http://www.dorkly.com/video/59754/freelance-detective
musste schmunzeln!
Original von EgonSchmitt
kommt heute die letzte folge raus? hatte sonntag in erinnerung
Heute Nacht, US-Zeit.
Wird also morgen früh online sein.
Thurisaz
absolut geiles Finale
absolut geile Staffel
nette Heisenberg-line mit dem Sniper btw, nur halt ein richtiger Sniper dieses mal. ♦
Schönes Finale.
Glaube es ist ganz gut, dass auf alle Verschwörungstheorien usw (die mit Sicherheit bewusst geschürt wurden) dann am Ende geschissen wurde. Der Schwiegervater hat keine Rolle mehr gespielt, der Yellow King und die ganze religiöse Rhetorik auch nicht mehr. Man weiß nicht so recht, ob es einen religiösen Übervater gab (zB Sam Tuttle) und der ganze Ring wurde auch nicht aufgedeckt.
Aber war halt ne Serie über die beiden Protagonisten, nicht über die Verbrecher, hat also ganz gut gepasst.
Muss man sich jetzt über die ganzen offenen Fragen unterhalten? Bleibt das für Staffel 2? Muss ich die Staffel noch mal gucken?
Hm...
Hab das nicht als religiöse Erleuchtung, im Sinne von "Gott und meine Familie wartet auf mich im Himmel" verstanden. Dachte erst, das kommt jetzt und hatte schon total Angst vor so einer Scheisse. Klang dann ja aber doch eher nach einem gemeinsamen Loslassen von der Existenz und einem Verschwinden in der Dunkelheit. Mehr Erlösung vom Leid im buddhistischen Sinne als eine Auferstehung in den Himmel.
Müsste es mir vll mit Untertiteln noch mal anhören.
Okay, hier ist das Ende:
http://www.slate.com/blogs/browbeat/2014/03/09/true_detective_on_hbo_rust_s_final_speech_about_how_the_light_s_winning.html
Ich finde es ist noch im Rahmen und nicht zu sehr amerikanisches Klischee.
Sehe da nicht mal umbedingt einen religiösen Hintergrund. Der Killer spricht ja davon, dass Rust seine "Maske" fallen lassen soll und das macht er ja in dem Moment als er völlig loslässt. Seine Maske ist halt, dass er sich von allem distanziert und sich selbst nicht erlaubt etwas zu empfinden, was im Prinzip ja auch nur ein Mechanismus ist um den Tod seiner Tochter zu verarbeiten.
Original von skedar
Muss man sich jetzt über die ganzen offenen Fragen unterhalten?
Hm...
Nö.
Hier müssen imo die meisten offenen Fragen auch offen bleiben, will man nix hinzudichten.
Es war ja von vornherein klar, dass die Serie in dieser Besetzung keine Fortsetzung erleben wird. Also muss man das Ganze schon irgendwie zu Ende erzählen.
Und das Ganze ist hier nicht der Serienkillerplot. Das ist nur das Vehikel an dem, das Wesentliche, die Charaktere ihre Entwicklung vollziehen.
Also was hätten hier die alternativen Enden sein können ?
Rust/Hart lösen den Fall. Am Ende kehrt Rust in seine Kneipe zurück macht sich ein Bier auf und ohne irgendeine Entwicklung vollzogen zu haben endet die Handlung. Banal und viel zu anspruchslos.
Von solchen Enden gibts leider genug. Statische Charakterzeichnung ist durchaus immer noch das Normale in Serien.
Die andere noch banalere, in nem gewissen Sinne, identische Möglichkeit wäre gewesen, Rust stirbt einfach beim Versuch den Serienkiller zur Strecke zu bringen und nix weiter.
Was macht wirklich Sinn, wenn man die Konzeption dieser Figur berücksichtigt?
Zunächst mal fällt es mir schwer in der Seriengeschichte eine Figur zu finden die, wie Rust, dieses Maß an innerer Zerissenheit vermittelt.
Ich denke "True Detective" ist dann auch ne Serie die von Dingen handelt, die eigentlich fast zu groß sind, als das man als Mensch noch iwie vernünftig mit ihnen umgehen könnte.
So stürzt der Verlust seiner Tochter Rust in einen jahrelangen anhaltenden Zustand tiefer existentieller Verzweiflung aus dem er sich am Ende, im Angesicht des Todes, durch spirituelle Erfahrung befreit.
Er erlebt hierin so etwas wie Gnade. Ich kann diesen ganzen esoterischen Quatsch über Nahtoderfahrungen nix abgewinnen. Aber an dieser Stelle find ichs wirklich grandios.
Ich denke die einzig sinnvolle, dramaturgisch konsequente Alternative hierzu wäre gewesen: Rust stirbt verzweifelt, durch eigene oder fremde Hand. In einer Art Todeskampf in dem er nicht loslassen kann, weil er Dinge zurücklässt die ungelöst sind.
Mir gefällt das tatsächliche Ende besser.
Und das obwohl ich nicht prinzipiell Fan von Happy Endings bin. (Wüsste da ne andere eigentlich herrausragende Serie dessen allzu versöhnliches Ende mich ziemlich enttäuscht hat).
Ich bin dann auch völlig einverstanden mit der Läuterung die Marty erfährt.
Original von Gaston323
Es war ja von vornherein klar, dass die Serie in dieser Besetzung keine Fortsetzung erleben wird. Also muss man das Ganze schon irgendwie zu Ende erzählen.
Und das Ganze ist hier nicht der Serienkillerplot. Das ist nur das Vehikel an dem, das Wesentliche, die Charaktere ihre Entwicklung vollziehen.
Also was hätten hier die alternativen Enden sein können ?
Rust/Hart lösen den Fall. Am Ende kehrt Rust in seine Kneipe zurück macht sich ein Bier auf und ohne irgendeine Entwicklung vollzogen zu haben endet die Handlung. Banal und viel zu anspruchslos.
Von solchen Enden gibts leider genug. Statische Charakterzeichnung ist durchaus immer noch das Normale in Serien.
Die andere noch banalere, in nem gewissen Sinne, identische Möglichkeit wäre gewesen, Rust stirbt einfach beim Versuch den Serienkiller zur Strecke zu bringen und nix weiter.Was macht wirklich Sinn, wenn man die Konzeption dieser Figur berücksichtigt?
Zunächst mal fällt es mir schwer in der Seriengeschichte eine Figur zu finden die, wie Rust, dieses Maß an innerer Zerissenheit vermittelt.
Ich denke "True Detective" ist dann auch ne Serie die von Dingen handelt, die eigentlich fast zu groß sind, als das man als Mensch noch iwie vernünftig mit ihnen umgehen könnte.
So stürzt der Verlust seiner Tochter Rust in einen jahrelangen anhaltenden Zustand tiefer existentieller Verzweiflung aus dem er sich am Ende, im Angesicht des Todes, durch spirituelle Erfahrung befreit.
Er erlebt hierin so etwas wie Gnade. Ich kann diesen ganzen esoterischen Quatsch über Nahtoderfahrungen nix abgewinnen. Aber an dieser Stelle find ichs wirklich grandios.
Ich denke die einzig sinnvolle, dramaturgisch konsequente Alternative hierzu wäre gewesen: Rust stirbt verzweifelt, durch eigene oder fremde Hand. In einer Art Todeskampf in dem er nicht loslassen kann, weil er Dinge zurücklässt die ungelöst sind.
Mir gefällt das tatsächliche Ende besser.
Und das obwohl ich nicht prinzipiell Fan von Happy Endings bin. (Wüsste da ne andere eigentlich herrausragende Serie dessen allzu versöhnliches Ende mich ziemlich enttäuscht hat).
Ich bin dann auch völlig einverstanden mit der Läuterung die Marty erfährt.
#
find die Läuterung weg vom Nihilismus hin zum Holismus sogar echt gelungen.
Sehr übertrieben dargestellt, aber gelungen.
Das meiste was du schreibst, kann man sicher so sehen, auch wenn ich es nicht unbedingt tue, aber das verstehe ich nicht:
Original von Gaston323
Also was hätten hier die alternativen Enden sein können ?
Rust/Hart lösen den Fall. Am Ende kehrt Rust in seine Kneipe zurück macht sich ein Bier auf und ohne irgendeine Entwicklung vollzogen zu haben endet die Handlung. Banal und viel zu anspruchslos.
Warum sollte das banal sein?
Rust meint, er könne mit dem Aufdecken des Kinderschänder Ringes irgendwie den Verlust seiner Tochter aufwiegen und so aus seiner seelischen Verzweiflung herausfinden. Wieso muss es jetzt banal sein, wenn so eine ziemlich an den Haaren herbeigezogene Hoffnung enttäuscht wird?
Was wäre denn realer und trauriger und entwaffnender als ein Ende, in dem Rust feststellen muss, dass es eben doch nur ein gelöster Fall mehr ist und nicht das erhoffte Allheilmittel?
Kann mir so ein Ende schon sehr gut vorstellen. Fände es vll sogar besser als ein doch eher kitschiges "The light is winning!" vom bis dato dunkelsten Seriencharakter, den ich kenne.
Aber wahrscheinlich war die Erlösung nach einem beschwerlichen Weg dorthin von Anfang an die Stoßrichtung der Handlung und deswegen geht das Ende auch so in Ordnung.
Er hat so viel durchgemacht und ist halt der true hero der Serie, so ein trauriges/dunkles Ende im Sinne von "alles war doch sinnlos" hätte er (bzw. der Zuschauer) nicht verdient, hier find ich das happy ending einfach angebracht.
Original von skedar
Fände es vll sogar besser als ein doch eher kitschiges "The light is winning!" vom bis dato dunkelsten Seriencharakter, den ich kenne.
Wieso ist alles was etwas optimistisch ist direkt kitschig? Fand das Gespräch zwischen den Beiden absolut gar nicht kitschig.
Passend dazu inside the episode 8:
optimism is no more necessarily an illusion than pessimism