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Webseite programmieren lernen in 2020....

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KingGani
Beigetreten: 08.06.2007

Bezüglich Baukasten/CMS-Thematik:
Es gibt da Unterschiede ohne Ende. Manche haben von Haus aus viele Funktionen, andere sind einfacher erweiterbar... da gibt es eigentlich für 99% der Anwendungsfälle etwas. Anpassbar ist eigentlich alles, da ist dann nur ggf. die Frage wie einfach/ sinnvoll das je nach CMS möglich ist. Mit einer Cloudlösung wirst du da sicherlich nicht happy, da sich hier die Individualisierbarkeit in Grenzen hält. Nichtsdestotrotz würde ich bei CMS nicht gleich Baukastensystem sagen und rumprogrammieren kannst du da auch so wie du lustig bist - da setzt eben dann nur voraus, dass man sich eben auch mit der Struktur des CMS vertraut macht ("nicht am Core werkeln"...).
Was die großen machen ist eigene Frameworks zu entwickeln und diese Open-Source zu machen. Die entwickeln auch nicht alles jedes mal neu, sondern bauen sich eben einen Framework mit dem die alle weiteren Entwicklungen skalieren können.
Der Vorteil an Frameworks ist eben, dass viele stupide und repititive Standardarbeiten bereits erledigt/ vorbereitet sind und man sich damit nicht befassen muss. Zudem gibts ne Community die das ganze erweitert und Fehler ausmerzt. Außerdem (gilt auch für CMS mit entsprechenden Communitys) bekommst du einfacher Antworten/ Hilfe zu Problemen auf welche man in der Entwicklung trifft.
Hast du dich denn mal mit Headless CMS beschäftigt?

Bezüglich AWS und Cloud allgemein:
Du hast aber nicht nur Traffickosten und je nach dem wie es programmiert ist, hast du eventuell mehr Traffic als du dir vorstellen kannst. Das nur mal so am Rande.

Und bezüglich deinem Bild (was ich top finde): Stichwort MVP (minimum viable product), damit solltest du dich definitv nochmal auseinandersetzen ;)


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Zu 99,9% wird kein Computerspiel und keine Webseite komplett von Null entwickelt. Auch Agenturen und Informatiker benutzen Tools/Bibliotheken/Frameworks/CMS usw. um zu programmieren. Niemand erfindet das Rad neu und das wäre auch nicht kostendeckend zu realisieren! Keine Ahnung woher die Denkweise kommt. Auch Tesla kauft viele Sachen dazu und konstruiert das Rad nicht neu! Tesla setzt da an wo es etwas nicht nach ihren Vorstellungen gibt.

Bei dir hat man den Eindruck, dass du an Baukästen denkst wo man sich die Webseite mit wenigen Klicks zusammenzieht. Dabei kann man alles nach eigenen Vorstellungen anpassen und programmieren. Man programmiert nur nicht bei Null los, sondern programmiert nur das nötige dazu. Gerade mit dem BWL Hintergrund verstehe ich das nicht. Links hast du ein fertiges und passendes Tool für 0€, was du noch heute einsetzen kannst. Rechts brauchst du für genau das gleiche Tool 3 Programmierer und 4 Monate Zeit. Erkläre mir, warum du mehr als die 0€ bezahlen möchtest?

Noch wichtiger aber, dass eine kannst du realisieren, dass Andere nicht! Ich habe den Eindruck, dass du einfach nicht weiß wie du anfangen sollst und das Projekt gar nicht realisieren möchtest. Eine Idee alleine wird einfach überbewertet.


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Zitat
slevink23 Themenstarter
slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

Eventuell habe ich mich falsch ausgedrückt oder ich verstehe es auch falsch

Gegen Frameworks/Libraries etc. (auch wenn ich davon noch nicht wirklich Ahnung habe!, aber dafür nehme ich ja jetzt erstmal nur Teilzeit an) wie z.B. React, Bootstrap (das ist doch auch ein Framework oder nicht? Oder verstehe ich jetzt was vollkommen falsch? ) und so (ohne dass ich es jetzt schon kann oder nutze), habe ich überhaupt nix und dass möchte ich auch noch lernen. Generell bin ich auf offen für externe Tools oder dergleichen:
Kleine "Entwickleranekdote": Wir haben Icons gebraucht und da gab es diverse Anbieter wodurch man die mit Javascript einbinden konnte und das haben wir auch gemacht und da bin ich auch "Fan" von. Aber selbst da habe ich schon gemerkt wie man trotz der Möglichkeit eigene Bilder in Icons umwandeln zu können auf "Schienen" gestoßen ist und z.B. man über CSS die Dinger halt nur ganz komplett einfärben konnte und nicht einzelne Elemente mit verschiedenen Farben versehen. Das war jetzt nicht super dramatisch, aber da ist mir schon aufgefallen wie schnell man eben bei vorgefertigen Tools nicht alles "individualisieren" kann wie man möchte. Aber natürlich muss man da immer eine Kosten-Nutzen-Analyse machen.

Ich glaube auch dass man Projekt realisieren kann, wenn man ein Baukasten nutzt und eventuell sieht es auch nicht superscheiße aus. Nur sieht es imo dann halt auch nicht geil aus und noch viel wichtiger, wenn dann (falls überhaupthaupt Nutzer kommen ;) ) nach gewissen Sachen fragen man eben schnell wieder auf Schienen trifft. Daher investiere ich lieber eine gewisse Vorarbeit (die mir halt nicht nur bei dem Projekt hilft), statt jetzt nur was zusammenzupflicken um irgendwas zu haben. Das ist halt ein weiterer Vorteil: Ich denke langfristig bringt es mir auch von den Techieskills mehr wenn ich mich direkt mit HTML/CSS und Javascript( und dabei dann auch noch eventuell die Nutzung von Node z.B.) beschäftige, als wenn ich sage....Ich kann mit Wordpress und Joomla (diese beiden wurden jetzt als Baukasten genannt) umgehen.

Was aber wirklich der absolut entscheidende Punkt ist, warum ich mich noch so vehement gegen "simple' CMS wehre: Ich habe noch keine einzige Seite gesehen, die damit erstellt wurde wo ich dachte: Geil. Im Gegenteil ich bin sehr oft auf Seiten unterwegs und denke mir wie schlecht das aussieht oder die usability bzw. User Experience ist und dann schaue ich und finde "erstellt mit xy". Mag aber auch ein Anwenderproblem sein, weil es eben so "einfach" zu nutzen ist und daher auch völlig fachfremde Leute anzieht, keine Ahnung. Aber mein Eindruck ist, dass diese Systeme auch nicht wirklich für sehr eigene und individuelle Lösungen gedacht sind. Und gerade wenn ich eine Webanwendung machen möchte, deren USP in dem einfachen schreiben, lesen und vor allem finden von guten Content steckt, finde ich es "seltsam" wenn man dann auf so etwas zurückgreifen möchte. Im Restaurant möchte ich doch auch keine Tiefkühlpizza, wo als "Abwandlung" noch frische Tomaten draufgelegt wurden.

Das ich noch nicht weiß wie ich anfangen soll, dass stimmt tatsächlich. Das ich das Projekt nicht realisieren möchte ist aber falsch. Nichts wäre gerade schöner für mich, wenn ich einen geeigneten Techie im Team hätte und der sagt: Ich bau dir das Ding, geht jetzt los...kümmere du dich um den Rest. Nichts wäre mir lieber!!!!

Nur ist das Ding für mich halt auch noch mehr Herzensprojekt als reines Business oder "Hobby". Und bevor ich da etwas irgendwie zusammengekleistert kriege was sich einfach überhaupt nicht gut anfühlt, dann habe ich lieber gar nix. Der wirklich absolut maximale MVP wäre einen Blog aufzumachen und Autoren zu fragen ob sie mir ihre Beiträge nicht per Mail schicken und ich veröffentliche die dann unter ihrem Namen. Dann Quersuche per Googlesuche und zack fertig ist der MVP.
Es muss auch nicht perfekt sein. Aber um beim Beispielbild zu bleiben.

Wenn ich ein Auto mit umweltfreundlichen Antrieb bauen möchte, kann ich auch ein Bobbycar nehmen und anbieten, dass ich immer hinterherlaufe und anschiebe. Nur hat das überhaupt nix mit der Vision zu tun, die ich vorhabe.
Das Auto muss nicht direkt 300 kmh fahren oder ein 6 Sitzer sein. Aber es sollte zumindest nach Auto aussehen.

Und so gilt es auch für das Projekt. Da muss noch kein perfekter Empfehlungsalgo drin sein...es muss noch keine App vorhanden sein...es muss noch keine Nachrichten von Mitgliedern untereinander senden können etc. Da bin ich gerne bereit Abstriche zu machen. Aber die Seite sollte zumindest nach ein "bisschen was" aussehen und auch sauber funktionieren.

@King Gani:
Headless-CMS: nein habe ich nicht...Mache ich aber noch ;)
Cloud: Danke für die Infos. Was wäre deine Alternative? Gerade für den Start?

@Aycaramba:
Mit der Überbewertung der Idee haben wir die gleiche Startup-Philosophie: Aber ist das nicht eher erst recht ein Argument gegen CMS? Weil damit die Execution eingeschränkt ist?

Sorry, wenn ich hier so "feindlich" gegenüber CMS rüberkomme und es mag mir auch an Know-How fehlen und man kann damit super viel machen. Nur haben hier in dem Thread auf den ersten Seiten ja auch schon ein paar angemerkt, dass diese Dinger nur bedingt für so ein Projekt geeignet sind. Klar ist das der umständlichere und komplizitiere Wege, gerade mit meinem Background. Aber dadurch erhoffe ich natürlich auch irgendwann gewisse "Skills" im Team zu haben, die eben nicht so schnell kopierbar sind.

Edit:
Ich bedanke mich übrigens trotzdem für die Hinweise und verstehe sie als nett gemeinten Ratschlag und nicht böse Belehrung ;)


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Noch ein kleiner Tipp, jede gute und größere Seite mit CMS wird kein "erstellt mit xy" auf seiner Seite haben. Entweder weil man es für das CMS nicht braucht oder weil man einen kleinen Betrag bezahlt um das zu entfernen. Die Seiten mit "erstellt mit xy" sind meistens die Seiten wo jemand etwas günstig "ausprobiert". Dann ist da aber auch nur ein Halbwissender, der ein bisschen rumwurschelt oder ein Informatiker ohne Ahnung von Design. Du kannst ein CMS häufig mit einem guten Design machen wo du das CMS nicht erkennst.

Viele Informatiker können programmieren und sind dann für die Funktionalität der Webseite zuständig. Für das Design brauchst du die Kompetenz nicht bei einem Informatiker suchen. Das visuelle Gesicht einer Webseite mit Grafiken, Bildern usw. ist eine Sache für sich und die muss zugekauft werden oder z.B. ein Mediendesigner eingestellt werden.

Das ganze merkt man eben schnell Webseiten an, wo nur eine Person etwas versucht. Kein Geld und nicht alle Kompetenzen, weil die meistens nicht alleine bei einer Person liegen.


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Kampfschildkroete
Beigetreten: 05.06.2006

Ich bin Informatiker, habe aber wenig mit Web Entwicklung zu tun, aber könnte mir vorstellen, dass es dort ähnlich ist beim Thema Frameworks, ect.
Ich dachte bei meinen ersten Hobby Projekten auch "ich mach das alles selbst, ohne Frameworks ect., um es besser zu lernen". Am Ende fand ich das aber eher frustrierend als lehrreich. Am Anfang mag die Lernkurve steiler sein, aber Frameworks fangen normalerweise so viele "edge cases" ab, dass du am Ende entweder nur noch Kleinigkeiten hinterherrennst (unterschiedliche Browser, Betriebssysteme, ....).
Man lernt dabei natürlich auch selbst auf solche "edge cases" zu achten, aber vor allem im Hobby Bereich oder Prototypen willst du ja nicht den Großteil der Zeit mit Fehlersuche verbringen? Beim dem was du so schreibst würde ich mir auch eher ein CMS suchen, bei dem man eigenen Plugins einbinden kann.


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KingGani
Beigetreten: 08.06.2007

Ich empfehle dir einfach Mal wappalyzer zu installieren und dir die Augen öffnen zu lassen. Dann siehst du, dass du Schwierigkeiten haben wirst eine Seite ohne CMS oder Framework zu finden. Vor allem die Geilen ;)

Edit: Cloud geht ja eh nichts anderes aber da gibt's noch weitaus mehr Möglichkeiten digitalocean, vps.... Hängt von deinen Anforderungen und Möglichkeiten usw. Ab...
Aber das ist auch wieder ein eigener Themenkomplex neben der eigentlichen Webentwicklung


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