Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

Massive Problem mit der PKV

13 Beiträge
6 Benutzer
0 Reactions
2,027 Ansichten
2plus2is4
Beigetreten: 20.05.2008
BlackMember

Hey liebe Community,

folgender Sachverhalt:

Meine Schwiegermutter(48 Jahre) hat sich im Dezember 2010 von einem freien Versicherungsmakler abwerben lassen(war davor 18 Jahre bei der Barmenia privat vollversichert) obwohl sie eigentlich zufrieden war. Der Makler hat jedoch so gute Angebote und Vergleiche vorgelegt das sie doch gewechselt ist.

Nach 1.5 Jahren wurde ihr von ihrer neuen Versicherung gekündigt wegen angeblich arglistiger Täuschung zwecks Gesundheitsfragen( ihr wurden vom Makler Fragen gestellt und er hat dann die Gesundheitsfragen(muss das nicht immer der Kunde machen und nicht der Makler!?) angekreuzt und alles mit "Nein" angekreuzt bis auf die Vorsorgeuntersuchungen).

So hat er natürlich überhaupt erst bessere Angebote vorlegen können, weil anscheinend andere Versicherungen sie mit ihrer Krankheitshistorie nicht unter verbesserten Konditionen nehmen würden.
Nachdem die erste Kündigung eingetroffen ist wurde der Makler wieder kontakiert und "verhalf" mitten im Jahr zunächst zu einer Versicherung bei der Hanse&Merkur(ca. ein halbes Jahr aber dann wurde gekündigt weil eine Zusage von der AXA schon im Juni da war(für das neue Jahr...Hanse&Merkur war nur eine Art vorübergehende Lösung...natürlich auch vom Makler vorgeschlagen))

Der Verdacht liegt eben nahe, dass der Makler nur auf seine Provision aus war und doppelt und dreifach kassiert hat ohne Rücksicht auf den Kunden zu nehmen.

Im Endeffekt steht sie ohne Versicherung da (bzw nur die Basisversicherung wo sie ca. 650€ bezahlt und damit nicht mal an die Leistungen der GKV rankommt, ihr Satz damals war niedriger und hatte viel bessere Konditionen). Wegen dieser arglisten Täuschung(die ja vom Makler ausging und nicht von ihr als Laien) und der Krankheitshistorie nimmt sie quasi keine PKV mehr(außer eben in der Basisversicherung).

Was hat sie nun überhaupt für Möglichkeiten? Kann man den Versicherungsmakler verklagen? Sonst noch irgendwelche Tipps und Ratschläge die Arme ist schon total am verzweifeln. :(


Antwort
Zitat
12 Antworten
2plus2is4 Themenstarter
2plus2is4
Beigetreten: 20.05.2008
BlackMember

bin ich hier überhaupt im richtigen unterforum?


Antwort
Zitat

Original von 2plus2is4
bin ich hier überhaupt im richtigen unterforum?

Hallo 2plus2is4,

"Wirtschaft und Finanzen" könnte ggf. besser passen, dort sind ja auch einige Threads zur privaten KV allgemein.

Soll ich Deinen Thread verschieben?

Viele Grüße,

Gela


Antwort
Zitat
2plus2is4 Themenstarter
2plus2is4
Beigetreten: 20.05.2008
BlackMember

ja gerne oder noch besser zum smalltalk da erreicht man einfach mehr menschen aber auf jeden fall verschieben


Antwort
Zitat

Original von 2plus2is4
aber auf jeden fall verschieben

Done. =)


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von 2plus2is4
Nach 1.5 Jahren wurde ihr von ihrer neuen Versicherung gekündigt wegen angeblich arglistiger Täuschung zwecks Gesundheitsfragen( ihr wurden vom Makler Fragen gestellt und er hat dann die Gesundheitsfragen(muss das nicht immer der Kunde machen und nicht der Makler!?) angekreuzt und alles mit "Nein" angekreuzt bis auf die Vorsorgeuntersuchungen).

Wegen dieser arglisten Täuschung(die ja vom Makler ausging und nicht von ihr als Laien) und der Krankheitshistorie nimmt sie quasi keine PKV mehr(außer eben in der Basisversicherung).

Das ist schon interessant, wie man sich so in die eigene Tasche lügen kann.
Der Antrag wurde von deiner Schwiegermutter unterschrieben und somit die Fragen als richtig beantwortet erklärt.

Vielleicht ist die freiwillige Versicherung bei einer Gesetzlichen Krankenkasse eine Alternative und dazu ggf. Sonderleistungen wie z. B. Zahnersatz usw.usf.

Das andere wird ohne einen langjährigen Rechtsstreit nichts bringen.


Antwort
Zitat
2plus2is4 Themenstarter
2plus2is4
Beigetreten: 20.05.2008
BlackMember

Hat imho recht wenig mit "in die eigene Tasche lügen" zutun wenn sie danach gefragt wird ob sie z.B Probleme mit dem Rücken hat und sie diese bejaht da sie ab und zu Massagen bekommt, der Makler aber sagt, da es sich um nix Größeres handelt kann man die Frage einfach verneinen.
Das dann nach der Entbindung der Schweigepflicht von den Ärzten etwas anderes dabei rauskommt wusste sie nicht und das Ausmaß der Diagnosen war ihr so auch nicht bekannt und bewusst.

Ein Wechsel in die GKV ist leider ohne weiteres auch nicht so einfach möglich X(


Antwort
Zitat

jotha hat schon recht, wenn deine mutter den antrag unterschreibt bestätigt sie, dass sie die fragen korrekt beantwortet hat. zudem gibt es seit einigen jahren ein beratungsprotokoll, das ihr ausgehändigt werden muss (außer sie lehtn dies ab), in dem die komplette beratung niedergeschrieben/beschrieben wird. evtl findet sich ja in dem protokoll etwas (z.b. hat angegeben, dass sie rückenprobleme hat, aber dann wurde nein angekreuzt).

sie kann sich ebenfall an den versicherungs ombudsmann (glaube so wird das geschrieben) wenden- ist so eine art neutrale schlcihtungsstelle für versicherungsnehmer.

allerdings denke ich, dass es für sie schwer werden wird jemals wieder komplett versichert zu sein, wenn ein fall von arglistiger täuschung vorlag (außer sie nimmt einen haufen geld in die hand für tarife).

bis dahin bleibt sie wohl auf dem basistarif dank kontrahierungszwang hängen


Antwort
Zitat
cheetah83
Beigetreten: 27.02.2007
PokerStrategist

für das problem wirst du wohl nur bei einem anwalt hilfe finden.
ohne zeugen des vermittlungsgesprächs und ohne beratungsprotokoll in dem entsprechendes vermerkt ist, wird es aber sehr schwer da irgendwas nachzuweisen.
allein der vorschlag nach 18 jahren das versicherungsunternehmen zu wechseln zeugt meiner meinung nach schon von unseriösität. Evtl. kann man hieraus ne falschberatung herleiten. ich kenn zwar die tarifwelt der barmenia nicht, aber mit den rückstellungen aus 18 jahren hätte es innerhalb der barmenia garantiert eine günstigere lösung gegeben, für die vermutlich nicht mal eine neue risikoprüfung nötig gewesen wäre, nur hätte das dem vermittler keine provision gebracht.


Antwort
Zitat
2plus2is4 Themenstarter
2plus2is4
Beigetreten: 20.05.2008
BlackMember

Ja und genau da liegt ja das Problem. Ich gehe einfach davon aus, dass der Versicherungsmakler hier mächtig Scheiße gebaut hat und er hat ihr nicht mal ein Beratungsprotokoll dagelassen(gehts noch offensichtlicher!?).
Deshalb ist imho die arglistige Täuschung auf ihn zurückzuführen, mit welchen Konsequenzen auch immer. Das mit den Rückenproblemen kann sie doch als Laie garnicht beurteilen wenn der Makler behauptet, dass man an der Stelle nur gravierendere Erkrankungen angeben muss und sowas wie Massagen nicht so wichtig wären. Es sind auch nach der ersten Kündigung sehr komische Sachen passiert die auf weiteres Fehlverhalten des Maklers hindeuten.

Bei dieser Ombudsmannstelle habe ich mich auch schon ein wenig informiert aber ich glaube die vermitteln nur zwischen Versicherung und Versicherungsnehmer wobei hier der Makler mmn das Problem darstellt.

Hat die Klage gegen den Makler Aussicht auf Erfolg? Gibts sonst noch irgendwelche Möglichkeiten? Bin für weitere Tipps und Anregungnen dankbar


Antwort
Zitat
digga1984
Beigetreten: 20.07.2007
Oldschool Grinder

eventuell die Verbraucherzentrale in deiner Stadt/Nähe mal kontaktieren und einen Termin ausmachen


Antwort
Zitat
2plus2is4 Themenstarter
2plus2is4
Beigetreten: 20.05.2008
BlackMember

Ja das ist auch eine Möglichkeit. Der Makler reagiert übrigens mittlerweile weder auf eMail noch geht er ans Telefon :rage:


Antwort
Zitat
2plus2is4 Themenstarter
2plus2is4
Beigetreten: 20.05.2008
BlackMember

Kennt jemand zufällig einen guten Versicherungsrechtsanwalt in Bayern oder Süddeutschland allgemein?


Antwort
Zitat
Teilen: