Eventuell habe ich mich falsch ausgedrückt oder ich verstehe es auch falsch ♦
Gegen Frameworks/Libraries etc. (auch wenn ich davon noch nicht wirklich Ahnung habe!, aber dafür nehme ich ja jetzt erstmal nur Teilzeit an) wie z.B. React, Bootstrap (das ist doch auch ein Framework oder nicht? Oder verstehe ich jetzt was vollkommen falsch? ♦ ) und so (ohne dass ich es jetzt schon kann oder nutze), habe ich überhaupt nix und dass möchte ich auch noch lernen. Generell bin ich auf offen für externe Tools oder dergleichen:
Kleine "Entwickleranekdote": Wir haben Icons gebraucht und da gab es diverse Anbieter wodurch man die mit Javascript einbinden konnte und das haben wir auch gemacht und da bin ich auch "Fan" von. Aber selbst da habe ich schon gemerkt wie man trotz der Möglichkeit eigene Bilder in Icons umwandeln zu können auf "Schienen" gestoßen ist und z.B. man über CSS die Dinger halt nur ganz komplett einfärben konnte und nicht einzelne Elemente mit verschiedenen Farben versehen. Das war jetzt nicht super dramatisch, aber da ist mir schon aufgefallen wie schnell man eben bei vorgefertigen Tools nicht alles "individualisieren" kann wie man möchte. Aber natürlich muss man da immer eine Kosten-Nutzen-Analyse machen.
Ich glaube auch dass man Projekt realisieren kann, wenn man ein Baukasten nutzt und eventuell sieht es auch nicht superscheiße aus. Nur sieht es imo dann halt auch nicht geil aus und noch viel wichtiger, wenn dann (falls überhaupthaupt Nutzer kommen
) nach gewissen Sachen fragen man eben schnell wieder auf Schienen trifft. Daher investiere ich lieber eine gewisse Vorarbeit (die mir halt nicht nur bei dem Projekt hilft), statt jetzt nur was zusammenzupflicken um irgendwas zu haben. Das ist halt ein weiterer Vorteil: Ich denke langfristig bringt es mir auch von den Techieskills mehr wenn ich mich direkt mit HTML/CSS und Javascript( und dabei dann auch noch eventuell die Nutzung von Node z.B.) beschäftige, als wenn ich sage....Ich kann mit Wordpress und Joomla (diese beiden wurden jetzt als Baukasten genannt) umgehen.
Was aber wirklich der absolut entscheidende Punkt ist, warum ich mich noch so vehement gegen "simple' CMS wehre: Ich habe noch keine einzige Seite gesehen, die damit erstellt wurde wo ich dachte: Geil. Im Gegenteil ich bin sehr oft auf Seiten unterwegs und denke mir wie schlecht das aussieht oder die usability bzw. User Experience ist und dann schaue ich und finde "erstellt mit xy". Mag aber auch ein Anwenderproblem sein, weil es eben so "einfach" zu nutzen ist und daher auch völlig fachfremde Leute anzieht, keine Ahnung. Aber mein Eindruck ist, dass diese Systeme auch nicht wirklich für sehr eigene und individuelle Lösungen gedacht sind. Und gerade wenn ich eine Webanwendung machen möchte, deren USP in dem einfachen schreiben, lesen und vor allem finden von guten Content steckt, finde ich es "seltsam" wenn man dann auf so etwas zurückgreifen möchte. Im Restaurant möchte ich doch auch keine Tiefkühlpizza, wo als "Abwandlung" noch frische Tomaten draufgelegt wurden.
Das ich noch nicht weiß wie ich anfangen soll, dass stimmt tatsächlich. Das ich das Projekt nicht realisieren möchte ist aber falsch. Nichts wäre gerade schöner für mich, wenn ich einen geeigneten Techie im Team hätte und der sagt: Ich bau dir das Ding, geht jetzt los...kümmere du dich um den Rest. Nichts wäre mir lieber!!!!
Nur ist das Ding für mich halt auch noch mehr Herzensprojekt als reines Business oder "Hobby". Und bevor ich da etwas irgendwie zusammengekleistert kriege was sich einfach überhaupt nicht gut anfühlt, dann habe ich lieber gar nix. Der wirklich absolut maximale MVP wäre einen Blog aufzumachen und Autoren zu fragen ob sie mir ihre Beiträge nicht per Mail schicken und ich veröffentliche die dann unter ihrem Namen. Dann Quersuche per Googlesuche und zack fertig ist der MVP.
Es muss auch nicht perfekt sein. Aber um beim Beispielbild zu bleiben.
Wenn ich ein Auto mit umweltfreundlichen Antrieb bauen möchte, kann ich auch ein Bobbycar nehmen und anbieten, dass ich immer hinterherlaufe und anschiebe. Nur hat das überhaupt nix mit der Vision zu tun, die ich vorhabe.
Das Auto muss nicht direkt 300 kmh fahren oder ein 6 Sitzer sein. Aber es sollte zumindest nach Auto aussehen.
Und so gilt es auch für das Projekt. Da muss noch kein perfekter Empfehlungsalgo drin sein...es muss noch keine App vorhanden sein...es muss noch keine Nachrichten von Mitgliedern untereinander senden können etc. Da bin ich gerne bereit Abstriche zu machen. Aber die Seite sollte zumindest nach ein "bisschen was" aussehen und auch sauber funktionieren.
@King Gani:
Headless-CMS: nein habe ich nicht...Mache ich aber noch
Cloud: Danke für die Infos. Was wäre deine Alternative? Gerade für den Start?
@Aycaramba:
Mit der Überbewertung der Idee haben wir die gleiche Startup-Philosophie: Aber ist das nicht eher erst recht ein Argument gegen CMS? Weil damit die Execution eingeschränkt ist?
Sorry, wenn ich hier so "feindlich" gegenüber CMS rüberkomme und es mag mir auch an Know-How fehlen und man kann damit super viel machen. Nur haben hier in dem Thread auf den ersten Seiten ja auch schon ein paar angemerkt, dass diese Dinger nur bedingt für so ein Projekt geeignet sind. Klar ist das der umständlichere und komplizitiere Wege, gerade mit meinem Background. Aber dadurch erhoffe ich natürlich auch irgendwann gewisse "Skills" im Team zu haben, die eben nicht so schnell kopierbar sind.
Edit:
Ich bedanke mich übrigens trotzdem für die Hinweise und verstehe sie als nett gemeinten Ratschlag und nicht böse Belehrung