Paar Eckdaten:
27 Jahre.
Abi an der Berufsoberschule nachgeholt (2 Jahre Vollzeit).
Studiere seit diesem Semester WiIng an einer angesehenen Uni.
Sitze schon den halben Tag in der bib und versuche Mathe zu lernen.
Am 10.01. ist Klausur und ich weiß jetzt schon, dass ich es nicht packen werde.
Ich habe einfach unglaublich viele Defizite was das Grundwissen angeht, so dass ich einfach keine Chance sehe das alles zeitnah aufzuholen.
Versuche mich zB gerade an der vollständigen Induktion. Habe den Sachverhalt theoretisch verstanden, aber scheitere dann an so dummen Dingen wie Binomische Formeln, Terme ausklammern, Gleichungen umformen etc.
Im Nachhinein wurde mir jetzt klar, dass mein Abi mathetechnisch einfach NICHTS wert ist. Ich war immer sehr gut, aber es war so unglaublich einfach dort.
Ich schätze mal, dass ich bei der gleichen Matheausbildung wie an nem normalen Gymnasium eher im Mittelfeld gelandet wäre.
Würde das alles ja trotzdem hinbekommen, aber eben nicht in der Zeit die mir bleibt und vor allem nicht ohne Hilfe.
Ich war in Mathe immer gut, aber ich hatte immer eine Person die mir das auf eine art erklärt hat, die ich auch verstanden habe. Mit der mathematischen Sprache komme ich einfach nicht klar...
Das ist dann btw auch das zweite (kleinere) Problem das ich habe: Ich finde kaum Anschluss bei meinen Kommilitonen. Die jungen Dinger bleiben irgendwie lieber unter sich. Ich habs echt versucht (unnd versuche es auch immernoch), aber irgendwie scheine ich abschreckend (oder zu langweilig, oder zu alt, oder zu keine Ahnung was) zu wirken ♦ Ein unsympathischer Idiot bin ich nicht, das hätte ich vorher schonmal mitbekommen
Mit Lerngruppen wird es so einfach nichts.
Ist aber auch nebensächlich...
Ich habe also meine Probleme mit Mathe. Das doofe ist, dass sich das eben nicht nur auf die Mathe-Klausur beschränkt, sonder sich auch in VWL und (ein wenig) in Programmieren zeigt. Beides ist auch sehr mathelastig.
Die anderen Fächer wären imo kein Problem, aber das Studium besteht in den ersten drei Semester halt quasi aus nichts anderem als Mathe...
Was halt echt scheiße scheiße ist, ist, dass ich nachts kaum mehr richtig schlafen kann. Der Druck ist so immens hoch. Ich habe meinen sicheren Job mit Festvertrag gekündigt um zwei Jahre Abi zu machen und dann zu studieren.
Ich darf das jetzt nicht verkacken.
Dass Studium an sich gefällt mir auch nicht mehr so richtig. Das ganze Chemiezeugs und später e-technik und mechanik usw. nervt mich bisher doch deutlich mehr als gedacht.
BWL und vor allem VWL gefallen mir dagegen recht gut.
Hatte mich vorher riesig auf das Studium gefreut und bin jetzt an nem Punkt an dem ich irgendwie nicht mehr weiter weiß.
Vielleicht würde ich es schaffen wenn ich ein oder zwei Semester mehr dran hänge. Vielleicht aber auch nicht... Keine Ahnung. Ist wohl knapp.
Motiviert bin ich ja (sonst würde Freitag und Samstag Abend nicht in der scheiß bib rumhängen ♦ ).
Was bisher sehr positiv ist und was mich noch am meisten auf den Beinen hält sind meine Mitbewohner. Einer davon ist zu nem wirklichen Kumpel geworden und ich bin mit der WG insgesamt ziemlich glücklich. Weg ziehen wäre also wirklich nur im Notfall eine Option.
Zumal ich noch nen Mietvertrag bis mindestens August habe (Nachmieter finden wäre aber denk ich möglich).
Soweit mal zum auskotzen ♦
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich mir schon sehr lange darüber im klaren war, dass ich einmal Soziologie studieren werde^^
Es ist einfach ein Gebiet das mich schon immer sehr interessiert hat.
Dagegen habe ich einen relativ klaren Berufswunsch im Kopf (der leider etwas unrealistisch ist), der mit einem WiIng-Studium gut zu erreichen wäre, mit einem Soziologiestudium dagegen überhaupt nicht.
Geht zumindest annähernd in die Richtung technischer Unternehmensberater (aber nur annähernd).
Inzwischen bin ich mir leider sehr sicher dafür zu dumm und nicht tough genug zu sein.
Dass ich schließlich doch bei WiIng gelandet bin liegt wohl daran, dass ich mir zum einen etwas beweisen wollte und ich die Themen zum anderen ja auch nicht komplett scheiße finde. Es taugt mir schon relativ gut, aber evtl wäre es besser gewesen nicht an eine Uni zu gehen, die die Messlatte so hoch setzt...
Bei meinem jetzigen Studium könnte ich ab dem vierten Semester auch Soziologie als Vertiefungsrichtung wählen.
(Habe jetzt keine Zeit mehr, muss also schnell fertig schreiben)
Alternativen jetzt also:
-Weiterkämpfen (evtl nach dem zweiten Semester neu evaluieren)
Pro:
-Soziologie als Vertiefungsrichtung
-Ego pushen
-mehr Geld im job (falls ich es schaffe)
-Wunschberuf sehr gut möglich
Contra:
-Gefahr es nicht zu schaffen relativ hoch (SUPER-GAU)
-keine Freizeit mehr (Studentenleben war ein Grund überhaupt nochmal Abi zu machen)
-International Management an der Fh
Pro:
-Wunschberuf möglich
-interessantere Studieninhalte
-bisschen einfacher
-weniger Mathe
-Hoffung auf coolere (und ältere) Leute
-gleiche Stadt wie WiIng ( ♥ Karlsruhe)
Contra:
-8 Semester anstatt 6
-FH
-Vielleicht dann doch der gleiche scheiß
-kein Soziologie
-Wegziehen und Soziologie studieren
Pro
-evtl (wahrscheinlich) glücklicher
-Mehr Freizeit, weil einfacher (weiß ich aus erster Hand von einer Freundin ♦ )
Contra
-Wunschberuf NICHT möglich
-Schon wieder umziehen :f_kotz:
-WG verlieren
-Niederlage eingestehen
-Überlaufen und schlechte Jobchancen mit schlechtem Gehalt
-Niederlage
-Niederlage
thoughts?
Sorry für Wall of Text und dass alles so unstrukturiert rüberkommt. Habe gerade keine Zeit alles nochmal zu lesen und bin beim schreiben viel zwischen den Absätzen hin und her gesprungen...
Jetzt erst mal sehen, dass ich einigermaßen schlafen kann. Muss morgen ja schließlich wieder lernen^^
edit:
cliffs: -Studium zu schwer
-rumgewhine
-need input