Hoi,
bin mir nicht sicher, ob hier das richtige unterforum ist. Naja jedenfalls jetzt zur Frage: meine Eltern sind 50 und schon immer selbstständig, da wir allerdings ne Familie mit 4 Kindern sind, hatten sie nie wirklich das Geld um auf ihr staatliches Rentenkonto einzuzahlen, beide werden ca. 500€ Rente bekommen. Jetzt hatte mein Vater mich gefragt, was ich ihm vorschlagen würde, wieviel er einzahlen solle (mittlerweile sorgen wir größtentelis für uns selbst und bei meinem Vater läufts ganz gut, was den Job angeht). Ich habe ihm gesagt, dass ich mich nciht auf den Staat verlassen würde und lieber privat vorsorgen würde, natürlich habe ich kaum Ahnung von privater Vorsorge. Hat einer von euch Vorschläge, was sich ab 50 noch lohnen würde (einzahlungen wären wohl so 2mal 500-1000 euro im Monat).
Ich kauf im moment DAX30 Aktien und versuche dann wenns soweit ist mit den Dividenden über die runden zu kommen ...
Alle Arten von LV oder RVs sind momentan hart -EV
Ich würd einen günstigen ETF Sparplan so 50 - 50 bis 60 - 40 Anleihen und Aktien auswählen, evtl noch 5-15% Rohstoffe/Gold/Immobilien mit ETFs beimischen.
Müsstest dich vielleicht selbst noch ein bißchen informieren (google "passives Investieren mit ETFs") um das Risikoprofil und die Aufteilung der einzelnen Anlageklassen festzulegen
Vielleicht lohnt es sich anschließend auch mal 1-2 Stunden (ca 300-400 Euro) bei einem qualifizierten unabhängigen Honorarberater zu vereinbaren, um den über den Plan drüberschauen zu lassen und zu prüfen ob die festgelegte Aufteilung mit den Zielen deiner Eltern konform geht
e: weiß nicht ob ETFs förderungsfähig sind, falls nicht werden die höheren Gebühren konventioneller Produkte die Förderung vmtl sogar übersteigen
OP hat keine Ahnung.
Wenn die Eltern ihn fragen, haben sie auch keine Kompetenz in diesen Fragen.
Die persönliche Situation der Eltern ist nicht bekannt.
-> persönliche Beratung halte ich für unausweichlich.
Ich kauf im moment DAX30 Aktien und versuche dann wenns soweit ist mit den Dividenden über die runden zu kommen ... Alle Arten von LV oder RVs sind momentan hart -EV
Und was ist, wenn das Depot in 10-12 Jahren nur die Hälfte wert ist?
e: weiß nicht ob ETFs förderungsfähig sind, falls nicht werden die höheren Gebühren konventioneller Produkte die Förderung vmtl sogar übersteigen
Die Behauptung müßte erst bewiesen werden, aber es ist eine berechtigte Frage.
Manko ist hier mMn der eklatante Beratungsbedarf.
Möglichkeiten gibt es mehr als genug:
ETF-Sparplan - kostengünstig, individuelle Gewichtung möglich
DAX30 Aktien - egal ob Picking oder Index zu wenig gestreut und Volatilitätsrisiko
beides ist Kapitalertrag-Steuerpflichtig bis max. 25%
Rürup - Rente - klassisch aber auch mit Fonds oder als Hybrid möglich und Kapitalschutz möglich
jetzt Steuervorteil der den finanziellen Spielraum erhöht
(altersgerechte) Immobilie kaufen - je nach eigener Situation jetzt vermietet aber eigennutzungsfähig oder schon jetzt nutzen
jetzt günstiger Zins - Hebel durch Finanzierung
Ist z. B. die Mutter beim Vater angestellt? -> Riester ist möglich - für Beide.
also, dass ne persönliche beratung am besten ist, ist klar denke ich, wollte nur paar ideen und infos hier einholen, damit ich wenigstens n paar Infos zu dem thema habe... danke schonmal für die antworten.
habe auf die schnelle jetzt diese 2 stellen gefunden, die beratungen anbieten:
https://www.vz-bawue.de/private-altersvorsorge-und-geldanlage?returnto_=mannheim-themen&returnto_parent=Mannheim&mode=2&leistung=a003
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/BadenWuerttemberg/de/Inhalt/Allgemeines/Adressen/RZ_und_AS/Regionalzentrum-Mannheim.html
woran erkennt man den ne gute beratungsstelle= ich meine sie sollte unabhängig sein, das ist klar...
Die deutsche Rentenversicherung berät nur über die staatliche / gesetzliche Rente aus und die Möglichkeiten dort.
Die Verbraucherzentralen beraten auf alle Fälle sehr angebotskritisch. Das muß mMn nicht unbedingt immer optimal sein.
Original von jotha
Die Verbraucherzentralen beraten auf alle Fälle sehr angebotskritisch. Das muß mMn nicht unbedingt immer optimal sein.
Verstehe ich nicht.
Könntest du das nen bisschen erläutern bitte?
Original von daumi
Original von jotha
Die Verbraucherzentralen beraten auf alle Fälle sehr angebotskritisch. Das muß mMn nicht unbedingt immer optimal sein.Verstehe ich nicht.
Könntest du das nen bisschen erläutern bitte?
Das habe ich mir gedacht, das das zu Fragen führen kann.
Ich halte die Verbraucherzentralen für absolut verbrauchefreundlich beratend.
Aber sie kritisieren mMn zu oft überzogen / zu extrem bei Anbietern und Produkten.
Beispiel:
Wenn man im Warmen sitzt und regelmäßig monatlich sein Geld auf dem Konto hat, lässt sich leicht die Höhe von Provisionen monieren. Dort stecken aber auch die Bestreitung von Fixkosten drin und nicht jeder Berater verdient auf Teufel komm raus zu Lasten des Kunden.
Es wird schnell kritisiert, dass das für diesen oder jenen Kunden das falsche Produkt ist. Wenn man eine Kundenbindung aufbaut, kann man am Anfang aufgrund eines Gespräches ein Produkt verkaufen, was zu dem Zeitpunkt absolut richtig war. Erst später stellt sich raus, dass der Kunde bei einigen Fragen unabsichtlich aber auch absichtlich ausweichend, unvollständig oder falsch geanwortet hat.
Wenn der Kunde unbedingt eine Immobilie kaufen will, sucht er so lange einen Berater, bis er seine Finanzierung erhält. Wenn es schief geht, ist das eine absolute Falschberatung gewesen. Dass ihm vorher 10 oder 15 Berater abgeraten oder zur vorherigen Kapitalbildung geraten haben, zählt dann nicht mehr. Da wird von der Verbraucherzentrale nur der Berater in die Pfanne gehauen. Der Kunde kann da nie etwas dafür.
Eine Strategie würde ich davon abhängig machen, welchen Status deine Eltern im Rentenbezugsalter haben werden. Benötigen sie dann evtl. Mindestsicherung oder reicht vorhandenes Vermögen (wo von ich an Hand deiner Beschreibung nicht ausgehe) um den Ruhestand zu finanzieren. Falls ihr nur die Beträge der Rentenbescheide genommen hast, rechne nochmal rund 25% für KV, Pflege und Steuern ab. Sollten deine Eltern Mindestsicherung benötigen, wäre evtl. schon einmal ein rechtzeitiger Immobilien- Vermögenstransfer zu überlegen. All das könnt ihr nur mit einem ehrlichen Makler/Honorarberater/Versicherungsberater klären.
Würde zu Beginn einen gewissen Grundstock in Anteile von Baugenossenschaften anlegen.
Gab da vor ein paar Monaten einen Artikel zu. http://www.finanzen.net/nachricht/private-finanzen/Genosse-Sparfuchs-Genossenschaften-Mehr-Zinsen-fuer-Ihr-Geld-2756978
Ist ziemlich sicher, bietet bei entsprechender Auswahl eine Dividendenausschüttung von 4% und viele haben auch Angebote für seniorengerechtes Wohnen im Alter, bei denen man als langjähriges Mitglied oft nevorzugt wird.
Die Anzahl der Genossenschaftsanteile pro Person ist leider meist beschränkt. Und bei der aktuellen Zinslage lohnen sich deren Sparbücher nicht.
Original von jotha
Ich kauf im moment DAX30 Aktien und versuche dann wenns soweit ist mit den Dividenden über die runden zu kommen ... Alle Arten von LV oder RVs sind momentan hart -EV
Und was ist, wenn das Depot in 10-12 Jahren nur die Hälfte wert ist?
Das kann natürlich passieren, habe aber auch nicht vor die Aktien zu veräußern sondern halt immer die Dividenden mitzunehmen da kann mir der kurs halt egal sein...
Original von Fantomas741
Original von jotha
Ich kauf im moment DAX30 Aktien und versuche dann wenns soweit ist mit den Dividenden über die runden zu kommen ... Alle Arten von LV oder RVs sind momentan hart -EV
Und was ist, wenn das Depot in 10-12 Jahren nur die Hälfte wert ist?
Das kann natürlich passieren, habe aber auch nicht vor die Aktien zu veräußern sondern halt immer die Dividenden mitzunehmen da kann mir der kurs halt egal sein...
Thema mMn verfehlt. Es geht hier nicht um dich.
Du antwortest in einem Thread bei dem Ratschläge für eine über 50 Jahre alte Person gesucht sind.
Ich werf mal noch nen weiteren Vorschlag in den Raum.
Du sagst, dass Deine Eltern selbstständig sind. Besteht die Möglichkeit die Firma, den Namen o.ä. (je nach Gewerbe) zu verkaufen? Gibt es evtl. einen Nachfolger dem Dein Vater noch beratend gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung stehen könnte?
Ansonsten is es halt immer ne Philosophiefrage... ich selber mag die Rürup aufgrund der unflexibilität im Rentenalter nicht besonders (sehen viele aber bestimmt anders). Ich würde ihm wohl ein Tagesgeldkonto einrichten um dort nen Großteil der Summe anzusparen. Nen kleineren Teil (20%-40%) würd ich wohl monatlich in nen DAX-ETF investieren. Ich denke auch für jemanden mit wenig Ahnung ist die Entwicklung des DAX noch am transparentesten, zusätzlich besteht durch den Kapitalstock des Tagesgeldkontos die Möglichkeit Fondsverkäufe in die Zukunft bzw. auf günstige Zeitpunkte zu schieben.
ich denke da waren gute Antworten dabei und du solltest, wie schon gesagt, jemand unabhängigen beauftragen der nach Honorar berät. Also kein Bank oder Versicherungsberater.
Original von MrTrocks
ich denke da waren gute Antworten dabei und du solltest, wie schon gesagt, jemand unabhängigen beauftragen der nach Honorar berät. Also kein Bank oder Versicherungsberater.
Bank auf keinen Fall! Guter Makler geht auf jeden Fall (haftet für Falschberatung) und ein Versicherungsberater berät nur gegen Honorar!
ja bei versicherungsberatern hab ich halt die Erfahrung gemacht, dass die Ihre Produkte verkaufen wo sie am meisten verdienen. Sprich am meisten Marge/Agio kassieren. Wenn dann würde ich wirklich zu einem freien Dienstleister gehen der dich wirklich unabhängig berät
Original von MrTrocks
ja bei versicherungsberatern hab ich halt die Erfahrung gemacht, dass die Ihre Produkte verkaufen wo sie am meisten verdienen. Sprich am meisten Marge/Agio kassieren. Wenn dann würde ich wirklich zu einem freien Dienstleister gehen der dich wirklich unabhängig berät
Kannst du lesen?
Er hat Honorar geschrieben, nicht Provision.
nein ich kann nicht lesen wieso? arbeitest du bei ner versicherung oder warum so aggro?
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