ich möcht erst mal ein paar Worte zu meiner Wenigkeit verlieren. Ich bin derzeit in meinem Bachelor meines Biologiestudiums in Berlin und fast damit durch mit ner Bachelorarbeit in Biochemie/Strukturbiologie. Habe jetzt das 7. Semester angebrochen weil es mit der BA doch etwas länger gedauert hat und ich mir auch unschlüssig bin wie es weiter geht. Ich arbeite seit einem Jahr in einer Arbeitsgruppe als studentische Hilfskraft und habe da auch schon so einiges Mitbekommen, wie so der Wind in der Forschung wehen kann. Da gibt es Festanstellungen auf Kosten der Belegschaft der wissenschaftlichen Mitarbeiter, befristete Verträge und eine unsichere Zukunft, die Menschen in die Existenzangst führen (weil sie z.B. eine Familie ernähren müssen) bei gleichzeitiger hoher Arbeitsbelastung und schlechter Bezahlung (Promotionsstellen werden idR für 50% Bezahlung des TVöD 13 ausgeschrieben, also ca. 1000-1100 Euro) Das wirst du in beiden Studienrichtungen vorfinden, falls du soweit gehen möchtest.

Ich habe mein Studium aus idealistischen Beweggründen begonnen, weil ich es interessant finde und mir die Zukunft vorerst ziemlich egal war (a la "Werd schon irgendwas finden"). Ich kann dir nur noch mal Raten, dir darüber gedanken zu machen wo dich das Studium hinführen kann bezüglich der späteren Arbeit. Jetzt holt mich dann doch die Realität ein und ich frage mich was ich damit eigentlich will. Im nächsten Jahr werde ich vorraussichtlich dann noch mal ein Zweitstudium beginnen, liebäugle mit der Humanmedizin.

Hier gibt es nun noch mal ein paar Daten zum Arbeitsmarkt der Biologie, der sehr angespannt ist. Für die Biotechnologie sieht es wohl nicht viel anders aus. Hab auch schon von mehreren Leuten gehört, die nach der Biologiepromotion sogar noch mal einen Informatikstudium hinterher geschoben haben, einen Quereinstieg ins Lehramt gemacht haben oder gar ein Aufbaustudium Regulatory Affairs (Arzeinmittelzulassung) gemacht haben.

https://www.uni-due.de/isa/fg_naturwiss/biologie/biologie_am_frm.htm

Falls du kannst, würde ich mich mal mit der Fachschaft beider Studiengänge in Verbindungen setzen und fragen wie die Absolventen untergekommen sind und zufrieden mit dem Studium waren.

Zur Mathematik: Würde auch sagen, dass es machbar ist, wenn du ein Grundverständnis der Mathematik mitbringst. 12 CP sind jetzt nicht so viel, da kann man sich schon durchbeißen würd ich sagen.


Antwort
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sarc
Beigetreten: 06.06.2008
PokerStrategist

Also wie vermutet beim Fachbereich Physik... Wenn ich mir den Studienplan so ansehe, dann sind die Mathevorlesungen CP-technisch in der Tat nicht so wild, aber das ist ja nicht alles. Du hast da nen Haufen Physikvorlesungen drin, und die sind alle mathematisch durchaus anspruchsvoll. Vermutlich wird es nicht so schlimm wie im "richtigen" Physikstudium, weil die theoretischen Vorlesungen zu fehlen scheinen, aber rechnen können solltest du trotzdem. Wenn du Angst vor den extrem abstrakten Konzepten hast, die teilweise in der Mathematik (und der theoretischen Physik), dann sollte sich das in dem Studiengang so wie ich das überblicke in Grenzen halten. Rechnen können solltest du aber trotzdem, und wenn du mit Mathe generell auf Kriegsfuß stehst könnte das böse enden. ;)
Wie schwierig das wird kann ich dir nicht sagen. Ich weiß, dass viele Nebenfächler selbst die auf sie angepassten Physikvorlesungen verfluchen, weils ihnen zu kompliziert ist (Biologen, Chemiker, Mediziner, ...). Allerdings könnte das da durchaus auch daran liegen, dass sie eben andere Interessen haben. Dir sollte klar sein, dass dieses Studium größtenteils (Experimental-)Physik und Chemie ist. Wenn dich eines der beiden Fächer abschreckt würde ich die Finger davon lassen.

@DanTheMan: Na ja, wer sich auf eine Promotion einlässt weiß für gewöhnlich, was er tut. Frag mal nen Geisteswissenschaftler, die promovieren nebenbei vor sich hin, die hassen dich wenn du bei 50% E13 von "schlechter Bezahlung" redest... ;) Klar, reich wird man davon nicht, aber dafür, dass ne Promotion eigentlich auch nur ne gehobene Ausbildung ist, ist das nicht schlecht.
Ich stimme dir aber zu, dass das gerade in der Biologie hässliche Ausmaße zu nehmen scheint, weil viele auf Grund der Arbeitsmarktlage quasi in die Promotion gezwungen werden. Aber auch da würd ich dann sagen, die Bezahlung dürfte besser sein als auf dem freien Markt, sonst würden sich mehr dahin orientieren. ;)
Aber, blöde Frage: Ich hätte gerade der Biotechnologie im Moment eine goldene Zukunft bescheinigt. Das ist doch an allen Ecken und Enden groß am boomen. Ist das Jobangebot so schlecht weil das deswegen auch alle studieren oder brauchen die einfach nicht mehr Leute?


Antwort
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Smofe Themenstarter
Smofe
Beigetreten: 05.04.2007
PokerStrategist

Danke schon einmal für die Antworten. Es ist wirklich eine verdammt schwere Entscheidung. Gut nur, dass ich noch einige Zeit habe es mir zu überlegen.

Mathe ist halt Knackpunkt. Ich werde mir ab den nächsten Wochen wohl ein mal die Woche Mathe Nachhilfe "gönnen" und gucken wie das anschlägt. Da ich aber nicht
ganz doof bin (zumindest bilde ich mir das ein ) könnte ja ggf. doch noch etwas daraus werden. Denn eiiiigentlich ist Mathe ja nur logisches Zusammenfügen... eigentlich :P

Physik und Chemie finde ich absolut genial! Blöde ist nur, dass ich von beidem keine allzu große Ahnung habe Ich gebe mir im Moment viel Chemie (die Dummies Serie) um zumindest
nicht ganz doof da zustehen... Denke aber das ich gerade Chemie schon irgendwie meistern kann. Ich habe da ziemlich Feuer gefangen und dem entsprechend kann man sich da gut Wissen reinsaugen.

@DanTheMan: Bio an sich wollte ich auch am Anfang. Allerdings habe ich eingesehen, dass das nix wird. Als Biologe ist Promotion ja quasi Pflicht und dass ist mir dann doch einfach zu lange, dann könnte ich ja wenn ich fertig bin direkt in Rente gehen :/ Nur deine Aussage mit dem Arbeitsmarkt wundert mich etwas. Hatte bisher nur gelesen, dass Biotechnologie und Bioingenieurswissenschaften ganz groß gefragt sind und sogar öfters mal Firmen bei der Uni auf der Matte stehen um zu gucken ob man nicht schon mal ein paar Leute abfangen kann. Hast du damit konkrete Erfahrungen gemacht?


Antwort
Zitat
sarc
Beigetreten: 06.06.2008
PokerStrategist

Physik und Chemie finde ich absolut genial!

Dann spricht aus meiner Sicht nix gegen die Nanowissenschaften. Das ganz schlimme Hardcore-Zeug dürft da nicht drin vorkommen, damit ist das auf jeden Fall Mathematik, die mit Interesse und Arbeit zu meistern ist. (Das geht bei dem Hardcore-Zeug auch, aber ohne ne gewisse Begabung ist da gefühlt ab nem bestimmten Punkt Schluss.)

Ist auf jeden Fall ein spannendes Feld!


Antwort
Zitat
DanTheMan123
Beigetreten: 09.02.2008
Oldschool Grinder

@Smofe
Ich hab da leider (oder zum Glück?) keine eigene Erfahrungen gemacht, würde den Arbeitsmarkt der Biotechnologie in Deutschland allerdings nicht unterschätzen, da es sehr viele kleine Biotech-Unternehmen in Deutschland gibt, die meistens kleine Nischen besetzen. Es sind laut Biotechnologie.de knapp 17000 Menschen in Deutschland in der Biotechnologiebranche beschäftigt. Das Feld ist sehr interdisziplinär, da können Stellen auch gut und gerne durch Biochemiker, Biologen, Chemiker etc. oder vor allem durch Bio- und Chemielaboranten besetzt werden. Mit einem Master in Biotechnologie wirst du dann sicherlich auch in Richtung reiner Laborarbeit oder Vertrieb gehen (müssen), wenn das klappt.

https://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/Hintergrund/studien-statistiken,did=172508.html

Ich lege dir auch noch das Forum studis online ans Herz:
http://www.studis-online.de/Fragen-Brett/list.php?104

Da gibt es ne Menge Diskussionen zu biologischen + chemischen Studiengängen. Klar, sollte man da eine gewisse Distanz walten lassen, weil es den Hang zur Schwarzmalerei gibt und die Leute, die nicht irgendwo untergekommen sind und unzufrieden mit ihrem Leben sind, da ihre Meinung kundtun. Das Bild mag also teilweise etwas verzerrt sein, aber trotzdem gibt es sicherlich einen Eindruck von dem was danach auf einen zukommen kann.

Schreib doch am besten mal die Fachschaft an und schau wo die Absolventen untergekommen, die nicht promovieren und ob du da einen Kontakt herstellen kannst.


Antwort
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Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006
Elite Grinder

Die schwersten Sachen sind imho mit Abstand Festkörperphysik, Quantenmechanik etc. und Thermodynamik mit den ganzen PC Modulen. Mathe wird wohl nicht so schlimm werden und die meisten Module sind auch gut schaffbar. Angst muss man davor auf jeden fall nciht haben ;)


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beg0r
Beigetreten: 07.05.2006
PokerStrategist

BITTE EINMAL ZUHÖREN

Bisher hat dir jeder deine Idee Nano zu studieren schöngeredet.
Die Wahrheit ist, dass selbst Leute, die in der Schule gut in Mathe waren, bei mathematischen Studiengängen schwer zu schlucken haben.
Dass man schwach in Schulmathe, aber gut in Physik ist, ist eigentlich auch ein Widerspruch in sich.

So sähe eine typische Mathe-Vorlesung für dich aus:
https://www.tu-chemnitz.de/mathematik/part_dgl/teaching/WS2012_H%C3%B6here_Mathematik_I/Skript_H%C3%B6here_Mathematik_WS2012.pdf

Wenn du das in der Schule nicht verstanden hast, keine Ahnung, in der Uni wirds nicht einfacher. Es wird deutlich schwerer.

Ich möcht dazu aber auch sagen, dass man ALLES lernen kann, wenn man will. Allerdings muss man das realistisch sehen, ähnlich wie wenn man ein Instrument lernen möchte. Jeder der das mal gemacht hat weiß, dass man damit rechnen muss täglich 2 bis 3 Stunden zu üben.


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dude1990
Beigetreten: 24.06.2008
Oldschool Grinder

Was soll an der Mitschrift jetzt so katastrophal schwer sein? Bild- und Wertbereich von Funkionen wird einem wohl auch in der Schule über den Weg gelaufen sein und Trigonometrie sollte wohl einem auch was sagen. Anhand einer Mathe-Vorlesung von einem Studium abzuraten, ist wohl doch etwas weit hergeholt. Außerdem hab ich in beispielsweise Maschinenbau oder Physik keinen gesehen, der 3 Stunden am Tag nur Mathe gelernt hat außerhalb der Prüfungszeit.


Antwort
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beg0r
Beigetreten: 07.05.2006
PokerStrategist

Original von dude1990
Was soll an der Mitschrift jetzt so katastrophal schwer sein? Bild- und Wertbereich von Funkionen wird einem wohl auch in der Schule über den Weg gelaufen sein und Trigonometrie sollte wohl einem auch was sagen. Anhand einer Mathe-Vorlesung von einem Studium abzuraten, ist wohl doch etwas weit hergeholt. Außerdem hab ich in beispielsweise Maschinenbau oder Physik keinen gesehen, der 3 Stunden am Tag nur Mathe gelernt hat außerhalb der Prüfungszeit.

Hab die PDF mal rausgenommen, weil zu schwer lesbar.

Ansonsten find ichs UNFASSBAR wie ihr alle rumlabert. Wenn ihr selbst sowas studiert habt, kennt ihr die Abbrecherquoten und hattet mindestens 5 Freunde, bei denen es beim Zusehen schon weh getan hat, wie schwer sie sich mit dem einfachsten Scheiß in Mathe rumschlagen müssen.

Und was soll bitte falsch daran sein, die allererste Mathevorlesung als Beispiel für OP zu bringen?
Ich rate auch nicht wegen der Mathevorlesung ab, sondern weil sich ein großer Teil des gesamten Studiengangs um mathematischen Kram drehen wird. Wie gesagt, Physik ja auch. Chemie auch. Und Nano-Vorlesungen auch. ...

Also der perfekte Studiengang für jemanden, ders in der Schule schon nicht konnte.

PS: Der Grund warum du niemanden kennst, der so lange für Mathe lernen musste, ist, dass nach dem ersten Semester sowieso nur noch 50% der Leute da sind, und die meisten ihre Übungen abschreiben oder "in Gruppe arbeiten". Und das reicht für Leute mit Defiziten in Mathe meiner Meinung nach einfach nicht aus.


Antwort
Zitat
dude1990
Beigetreten: 24.06.2008
Oldschool Grinder

So wie ich es bisher verstanden habe, war er in der Schule in Mathe nicht der Überflieger aber durchaus zu was zu gebrauchen ( sonst würde so ein Studiengang tatsächlich nicht Sinn machen). Besonders dein Argument dass, "sich ein großer Teil des gesamten Studiengangs um mathematischen Kram drehen wird" verstehe ich nicht ganz. Natürlich wird Mathematik gebraucht, weil sie als Werkzeug zur Darstellung dient. Im Gegensatz zu reinen Mathematik-Vorlesungen, wird sie aber nie um ihrer selbst Willen behandelt sondern durchaus zielorientiert ( um sie eben als Werkzeug einzusetzen). In diesem sind auch weniger die krassen Überflieger oder Checker gefragt (von denen es auch bedeutend weniger gibt als immer alle behaupten) sondern einfach solide Handwerker, die die gelernten Konzepte zuverlässig auf andere Probleme übertragen können. Im Endeffekt wird in solchen Studiengängen alles heißer gekocht als es letztendlich gegessen wird.


Antwort
Zitat
beg0r
Beigetreten: 07.05.2006
PokerStrategist

Also, ich hab OPs Mathe-Skills einfach etwas pessimistischer interpretiert.
Wenn er in Wirklichkeit ganz ok in Mathe war, dann wär das wieder was anderes, aber es klang mir ehrlich gesagt nicht danach.

Zitat von OP:
"mir wurde zwar gesagt, dass das was man in der Schule gelernt hat schon recht bald nicht mehr viel zu Sagen hat, aber ohne das Grundwissen ist man ja total überfordert würde ich sagen "

D.h. ihm fehlt das Grundwissen aus der Schule...?
(Und ja, man ist dann überfordert ;))

Besonders dein Argument dass, "sich ein großer Teil des gesamten Studiengangs um mathematischen Kram drehen wird" verstehe ich nicht ganz. Natürlich wird Mathematik gebraucht, weil sie als Werkzeug zur Darstellung dient. Im Gegensatz zu reinen Mathematik-Vorlesungen, wird sie aber nie um ihrer selbst Willen behandelt sondern durchaus zielorientiert

Ach komm, du stellst dich jetzt nur naiv. Jeder der sowas studiert hat, versteht ganz genau was ich meine.

Es heißt einfach, dass fast alle Konzepte, die man in den Vorlesungen machen wird, irgendwie auf Mathematik gründen. Und i.d.R. auch über Schulniveau, obwohl es anwendungsbezogen ist =).


Antwort
Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006
Elite Grinder

Das ist jetzt kein Hexenwerk und wenn man darauf Bock hat, kann man sich das sicher erarbeiten und imho ist ne Mathevorlesung posten absoluter Schwachsinn...die sehen immer absolut scary aus und sind oft auch nicht mal unbedingt hilfreich beim Aufgaben lösen. Aber sicher wird man in so einem Studiengang in vielen Modulen mit Mathe konfrontiert, die nicht super easy ist.


Antwort
Zitat
beg0r
Beigetreten: 07.05.2006
PokerStrategist

Original von Penishaubize
Das ist jetzt kein Hexenwerk und wenn man darauf Bock hat, kann man sich das sicher erarbeiten und imho ist ne Mathevorlesung posten absoluter Schwachsinn...die sehen immer absolut scary aus und sind oft auch nicht mal unbedingt hilfreich beim Aufgaben lösen. Aber sicher wird man in so einem Studiengang in vielen Modulen mit Mathe konfrontiert, die nicht super easy ist.

Deshalb sag ich ja:
Wenn er die Motivation hat jeden Tag zu üben, dann kann er's versuchen. Und dabei finde ich 3h/Tag nicht unrealistisch. Vor allem wenn man die anderen Übungsblätter (außer Mathe) miteinbezieht.

Eine motivierte Person kann das AUF JEDEN FALL schaffen, denn man kann ALLES erlernen!
Aber es ist wie wenn man ein Instrument lernen will. Und jeder der das mal aus Leidenschaft gemacht hat, weiß, dass man am besten 3h/Tag oder mehr übt, um Fortschritte zu machen. Gleiches gilt für fast alles andere im Leben auch. (€: huch, das mit den 3h/Tag hatte ich rauseditiert, ich schreibs mal wieder rein )

Man muss DIESER Realität ins Auge blicken. Und die meisten haben einfach keine Lust und Motivation sich in diesem Maße zu engagieren.

Und weil ihr das Studium alle extrem schöngeredet habt, möchte ich OP hier einfach mal auf realistische Art und Weise die Augen öffnen.

Bitte vergesst nicht, dass diese Studiengänge wirklich >50% Abbrecherquoten haben. Hier kamen jetzt mehrere Anspielungen in Richtung "ach die ganze Panikmache is doch übertrieben", aber die Abbrecherquote ist real, meine Freunde ;)


Antwort
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Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006
Elite Grinder

Die allermeisten Studiengänge haben hohe Abbrecherquoten. Natürlich ist die in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern schon nochmal höher, aber das liegt insgesamt eher daran, dass Leute mit falschen Vorstellungen daran gehen oder einfach erstmal irgendwas studieren wollen.

Ich finde nicht, dass hier jetzt Sachen schöngeredet wurden...der Tenor ist imho eher, dass man sich nicht von Mathe oder so abschrecken lassen sollte, wenn man Bock auf das Fach hat.


Antwort
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beg0r
Beigetreten: 07.05.2006
PokerStrategist

"liegt insgesamt eher daran, dass Leute mit falschen Vorstellungen daran gehen oder einfach erstmal irgendwas studieren wollen."

Wie würdest du folgenden Fall einordnen?
Person X fehlen die Grundkenntnisse der Schulmathematik. Er war in Schulmathematik nicht besonders gut. Sein Wunschstudienfach konnte er leider nicht belegen, also sucht er irgendeine Alternative, weil er eben studieren will.

Ich finde nicht, dass hier jetzt Sachen schöngeredet wurden...der Tenor ist imho eher, dass man sich nicht von Mathe oder so abschrecken lassen sollte, wenn man Bock auf das Fach hat.

Ich frag mal die ersten bis dritten Semester nach diesem Tenor *freu*
Ne ohne scheiß. Keine Ahnung wie du dir das aus den Fingern gesaugt hast. Hier gibts so einen Tenor nicht. Der Tenor ist, dass Mathe abgefuckte Scheiße ist und der Großteil der Leute die Übungsaufgaben abschreiben muss.

Trotzdem ist das Studium auf jeden Fall machbar, wenn man Spaß daran hat zu rechnen und eine gewisse Motivation mitbringt. Und eine hohe Frustrationsschwelle ;).


Antwort
Zitat
Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007
BlackMember

nicht alles gelesen, aber zu mathe:
mache zum teil ein chemie ähnliches studium. in der chemie muss man nur schlussrechnen können, finds aber teils schon happig was in mathe verlangt wird. ist natürlich machbar, aber es ist schon einiges an hirnschmalz zu investieren.
komme immerhin von einer höheren technischen schule, bin also nicht so schlecht in mathe wie einer von ner handelsschule oder so ;)


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