Ich denke viele haben gerade in den Jahren Ausbildung, Studium und direkt im Anschluß erster Job zwei gravierende Dinge zu entscheiden:
1. Möchte ich vom ersten Gehaltssprung nach Ausbildung / Studium etwas sparen und meinen "alten" Lebensstandard halten oder nicht?
2. Welche Bedürfnisse sind sofort wichtig (Thema Status) und welche kann ich langfristig schieben?
Die zwei Fragen sind eigentlich die wesentlichen Punkte bei Menschen mit dieser besonderen Lebenssituation. Daraus ergibt sich: Sparer oder Schuldner. Letztere sind leider die große Mehrheit.
Alle anderen, "älteren" Menschen haben andere Herausforderungen: Familie, Lebensstandard, Umfeld (Status) und eben die Sicherheit des Arbeitsplatzes.
Hier sind andere Dinge zu entscheiden, ob ich sparen kann und wie viel. Genau diese Gruppe hat es in der Regel schwerer, da die Anfangssituation bereits entschieden ist und in der Regel eben bei Schuldner gelandet ist. Sprich genau heir wird es für jeden schwer, der bereits seinen Status-Schulden-Jetzt-Leben-Weg eingeschlagen hat.
FU zu erreichen ist für viele eine Illusion, eine fixe Idee oder gar Spinnerei.
Aber: ich glaube die meisten Menschen die ich kenne und FU sind, arbeiten. Warum? Nun weil sie frei sind und tun lassen können was sie wollen. Einige haben kleinere Unternehmen gegründet und arbeiten mit viel mehr Spaß als vorher. Andere machen nur das, was sie wirklich wollen. Keiner schleppt sich zur Arbeit und denkt jeden Morgen "oh mein Gott, schon wieder in die sche Bude mit dem besch Chef / Kollegen".
Alleine der Gedanke an die Freiheit sich nicht mehr täglich einer Art Zwang des Geld verdienens hin zu geben ist für mich der Stein des Anstoßes gewesen.
Ist dieser Entschluß FU zu werden tief in einem verankert, sieht man Dinge mit anderen Augen und es macht einem nichts aus, Investitionen zu schieben, Status Symbole zu überdenken oder auch mit Minigehalt kann man komischer Weise sparen. Ich möchte auch die gewagte These aufstellen ,das Menschen mit geringen Einkommen eher die Kraft haben zu sparen und dies durch zu halten. Zum einen können diese Menschen häufiger als "reiche" mit Geld umgehen: Sie müssen täglich hart rechnen, um zu überleben. Und zweitens sind sie eher in der Lage, ihren Standard zu halten oder ihre Bedürfnisse nach hinten zu stellen.
Thema Sparquote und wie man diese optimieren kann: hier zählen die kleinen Dinge! Nicht die 500€ sofort, jetzt sparen können ist entscheiden. Sparen heist für mich auch nicht, vom Mund ab zu sparen. Viele Dinge wurden hier genannt, wie man kleine Beträge im Jahr einsparen kann. Für Geringverdiener sollte das Ziel sein monatlich vielleicht im ersten Schritt nur 25€ zu sparen, dann versucht man auf 50€ zu kommen. Mit einer Gehaltserhöhung, die irgendwann in der Regel kommt kann man häufig auf 100€ gehen. Staatliche Förderungen nutzen, alle die es gibt. Kleine Zusatzverdienste schaffen, und wenn es nur mal 20€ für Nachbarschaftshilfe sind. Diese beiseite legen. Anfangen seine Ausgaben zu optimieren, kleine Kosten senken: Fernsezeitung? Handyvertrag? Versicherungen?
Ich habe viele Feunde / Bekannte mit denen ich so angefangen habe und heute haben selbst die Geringverdiener unter ihnen Sparraten von 75€ und teilweise sogar 150€: Tendenz steigend. Und keiner hat sich eingeschränkt. Ein Urlaub ist auch drin und keiner hat nach eigener Aussage auf Dinge verzichtet, die richtig weh tun. Viele gehen einfach bewusster mit ihrer Ressource Geld um.
Klar wird man mit 75€ oder 150€ schwer FU. Doch darum geht es doch nicht im ersten Schritt: es geht darum, dass man lernt, wie man Geld verdient. Wie man sich ein Polster anlegt und wie man sein Geld vermehrt. NAtürlich ist der Weg lang! Aber es glaubt doch bitte keiner, dass man in drei, vier, zehn Jahren FU wird? Dann muss man es machen wie Bimbesverwalter: kompletter Verzicht auf viele viele Dinge und zwei Jobs aktiv schaffen.