Moin.
Eine neue Kritik meinerseits zu zwei kürzlich gesehenen Filmen
Im Spoiler sind keine allzu detailierten Inhalte des Films niedergeschrieben, einzig die Bewertungsgrundlage ist darin enthalten.
(Kriterien: Story, schauspielerische Leistung, Bild und Ton)

American Beauty (1999 erschienen) - Bewertung: 8.5/10
Spoiler
Story: 9/10
Ziemlich einfach gestrickt, aber daher für jedermann geeignet. Ein Mann in der Midlife-crisis verguckt sich in die besten Freundin der Tochter, und sieht seinen Ausweg aus der Krise in dem er sich dem "Küken" widmet. Vielschichtig durch die große Anzahl unterschiedlicher Personen, und Ihrer Geschichte. Man kann sich als Zuschauer mMn. schnell mit irgendeinem der Charaktere, bzw. einzelnen Handlungsweisen derer, identifizieren. Ziemlich gut gemacht, vor allem wegen der Blicke hinter die Türen - und dessen Fassaden - einzelner Personen und Ihrer Familien, und dabei auch noch realitätsnahe imo.
Schauspielerische Leistung: 8.5/10
Kevin Spacey und Annette Bening spielen mMn. am besten. Sie sind das früstierte Ehepaar, wo das einst vorhandene Interesse am Gegenüber schlicht verloren gegangen ist. Großartig gespielt von beiden, der Frust ist allgegenwärtig. Wes Bentley, Mena Suvari und Chris Cooper, haben Rollen inne die schwer zu präsentieren sind, dabei aber sehr stark, auf höchstem Niveau dargestellt sind. Enttäuschend ist mMn. ein wenig Thora Birch als die Tocher von Spacey u. Bening. Mag an der stärken Leistung aller anderen liegen, Sie geht dort schlicht unter. Alle anderen auftauchenden Charakter sind nichts besonderes, aber auch nicht schlecht - gut würde ich meinen. Durch die wirklich starke Leistung des großteils der Hauptfiguren kann ich nur verhältnismäßig hoch bewerten, und nehme daher 8.5/10.
Bild und Ton: 7.5/10
Empfand ich durchweg als gut, nur die animierten Rosenblätter - aber da schaue ich wohl mehr aus heutiger Sicht drauf. Für die damaligen Verhältnisse was digitale Bearbeitung anbelangt ziemlich gut. Ansonsten sind die Kameraeinstellung stets gut, mir fiel nichts negatives auf, und der Soundtrack kann sich auch hören lassen. 7.5/10.
Fazit (in 0.5 Schritten aufgerundet): 8.5/10
Tolle Story, geile Charaktere, großtenteils gut bis sehr gut gespielt. Sollte man mMn. gesehen haben, man wird nicht enttäuscht sein.

Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (2009 erschienen) - Bewertung: 7/10
Spoiler
Story: 8/10
Fand ich klasse, vor allem wegen der sehr geilen Dialoge. Ich bin da schon immer begeistert von gewesen wenn 2 Leute als Zentrum des Films miteinander kommunizieren, und je für gut und böse stehen. Einer der besten Filme auf dieser Ebene ist imo Nicht auflegen, und dieser Film geht in die selbe Richtung - wenngleich beide doch in unterschiedlichen Ligen spielen. Im Kern geht es - wie der Titel es schon erahnen lässt - um die Entführung einer U-Bahn, mitten in New York. Der Entführer ist Travolta, und er spricht mit dem "Schienenverwalter" (Washington) über die Funkanlage. 19 Geiseln sind an Bord, es gibt eine Forderung die im Film bombig bestimmt worden ist. Es gibt ein Zeitlimit, und für jede Minute (können auch 5 Minuten gewesen sein) verspätung, wird eine Geisel getötet. Dabei entsteht schon eine ziemlich geile Spannung, weil beide einfach coole Saue sind, und der Druck - wie sich im laufe zeigt - auf Washington lastet. Coole Story, gut umgesetzt mittels guter Dialoge, und mit einem klarem Filmende. Schlicht gut - 8/10.
Schauspielerische Leistung: 6/10
John Travolta und Denzel Washington, spielen beide einfach geile Rollen. So ganz objektiv kann ich hier nicht bleiben, weil Denzel einer meiner Lieblingsschauspieler ist. Ich versuche es dennoch. Beide sind die Hauptakteure, und spielen schlicht klasse. Nebenrollen sind großtenteils ziemlich schlecht gespielt imo, vor allem die Geiseln - nüchtern betrachtet zum facepalmen. Einzig die Figur des Camonetti ist mit John Turturro bombe besetzt und gespielt - sehr geiler Typ. 3 Personen die glänzen sind gut, reichen aber leider nicht um den rest der Darsteller zuretten, schade - 6/10.
Bild und Ton: 7/10
Kein kameraführungstechnisches Meisterwerk, sondern eher solide, tenzenziell aber doch weitaus besser als der Durchschnitt. Musikalisch Durchschnitt, nicht mehr nicht weniger - passte. Alles in allem 7/10.
Fazit: 7/10
Gute Unterhaltung, und ein Blick wert - wenn man Filme mit Aktion und 2-Mann-Dialogen mag. Ich fand ihn schlicht gut.