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[Geschlossen] Das Geldsystem im ganzen

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Original von shibo
Uns geht es gut ja.. Aber die Menschheit besteht nur zu wenigen Prozenten aus Nordamerikanern und Europäern...
wie mich Egoismus ankotzt!

ja wir reden hier von 1.welt-ländern.
ja, wir sind egoistisch.
nein, kleinen kindern in afrika ginge es nicht besser, wenn es uns schlechter ginge.

was tust du für afrika?


denen geht es nur schlecht, weil wir wollen das es uns besser geht.
und DOCH den würde es viel besser gehen, wenn wir uns ihnen gegenüber liberal verhalten würden... tun wir aber nicht , im gegenteil wir fordern von ihnen sich uns gegenüber so zu verhalten, auf der anderen Seite fahren wir seit 50 Jahren massiven Protektionismus. denk mal drüber nach Oo

und btw, das ist eine diskussion über das globale Geldsystem, weisst du was "global" bedeutet?


superstar84
Beigetreten: 24.04.2006
Legacy Member

Original von shibo
zurück zum Geldsystem..
meiner Meinung nach lässt sich der Sachverhalt viel einfacher erklären (berichtigt mich falls was falsch ist)
Dazu muss man sich Wurzel des System anschaun und die liegt dort wo das Geld entsteht. Jedem sollte bekannt sein, dass alles existierende Geld von der Zentralbank, "gemacht" wird, das entsteht zu einem sehr geringen Teil in Form von dem uns bekannten Geldschein/münze und zu einem wesentlich größeren Teil aus großen Zahlen die nur noch in einen Computer getippt werden...
Problem ist, dass die Zentralbanken für jeden vergebenen Kredit Zinsen verlangen (wie hoch die sind ist eigl. irrelevant). Um es einfach auszudrücken, man gibt zB einer Bank 100 €, verlangt aber 101€ zurück. Dadurch enstehen Schulden, die an den Gläubiger zu entrichten sind (!!!!) von 1€. Also Geld das er sich durch profitables Handeln irgendwo aus dem Geldsystem beschaffen muss. Durch dieses "profitable" Handeln, werden die Schulden aber nur an eine andere Partei weitergegeben und das geschieht über ettliche Stationen, die viele Namen und Facetten haben (das ist die "Fassade" die niemand versteht, aber zum Verständnis des Basis-Problems überhaupt nicht notwendig ist).

Um es zu vereinfachen denken wir uns einfach die 100€ seien der erste Kredit der in einem nagelneuen Geldsystem vergeben wird. So muss der Schuldner also Geld zurückzahlen, das es nicht gibt. Und nun wird es interessant, da alles Geld so entstanden ist und jedesmal Schulden bei dessen Kreierung enstehen, die in Form von Geld überhaupt nicht rückzahlbar sind, müssen andere "Werte" herhalten.
Dabei handelt es sich meist um die Dinge die einen echten Wert für uns Menschen besitzen (Anteile and Unternehmen..also unserer Versorgung,Güter, Grund und Boden bla bla).
Longterm kommen viele der Schulden bei den Staaten an, weil sie ständig für Insolvente Unternehmen einstehen, Subventionieren usw.
Um gegen die drastische Verschuldung anzukämpfen ist auch der Staat gezwungen möglichst profitabel zu handeln und gibt nach und nach Staats- also Volkseigentum ab. Und zwar nicht in Form von Geld, sondern in Form von zB Infrastruktur, Ressourcen pipapo. Es gibt unmengen an Beispielen der letzten 20 Jahre wo überall in Europa Zug- und Strassenbahnnetze (bei uns DB), Energieversorgung, Wasserversorgung, Telekommunikationsnetze (Telekom..), oder einfach nur Verwaltungseinrichtungen an Privatunternehmen Abgetreten wurden. Und Grund ist dabei nicht der Verwaltungsaufwand o.ä. das dem Staat auf den Sack geht, sondern der Zwang irgendwie an Geld zu kommen um "gegen die Verschulden" zu bestehen. (Das ist bei weitem "schlimmer" als die Zahl auf der Schuldenuhr). Der Staat gibt also Schritt für Schritt kompetenzen ab und verliert massiv an Souveränität. So ähnlich sieht es letztendlich auch in Unternehmerkreisen aus, den kleinen und mittleren Unternehmen wird es immer schwerer fallen zu bestehen und die großen werden mächtiger.
Und wer noch daran glaubt das Kapitalismus zu unendlichem Wachstum führt, der irrt gewaltig. Man muss sich nur anschauen wie das Wachstum Jahr für Jahr berechnet wird, nämlich immer aus der Basis des Jahres davor....klingt simpel, führt aber zu einem endlichen Wachstum... Ich bin auch kein Kommunist, aber Marx u Engels waren näher an einem Funktioniernden System als Smith. Eine unsichtbare leitende Hand gibt es nicht, hätten wir uns letztes Jahr auf sie verlassen, dann sehe unser Alltag heute anders aus.

Bei dem Thema Volksüberwachung bin ich eher der Meinung es wird eine Agglomeration von Unternehmen geben, die uns überwachen, Kriege führen etc. Am Vorreiter USA zeichnet sich auch unser Trend ab, man bedenke nur wie viele Private Sicherheitsunternehmen im Inland agieren und wieviele Söldner in Afghanistan u Irak Unterwegs sind (zB Blackwater).

Bitte nicht schon wieder. Gibt schon X Threads dazu.

Nur mal nen kleiner Hinweis: wann ist es für einen Unternehmer/Konsumenten sinnvoll einen Kredit aufzunehmen? Wann genau tut er es? Denk mal drüber nach.


Original von shibo
denen geht es nur schlecht, weil wir wollen das es uns besser geht.
und DOCH den würde es viel besser gehen, wenn wir uns ihnen gegenüber liberal verhalten würden...

xplain pls


-.-

es findet in großen Teilen kein freier/fairer Handel mit Exportgütern aus 3. Weltländern statt.. jetzt kapiert?
um nur ein Bsp zu nennen


Original von shibo
-.-

es findet in großen Teilen kein freier/fairer Handel mit Exportgütern aus 3. Weltländern statt.. jetzt kapiert?
um nur ein Bsp zu nennen

was jetzt: fairer oder freier handel??


Gamma85
Beigetreten: 18.02.2007
Elite Grinder

Original von luckskaiworker
Wer ist der globale Gläubiger

Quote aus diesem Thread

Original von DrStrothmann

Original von Pokerboydd
Vorab: ich habe kein großes verständniss vom Weltfinanzmarkt, und suche heir einen kundigen der es mir erklären kann. Ich bitte darum, spekulationen zu unterlassen, danke.

Ständig ließt man davon, das alle verschuldet sind. Angeblich jeder Staat, wo's nur darum geht wer wieviel Punkte vom BIP in der Kreide steht, ei defizit hat scheinbar jeder.

Die Banken haben das Geld auch nicht, und müssen gerettet werden.

Und wie's scheint, haben's die Firmen auch nicht.

Lapidar gefragt: wo steckts den nun? Wirklich bei einzelnen (Reichen, kleinen Banken), die massiv Staatsanleihen etc... halten?

Oder ist das 'Problem' bloß: das 'Schulden', warum auch immer (Erklärung wäre nice) einfach nicht ausniveliert werden? (Wenn ich meinem Kumpel 100€ schulde, und er sich dann von mir 100€ leiht, sagt mein gesunder Menschenverstand wir seien quit, Finanzmarkttechnisch hätten wir aber wohl beide 100€ Schulden)

Kann's jemand erklären?

Guten Morgen,

ich versuche das mal mit einfachen Worten zu erklären. Erst einmal musst du dir Vorstellen das Geld in verschiedene Geldmengen eingeteilt ist.
Um den gesamten Hintergrund ein wenig zu verstehen, gebe ich dir einmal die verschiedenen Begriffe auf. Das soll keine Lehrstunde, sondern rein informativ sein. Hoffe ich kann mich kurz halten ;-)

Da haben wir im ersten Schritt die Geldmenge M0. Die beinhaltet im Prinzip nur das Zentralbankgeld, auch Basisgeld oder Geldbasis genannt. Das beinhaltet in erster Linie zwei dinge: alle Banknoten und die Guthaben der Banken bei der Zentralbank. Wer es noch nicht wusste, die Bankleitzahl ist nichts anderes als eine Art Kontonummer der Geschäftsbank bei der Zentralbank.

Wie fließt jetzt das Geld von A nach B?
Wenn du mir 5€ für diese Ausarbeitung hier überweist, wird kein Bankangestellter deiner Bank mit einem Koffer zu meiner Bank fahren. Also wird das Geld über die Zentralbank abgewickelt. Deine Bank hat -5€ und meine +5€. Am Ende des Tages muss jede Geschäftsbank auf dem Konto der Zentralbank mindestens 0,0 Schulden haben. Ansonsten muss sich die Bank das Geld leihen. Das ist dann der sogenannte Interbankenhandel (oder auch Geldmarkt). Genau der ist übrigens zur Krise zusammengebrochen, weil Bank A der Bank B nicht traute. Das Geld kann sich die Bank also von einer anderen Bank oder von der Zentralbank leihen (kostet mehr als bei einer Geschäftsbank).

Damit ist schon mal ein Teil von Krediten der Banken erklärt. Wenn also wie bei der Krise keine Bank der anderen Geld leiht, weil alle Angst haben, dass das Geld nicht zurück kommt, muss eine Bank unter umständen dicht machen oder eben Regierungsgeld als Sicherheit bekommen. Im Prinzip ist das wie bei dir zu Hause. Hast du keinen Job, bekommst du keinen Kredit, es sei denn, du hast einen Bürgen. Mehr hat die Bundesregierung im ersten Schritt nicht gemacht.

Jetzt wird es ein wenig komplizierter. Banken benötigen wie wir auch Sicherheiten, um überhaupt Geld leihen oder verleihen zu können.
Im Moment sind es 2% im Euroraum. Diese 2% sind die Mindestreserve, die auf dem Zentralbankkonto gehalten werden muss. Dieses Guthaben ist richtiges Geld, also Bargeld in Form von Geldscheinen oder eben wie oben beschrieben Basisgeld.

Zahlst du mir die 5€ und meine Bank möchte dieses Geld auf die Zentralbank bringen, wird das Geld tatsächlich zu einer Zweigstelle per Geldtransport gebracht.
Jetzt aufpassen! Die Bank kann Dank der Reserve von 5€ Kredite in Höhe von 250€ geben! Hoch was ist das für ein Trick – versuche du das Mal – mit 5€ ganze 250€ Kredit zu bekommen ;-) Genau hier fängt ein Problem an. Diesen Vorgang nennt man Geldschöpfung.

Der aufmerksame Leser wird ein kleines Problem erkannt haben: Die Bank bucht ja auf mein Konto auch eine Gutschrift von 5€ und das obwohl das Geld ja zur Zentralbank gebracht wurde???!!! Ja genau, wir haben es hier mit einer anderen Form von Geld zu tun: Sichteinlagen – also Giralgeld, auch Bank- und Buchgeld genannt. Wenn alle Kunden ihr Geld vom Girokonto oder vom Tagesgeldkonto abholen würden, wäre gar nicht genug Geld da. Die Menge der Sichteinlagen ist wesentlich höher als das Basisgeld. Ohne Geld zu drucken wird also Geld erzeugt. Verwirrend? Ok..

Wenn du Guthaben bei der Bank hast, hast du kein Bargeld auf der Bank, sondern einen Anspruch auf Auszahlung von Bargeld (kurz AaAvBAR). Diesen Anspruch kannst du jederzeit umwandeln in echtes Geld (Bankautomat).

So was hat das jetzt mit Krediten und Schulden zu tun?

Sagen wir mal du möchtest ein Haus kaufen. Wert 500.000 T€, ruhige Lage, Platz für 7 Kinder. Dann passiert bei deiner Bank folgendes:

Die Bank eröffnet ein Kreditkonto auf deinen Namen und bucht dort -500.000T€ ein. Auf deinem Girokonto wird ein Betrag von +500.000€ gebucht. Innerhalb der Bank ist das kein Basisgeld, sondern „nur“ ein AaAvBar. Da du das Geld dann an den Hausverkäufer weiter überweist, ist gar kein richtiges Geld in Form von Bargeld geflossen. Sprich die Bank musste nicht die Menge an Bargeld besitzen, sonder nur ganze 2% davon. Die Bank also durch eine kleine Verlängerung ihrer Bilanz aus dem nichts Giralgeld erschaffen.

Jetzt passiert folgendes: Immer weniger Kunden können Kredite zurück zahlen, weil es der Wirtschaft vielleicht schlecht geht, Länder weniger Standortvorteile haben (z.B. zu hohe Lohnkosten) und damit Unternehmen abwandern oder oder oder. Die Ursachen sind gar nicht alle zu benennen – ist hier ja auch nicht Thema.

Also geraten immer mehr Banken in Schwierigkeiten. Komischer Weise sind die Sicherheiten die bei Kreditvergabe hinterlegt werden auf einmal nicht mehr viel wert. In America zum Beispiel war es vor der Immobilienblase möglich, Mit nur einem Verdiener ein Haus zu kaufen und dabei 120% oder gar 150% des Wertes an Kredit zu bekommen, um dann noch ein Auto und einen Pool zu kaufen. Zahlen diese Hausbesitzer dann nicht, verliert die Bank Geld, da sie ja durch den Verkauf nicht die komplette Summe rein bekommt. Passiert bei 100000enden, wird es eng ;-)

So entsteht dann ein richtiges Geldproblem, weil dann die Menschen auch noch eines machen: Geld horten.
Jetzt habe ich die Art und Weise der Bankkredite kurz erklärt. Das Thema kann ich rein theoretisch noch über ein ganzes Buch ausführen, würde aber für 99% der Leser uninteressant sein.

Darum komme ich mal zu Teil Staaten… Staaten haben leider das Problem, das schon chronisch mehr Geld ausgegeben wird, als rein kommt. Das liegt an zwei relativ Einfachen Dingen, die hier zusammen spielen: Menschen / Einwohner also und Regierungen, die die Millionen Wünsche der Einwohner erfüllen möchten (sonst verlieren die eben die nächste Wahl). Sicher recht einfach dargestellt – aber das ist im Prinzip die ganze Wahrheit. Bitter, da wir dann ja selbst Schuld sind, an der ganzen Misere.

Gucken wir uns mal den Bundeshaushalt an: Ausgaben für Krankversorgung, Arbeitslosenhilfe, Bundeswehr, Schulbildung, Rente und aus meiner Sicht den schlimmsten Ausgaben: Subventionen wie Kohlepfennig, Solarförderung, Brachlandprämie, Kilometergeld aber auch Beamte, Angestellte im öffentlichen Dienst.

Immer weniger Menschen tragen zum sogenannten Bruttoinlandsprodukt bei. Die Regierungen (ob nun diese oder die davor oder die danach) versucht uns immer weis zu machen, dass alles in die richtige Richtung läuft. Tut es aber nicht – die Schuldenuhr tickt immer schneller.
Wir geben also immer mehr aus, als wir einnehmen. Wir, weil der Staat ja wir sind! Und wenn wir selbst betroffen sind (z.B. bei mir Thema Kinderbetreuung), zeigen wir mit dem Finger auf andere und sagen „Aber die müssen zuerst sparen oder sich bewegen“.

Der Staat braucht also Geld. Das leiht er sich via Bundesanleihen, Obligationen oder Schatzbriefen. Käufer sind Anleger wie du und ich. Das ist das Geheimnis. Aber wie kommt es dann zur Krise? Oder besser, wie verschärft sich diese?
Da sind paar „kleine“ Punkte zu betrachten: Staaten machen also immer mehr Schulden. Auch wenn es vielleicht jeder schon mal gehört hat, aber hat mal einer darüber nachgedacht, dass immer nur von Neuverschuldung die Rede ist? Nie von Rückzahlung, Tilgung? Die Regierung Tilgt nicht, sie zahlt nur Zinsen. Ach Gott, dann zahlen wir ja immer mehr Zinsen. Genau hier fängt ein Problem an. Je mehr Kredite ein Staat hat, desto mehr Zinsen muss er zahlen, um Geld zu bekommen. Warum? Nun weil Menschen wie ich nicht bereit sind, einem Pleitestaat für 1% Geld zu geben. Das höhere Risiko (nämlich das der Staat nicht zahlt) ist zu hoch, also möchte ich 7-8% haben oder mehr (Argentinien lässt grüßen). Staaten können pleite gehen, sie machen einfach eine Währungsreform.

Jetzt passieren zwei Dinge: Die Zinsbelastung ist schon hoch, durch steigende Zinsen bei höheren Schulden muss noch mehr gezahlt werden. Da die Einahmen nicht oder häufig nur leicht steigen (Deutschland hat ein Wachstum von gut 1% - was nicht heißt das auch 1% mehr Steuern fließen), aber die Zinsen bei Staaten in Schwierigkeiten „explodieren“ ist der Staat zuzusagen Bankrott. Da das nicht immer geht (siehe Griechenland) stützen verbundene Staaten mit Krediten und Bürgschaften. So damit verschiebt man das Problem von Staat A ein Stück weit zu Staat B. Der Staat B wird dann irgendwann auch Probleme bekommen.

Genau hier sind Regierungen aber vor allem die Bevölkerung gefragt: Sparen heißt Abstriche machen. Keine Subventionen, weniger Ausgaben für Bereiche wie Armee, Staatsdiener und vor allem: keine neuen Schulden. Das bedeutet aber: wir alle müssen Abstriche machen.
Steigen die Zinsbelastungen eines Staates über 20% vom BIP ist der Staat zu einer fast 100%igen Sicherheit nicht mehr in der Lage, den Bankrott abzuwenden.

Kleiner Exkurs über Spekulanten: Spekulanten nutzen Misstände aus, dadurch werden sie mit brachialer Gewalt sichtbar. Griechenland war schon fast tot, als Spekulanten anfingen das auszunutzen. Die Schuld liegt an den Griechen, nicht an den Leuten, die das ausgenutzt haben. Ob das ethisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt.

Puh – liest das einer alles??

Beste Grüße


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Staatsquote war gerade das richtige Stichwort - die Richtung weiter denken und ihr kommt dahinter... :-)


27os
Beigetreten: 24.11.2007
Elite Grinder

kredit kommt von credere für glauben. kredite haben unterschiedliche laufzeiten und staaten müssen nie ihre gesamten schulden gleichzeitig zurückzahlen. allerdings müssen ständig kredite verlängert bzw. umgeschuldet werden, und hierfür müssen neue gläubiger gefunden werden, die einen zins verlangen, den der staat noch zu zahlen in der lage ist. es geht also um die bonität von staaten bei der mittelbeschaffung.

es gibt allerdings noch andere wege der beschaffung neuer mittel: eroberung bzw. kontrolle von rohstoffreichen ländern/gebieten z.b.


superstar84
Beigetreten: 24.04.2006
Legacy Member

Original von 27os
kredit kommt von credere für glauben. kredite haben unterschiedliche laufzeiten und staaten müssen nie ihre gesamten schulden gleichzeitig zurückzahlen. allerdings müssen ständig kredite verlängert bzw. umgeschuldet werden, und hierfür müssen neue gläubiger gefunden werden, die einen zins verlangen, den der staat noch zu zahlen in der lage ist. es geht also um die bonität von staaten bei der mittelbeschaffung.

es gibt allerdings noch andere wege der beschaffung neuer mittel: eroberung bzw. kontrolle von rohstoffreichen ländern/gebieten z.b.

Dem widerspricht allerdings die These von Shibo (und Knuddelhundi glaub ich auch, aber weiss es nicht mehr genau. Falls dem nicht so sein sollte wird er mich eh korrigieren), dass ja immer mehr staatliche Betriebe, äh entschuldigung, ich wollte sagen "Volkseigentum", privatisiert werden. Somit würden auch die Gewinne aus der Förderung der eroberten Rohstoffe privatisiert.


ich glaub du hast es nicht ganz verstanden, es widerspricht nicht meiner these.. im gegenteil Oo
aber geschlussfolgert hast du korrekt


breathingslow
Beigetreten: 21.02.2006
PokerStrategist

kreativität mit verbrechen gleichzusetzen, na ja
es ist ein naturgesetzt das sich der clevere vom nicht so cleveren ernährt.
und um sich nicht eingestehen zu müssen, zu den nicht so cleveren zu gehören nennt man es halt, betrug, verbrechen, ungerechtigkeit usw....

und wer das mit dem geldsystem nochnicht begriffen hat, wird es am ende auch wieder als betrug abtun ;)


pokerjan
Beigetreten: 15.12.2007
Oldschool Grinder

nochmal nachdenken, was geimeint ist...


Powaaah
Beigetreten: 20.01.2007
Oldschool Grinder

Original von shibo
denen geht es nur schlecht, weil wir wollen das es uns besser geht.
und DOCH den würde es viel besser gehen, wenn wir uns ihnen gegenüber liberal verhalten würden... tun wir aber nicht , im gegenteil wir fordern von ihnen sich uns gegenüber so zu verhalten, auf der anderen Seite fahren wir seit 50 Jahren massiven Protektionismus. denk mal drüber nach Oo

und btw, das ist eine diskussion über das globale Geldsystem, weisst du was "global" bedeutet?

lol die armen afrikaner Schnapp dir 1000 euro ( dürfte reichen ) zieh nach afrika und gründe dort ein unternehmen, dann machst du geld und schaffst arbeitsplätze und verhilfst den armen menschen zu wohlstand indem du ein riesen unternehmen aufbaust und für ein ganzes land arbeitsplätze und so weiter schaffst. Ach was für den ganzen kontinent. Dann bist du der reichste mensch der welt und afrika ist von wohlstand und politischer stabilität gesegnet. Da wir auch alle der umwelt verbunde sind. Sind es natürlich auch nachhaltige rohstoffe die du verwendest alles fein ökologisch aber auch ökonomisch. Find deine idee gut, kannst ja mal in 10 jahren berichten wie es gelaufen ist. Wobei ich werds wohl in der forbes liste mitverfolgen können.

zurück zum thema:
Was ich jetzt allerdings immernoch nicht verstanden habe ist wo denn nun das geld ist. Also wer das virutelle geld denn nun besitzt. Als kaufmann habe ich gelernt, das es bilanzen gibt. Und in rechnungswesen wurde immer auf die finger geklopft, wenn die bilanzsumme nicht ausgeglichen war. d.h. jeder schuldner müsste einen gläubiger haben, der anspruch auf dessen schulden hat. Wie kann es dann sein, das alle schulden haben? Denn ohne denjenigen der die schuld einfordert kann es keine schuld geben. Somit kann es nicht mehr schulden geben als forderungen existieren. Das wäre sonst doch schenken.

Ich glaube nicht das es irgendwann irgendeinen weltuntergang geben wird. Da es für jedes problem eine lösung gibt.


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Du hast das Thema Geldschöpfung noch nicht ganz verstanden. Die Bank gibt dir eine Kredit sagen wir mal über 100k. Dann bucht die Bank 100k auf dein Konto und -100k auf dein Kreditkonto bei der Bank. Bilanztechnisch alles im Loot. Genauso bei dir. Also kein Thema. Aber: die Bank braucht für diesen Kredit rein theoretisch nur 2% Reserve - also "reelles" Geld haben. Das ist der feine kleine Unterschied ;-)

Hierzu (ich zitiere mich ungern selbst, aber hier passt es halt) habe ich schon mal ne Menge geschrieben:

Original von DrStrothmann

Original von Pokerboydd
Vorab: ich habe kein großes verständniss vom Weltfinanzmarkt, und suche heir einen kundigen der es mir erklären kann. Ich bitte darum, spekulationen zu unterlassen, danke.

Ständig ließt man davon, das alle verschuldet sind. Angeblich jeder Staat, wo's nur darum geht wer wieviel Punkte vom BIP in der Kreide steht, ei defizit hat scheinbar jeder.

Die Banken haben das Geld auch nicht, und müssen gerettet werden.

Und wie's scheint, haben's die Firmen auch nicht.

Lapidar gefragt: wo steckts den nun? Wirklich bei einzelnen (Reichen, kleinen Banken), die massiv Staatsanleihen etc... halten?

Oder ist das 'Problem' bloß: das 'Schulden', warum auch immer (Erklärung wäre nice) einfach nicht ausniveliert werden? (Wenn ich meinem Kumpel 100€ schulde, und er sich dann von mir 100€ leiht, sagt mein gesunder Menschenverstand wir seien quit, Finanzmarkttechnisch hätten wir aber wohl beide 100€ Schulden)

Kann's jemand erklären?

Guten Morgen,

ich versuche das mal mit einfachen Worten zu erklären. Erst einmal musst du dir Vorstellen das Geld in verschiedene Geldmengen eingeteilt ist.
Um den gesamten Hintergrund ein wenig zu verstehen, gebe ich dir einmal die verschiedenen Begriffe auf. Das soll keine Lehrstunde, sondern rein informativ sein. Hoffe ich kann mich kurz halten ;-)

Da haben wir im ersten Schritt die Geldmenge M0. Die beinhaltet im Prinzip nur das Zentralbankgeld, auch Basisgeld oder Geldbasis genannt. Das beinhaltet in erster Linie zwei dinge: alle Banknoten und die Guthaben der Banken bei der Zentralbank. Wer es noch nicht wusste, die Bankleitzahl ist nichts anderes als eine Art Kontonummer der Geschäftsbank bei der Zentralbank.

Wie fließt jetzt das Geld von A nach B?
Wenn du mir 5€ für diese Ausarbeitung hier überweist, wird kein Bankangestellter deiner Bank mit einem Koffer zu meiner Bank fahren. Also wird das Geld über die Zentralbank abgewickelt. Deine Bank hat -5€ und meine +5€. Am Ende des Tages muss jede Geschäftsbank auf dem Konto der Zentralbank mindestens 0,0 Schulden haben. Ansonsten muss sich die Bank das Geld leihen. Das ist dann der sogenannte Interbankenhandel (oder auch Geldmarkt). Genau der ist übrigens zur Krise zusammengebrochen, weil Bank A der Bank B nicht traute. Das Geld kann sich die Bank also von einer anderen Bank oder von der Zentralbank leihen (kostet mehr als bei einer Geschäftsbank).

Damit ist schon mal ein Teil von Krediten der Banken erklärt. Wenn also wie bei der Krise keine Bank der anderen Geld leiht, weil alle Angst haben, dass das Geld nicht zurück kommt, muss eine Bank unter umständen dicht machen oder eben Regierungsgeld als Sicherheit bekommen. Im Prinzip ist das wie bei dir zu Hause. Hast du keinen Job, bekommst du keinen Kredit, es sei denn, du hast einen Bürgen. Mehr hat die Bundesregierung im ersten Schritt nicht gemacht.

Jetzt wird es ein wenig komplizierter. Banken benötigen wie wir auch Sicherheiten, um überhaupt Geld leihen oder verleihen zu können.
Im Moment sind es 2% im Euroraum. Diese 2% sind die Mindestreserve, die auf dem Zentralbankkonto gehalten werden muss. Dieses Guthaben ist richtiges Geld, also Bargeld in Form von Geldscheinen oder eben wie oben beschrieben Basisgeld.

Zahlst du mir die 5€ und meine Bank möchte dieses Geld auf die Zentralbank bringen, wird das Geld tatsächlich zu einer Zweigstelle per Geldtransport gebracht.
Jetzt aufpassen! Die Bank kann Dank der Reserve von 5€ Kredite in Höhe von 250€ geben! Hoch was ist das für ein Trick – versuche du das Mal – mit 5€ ganze 250€ Kredit zu bekommen ;-) Genau hier fängt ein Problem an. Diesen Vorgang nennt man Geldschöpfung.

Der aufmerksame Leser wird ein kleines Problem erkannt haben: Die Bank bucht ja auf mein Konto auch eine Gutschrift von 5€ und das obwohl das Geld ja zur Zentralbank gebracht wurde???!!! Ja genau, wir haben es hier mit einer anderen Form von Geld zu tun: Sichteinlagen – also Giralgeld, auch Bank- und Buchgeld genannt. Wenn alle Kunden ihr Geld vom Girokonto oder vom Tagesgeldkonto abholen würden, wäre gar nicht genug Geld da. Die Menge der Sichteinlagen ist wesentlich höher als das Basisgeld. Ohne Geld zu drucken wird also Geld erzeugt. Verwirrend? Ok..

Wenn du Guthaben bei der Bank hast, hast du kein Bargeld auf der Bank, sondern einen Anspruch auf Auszahlung von Bargeld (kurz AaAvBAR). Diesen Anspruch kannst du jederzeit umwandeln in echtes Geld (Bankautomat).

So was hat das jetzt mit Krediten und Schulden zu tun?

Sagen wir mal du möchtest ein Haus kaufen. Wert 500.000 T€, ruhige Lage, Platz für 7 Kinder. Dann passiert bei deiner Bank folgendes:

Die Bank eröffnet ein Kreditkonto auf deinen Namen und bucht dort -500.000T€ ein. Auf deinem Girokonto wird ein Betrag von +500.000€ gebucht. Innerhalb der Bank ist das kein Basisgeld, sondern „nur“ ein AaAvBar. Da du das Geld dann an den Hausverkäufer weiter überweist, ist gar kein richtiges Geld in Form von Bargeld geflossen. Sprich die Bank musste nicht die Menge an Bargeld besitzen, sonder nur ganze 2% davon. Die Bank also durch eine kleine Verlängerung ihrer Bilanz aus dem nichts Giralgeld erschaffen.

Jetzt passiert folgendes: Immer weniger Kunden können Kredite zurück zahlen, weil es der Wirtschaft vielleicht schlecht geht, Länder weniger Standortvorteile haben (z.B. zu hohe Lohnkosten) und damit Unternehmen abwandern oder oder oder. Die Ursachen sind gar nicht alle zu benennen – ist hier ja auch nicht Thema.

Also geraten immer mehr Banken in Schwierigkeiten. Komischer Weise sind die Sicherheiten die bei Kreditvergabe hinterlegt werden auf einmal nicht mehr viel wert. In America zum Beispiel war es vor der Immobilienblase möglich, Mit nur einem Verdiener ein Haus zu kaufen und dabei 120% oder gar 150% des Wertes an Kredit zu bekommen, um dann noch ein Auto und einen Pool zu kaufen. Zahlen diese Hausbesitzer dann nicht, verliert die Bank Geld, da sie ja durch den Verkauf nicht die komplette Summe rein bekommt. Passiert bei 100000enden, wird es eng ;-)

So entsteht dann ein richtiges Geldproblem, weil dann die Menschen auch noch eines machen: Geld horten.
Jetzt habe ich die Art und Weise der Bankkredite kurz erklärt. Das Thema kann ich rein theoretisch noch über ein ganzes Buch ausführen, würde aber für 99% der Leser uninteressant sein.

Darum komme ich mal zu Teil Staaten… Staaten haben leider das Problem, das schon chronisch mehr Geld ausgegeben wird, als rein kommt. Das liegt an zwei relativ Einfachen Dingen, die hier zusammen spielen: Menschen / Einwohner also und Regierungen, die die Millionen Wünsche der Einwohner erfüllen möchten (sonst verlieren die eben die nächste Wahl). Sicher recht einfach dargestellt – aber das ist im Prinzip die ganze Wahrheit. Bitter, da wir dann ja selbst Schuld sind, an der ganzen Misere.

Gucken wir uns mal den Bundeshaushalt an: Ausgaben für Krankversorgung, Arbeitslosenhilfe, Bundeswehr, Schulbildung, Rente und aus meiner Sicht den schlimmsten Ausgaben: Subventionen wie Kohlepfennig, Solarförderung, Brachlandprämie, Kilometergeld aber auch Beamte, Angestellte im öffentlichen Dienst.

Immer weniger Menschen tragen zum sogenannten Bruttoinlandsprodukt bei. Die Regierungen (ob nun diese oder die davor oder die danach) versucht uns immer weis zu machen, dass alles in die richtige Richtung läuft. Tut es aber nicht – die Schuldenuhr tickt immer schneller.
Wir geben also immer mehr aus, als wir einnehmen. Wir, weil der Staat ja wir sind! Und wenn wir selbst betroffen sind (z.B. bei mir Thema Kinderbetreuung), zeigen wir mit dem Finger auf andere und sagen „Aber die müssen zuerst sparen oder sich bewegen“.

Der Staat braucht also Geld. Das leiht er sich via Bundesanleihen, Obligationen oder Schatzbriefen. Käufer sind Anleger wie du und ich. Das ist das Geheimnis. Aber wie kommt es dann zur Krise? Oder besser, wie verschärft sich diese?
Da sind paar „kleine“ Punkte zu betrachten: Staaten machen also immer mehr Schulden. Auch wenn es vielleicht jeder schon mal gehört hat, aber hat mal einer darüber nachgedacht, dass immer nur von Neuverschuldung die Rede ist? Nie von Rückzahlung, Tilgung? Die Regierung Tilgt nicht, sie zahlt nur Zinsen. Ach Gott, dann zahlen wir ja immer mehr Zinsen. Genau hier fängt ein Problem an. Je mehr Kredite ein Staat hat, desto mehr Zinsen muss er zahlen, um Geld zu bekommen. Warum? Nun weil Menschen wie ich nicht bereit sind, einem Pleitestaat für 1% Geld zu geben. Das höhere Risiko (nämlich das der Staat nicht zahlt) ist zu hoch, also möchte ich 7-8% haben oder mehr (Argentinien lässt grüßen). Staaten können pleite gehen, sie machen einfach eine Währungsreform.

Jetzt passieren zwei Dinge: Die Zinsbelastung ist schon hoch, durch steigende Zinsen bei höheren Schulden muss noch mehr gezahlt werden. Da die Einahmen nicht oder häufig nur leicht steigen (Deutschland hat ein Wachstum von gut 1% - was nicht heißt das auch 1% mehr Steuern fließen), aber die Zinsen bei Staaten in Schwierigkeiten „explodieren“ ist der Staat zuzusagen Bankrott. Da das nicht immer geht (siehe Griechenland) stützen verbundene Staaten mit Krediten und Bürgschaften. So damit verschiebt man das Problem von Staat A ein Stück weit zu Staat B. Der Staat B wird dann irgendwann auch Probleme bekommen.

Genau hier sind Regierungen aber vor allem die Bevölkerung gefragt: Sparen heißt Abstriche machen. Keine Subventionen, weniger Ausgaben für Bereiche wie Armee, Staatsdiener und vor allem: keine neuen Schulden. Das bedeutet aber: wir alle müssen Abstriche machen.
Steigen die Zinsbelastungen eines Staates über 20% vom BIP ist der Staat zu einer fast 100%igen Sicherheit nicht mehr in der Lage, den Bankrott abzuwenden.

Kleiner Exkurs über Spekulanten: Spekulanten nutzen Misstände aus, dadurch werden sie mit brachialer Gewalt sichtbar. Griechenland war schon fast tot, als Spekulanten anfingen das auszunutzen. Die Schuld liegt an den Griechen, nicht an den Leuten, die das ausgenutzt haben. Ob das ethisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt.

Puh – liest das einer alles??

Beste Grüße


Powaaah
Beigetreten: 20.01.2007
Oldschool Grinder

Original von DrStrothmann
Du hast das Thema Geldschöpfung noch nicht ganz verstanden. Die Bank gibt dir eine Kredit sagen wir mal über 100k. Dann bucht die Bank 100k auf dein Konto und -100k auf dein Kreditkonto bei der Bank. Bilanztechnisch alles im Loot. Genauso bei dir. Also kein Thema. Aber: die Bank braucht für diesen Kredit rein theoretisch nur 2% Reserve - also "reelles" Geld haben. Das ist der feine kleine Unterschied ;-)

Hierzu (ich zitiere mich ungern selbst, aber hier passt es halt) habe ich schon mal ne Menge geschrieben:

Original von DrStrothmann

Original von Pokerboydd
xxx

Ja soweit richtig. Die bank ist also mein gläubiger und hat forderungen in höhe von XY von mir. Das sie selber davon geld verleihen kann ist ja völlig klar. Auch dieses wäre wieder gedeckt, da sie ja kein geld verleihen kann ohne das es jemand verleihten haben möchte. D.h. ein anderer würde dann der bank das geld schulden. Somit hätte aber immernoch jede schuld einen gläubiger und es gäbe nicht mehr schulden als forderungen. D.h. wenn sie 2% behalten muss kann sie 98.000 wieder verleihen. Sie fordert aber die 98.000 auch wieder ein.


DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Ok - noch mal einfach:

Bank A gibt einen Kredit von 100 T€

Buchung:
Forderungen an Kunde
Kunde an Kredit

Saldo Bilanz = 100 T€ / 100 T€

Das hat nichts damit zu tun, wo und wie die 100 T€ zustande kommen. Da es sich um ein AaAvBAR, benötigt die Bank lediglich 2000€ Reserven. Mehr nicht.... Für diese 2000€ kann die Bank dir 100T€ geben. Die Bank verleiht nicht von deinem 100T€ Geld, sondern durch die 2000€ Reserve ist sie in der Lage dazu. Das ist ein kleiner Unterschied. Wenn jetzt die 100k bei deiner Bank ankommen, kann die Bank rein theoretisch das Geld zur Zentralbank überweisen und könnte ein Volumen von 5 Mio verleihen. Da du das Geld aber sicher irgendwo anders hinüberweist (also Rechnungen für Hauskauf oder so bezahlst) gleich die Bank damit häufig nur Ein- und Ausgänge bei der Zentralbank aus.

Das hat nichts mit der Bilanz zu tun, sondern mit der Einlage bei der Zentralbank / EK Deckung der Bank.


Powaaah
Beigetreten: 20.01.2007
Oldschool Grinder

Wir reden scheinbar aneinander vorbei.

Es geht mir nur darum das jeder schuld eine forderung gegenüber stehen muss. Das ergibt sich aus dem verständnis einer bilanz.
Das hier geld geschaffen wird das interessiert mich in dem moment gar nicht.

Das es heißt wenn man eine bilanz aufstellen würde am ende mehr schulden gibt als es geldvermögen gibt. Dann ist das doch gar nicht möglich. Geldvermögen verschwindet ja nicht. Geld kann zwar erschaffen werden aber nicht verschwinden. Demzufolge müsste es sogar immer mehr geldvermögen geben als schulden.

Achso und wer das ganze geld hat weiß ich jetzt immernoch nicht. Wenn man mal alleine die 30.000 mrd staatsverschuldung sieht von eu + usa. Die forderungen sind von privaten personen bzw. gesellschaften. Sind quasi die privatpersonen und banken diejenigen die die schulden besitzen? Und wenn banken die schulden besitzen. Wie können die dann gefahr laufen pleite zu gehen? Selbst wenn manche leute ihre raten nicht zahlen können und die "manche" zu vielen wird so müssten doch gigantische forderungen in der hinterhand sein. Es müssten doch täglich aufs neue anleihen auslaufen die man in solchen zeiten dann quasi zum "überleben" benutzt


@DR strothmann
gut das, das nicht alle durchschauen sonst hätten wir morgen den ausnahmezustand. das volk ist dumm und nur darum kann man es so verarschen !


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