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Poker im Lebenslauf als Berater

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poker4me
Beigetreten: 06.11.2006
BlackMember

Ich weiß, hier wird es keine Lösung geben, ich bitte euch lediglich um eure Einschätzung/ Erfahrungswerte :)

Mache zur Zeit eine Ausbildung zum SAP Berater, nun steh ich vor folgendem Problem:

Ich war nach abschluss meines bwl studiums ein gutes jahr lang Pro.

jetzt stellt sich die frage:

im lebenslauf angeben und evtl mit einer coaching tätigkeit ausschmücken?
oder die Lücke mit ner Weltreise o.ä. füllen?


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96 Antworten
Vaughn
Beigetreten: 02.02.2006
Oldschool Grinder

Ohne Erfahrungswerte:
Würde die Weltreise nehmen. Poker hat bei Leute, die sie nicht damit auskennen, oft noch einen unseriösen Glücksspiel-Ruf. Weltreise klingt nach jemandem, der offen für neues, irgendwie flexibel und international ist, das kommt mMn besser an.


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DerIkeaElch
Beigetreten: 16.05.2010
Oldschool Grinder

Solltest aber dann auch was davon erzählen können. Weil sie werden dich fragen, wo du warst...irgendwer, der dich dann befragt wird sicher auch schon mal dort gewesen sein und mit dir darüber plaudern wollen.


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m0ral
Beigetreten: 27.06.2008
PokerStrategist

schadet mehr als es nützt..


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kingkilla
Beigetreten: 20.05.2014
PokerStrategist

Würde da nichts von beidem reinschreiben, Lücken kann man auch anders füllen. Z.b irgend eine Firma wo du gearbeitet hast die pleite gegangen ist oder die eines Kumpels oder so....
Ne Weltreise wird wohl niemandem interessieren und pokern kommt wohl eher nicht so gut an


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DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006
Oldschool Grinder

habs in nem anderen thread schonmal geschrieben:
ich bin u.a. für personal verantwortlich, und obwohl ich (im gegensatz zu 99% der personaler/chefs etc.) weiß was pokern bedeutet und selbst aktiv gespielt habe würde ich niemals jemanden einstellen, der poker in seinem lebenslauf stehen hat. die leute die das gemacht haben interpretieren da einfach zu viele angebliche skills rein, die sich daraus ableiten lassen sollen.

ich würds lassen. weltreise übrigens auch wenn du es nicht wirklich gemacht hast. zuviele fragen auf die du keine antwort hast.


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JoeKehr
Beigetreten: 05.03.2008
PokerStrategist

Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf...!??
- Ja, war geil!

Fertig... Was will man da groß rumlügen? Als ob es einem negativ ausgelegt wird, wenn man 1 Jahr nach der Uni seinen privaten Interessen nachgeht und nen bisschen Spaß hat und sein Leben genießt.


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scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011
PokerStrategist

Füll es mit tatsächlich getätigten Reisen (kannst ja aus 2 Wochen 4 Wochen machen) und Hobbies.


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doubleJay
Beigetreten: 09.10.2006
BlackMember

wenn im CV eine große lücke ist, ist es allein schon dadurch besser, "poker" reinzuschreiben - die lücke füllt der personaler sonst mit dingen, die aus wichtigen gründen (angst, scham) nicht erwähnt wurden (faulheit, aufschieben, motivationsprobleme, gras etc.).

wie "poker" dann ankommt hängt maßgeblich davon ab, wie eure eigene einstellung dazu ist. ich habe hier das gefühl, dass sich viele aus scham automatisch rechtfertigen wollen - wofür erstmal kein grund besteht. klar wäre praktische erfahrung das wichtigste für einer personaler, aber wenn wir die nicht haben, hatten wir einen wichtigen und guten grund dafür, die zeit anders zu nutzen.

ein erfolgreicher (! setze ich ab jetzt voraus) pokerspieler sticht in einem so stark kompetitiven markt aus der masse hervor und zeigt persönliche stilmerkmale (leistungsmotivation bzgl. eigener ziele, lernen durch feedbackprozesse, eigenverantwortliche entscheidungen treffen können, emotionale belastbarkeit, mentale ausdauer/daueraufmerksamkeit, fokussieren auf logische/rationale entscheidungen, auf veränderungen schnell reagieren können, belohnungsaufschub ["longterm"] für anstrengung u. m.) die für beruflichen erfolg relevant sind.

es ist ein verkaufsgepräch, also verkauft euch nicht unter eurem wert!

eine reine lüge wie z. B. "weltreise" ist mit abstand die schlechteste option - bitte nicht, es fliegt in dem moment auf.


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Zitat
JoeKehr
Beigetreten: 05.03.2008
PokerStrategist

Original von doubleJay
ein erfolgreicher (! setze ich ab jetzt voraus) pokerspieler sticht in einem so stark kompetitiven markt aus der masse hervor und zeigt persönliche stilmerkmale (leistungsmotivation bzgl. eigener ziele, lernen durch feedbackprozesse, eigenverantwortliche entscheidungen treffen können, emotionale belastbarkeit, mentale ausdauer/daueraufmerksamkeit, fokussieren auf logische/rationale entscheidungen, auf veränderungen schnell reagieren können, belohnungsaufschub ["longterm"] für anstrengung u. m.) die für beruflichen erfolg relevant sind.

Ist ja in der Regel richtig, nur was nützen dir diese positiven Eigenschaften eines erfolgreichen Pokerspielers, wenn der Gegenüber von Poker keine Ahnung hat bzw. dies mit Glücksspiel und verruchten Hinterzimmern verbindet, bei denen man um Drogengeld spielt?

Solange ich nicht zu 100% weiß, dass der Gegenüber die Leistung eines erfolgreichen Pokerspielers einordnen kann, würde ich dies nicht erwähnen. Man darf halt nie vergessen, dass man sich hier auf PS.de in einem kleinen Mikrokosmos befindet, bei dem jeder User ein anderes Verhältnis zum Thema "Poker" hat, als der "normale" Bürger auf der Straße.

Ich würde auch einigen Familienmitgliedern oder Freunden nie erzählen, dass ich Poker spiele, weil ich einfach weiß, dass es falsch aufgefasst wird und man sich damit mehr "Ärger" macht, als wenn man es nicht anspricht.


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DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006
Oldschool Grinder

.

kommt immer ein bisschen auf den job an für den sich beworben wird. grundsätzlich sollte man immer versuchen so nah wie möglich an der wahrheit zu bleiben, und wenn das nicht geht (z.b. weil man gepokert hat oder edelgigolo war) sollte man m.m.n. nichts komplett falsches erzählen (weltreise), sondern eher etwas in die richtung du hattest das schon länger geplant und dir vorher geld angespart und hast nach dem studium/letztem job ne auszeit gebraucht. hast dich mehr um familie/urlaub/wohnungseinrichtung etc gekümmert, koch-/computer-/sprachkurs belegt (irgendwas was du tatsächlich kannst natürlich). das ist ehrlich und verhindert fragen auf die du nicht antworten kannst, außerdem unverfänglich und nachvollziehbar.

Original von doubleJay
ein erfolgreicher (! setze ich ab jetzt voraus) pokerspieler sticht in einem so stark kompetitiven markt aus der masse hervor und zeigt persönliche stilmerkmale (leistungsmotivation bzgl. eigener ziele, lernen durch feedbackprozesse, eigenverantwortliche entscheidungen treffen können, emotionale belastbarkeit, mentale ausdauer/daueraufmerksamkeit, fokussieren auf logische/rationale entscheidungen, auf veränderungen schnell reagieren können, belohnungsaufschub ["longterm"] für anstrengung u. m.) die für beruflichen erfolg relevant sind.

das ist genau was ich vorher mit "skills reininterpretieren" meinte. klingt ja toll was du da schreibst, aber letztendlich ist das völlig überzogen. nur weil man mal midstakes gegrindet hat, hat man noch lange nicht eine überdurchschnittliche "mentale ausdauer" etc., auch wenn das der pokerspieler an sich gerne von sich selbst denkt. und selbst wenn man die hat heißt das noch lange nicht, dass man das erfolgreich auf eine andere tätigkeit übertragen kann.

viel wichtiger aber ist, was JoeKehr vorher geschrieben hat: selbst wenn du selbst davon überzeugt sein solltest, dass dich die zeit als pokerspieler zu einem besseren menschen gemacht hat, so kannst du das halt einfach niemals einem menschen, der nie etwas mit poker zu tun hatte, klarmachen. da sind zu viele vorurteile und zu wenig backgroundwissen vorhanden. und du wirst in einem vorstellungsgespräch keine 30 minuten zeit haben erstmal die grundzüge des pokerbizz und die angeblich nötigen skills dafür zu umschreiben.

mag sein, dass es diesen einen chef unter tausenden gibt, den du genau damit überzeugen könntest, aber die chance ist einfach zu gering um es darauf ankommen zu lassen.


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HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008
Poker Player

Finde OnlinePoker das geringere Übel.
Leer lassen, Weltreise oder fingierte Firmen sind einerseits erlogen und andererseits auch nicht wirklich besser.
Bin aber auch kein Personaler.


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MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007
BlackMember

Kann ich gleich mit einsteigen: Ich bewerbe mich auch bei Beratungen und hab insgesamt 4 Praktika gemacht, aber niemand kann sehen womit ich mein Geld während des Studiums verdient hab (kein Werkstudent, Hiwi etc.). Ich hab hier allerdings ne ganze Weile als Coach und Artikelschreiberling gearbeitet, würdet ihr das erwähnen? Poker per se wollte ich sowieso nicht angeben.


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009
BlackMember

Gibt genug Studenten, die während dem Studium nicht gearbeitet haben. In meinem Bekanntenkreis ist das sogar die Mehrheit (Praktika ausgenommen).
Im Vorstellungsgespräch kann man auf Nachfrage imo auch ehrlich sein mit Poker.
PS.de Coach kann man auch allgemein auch als Nachhilfe o.ä. titulieren. Ist ja nicht gelogen.


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bibersuperstar
Beigetreten: 14.01.2007
Oldschool Grinder

Ich würde poker auch komplett rauslassen, es schadet einfach viel mehr als dass es nützt. Außerdem haben personaler oft nen stapel bewerbungen da rumliegen, da entscheidet manchmal schon der vorname. Da würd ichs nie im leben riskieren da poker reinzuschreiben.


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h1as
Beigetreten: 01.09.2007
Oldschool Grinder

Was verstehst du unter Ausbildung zum SAP Berater ?
a.) dh. du arbeitest als Junior in einem Unternehmen
b.) Du machst gerade SAP Schulungen

Wenn a.) spielt es kaum eine Rolle, sofern 2-3 Jahre Erfahrung hast. Unter SAP Kollegen hab ich schon ziemlich verrückte Lebensläufe gesehen und je nach Modul zb. BI oder Analysis wäre ein Poker Background gar nicht mal schlecht


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DerExec
Beigetreten: 06.10.2007
PokerStrategist

Hier gab es doch mal einen Thread über kreative Umschreibungen von Poker.
Kopier' dir einfach eine davon und auf Nachfrage (die wohl kommen wird) kannst du es dann erläutern.


Antwort
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DerExec
Beigetreten: 06.10.2007
PokerStrategist

Ach quatsch, dazu einfach eine Kombination aus :pokerface: und :coolface: auflegen, dann läuft das.
Man darf das Leben nicht zu ernst sehen.

edit: Immerhin war man dann schon mal im persönlichen Gespräch, was viele andere nicht geschafft haben.


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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Original von MyLady17
Kann ich gleich mit einsteigen: Ich bewerbe mich auch bei Beratungen und hab insgesamt 4 Praktika gemacht, aber niemand kann sehen womit ich mein Geld während des Studiums verdient hab (kein Werkstudent, Hiwi etc.). Ich hab hier allerdings ne ganze Weile als Coach und Artikelschreiberling gearbeitet, würdet ihr das erwähnen? Poker per se wollte ich sowieso nicht angeben.

Solche Freelancer-Tätigkeit (Coach, Autor) neben dem Studium würde ich auf jeden Fall erwähnen.
Ist mMn der Königsweg, da für viele Gesprächspartner viel nachvollziehbarer als Profi-Spieler - Sprich: Die Leute haben kein ? überm Kopf, sondern eher Neugier.

Tendentiell würde ich auch längere Zeiträume als Profispieler mit angeben - mindestens, wenn man wirklich Profispieler war. Wenn man €1k / Monat gemacht hat und eigentlich rumgegammelt & nicht systematisch & professionell am Spiel gearbeitet, dann war man mMn nicht wirklich Profi.


Antwort
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MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007
BlackMember

Was schreib ich deiner Meinung nach am Besten rein? Freelancer als Kolumnist und Community-Betreuer? So hart hab ich für ps.de jetzt auch nicht gearbeitet, sondern paar Artikel geschrieben, wenige Coaches und Handbewertungen


Antwort
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