Original von FacelessVoid
Also wenn du Hebel von 50 hast und 20% deiner Bankroll für einen Trade einsetzt, dann ist es das Gleiche, als wenn du Hebel von 100 hast und 10% deiner BR einsetzt. Denn die Anzahl an Units, die du davon kaufen kannst, ist ja die Selbe. D.h. bei jeder Kursbewegung verlierst/gewinnst du gleichviel Geld, egal ob du (z.B.) 0,1 Lot mit nem Hebel von 10, 20, 50 oder 100 gekauft hast.
Wenn du also konstant nen Hebel von 100 hast, und du willst in einem Trade mal weniger riskieren, dann könntest du einfach nur 5% statt 10% deiner BR einsetzen.
Ich bin der Meinung, dass man am Anfang als Selbstschutz den Hebel eher bei 20 bis 40 haben sollte. Dann ist die Gefahr geringer, dass man große Teile seiner Bankroll verliert.
Muss ja nur mal sein, dass du (warum auch immer) die Idee hast, mal die komplette Bankroll zu setzen, dann läuft es gegen dich und du bekommst sofort Panik und verkaufst nach 10 Pips wieder.
Danach fühlst du dich schlecht, kannst dich aber freuen, dass es nur Hebel 40 statt 200 war.
Hi Faceless,
deine Ausagen sind so nicht ganz richtig. Der Hebel eines Kontos hat nichts mit dem zu tun was du bei dem Trade riskieren bzw. einsetzen willst. Er bestimmt lediglich die Größe deiner Bankroll die du für den Trade mindestens zur Verfügung haben musst. Was du pro Trade riskierst bzw. einsetzt bestimmt nur dein Stop Loss.
Bsp. 1 : BR 100$; Hebel 1:500; Pair EUR/USD; Pos.-Größe 0,4 Lot; SL 5 Pips
Margin 1 : 100000 / 500 x 0,4 x 1,2500 (beispielhafter EUR/USD-Kurs) = 100$
Bsp. 2 : BR 100$; Hebel 1:25; Pair EUR/USD; Pos.-Größe 0,02 Lot; SL 5 Pips
Margin 2 : 100000 / 25 x 0,02 x 1,2500 (beispielhafter EUR/USD-Kurs) = 100$
In Beispiel 1 kannst du also max. 0,4 (1 Pip = 4$) Lot und in Beispiel 2 max. 0,02 (1Pip = 0,20$) Lot traden. Du hast mit beiden Trades deine volle Kontogröße als Margin hinterlegt. Dein Broker wird kein Problem damit haben die Positionen so zu eröffnen. Selbst wenn die Positionen jetzt ins Minus laufen bleiben die Trades offen, bei Beispiel 1 max. 25 Pips und in Beispiel 2 max. 500 Pips. Dein Broker wird die Positionen erst kurz bevor dein Minus deine Margin ausgeschöpft hat schließen = MARGIN CALL.
Da jedoch ein SL von 5 Pips gesetzt ist, schließt der Trade in Bsp1 mit einem Verlust von 20$ und in Bsp2 mit einem Verlust von 1$. Du riskierst also in Bsp1 20% und in Bsp2 1% deiner BR.
Wenn du in Bsp1 die Positionsgröße auf 0,02 reduzieren würdest müsstest du 100000 / 500 x 0,02 x 1,2500 = 5$ Margin hinterlegen und hättest noch 95$ um weitere Positionen zu eröffnen.
Meiner Meinung nach sollte gerade im Micro-Konto Bereich der Hebel so groß wie möglich gewählt werden, damit man nicht schon bei extrem kleinen Positionsgrößen den Großteil seiner BR in die Margin investieren muss.