Warum genau denkst du, dass die paar Module BWL (vielleicht 40CP?) für die Uni sprechen?
Oder anders gefragt: Warum würdest du für ein BWL Studium eher an eine Uni gehen?
Warum genau denkst du, dass die paar Module BWL (vielleicht 40CP?) für die Uni sprechen?
Oder anders gefragt: Warum würdest du für ein BWL Studium eher an eine Uni gehen?
Bei mir sind die Studienpläne ziemlich ausgeglichen, Uni ist 60:40 (etwas infolastiger) und FH 50:50.
BWL ist für mich ein Fach wie Jura oder Medizin, deshalb denke ich, dass es ein Unifach ist.
Original von SaLoZ
Bei mir sind die Studienpläne ziemlich ausgeglichen, Uni ist 60:40 (etwas infolastiger) und FH 50:50.BWL ist für mich ein Fach wie Jura oder Medizin, deshalb denke ich, dass es ein Unifach ist.
Unifach bedeutet für dich also Auswendiglernen?
Ich habe gewechselt von Uni zu FH und kann nur sagen dass ich das in keiner Weise bereue. Zwar nicht in Wirtschaftsinformatik sonder Wirtschaftsingenieurwesen, aber mein jetztiges Studium and der FH ist sehr informatiklastig aufgrund des Standorts.
Die persönliche Betreuung ist einfach unschlagbar, wir sind teilweise nur zu zehnt im Kurs und besprechen die wöchentlich gestellten Aufgaben (Java, C, Datenbanken,...).
Sicherlich ist der Arbeitsaufwand hier unter dem Semester höher als an der Uni, wo es weniger Pflichtveranstaltungen gibt. Dafür schreibt man dann alle Klausuren zeitnah nach den Vorlesungen (idR 2 Wochen) und hat auch wirklich Semester"ferien". (An der uni alle 2 Wochen eine Klausur und max. eine Woche frei vor dem Vorlesungsbeginn). Dadurch verschiebt sich die Arbeit nicht so in deine eigentlich freie Zeit.
Dadurch könntest du auch beispielsweise auch in den Ferien mit ner Werksstudententätigkeit im Werk ordentlich Kohle scheffeln und trotzdem noch reisen etc.
Wenn manche hier mit Einstiegsgehalt argumentieren, dann kann ich das nur bedingt nachvollziehen. Vieles hängt einfach von deiner Fachrichtung, deinen Noten, sonstigem Engagement etc ab. Zudem wissen die Unternehmen, dass an der FH einfach praxisorientierter gelehrt wird, weshalb du dich auch schnell wirst einfinden können. Richtig spezialisieren wirst du dich eh erst im Beruf und da reicht es mMn, wenn du alles mal gehört hast und weisst wie du dich einarbeitest.
Die Lehre an der Uni, vor allem für BWL und VWL finde ich übertrieben, da du nach deinem Bachelor (min. 6 Semester, 3 jahre) sowieso das meiste wieder vergessen hast.
Einen Master kann man ja dank Bologna immer noch woanders machen;-)
Die Frage ist auch, welche Konkurrenzsituation du später bei der Jobbewerbung in Kauf nehmen möchtest. Ich weiß, dass Rankings immer mit Vorsicht zu genießen sind, aber du wirst bestimmt keinen Nachteil gegenüber FH Absolventen haben wenn du WI an einer der Unis studierst, die zB. von der WiWo aufgelistet sind:
(Kriterien kannst du dir ja dort durchlesen).
Natürlich sind Sachen, mit denen du dich on top gut verkaufen kannst (Werksstudent, Ausland, Praktika etc.) auch wichtig, aber wenn du ohne besondere "Extras" als FH Master mit Uni Mastern konkurrieren möchtest, musst du dir bewusst sein dass du evtl. von den Personalern benachteiligt wirst oder weiter unten im Stapel liegst (nur ein Denkanstoß - nicht fundiert - eigener Freundeskreis als Benchmark).
Imo kommt es nach dem Abschluss nicht darauf an, wo Du studiert hast und was Du für Noten hast, sondern wo Du mal einen guten Eindruck in nem Unternehmen gemacht hast, Kontakte geknüpft hast, etc.. Praxiserfahrung ist das, was Dich von Deinen Kommilitonen abhebt. Also würde ich schauen, wo Du die bessere Chancen auf Praktika hast (Vorlesungsfreie Zeit, Connections der Uni/FH, etc.).
Außerdem musst Du für Dich klären, ob du eher der Theoretiker oder der Praktiker bist. Was ist Dir lieber: 200 Leute im Vorlesungsraum, viel Zeit alleine in der Bib, oder lieber kleine Klassen, mehr Interkation, dafür aber auch viel mehr Anwesenheit?
Wenn Du ein gutes Praktikum in nem anständigem Unternehmen machst hängst Du so oder so die Streber im Bewerbungsgespräch ab.
Ich hab selbst WI studiert im Bachelor an der Dualen Hochschule (Lernstil also eher wie an der FH) und für mich war's auf jeden Fall die richtige Entscheidung.
Falls du später eventuell im öffentlichen Dienst arbeiten möchtest solltest du bedenken, dass FH-Absolventen in eine andere Lohnstufe eingeordnet und dementsprechend schlechter bezahlt werden.
Aber da man zum Master ja eh auf eine Uni wechseln kann ist es wohl auch nicht so wichtig.
Original von krux1z
Falls du später eventuell im öffentlichen Dienst arbeiten möchtest solltest du bedenken, dass FH-Absolventen in eine andere Lohnstufe eingeordnet und dementsprechend schlechter bezahlt werden.Aber da man zum Master ja eh auf eine Uni wechseln kann ist es wohl auch nicht so wichtig.
Seit Bachelor-Master nicht mehr. Uni und FH sind im ÖD gleichgestellt.
Ich habe es nicht nachgeschaut, aber mein Gruppenleiter hat mir das letzte Woche so gesagt.
Original von krux1z
Ich habe es nicht nachgeschaut, aber mein Gruppenleiter hat mir das letzte Woche so gesagt.
Dann hat der keine Ahnung - wäre nur relevant, wenn man auf diplom studiert...
Also, wenn du Richtung Softwareingenieur und 'praktische' Themen (Datenbanken, KI, Requirementseng. etc) gehst, würde ich dir den B.Sc. an der FH empfehlen.
Wenn du Richtung "Alles andere" willst, geh an die Uni. Egal ob Prozessberatung, SAP-Consulting, Data-Analyst, und eventuell sogar IT-Architekt, solltest du überall 'mehr' für mitbekommen.
Master würde ich an der Uni empfehlen.
Wegen den Themen kannst aber auch mal in die Modulhandbücher der jeweiligen TU/FH/Unis gucken. Ich habe es bereut, dass ich meine B.Sc. an der FH gemacht habe, und musste aus Mangel an Interesse an den Entwicklungs-/Softwaresachen halt dann noch den Master drauf setzen, weil "nichts" weiter mitgegeben wurde. Nur so Grundlagen BWL, Rechnungswesen und so, aber keine für mich spannenden Themen, in denen ich dann später aufgegangen bin.
Hab mich jetzt für FH entschieden.
Wie hier schon gesagt wurde, kann ich mich nach dem Bachelor ja noch entscheiden, ob ich den Master an der Uni/Master an der FH mache oder direkt arbeiten gehe.
Wird sich dann in der Zukunft ergeben.
Zwar etwas spät, aber hier mal noch meine Meinung.
Ich studier WIN an der FH in Konstanz und muss sagen, dass ich vor allem den Vorteil in den recht kleinen Kursgrößen sehe. Wenn ich das zu dem Maschinenbaustudium von nem Kumpel an der Uni vergleich mit teilweise >500 Leuten in einem Höhrsaal, lernt man in kleinen Runden mit teilweise nur 10-20 Leuten imo deutlich mehr.
Ich muss ich aber auch ganz klar sagen, dass das Studium an der FH ziemlich einfach ist und der Durchschnitt an Wissen der Studenten sowie an vermitteltem Wissen durch die Profs an der FH höchtwahrscheinlich niedriger ist als an der Uni.
Ich würde spätestens meinen Master auch an einer Uni machen, sollte mit einem anständigen Bachelor von der FH auch kein Problem sein.
Bei großer Konkurrenz ist ein Uniabschluß natürlich besser als ein FH-Abschluss. Das soll ja auch so ein, schließlich ist es meist theoretischer und damit für die meisten schwieriger/abstrakter. Allerdings kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es wirklich im Job nicht mehr sooo relevant ist, ob du FH oder Uniabschluss hast. Das kommt dann wirklich auf deine Arbeitsleistungen an und da gibt es auch FH'ler die extrem gut sind.
Aber als Einstieg, vor allem in die großen Firmen, ist ein Uniabschluss >> FH-Abschluss, Krönung wäre noch die Promotion, dann brauchst du dir auch keinen Kopf mehr machen. Allerdings fängst du auch locker 4-5 Jahre später an zu arbeiten. Hat alles sein Für und Wider