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Geldschöpfung

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knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007
Elite Grinder

Ihr redet total an einander vorbei und merkt es nicht mal.

@jotha

Es geht hier nicht um darum zu zeigen wie eine Bank als Intermediär arbeitet. Linus zweifelt an dass die Bank überhaupt ein Intermediär ist weil nach seiner Meinung die Bank nicht auf Kundeneinlagen angewiesen ist.

Die ganzen Finanzinnovationen die du beschreibst sind in der wirren Welt von Linus gar nicht nötig da eine Bank, seiner Meinung nach, selber unbegrenzt Geld schöpfen kann oder Geld von der ZB bekommt.


Antwort
Zitat
PsyMaster
Beigetreten: 28.02.2006
Elite Grinder

die banken schöpfen das geld selbst, lediglich eine deckung von 2% wird dafür abverlangt. der rest ist aus luft - per buchung - generiert und erlischt nach rückzahlung.

offensichtlich ist, dass der zins nicht mitgeschöpft wird - wie auch - er wird lediglich zur bank umverteilt - wenn man das so nennen möchte. logische konsequenz ist das, was wir seit jahrhunderten immer und immer wieder beobachten. zinseszins saugt alles geld - und damit meine ich eigentlich eher alle konkreten realgüter - an sich, wie ein schwarzes loch.

bis die sklaven die last nicht mehr tragen können und das system zusammenbrechen muss - was regelmäßig der fall ist.

die immer größer werdenden leistungslosen bezüge an diese kategorie arbeitsloser ist ein verbrechen und moralisch höchst verwerflich.

auswüchse der hochfinanz haben längst die schaltstellen der macht in ganz europa / und den usa erst recht inne... allein die ganzen goldman sachs leute überall - wie geschwüre..

im prinzip sagen sie ja auch alles offen - auch was sie vor haben.

ein wesentlicher teil wird unbemerkt und undiskutiert - weitestgehend - über die letzten jahrzehnte installiert: die eu-dikatur...

es werden offen brutalste brüche des grundgesetzes begangen und unser letztes fünkchen souveränität an die eu verscherbelt.

nebst dem pikanten detail, dass längst auf uns geschossen werden darf (bei sog. "aufruhren" und "aufständen") und im kriegsfall (wir haben de facto diesen noch, da kein friedensvertrag) darf die todesstrafe vollstreckt werden.

zudem wird uneingeschränkt auf unseren haushalt zugegriffen - binnen 7-8 tagen muss bedingungslos erfüllt werden, was finanziell gefordert wird, wir können zu uneingeschränkter aufrüstung verpflichtet werden, auf unser militär kann jederzeit zugegriffen werden etc. - lissabon vertrag...

alternative geldsysteme sind möglich und umsetzbar - aus guten gründen wird das aber verhindert...

selbstverständlich können auch kredite gewährt werden, die zinslos sind - vom staat durch geldschöpfung.. mom. kennedy hat 1963 zu diesem zwecke - geldschöpfung durch den staat, statt durch verbrecher (äh banken) - den staatsdollar drucken lassen... dummerweise wurde er von einem "geisteskranken" per "magischer" kugel erschossen.. wer s glaubt ^^ ...

fakt ist - würde sich deutschland von diesem verbrecherischen joch befreien, würden sie uns auf die ein oder andere weise platt machen... unser weg führt unweigerlich in die finanzdiktatur... a.h. hat angeblich vor seinem tod eine herrschaft der hochfinanz vorher gesagt.

meiner meinung nach hat uns diese elite seit jahrhunderten beherrscht - wahrscheinlich seit jahrtausenden.. hat uns ausgebeutet und ermordet .. mrd.fach....

finanz und politik kann man da n icht getrennt betrachten.

es gibt übrigens sehr wohl mechanismen des fließgeldes, die trotz zinslosigkeit einen fluss gewährleisten ...

derartiges als utopie zu bezeichnen ist schlichte propaganda - ebenso, wie klar denkende standardmäßig als links- rechts-radikal diffamiert werden...

wichtig ist nur, dass endlich mal eine nicht unerhebliche gruppe aufwacht.

im moment sehe ich eher schwarz, wenn ich mir so die menschen anschaue, die KEINEN schimmer haben, was uns bevor steht - nicht wirtschaftlich und schon gar nicht politisch.

mit welchem monster wir es offensichtlich zu tun haben, rafft die bevölkerung schlicht nicht.

wo offen ausgesagt wird, dass wir nicht ewig das recht auf demokratie (also freiheit des volkes) hätten (schäuble und auch merkel).

wo seit jahrzehnten übelste verfassungsbrüche (brüche gegen das grundgesetz) OFEN begangen werden und keiner davon überhaupt etwas zur kenntnis nimmt...

das gibt schon sehr zu denken...

dazu die option, demonstrationen gewaltsam niederzuschlagen - bis hin zu tödlicher gewalt .. erschreckend, dass das kein schwein weiß und schlimmer: es juckt nichtmal jemanden.. "uns geht es ja noch gut" und "ich bin ohnehin für todesstrafe, weil .. " ... schockierend.

es scheint wahr: der deutsche ist und war immer der obrigkeit hörig, wie kein anderer mensch. freiheit ist mit lästiger eigenverantwortung verbunden und diktatur und sklaverei sind "wenigstens" klare strukturen..

na dann: herzlich willkommen in der von den deutschen offenbar ersehnten - jüngst viel zitierte und offen geforderte - new world order...

.. dann fangt mal an, euch gedanken zu machen, wie diese wahnsinnigen denn nun die bevölkerung dieser erde auf 500 mio. dezimieren möchten..

gewiss haben die zudem eine rechnung mit den deutschen offen.. zumindest wird der in der geschichte nicht so gut gezeichnet und die georia guidestones haben ihre 10 gebote auch nicht auf deutsch verfasst...

hauptsache jeder tickert 24h in seinen computer und oder handy, glotzt jeden erdenklichen schwachsinn in der glotze und konsumiert, bis es soweit ist und er sich nicht mehr wehren kann.. alles, was er "weiß" ist, "er hat von nichts gewusst".


Antwort
Zitat
knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007
Elite Grinder

die banken schöpfen das geld selbst, lediglich eine deckung von 2% wird dafür abverlangt. der rest ist aus luft - per buchung - generiert und erlischt nach rückzahlung.

Noch mehr schwachsinnige Verschwörungstheorien.. :rolleyes:

Wenn die Deutsche Bank nur 2% (bzw. jetzt 1%) Deckung für die Geldschöpfung braucht warum zahlen sie dann 17 Mrd. € Zinsaufwendungen von ihren 34 Mrd. € Zinserträgen?

Vllt. solltest du Finanzexperte mal in Frankfurt vorbei schauen und den ahnungslosen Bänkern erklären dass sie einen Haufen Geld sparen können .. ;)

Es ist wirklich erschreckend wie sich hier manche Mythen halten obwohl sie sich doch sehr einfach widerlegen lassen.


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von knuddelhundi
Ihr redet total an einander vorbei und merkt es nicht mal.

@jotha

Es geht hier nicht um darum zu zeigen wie eine Bank als Intermediär arbeitet. Linus zweifelt an dass die Bank überhaupt ein Intermediär ist weil nach seiner Meinung die Bank nicht auf Kundeneinlagen angewiesen ist.

Die ganzen Finanzinnovationen die du beschreibst sind in der wirren Welt von Linus gar nicht nötig da eine Bank, seiner Meinung nach, selber unbegrenzt Geld schöpfen kann oder Geld von der ZB bekommt.

Linus hat im letzten Post geschrieben, dass die Grenze z. B. das Eigenkapital der Bank ist.
Er hat mMn nirgends geschrieben, dass die Bank unbegrenzt Geld schöpfen kann.
Er vertritt mMn die Meinung, dass für die Geldschöpfung nicht mehrere Banken notwendig sind, sondern dass der Prozess in einer Bank alleine stattfinden kann.

Wenn die Bank von Kunde K eine Bareinlage von 100 EUR erhält, dann zahlt sie 1 EUR Mindestreserve an die Zentralbank. Die 99 EUR stellt sie einem Kunden L als Kredit zur Verfügung. Dieser kauft sich beim Unternehmen U Ware und überweist zur Bezahlung 99 EUR aus seinem Kredit auf das Konto von U bei der Bank. Jetzt hat die Bank 199 EUR Einlagen (100 von K und 99 von U), erhöht die MR auf 1,99 EUR und vergibt 98,01 EUR Kredit an Kunde M. Dieser bezahlt damit Ware bei Unternehmen V auf das Konto bei der Bank...

Ergo: Es genügt eine Bank. Es ist nicht ein Bankensystem zur multiplen Geldschöpfung erforderlich.
Wenn die freie Liquiditätsreserve immer bei ein und derselben Bank bleibt, kann diese auch den vollständgien multiplen Geldschöpfungsprozess alleine durchführen.

Das ist ein möglicher Verlauf, wenn 100 EUR Bargeld eingezahlt werden.

Jetzt kommt der weitere Faktor dazu:
Die Transaktionen spielen sich z. B. im Rahmen einer Immobilie ab. Der Kredit von L ist durch eine Grundschuld gesichert. Diese reicht die Bank bei der Zentralbank als Sicherheit ein. Je nach Bonität und Qualität der Sicherheit erhält sie dafür weiteres / neues Zentralbankgeld. Die Sicherung eines Kredites für ein Unternehmen, das im Geldschöfpungsprozess beteiligt ist, ist z. B. eine verbriefte Forderung als nicht marktfähige Sicherheit eines durch die Zentralbank geprüften Geschäftspartners. Das wird also wieder als Sicherheit von der Zentralbank akzeptiert und dafür je nach Bonität und Qualität der Sicherheit beliehen...


Antwort
Zitat
knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007
Elite Grinder

Ergo: Es genügt eine Bank. Es ist nicht ein Bankensystem zur multiplen Geldschöpfung erforderlich.Wenn die freie Liquiditätsreserve immer bei ein und derselben Bank bleibt, kann diese auch den vollständgien multiplen Geldschöpfungsprozess alleine durchführen.

Das habe ich auch nicht angezweifelt und war auch nicht Diskussionspunkt.

Er vertritt mMn die Meinung, dass für die Geldschöpfung nicht mehrere Banken notwendig sind, sondern dass der Prozess in einer Bank alleine stattfinden kann.

Nein, das glaube ich nicht. Aber das wird er dir sicher bald erklären.

Für ihn ist Geldschöpfung ein Vorgang bei dem Banken Geld aus dem Nichts schaffen können ohne dass sie dafür die entsprechenden Einlagen brauchen.

Also ein ganz anderes Modell als du es in deinem Beispiel beschrieben hast.

Jetzt kommt der weitere Faktor dazu:Die Transaktionen spielen sich z. B. im Rahmen einer Immobilie ab. Der Kredit von L ist durch eine Grundschuld gesichert. Diese reicht die Bank bei der Zentralbank als Sicherheit ein. Je nach Bonität und Qualität der Sicherheit erhält sie dafür weiteres / neues Zentralbankgeld. Die Sicherung eines Kredites für ein Unternehmen, das im Geldschöfpungsprozess beteiligt ist, ist z. B. eine verbriefte Forderung als nicht marktfähige Sicherheit eines durch die Zentralbank geprüften Geschäftspartners. Das wird also wieder als Sicherheit von der Zentralbank akzeptiert und dafür je nach Bonität und Qualität der Sicherheit beliehen...

Und?


Antwort
Zitat
LinusCaldwell
Beigetreten: 26.09.2007
Oldschool Grinder

Wenn die Bank von Kunde K eine Bareinlage von 100 EUR erhält, dann zahlt sie 1 EUR Mindestreserve an die Zentralbank. Die 99 EUR stellt sie einem Kunden L als Kredit zur Verfügung. Dieser kauft sich beim Unternehmen U Ware und überweist zur Bezahlung 99 EUR aus seinem Kredit auf das Konto von U bei der Bank. Jetzt hat die Bank 199 EUR Einlagen (100 von K und 99 von U), erhöht die MR auf 1,99 EUR und vergibt 98,01 EUR Kredit an Kunde M. Dieser bezahlt damit Ware bei Unternehmen V auf das Konto bei der Bank...

ob die 100€ bareinlage nun in der bank liegen oder auf dem zentralbankkonto bei der EZB ist total egal, sie zählen so oder so zur mindestreserve. deswegen kann die bank auch mit 100€ bareinlagen mehr als 99€ kredite schaffen. sie kann bis zu 9900€ buchgeld schöpfen und die 100€ als mindestreserve bei der EZB einzahlen.

in der realität sieht es so aus, dass die Mindestreserve schon lange keine restriktion mehr für die kreditschöpfung ist, weswegen knuddels argumente ("mit meiner theorie wäre eine zu expansive geldschöpfung möglich") auch nicht ziehen. in der realität ist wie gesagt das eigenkapital die grenze der kreditschöpfung und die mindestreserve ist nur noch zur kontrolle des geldmarktsatzes da.

noch eine anmerkung zum zinsargument. ganz davon abgesehen, dass ich dabei bleibe, was ich bisher zu diesem thema gesagt habe, füge ich noch folgenden punkt dazu:
ich behaupte, dass im falle des geldschöpfungsmultiplikators nicht mehr einlagen (also zentralbankgeld) benötigt wird, als bei meiner theorie. grund hierfür ist, dass die clearingzahlungen zwischen den banken nur sehr selten und dann auch noch genettet getätigt werden. eine folge daraus ist, dass auch beim geldschöpfungsmultiplikator kein zentralbankgeld aus der bank abfließt, sondern dort bleibt und für weitere kredite verwendet werden kann.
hier das ganze im detail: aus 100€ bareinlagen werden bei bank A 99€ kredite geschöpft. der kreditnehmer kauft sich von den 99€ ein hemd und der verkäufer zahlt die 99€ bei seiner bank ein (bank B). müssten jetzt die 99€ direkt gecleart werden (d.h. in zentralbankgeld von bank A zu bank B transferiert werden), hätte bank A tatsächlich nur noch 1€ zentralbankgeld und wäre wieder auf neue einlagen angewiesen. so läuft es aber nicht (!). in der realität bucht bank B eine forderung gegen bank A und die 100€ zentralbankgeld bleiben bei bank A. 1€ dieser 100€ ist als mindestreserve gebunden, der rest (99€) steht für die weitere kreditvergabe zur verfügung. die bank hat also erstmal keinen anreiz neue einlagen anzolocken, bzw. der anreiz ist genauso groß, wie bei meiner theorie.
--> das zinsargument zieht hier überhauptnicht und knuddel argumentiert gegen seine eigene theorie


Antwort
Zitat
knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007
Elite Grinder

in der realität bucht bank B eine forderung gegen bank A und die 100€ zentralbankgeld bleiben bei bank A. 1€ dieser 100€ ist als mindestreserve gebunden, der rest (99€) steht für die weitere kreditvergabe zur verfügung.

Und für die Forderung zahlt Bank A genauso Zinsen an Bank B. Bank B hat quasi eine Einlage bei Bank A.

-> Modell der multiplen Geldschöpfung ist wieder mal bestätigt.

--> das zinsargument zieht hier überhauptnicht und knuddel argumentiert gegen
seine eigene theorie

Du hast mir immer noch nicht erklärt wofür die Deutsche Bank 17 Mrd. Zinsen zahlt. Wirst du auch nie machen können weil du weiter in deiner Fantasiewelt leben willst.


Antwort
Zitat
LinusCaldwell
Beigetreten: 26.09.2007
Oldschool Grinder

Original von knuddelhundi

in der realität bucht bank B eine forderung gegen bank A und die 100€ zentralbankgeld bleiben bei bank A. 1€ dieser 100€ ist als mindestreserve gebunden, der rest (99€) steht für die weitere kreditvergabe zur verfügung.

Und für die Forderung zahlt Bank A genauso Zinsen an Bank B. Bank B hat quasi eine Einlage bei Bank A.

-> Modell der multiplen Geldschöpfung ist wieder mal bestätigt.

--> das zinsargument zieht hier überhauptnicht und knuddel argumentiert gegen
seine eigene theorie

Du hast mir immer noch nicht erklärt wofür die Deutsche Bank 17 Mrd. Zinsen zahlt. Wirst du auch nie machen können weil du weiter in deiner Fantasiewelt leben willst.

Wieso bestätigt das das Modell der multiplen Geldschöpfung??
Bank B zahlt ja für ihre Verbindlichkeiten genauso Zinsen an Bank A. Die Zahlungen gleichen sich ungefähr aus, deswegen wird ja auch nur so selten zwischen Banken gecleart.

Erkläre mir du doch warum die Deutsche Bank deiner Meinung nach so viel Zinsen zahlt, wenn sie doch das Zentralbankgeld wie oben beschrieben behält und davon weiter Kredite schöpfen kann!?


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Djax hat mal einen Link gepostet, in dem eine Begründung für die Zahlung von Zinsen steht:

Anrechte auf Geld hingegen werden deswegen auch mit einem Habenzins versehen (Sollzins für die Geschäftsbank), weil die Geld schuldige Geschäftsbank im Fall der Geltendmachung des Anrechts, Geld zur Erfüllung ihrer Schulden haben muss, welches sie sich zu Refinanzierungskos-ten bei der Zentralnotenbank beschaffen muss. Der Wettbewerb unter den Geschäftsbanken führt nun dazu, dass die Unterhaltung von Sichtguthaben verzinst wird, nämlich um die Abwanderung von Kunden zu Konkurrenten zu verhindern.

http://www.dasgelbeforum.de.org/sammlung/Enghofer-Knospe.pdf
Seite 32

Ich nenne es mal Liquidität zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit.
Das Buchgeld der Geldschöpfung ist halt (noch) kein Zentralbankgeld.
Die Bank erhält damit einen Bodensatz an dann längerfristigem Geld.

Theoretisch kann die Bank viel mehr Geld schöpfen, als sie es durch Reglementierungen praktisch kann.

@knuddelhundi
Warum zahlt denn die Deutsche Bank die 17 Mrd. Zinsen? Erläutere das bitte. Danke.


Antwort
Zitat
knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007
Elite Grinder

Bank B zahlt ja für ihre Verbindlichkeiten genauso Zinsen an Bank A. Die Zahlungen gleichen sich ungefähr aus, deswegen wird ja auch nur so selten zwischen Banken gecleart.

Nur wenn Bank A selber Kunden hat die Einlagen bei der Bank unterhalten und diese auch nach Bank B überweisen. Wenn die Bank B nur Kredite vergibt zahlt sie nur Zinsen an andere Banken weil ja kein Geld zurück fließt. Es gibt ja bei der Bank keine Kundeneinlagen wo es hin fließen könnte.

Deshalb braucht eine Bank immer genauso viel Einlagen wie sie Kredite vergibt. Auch wenn sie sich die Einlagen von anderen Banken "leiht".

Erkläre mir du doch warum die Deutsche Bank deiner Meinung nach so viel Zinsen zahlt, wenn sie doch das Zentralbankgeld wie oben beschrieben behält und davon weiter Kredite schöpfen kann!?

@knuddelhundiWarum zahlt denn die Deutsche Bank die 17 Mrd. Zinsen? Erläutere das bitte. Danke.

Weil sie Kundeneinlagen brauchen um Kredite zu vergeben. Einlagen = Kredite + Mindestreserve


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von knuddelhundi

@knuddelhundiWarum zahlt denn die Deutsche Bank die 17 Mrd. Zinsen? Erläutere das bitte. Danke.

Weil sie Kundeneinlagen brauchen um Kredite zu vergeben. Einlagen = Kredite + Mindestreserve

Die Bank braucht keine Einlagen, um Kredit zu vergeben.
Die Bank macht einen Kreditvertrag mit dem Kunden und bucht danach Guthaben zur freien Verfügung auf das Girokonto des Kunden und belastet den Betrag auf dem Kreditkonto des Kunden. Für die reine Geldschöpfung ist keine Einlage erforderlich.
Die Bank braucht Einlagen, um Liquidität für den anschließenden Zahlungsfluss zu haben;
damit also das geschöpfte Geld z. B. durch Überweisung in den Zahlungskreislauf kommen kann (und für die Mindestreserve, aber die kann z. B. auch durch Eigenkapital als Bargeld oder Guthaben bei der Zentralbank erfüllt sein).

Die Bank könnte sich mit Verbriefung der Verbindlichkeit auch direkt Zentralbankgeld holen.
Ich denke das ist für dich auch nicht die klassische Kundeneinlage.


Antwort
Zitat
knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007
Elite Grinder

Die Bank braucht keine Einlagen, um Kredit zu vergeben.

Die Bank braucht Einlagen, um Liquidität für den anschließenden Zahlungsfluss zu haben;

:rolleyes:

Du kaufst sicher auch öfter mal bei Amazon ein und hast dann Probleme mit dem anschließenden Zahlungsfluss weil auf deinem Konto 0€ sind oder? ;)

Ich frage mich warum du die Geldschöpfung vom Zahlungsfluss trennst. Beides gehört doch untrennbar zusammen. Demzufolge ist eine Bank bei der Geldschöpfung auch immer auf Einlagen angewiesen.


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von knuddelhundi
Du kaufst sicher auch öfter mal bei Amazon ein und hast dann Probleme mit dem anschließenden Zahlungsfluss weil auf deinem Konto 0€ sind oder? ;)

Ich frage mich warum du die Geldschöpfung vom Zahlungsfluss trennst. Beides gehört doch untrennbar zusammen. Demzufolge ist eine Bank bei der Geldschöpfung auch immer auf Einlagen angewiesen.

Das ist mMn ein schlechtes Beispiel, da Du von der Geldschöpfung von der Bankseite auch die Kundenseite gehst.

Wenn ich 0€ auf meinem Konto habe und etwas bei Amazon bezahlen will habe ich z. B. folgende Möglichkeiten:

Ich nehme einen Privatkredit bei der Bank auf, erhalte somit Geld auf meinem Konto und zahle.
Ich habe durch meine Bonität einen Dispokredit und komme von Stand 0€ auf meinem Girokonto ins Minus.

Die Bank braucht keine weitere Einlage, wenn das Guthaben durch den geschöpften Kredit von mir als Kreditnehmer zur Zahlung bei Amazon auf das Konto von Amazon bei dieser gleichen Bank erfolgt. (Wurde bereits mit der Geldschöpfung durch eine einzige Bank dargestellt.)

Geldschöpfung und Zahlungsfluß gehören also nicht direkt und gleichzeitig und in voller Höhe zusammen.

Da sind also wieder die Themen (kurzfristige) Liquidität, Fristentransformation und Refinanzierung.

EDIT:
Auch im Kreditwesengesetz sind die Bankgeschäfte Einlagen und Kredit separat geführt. Für Kreditvergabe wird eine höheres Eigenkapital gefordert. Man könnte also eine reine "Einlagenbank" führen.
Wenn der Händler aber dann im Interbankenmarkt bei einem Marktemaker-Kollegen anruft, wird er immer einen schlechteren Zins erhalten, weil die ja genau wissen, dass da immer nur Angebot kommt. Wenn das Risko der Abnahme dabei wäre, wäre der Preis mehr im Mittel.
Außerdem ist im Normalfall die Marge höher, wenn ich mit Einlagen von eigenen Kunden Kredit an eigene Kunden und umgekehrt gebe, als andere Banken zu involvieren.


Antwort
Zitat
Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Man man, ich hab es doch schon x mal geschrieben.
Die Bank reicht nie eingelegtes Geld als Kredit weiter. Sie räumt Kredit ein und nimmt Kredit auf.

Den daraus entstehenden Verpflichtungen muss sie teilweise mittels Zahlung von ZB-Geld nachkommen, teilweise wird das nicht nötig sein, weil ihre Verbindlichkeiten nur per Passivtausch hin und her geschoben werden (z.B. Kreditnehmer zahlt an Autohersteller, der bei gleicher Bank ein Konto führt)

Eine Bank zeichnet sich dadurch aus das sie Zugang zu ZB hat.
Nochmal den vor x Seiten genannten Vorgang. Ein Staat nimmt Kredit bei einer GB auf und hinterlegt als Sicherheit die Staatsanleihe. Die GB kann diese Staatsanleihe bei der ZB gegen ZB-Geld hinterlegen und hat in quasi in dieser Höhe nun ZB-Geld zur Verfügung. Wo sind dort Einlagen nötig? Wo kommen den Einlagen her? Geh die Kausalkette mal zurück...

Was ist daran so schwer?


Antwort
Zitat
LinusCaldwell
Beigetreten: 26.09.2007
Oldschool Grinder

also mir ist die diskussion mittlerweile zu anstrengend. habe heute wieder aus einer soliden quelle (markus henn von weed) gehört, dass eine bank keine einlagen braucht um geld zu schöpfen.

werde demnächst mit dem treasurer einer bank sprechen (u.a. für einhaltung der mindestreserve und eigenkapitalquote zuständig). dann kann ich aus meinen 99% sicherheit hinsichtlich des geldschöpfungsprozesses 100% sicherheit machen. werde berichten, was der gute herr gesagt hat. dann können wir diskussion hoffentlich beenden.


Antwort
Zitat
knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007
Elite Grinder

Und was sagt der Treasurer? :rolleyes:


Antwort
Zitat
LinusCaldwell
Beigetreten: 26.09.2007
Oldschool Grinder

hi, sorry für das lange schweigen. das treffen hat leider nicht geklappt und wurde daher erstmal verschoben. habe lediglich mit einem anderen mitarbeiter der bank gesprochen, der hatte aber nicht das super detailwissen.
er meinte nur, dass die mindestreserve kein beschränkender faktor für die kreditvergabe ist, aber das ist denke ich klar.

werde versuchen nochmal mit dem treasurer in kontakt zu treten und dann hier berichten. ich vergesse euch nicht.


Antwort
Zitat
LinusCaldwell
Beigetreten: 26.09.2007
Oldschool Grinder

Eine Anmerkung noch zur sache: ich habe mittlerweile verschiedene Geldpolitik/Geldtheorie Bücher durchgesehen. Es gibt nur sehr wenige, die den Geldschöpfungsprozess so beschreiben, wie knuddel ihn hier darstellt.

Ich habe mir jetzt so 7-8 Bücher angesehen (Bofinger, Borchert, Anderegg etc.). Maximal zwei stellen den Geldschöpfungsmultiplikator ohne weiteren Kommentar so dar, wie ihn Knuddel beschreibt (es wird immer nur die Überschussreserve verliehen). Der größte Teil zeigt entweder, dass viel mehr Geld verliehen werden kann, als die Überschussreserve (also z.B. werden aus 100€ Reserve direkt 1000€ Kredit bei 10% Mindestreserve); dies wird per Buchung gezeigt und lässt somit keinen Interpretationsspielraum.
Borchert z.B. stellt beide Varianten dar und kritisiert die Variante, wo nur die Überschussreserve verliehen wird. Er sagt hierzu, dass Banker das gerne behaupten, sie verleihen nur die Überschussreserve, aber in Wirklichkeit läuft es eben so, dass direkt mehr Geld verliehen wird, als Überschussreserve vorhanden ist.

Im Großen und Ganzen lässt sich also sagen, dass nichtmal die ökonomische Literatur die hier von Knuddel vertretene Darstellung des Geldschöpfungsmultiplikators stützt. Bei Bedarf kann ich noch die Amazon Links zu den von mir durchgesehenen Büchern posten.


Antwort
Zitat
knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007
Elite Grinder

Der größte Teil zeigt entweder, dass viel mehr Geld verliehen werden kann, als die Überschussreserve (also z.B. werden aus 100€ Reserve direkt 1000€ Kredit bei 10% Mindestreserve); dies wird per Buchung gezeigt und lässt somit keinen Interpretationsspielraum.

Eine digitale Quelle wäre halt nicht schlecht. So rechne ich eher damit dass du die Quellen missverstanden hast.


Antwort
Zitat
LinusCaldwell
Beigetreten: 26.09.2007
Oldschool Grinder

Original von knuddelhundi

Der größte Teil zeigt entweder, dass viel mehr Geld verliehen werden kann, als die Überschussreserve (also z.B. werden aus 100€ Reserve direkt 1000€ Kredit bei 10% Mindestreserve); dies wird per Buchung gezeigt und lässt somit keinen Interpretationsspielraum.

Eine digitale Quelle wäre halt nicht schlecht. So rechne ich eher damit dass du die Quellen missverstanden hast.

Naja die ökonomische Fachliteratur ist selten kostenfrei im Internet verfügbar. Die Mühen wirst du dir wohl selbst machen müssen, um an diese Bücher zu kommen.

Gute Darstellungen finden sich bspw. in
Borchert (Amazon) oder Belke/Polleit (Amazon)

Es gibt da auch m.E. wenig Ermessensspielraum, wenn in einer einfachen Bilanz Geldschöpfung gebucht wird und aus 100€ Reserve durch Bilanzverlängerung mehrere 1000€ Kredit gemacht werden. Wüsste nicht, was ich da falsch verstehen soll. V.a. da ich mich ja nun auch schon einige Zeit mit dem Thema auseinandersetze.


Antwort
Zitat
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