Original von DiJohn
Optionsscheine sind NICHT einfach kaufen und an der Entwicklung partizipieren. Der Preis für einen Optionsschein enthält wesentlich mehr als nur das Underlying (in dem Fall der Goldpreis). So ist zum Beispiel auch die Volatilität mit im Preis enthalten und zwar um so volatiler um so teurer die Option. Und gerade jetzt zahlst du viel für Volatilität. Es ist durchaus möglich, dass ein Putoption bei sinkendem Preis trotzdem nicht steigt, weil ein anderer Faktor den Preis Gegenteilig beeinflusst.
Was genau willst du abbilden - also welchen Zeitraum, welche Dimension von Preisverfall, 1:1 oder gehobelt? Das alles muss die klar sein bevor du selber mit Derivaten arbeitest (und eigentlich auch bevor hier jemand was genaues empfiehlt).
Das mag durchaus sein, allerdings wird eine Standardverteilung der Volatilität unterstellt. Wenn die Goldblase erstmal platzt, wird sich die Rendite nicht normalverteilen sondern es wird abwärts gehen und zwar rasant.
Weiterhin gibt es zwei Komponenten für den Preis einer Option, der innere Wert und der Zeitwert.
Den inneren Wert kriegst du am Ende der Laufzeit zu 100% zurück.
Wenn du also denkst, das die Goldblase platzt und es entsprechend runtergeht, ist so eine Option auch bei einer hohen Volatilität nix falsches (vor allem bei deep-out-of-the money puts wo es gemäß normalverteilung höchst unwahrscheinlich ist, die grenze zu knacken). Im Gegenteil, wenn die Blase erstmal platzt, wird die Volatilität sicher noch steigen weil es dann rasant runtergeht.
Wenn man schon in Optionsscheine investiert, würde ich auch zu einem recht hohen Hebel (>5:1) raten, damit sich das risiko (das durchaus vorhanden ist!) auch lohnt.