@knuddelhundi: du hast in deinem letzten langen Post jetz meiner Meinung nach alles richtig erklaert. Du verstehst nur die Phrase "Geld aus dem Nichts" falsch. Zumindest wenn ich sie benutze, meine ich, dass eine Bank keine angebotsseitigen Einschraenkungen bei der Kreditvergabe hat. Es muss vor der Kreditvergabe nichts da sein, deshalb Geld aus dem Nichts.
Wenn du dir vorherige Posts von mir anschaust wirst du sehen, dass die "Geld aus dem Nichts" these keinesfalls bedeutet, dass Banking easy game ist. Banken brauchen ZB-Geld, wie du richtig feststellst und jotha nochmal konkretisierst, aus Liquiditaetsgruenden.
Bloss weil eine Bank 1 Fantastilliarde aus dem Nichts erschaffen kann, bedeutet dass noch lange nicht dass sie es macht: sie erschafft nur dann kredite wenn sie es fuer profitabel erachtet. Ich habe in diesem Thread immer geschrieben, dass Kreditvergabe nachfrageseitig eingeschraenkt ist, es gibt nur eine gewisse Anzahl an Wirtschaftssubjekten denen Banken Kredite geben wollen, wenn der risikoangepasste Ertrag aus einem Kredit geringer ist als die Kosten dafuer, wobei ein wichtiger Kostenfaktor die Acquisition von ZB Geld ist, dann werden sie den Kredit nicht vergeben.
Solange du allem zustimmst was du in deinem letzten Post geschrieben hast, haben wir doch zu einem Verfechter von Endogenous Money konvertiert.
@jotha
Das Diskontfenster bei der ZB ist immer offen, und die ZB muss den Bedarf nach Reserven ueber dieses Fenster akkommodieren, will sie nicht die Kontrolle ueber den Zinssatz verlieren und das zentralbankintermediierte Zahlungssystem in Gefahr bringen. Somit sind die Offenmarktgeschaefte nicht der einzige Weg, wie eine Zentralbank neues Geld kreiiert.
Zudem waer es interessant zu wissen, ob deine Aussage, dass ZB Geld immer billiger ist als Depositen, von irgendwelchen Quellen unterstuetzt werden kann? Wenn ja, faend ich das verwunderlich, da in diesem Fall es keinen Grund fuer Banken gaebe Zinsen auf Einlagen zu zahlen.
Was ich von meinem Vater weis, der fuer eine Bank im Auditing bereich gearbeitet hat, ist zu wirtschaftlich normalen Zeiten die Depositenacquisition billiger. Zugegeben, die Personalkosten sind nicht zu verachten, aber a.) sind die Zinsen die Banken fuer depositen zahlen muessen weitaus geringer als bei der ZB und b) sind Bankkunden recht treue Kunden, sodass man bei einmaliger Acquisition mit einem staendigen Strom an Einlagen rechnen kann.