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Paar geht mit Mitte 30 in Rente

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Justus
Beigetreten: 16.07.2005
Elite Grinder

@Kreatief
Gerade im Sommer tragen die meisten keine dicken Lederstiefel o.ä. sondern dünne, leichte Stoffschuhe/Turnschuhe/Sandalenähnliches usw., und diese lassen sich meist auch regelmässig mal waschen. Also wenn du jemanden mehrere Sommer hintereinander mit den gleichen Schuhen siehst ist das nicht grundsätzlich eklig, ich gehe ja auch davon aus, dass du deine Klamotten regelmässig wäscht.

@xer
FU heisst ja nicht zwangsläufig, nicht mehr zu arbeiten. Aber unabhängig entscheiden zu können, ob/wann/wie lange/was man arbeitet, jederzeit problemlos Jobs/AG wechseln zu können etc. ist ja auch viel Freiheit/Unabhängigkeit, die ein normaler Angestellter oft nicht hat (ALG usw. gibts ja erstmal Sperre wenn du selbst kündigst).
Nicht jeder, der FU erreicht, liegt von dort an nur noch auf der Couch, das werden eher die wenigsten sein, der Mensch braucht ja auch etwas "sinnerfüllendes". Das muss aber wiederum nicht automatisch ein normaler Job sein, einige mögen freiwillig auf der Welt herumreisen und gutes tun und woanders helfen etwas aufzubauen, andere tun hier etwas für die Familie, einige gehen vielleicht in den künstlerischen Bereich ohne den Zwang bei Musik/Kunst/als Author usw. erfolgreich zu sein.
Es gibt auch Menschen, die haben nicht "den" einen Traumjob, den sie ihr Leben lang machen möchten, sondern wollen möglichst viel verschiedenes lernen und erleben, aber das in der heute stark spezialisierten Welt mit finanziellem Erfolg zu tun ist auch nicht leicht, da hilft es FU zu sein.


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Zitat
santazero
Beigetreten: 31.01.2006
PokerStrategist

Damit hast du natürlich auch recht. Abgesehen davon ob ich die FU jemals erreichen werde, finde ich persönlich es angenehmer wirklich das machen zu können worauf ich Lust habe anstatt 5-6 Tage die Woche arbeiten gehen zu müssen.

Ich habe einen job der mir Spaß macht aber wenn ich es mir aussuchen könnte würde ich etwas machen womit sich so halt kein/wenig Geld verdienen lässt. Und wenn ich dann mal Lust habe 2 Jahre nur zu reisen oder mein Kind großzuziehen ist das sehr viel einfacher mit einem passiven einkommen anstatt auf Arbeit angewiesen zu sein.

Das große Haus, die Yacht und das fette auto würde ich mir sicherlich nicht zulegen. So leben wie jetzt, nur mit nem kleinen Haus und dafür Zeit für die Familie ist mein FU Ziel.


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Spielratte
Beigetreten: 23.01.2012
PokerStrategist

Original von xEr
Naja, das gleiche gilt aber auch für die FU. In vielen Teilen der Welt wären die Leute superfroh wenn sie einen Job bekommen könnten wie in Deutschland oder überhaupt mal einen Job und hier wird davon geredet mit 50 nicht mehr arbeiten gehen zu wollen für den Rest des Lebens. Ist so gesehen genauso pervers...

Das ist überhaupt nicht pervers, sondern eine logische Entwicklung. Wer arbeiten muss, um zu überleben, kann sich den Gedanken finanzieller Unabhängigkeit nicht leisten. In einer entwickelten Gesellschaft, die technologisch voranschreitet, werden die meisten Arbeitsplätze verschwinden. Menschen müssen dann nicht mehr arbeiten gehen. Über kurz oder lang (eher lang) werden wir sowieso ein System wie bei Star Trek bekommen, in dem Arbeit nicht mehr Lebensinhalt ist, Geld keinen Wert hat, Menschen einfach nur ihr Leben leben und selbst entscheiden, für was sie ihre Zeit aufopfern.

Bis dahin werden Arbeitsplätze künstlich am Leben gehalten. Vor kurzem habe ich erst im Radio gehört, wie die immer mehr vernetzten Geräte manche Arbeitsplätze überflüssig machen. Sofort haben sich Experten angeschickt, vor dieser Entwicklung zu warnen. Die Arbeitsplätze müssten um jeden Preis verteidigt werden. Wohl als sinnentleerte Beschäftigungstheraphie.

Im aktuellen System, in dem Geld eine hohe Bedeutung hat, ist es nur sinnvoll, sich von der Erwerbsarbeit loszusagen und etwas Sinnstiftendes zu finden. Mit den meisten Hobbys oder Passionen lässt sich wenig bis kein Geld verdienen. Trotzdem halte ich es für unendlich viel sinnvoller, damit seine Zeit zu verbringen, als in irgendeiner Werkshalle am Fließband zu stehen oder bei Netto an der Kasse zu sitzen.


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Zitat
DerExec
Beigetreten: 06.10.2007
PokerStrategist

Original von Justus
@Kreatief
Gerade im Sommer tragen die meisten keine dicken Lederstiefel o.ä. sondern dünne, leichte Stoffschuhe/Turnschuhe/Sandalenähnliches usw., und diese lassen sich meist auch regelmässig mal waschen. Also wenn du jemanden mehrere Sommer hintereinander mit den gleichen Schuhen siehst ist das nicht grundsätzlich eklig, ich gehe ja auch davon aus, dass du deine Klamotten regelmässig wäscht.

Als Student vielleicht schon. Wenn du dann arbeiten gehst, wirst du merken, dass ein 30€-Stoff-Schuh (die Summe wurde afair hier genannt) selten weder geeignet noch haltbar genug ist.
Wie kann man sich bitte an so etwas banalem, wie ein paar Schuhen seitenweise hochziehen? Nungut, auch ich beteilige mich daran. Aber nur, weil es mich aufregt ;) :|

Zum Thema Auto:
Ein durchschnittlicher PKW kostet ca. 40-50 cent/km (Golf-Klasse) inkl. Abschreibung. Bei 12tkm im Jahr sind das 400-500 € pro Monat. Und 12tkm sind nicht viel, wenn man z.B. pendeln muss.
Aber ja, man kann natürlich auch ein abgeschriebenes Auto kaufen im Sinne des Threads. Dann kann man die Kosten ca. halbieren.

@Xantos: Danke für die Grafik.


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Zitat

Schuhe hin Schuhe her.
Wer sich wirklich mit dem Kauf von Schuhen aufhält bleibt halt ein Schaf. :f_ugly:

Die Grafik von xantos sagt eigentlich schon alles aus was man braucht.
Es kommt auch nicht auf die Rendite im ersten Moment an, es geht hier eher um das Mindset was man hat oder halt nicht hat.


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Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player
MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007
BlackMember

Ich bin großteils auf eurer Seite und lege atm trotz Minieinkommen jeden Monat was auf die Seite. Trotzdem schwingt bei mir immer ein großes "ja, aber" mit. Das Leben soll aber auch Spaß und auch schöne Dinge können Spaß machen. Gerade wenn man nicht so viel verdient und gegebenenfalls noch Kinder hat eben nicht so viel übrig. In einem anderen Thread habe ich für dann drastische Tipps wie "nur nach dem großen Geschäft Toilette spülen", in einem Blog wählte jemand seine Lebensmittel nach Kalorien/€ aus. Jeden Tag Reis aus dem 10kg Sack, bisschen Öl und gut... wieder Geld gespart.
Ich hab einiger Zeit sehr viel rumgerechnet wie hoch meine Sparquote sein müsste, wie hoch die Rendite und wie lange ich das durchhalten müsste.... alles keine befriedigenden Ergebnisse. Wenn ich 40-45h/Woche arbeite und sonst keine großartigen Verpflichtungen habe, kann ich mir locker nebenher ein wenig dazuverdienen, vielleicht mit etwas das ohnehin mein Hobby ist. Vielleicht kann ich es auch online als Business aufziehen? Dann erwerbe ich auch noch unternehmerische Qualitäten. Die meisten Leute die ich kenne liegen am WE den ganzen Tag im Bett, schauen Serien/sehen fern oder spielen PC-Spiele.

Statt 2000 Euro netto wären es dann vielleicht 2200-2500 Euro und wenn ich vorher 500 Euro/Monat gespart habe sind es dann 700-1000 Euro. Wenn ich vorher 0 Euro gespart hab sind es nun 200-500 Euro im Monat.
An den Wochenenden fahre ich gern mal mit meinem MTB in die Berge oder gehe wandern und mache mit meiner Spiegelreflexkamera Photos. Das ist mein Luxus und auf den würde ich nicht verzichten nur um vielleicht schon mit 45 in Rente gehen zu können, aber davor wie der letzte Geizhals jeden Cent 2mal auspressen zu müssen.

Btw. bei mir auf der Arbeit sehe ich auswärts essen als größten Monetenfresser. Jeden Morgen beim Bäcker 3-5Euro, Mittags 10 Euro und schon ist man locker bei 300 Euro im Monat, wovon man easy 200 einsparen könnte wenn man selbst kocht.


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Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

@MyLady17:
Ich gebe dir völlig recht.
Hohe Sparquoten sind nicht für JEDEN das richtige.
Niedrige Einkommen mit KIndern - ich glaube, da würde ich mich auch auf das Sozialsystem verlassen (müssen).
Und generell bei niedrigen Einkommen finde ich 0% Sparquote (oder: nur Bar sparen, damit der Staat nix weiß) absolut nachvollziehbar.

Es geht daher mMn grundsätzlich eher darüber, Wissen zu vermitteln bzw. sich selbst anzueignen, zum Zwecke, sich reflektiert wichtige Fragen beantworten zu können, die da z.B. wären:
1. Was ist eine gute Sparquote für mich?
2. Wo kann ich OHNE echten Lebensqualitätsverlust sparen? (bspw. Auto, Versicherungen...)
3. Was ist eine gute Investmentstrategie?
4, Welches Ziel verfolge ich & welches kann ich realistisch erreichen?

Leider ist es so, dass die große Mehrheit in Deutschland sich zu solchen Fragen wenig Gedanken macht.
Unter anderem, weil wir glücklicherweise in einem Land leben, wo man sich auf die staatliche Versorgung / Absicherung verlassen kann/konnte.

Insgesamt halte ich eigenverantwortliche, kritische Beantwortung der o.g. Fragen und den Erwerb des dafür nötigen Wissens für extrem wichtig. Das ist für mich Antriebsfeder #1, in solchen Threads mitzureden:
- es lässt mich selbst über diese Fragen für mich nachdenken
- ich freue mich, wenn andere diese Fragen für sich besser beantworten können als vorher

Gut, abgedriftet.
Kurzfassung: Ob das Ziel absolute FU für jemanden attraktiv und/oder erreichbar ist, ist sekundär. Primär und wichtig ist, sich die dafür nötigen Fragen zu beantworten.


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Zitat
santazero
Beigetreten: 31.01.2006
PokerStrategist

Die frage ist doch, warum sich kaum jemand darüber Gedanken macht.
Für jedes neue Smartphone werden Tests gelesen,Preise verglichen, vor Ort angeschaut usw.
Für Autos gilt das gleiche, wobei man sich idr dafür noch mehr Zeit lässt und am Ende sogar oft einen Kredit aufnimmt der 3-4jahre läuft.

Aber wenn es ums essen geht kaufen viele den mist vom Discounter um zu sparen anstatt dem Körper was gutes zu tun. Und wenn es um das Thema Finanzen geht, steht feiern, Klamotten kaufen oder vermeidlichen Luxus kaufen ganz vorne.
Ich seh das täglich bei mir. Ich verdiene wirklich ganz ordentlich. Also auch meine Kollegen. Die futtern dann für 2€ den billigen Lidl fertig salat oder die Currywurst aus der microwelle und heulen in der Mitte des Monats schon rum das kein Geld mehr da ist. Dabei sind sie single, leben in ner kleinen Wohnung und müssten nach allen ausgaben locker 700-1000€ im Monat übrig haben. Wenn ich denen dann erzähle wie ich es mache, halten mich die meisten für spießig und geizig. Erst 1 hat mich ernsthaft gefragt wie ich das mache und lebt nun B
auch nach dem konzept. Und hat nun komischerweise mehr Geld zur Verfügung ohne große Einschnitte.
Alles was es gebraucht hat war 1 Stunde mit mir auf der Arbeit zu quatschen in der Zeit die eh bezahlt wurde.


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DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Ich denke viele haben gerade in den Jahren Ausbildung, Studium und direkt im Anschluß erster Job zwei gravierende Dinge zu entscheiden:

1. Möchte ich vom ersten Gehaltssprung nach Ausbildung / Studium etwas sparen und meinen "alten" Lebensstandard halten oder nicht?
2. Welche Bedürfnisse sind sofort wichtig (Thema Status) und welche kann ich langfristig schieben?

Die zwei Fragen sind eigentlich die wesentlichen Punkte bei Menschen mit dieser besonderen Lebenssituation. Daraus ergibt sich: Sparer oder Schuldner. Letztere sind leider die große Mehrheit.

Alle anderen, "älteren" Menschen haben andere Herausforderungen: Familie, Lebensstandard, Umfeld (Status) und eben die Sicherheit des Arbeitsplatzes.
Hier sind andere Dinge zu entscheiden, ob ich sparen kann und wie viel. Genau diese Gruppe hat es in der Regel schwerer, da die Anfangssituation bereits entschieden ist und in der Regel eben bei Schuldner gelandet ist. Sprich genau heir wird es für jeden schwer, der bereits seinen Status-Schulden-Jetzt-Leben-Weg eingeschlagen hat.
FU zu erreichen ist für viele eine Illusion, eine fixe Idee oder gar Spinnerei.
Aber: ich glaube die meisten Menschen die ich kenne und FU sind, arbeiten. Warum? Nun weil sie frei sind und tun lassen können was sie wollen. Einige haben kleinere Unternehmen gegründet und arbeiten mit viel mehr Spaß als vorher. Andere machen nur das, was sie wirklich wollen. Keiner schleppt sich zur Arbeit und denkt jeden Morgen "oh mein Gott, schon wieder in die sche Bude mit dem besch Chef / Kollegen".
Alleine der Gedanke an die Freiheit sich nicht mehr täglich einer Art Zwang des Geld verdienens hin zu geben ist für mich der Stein des Anstoßes gewesen.
Ist dieser Entschluß FU zu werden tief in einem verankert, sieht man Dinge mit anderen Augen und es macht einem nichts aus, Investitionen zu schieben, Status Symbole zu überdenken oder auch mit Minigehalt kann man komischer Weise sparen. Ich möchte auch die gewagte These aufstellen ,das Menschen mit geringen Einkommen eher die Kraft haben zu sparen und dies durch zu halten. Zum einen können diese Menschen häufiger als "reiche" mit Geld umgehen: Sie müssen täglich hart rechnen, um zu überleben. Und zweitens sind sie eher in der Lage, ihren Standard zu halten oder ihre Bedürfnisse nach hinten zu stellen.

Thema Sparquote und wie man diese optimieren kann: hier zählen die kleinen Dinge! Nicht die 500€ sofort, jetzt sparen können ist entscheiden. Sparen heist für mich auch nicht, vom Mund ab zu sparen. Viele Dinge wurden hier genannt, wie man kleine Beträge im Jahr einsparen kann. Für Geringverdiener sollte das Ziel sein monatlich vielleicht im ersten Schritt nur 25€ zu sparen, dann versucht man auf 50€ zu kommen. Mit einer Gehaltserhöhung, die irgendwann in der Regel kommt kann man häufig auf 100€ gehen. Staatliche Förderungen nutzen, alle die es gibt. Kleine Zusatzverdienste schaffen, und wenn es nur mal 20€ für Nachbarschaftshilfe sind. Diese beiseite legen. Anfangen seine Ausgaben zu optimieren, kleine Kosten senken: Fernsezeitung? Handyvertrag? Versicherungen?
Ich habe viele Feunde / Bekannte mit denen ich so angefangen habe und heute haben selbst die Geringverdiener unter ihnen Sparraten von 75€ und teilweise sogar 150€: Tendenz steigend. Und keiner hat sich eingeschränkt. Ein Urlaub ist auch drin und keiner hat nach eigener Aussage auf Dinge verzichtet, die richtig weh tun. Viele gehen einfach bewusster mit ihrer Ressource Geld um.
Klar wird man mit 75€ oder 150€ schwer FU. Doch darum geht es doch nicht im ersten Schritt: es geht darum, dass man lernt, wie man Geld verdient. Wie man sich ein Polster anlegt und wie man sein Geld vermehrt. NAtürlich ist der Weg lang! Aber es glaubt doch bitte keiner, dass man in drei, vier, zehn Jahren FU wird? Dann muss man es machen wie Bimbesverwalter: kompletter Verzicht auf viele viele Dinge und zwei Jobs aktiv schaffen.


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Zitat
Faballi
Beigetreten: 07.11.2008
PokerStrategist

Ist schon traurig wie die Leute ihre Lebenszeit eintauschen für Bedürfnisbefriedigungen, die keine sind.


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Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Auch wenn es etwas Off-Topic ist, ein Nachruf auf Basty (KissFM-Moderator)

http://mobil.stern.de/kultur/micky-beisenherz/micky-beisenherz-ein-persoenlicher-nachruf-auf-radiomoderator-basty-radke-2186154.html?mobil=1

Ein kleiner Auszug:

Lebensqualität duldet keinen Aufschub

In einer der letzten Sendungen war der Journalist Hajo Schumacher zu Gast und sprach über sein aktuelles Buch "Restlaufzeit". Darüber, wie wir unser Leben gestalten sollten. Dass Lebensqualität keinen Aufschub duldet. Dass wir die Dinge sofort tun müssen. Das Leben genießen. Unseren Lieben sagen, was sie uns bedeuten. Unaufgeräumtes bereinigen. Er hat wie so häufig recht.

Wenn wir doch schon auf die Quantität keinen Einfluss haben, dann müssen wir doch umso heftiger an der Qualität schrauben. Glauben wir denn ernsthaft, dass am Ende des Lebens, kurz vor der Ziellinie einer mit nem Präsentkorb auf uns wartet? "Hier, Klaus Hermann, für Dich, weil Du so schön gespart und auf Urlaube verzichtet hast!" Am Arsch!

So true... Von daher kann ich diesem "Ich verzichte die nächsten 20 Jahre auf dies das..." gar nichts abgewinnen.


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Zitat
Zinsch
Beigetreten: 01.02.2008
Elite Grinder

Man sollte sich von dem Gedanken lösen, dass Geld ausgeben und Glück direkt proportional miteinander verbunden sind. Man kann bei so vielen Sachen sparen, wo es de facto keine merkbaren Lebensqualitätseinbußen gibt.
Frag mal die Leute, die für FU sparen, ob sie unglücklich sind.


Antwort
Zitat
Spielratte
Beigetreten: 23.01.2012
PokerStrategist

Original von 3nJ0yIT

Lebensqualität duldet keinen Aufschub

In einer der letzten Sendungen war der Journalist Hajo Schumacher zu Gast und sprach über sein aktuelles Buch "Restlaufzeit". Darüber, wie wir unser Leben gestalten sollten. Dass Lebensqualität keinen Aufschub duldet. Dass wir die Dinge sofort tun müssen. Das Leben genießen. Unseren Lieben sagen, was sie uns bedeuten. Unaufgeräumtes bereinigen. Er hat wie so häufig recht.

Wenn wir doch schon auf die Quantität keinen Einfluss haben, dann müssen wir doch umso heftiger an der Qualität schrauben. Glauben wir denn ernsthaft, dass am Ende des Lebens, kurz vor der Ziellinie einer mit nem Präsentkorb auf uns wartet? "Hier, Klaus Hermann, für Dich, weil Du so schön gespart und auf Urlaube verzichtet hast!" Am Arsch!

So true... Von daher kann ich diesem "Ich verzichte die nächsten 20 Jahre auf dies das..." gar nichts abgewinnen.

Nur hat der zweite Absatz überhaupt nichts mit dem ersten zu tun. Lebensqualität, Genuss und Liebe hängen doch überhaupt nicht mit der Menge an Geld zusammen, die ich zur Verfügung habe. Natürlich benötige ich eine Summe x, um zu essen und meine Miete zu bezahlen – der Großteil der Menschen gibt sein Geld aber mit vollen Händen für teure Konsumgüter aus, und das Monat für Monat. Inwiefern das die Lebensqualität steigert, muss mir noch schlüssig erklärt werden. Serien gucken macht mir auf meinem 27-Zoller genauso viel Spaß wie dem Statussymbol-Jäger in seinem Heimkino-Zimmer.

Anderes Beispiel: das Auto. Es transportiert Menschen von A nach B. Warum das Auto dabei besonders teuer und schön glänzen muss, und inwiefern ich dadurch ein besseres Leben lebe, entzieht sich meiner Kenntnis.

Darum geht es ja hier im Thread. Dass Sparen gar kein Problem darstellt und sich die meisten Menschen nur einreden, bestimmte Sachen zu brauchen, weil ihnen das von Werbung, Freunden und Bekannten so eingetrichtert wird.


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Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Es soll Leute geben denen es ebenfalls Freude bereitet Geld auszugeben... Ihr stellt es so dar, dass es nichts schlimmeres gibt als Geld auszugeben.

Und wenn ich Freude an einem schönen und vielleicht teurem Auto habe... Ist das nun verwerflich?

Ich wollte mit meinem Link nur ausdrücken, dass es am Ende niemanden interessiert wie viel Geld man auf der hohen Kante noch hat. Keiner kann sagen wann er diesen Planeten verlässt - wir leben im hier und jetzt. Natürlich sollte man nicht alles raushauen, das Sparen sollte ein gesundes Maß haben - aber sicherlich nicht der Lebensinhalt sein.

Ist ja langsam eine ähnliche Diskussionen wie zwischen Veganern/Vegetariern und "Normalos"... :f_ugly: :f_grin:


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AllgaeuHero
Beigetreten: 21.04.2011
PokerStrategist

an dieser stelle kann ich euch allen nur das 4h buch von ferriss ans herz legen...imo völlig egal ob es sein persönliches ziel ist, nur noch 4h pro woche zu arbeiten oder nicht, aber es stehen viele sinnvolle und kluge sache drin, die zum nachdenken und reflektieren anregen! und wenn es ein buch schafft, mich dazu anzuregen, dinge in frage zu stellen und mir andere blickwinkel zu ermöglichen, bin ich davon immer begeistert :)


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Zitat
xEr
xEr
Beigetreten: 26.05.2005
PokerStrategist

Original von Spielratte
Anderes Beispiel: das Auto. Es transportiert Menschen von A nach B. Warum das Auto dabei besonders teuer und schön glänzen muss, und inwiefern ich dadurch ein besseres Leben lebe, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ich persönlich sehe das mit dem Auto genauso, ABER ich kann auch komplett nachvollziehen, dass Leute das anders handhaben. Manche haben eben Spass daran ein schönes, neues Auto zu fahren und sich dort Extras zu gönnen, warum auch nicht? Das ist für diese Leute auch lebensqualität. Was bringt denen denn das gesparte Geld, wenn sie stattdessen ein Auto fahren, bei dem sie im Hinterkopf immer denken würden, dass er ihnen keine Freude bereitet. Es geht doch darum Dinge zu tun und zu erreichen, die einem Freude bereiten. Manchen Menschen bereitet es Freude besonders wenig Geld auszugeben und besonders sparsam zu leben, dann sollen die es tun. Andere Menschen haben Freude am Konsum, dann sollen die es genauso tun. Problematisch wird es erst, wenn Leute eigentlich sparen wollen, aber dann viel zu viel geld ausgeben und darüber unglücklich sind. Für diese Leute ist es sinnvoll und richtig Tipps zu bekommen wie sie Geld sparen und sich einschränken können, ohne dass sie dabei viel Lebensqualität verlieren.


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Zitat
AllgaeuHero
Beigetreten: 21.04.2011
PokerStrategist

Original von 3nJ0yIT
Es soll Leute geben denen es ebenfalls Freude bereitet Geld auszugeben... Ihr stellt es so dar, dass es nichts schlimmeres gibt als Geld auszugeben.

Und wenn ich Freude an einem schönen und vielleicht teurem Auto habe... Ist das nun verwerflich?

Ist ja langsam eine ähnliche Diskussionen wie zwischen Veganern/Vegetariern und "Normalos"... :f_ugly: :f_grin:

Hier stellt sich doch die Frage wodurch erreiche ich diese Lebensqualität ;) meiner meinung nach sollte man auf keinen fall auf lebensqualität, freude, freizeit, spaß am leben verzichten...es ist nur die ganz große frage, wie du diese dinge erreichst bzw. dir ermöglichst. in der heutige gesellschaft wird dir oft vorgekaukelt, dass das neuste iphone, eine luxus kreuzschifffahrt oder der 5 sterne wellness tempel das non plus ultra ist. das sehe ich persönlich (!) völlig anders und reise z.b. lieber ein paar wochen mit dem camper durch neuseeland als in der karibik zwei wochen in einem luxushotel abzusteigen. mich machen solche erlebnisse glücklicher und ich hab darüber hinaus noch weniger ausgegeben und konsumiert und festgestellt, dass ich all diese dinge auch gar nicht zum glücklich sein brauche. ich würde sogar soweit gehen, dass mich diese konsumgüter eher davon ablenken bzw. daran hindern.
aber das muss am ende des tages jeder für sich selber herausfinden ;)

p.s.: der nachruf, den du weiter oben gepostet hast, ist dennoch sehr lesenswert : super geschrieben!


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scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011
PokerStrategist

N 335i macht aufm weg von a nach b mehr spaß als n seat marbella


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draghkar
Beigetreten: 16.08.2006
Oldschool Grinder

Original von 3nJ0yIT
So true... Von daher kann ich diesem "Ich verzichte die nächsten 20 Jahre auf dies das..." gar nichts abgewinnen.

Da postest du schon einen guten Artikel und schließt mit einem denkbar unpassenden Zitat. Wenn man wirklich für sich erkannt was einen glücklich macht, dann verzichtet man auf garnichts. Neue Klamotten, ein Ipad, den neuesten TV, ... machen einen nicht glücklich. Falls doch: mein Beileid.

Kann auch nie nachvollziehen, warum sich der Lebens"standard" nach dem Studium so dramatisch ändern sollte? Zugegeben hat mir Poker ein relativ entspanntes Studium ermöglicht, aber warum sollte sich mein Lebensstandard denn ändern, wenn ich nun mehr Geld verdiene? Brauche kein neues Auto, keine neue Wohnung und auch nicht 5x die Woche Essen gehen.

Dieser Konsum von Sachen die man in keinster Weise benötigt, am besten noch auf Pump, ist einfach nur traurig.
Gutes Beispiel die 100€/Monat für Kleidung, weil 2 Jahre alte Schuhe ja "eklig" sind. Einigen gehts viel zu gut und/oder haben nie gelernt ordentlich mit Geld umzugehen.

Original von 3nJ0yIT
Es soll Leute geben denen es ebenfalls Freude bereitet Geld auszugeben... Ihr stellt es so dar, dass es nichts schlimmeres gibt als Geld auszugeben.

Und wenn ich Freude an einem schönen und vielleicht teurem Auto habe... Ist das nun verwerflich?

Diese Leute haben dann aber mit FU nichts zu tun und darum geht es hier.

Edit: Wurde ja alles schon beantwortet :facepalm:
Das was AllgaeuHero sagt.


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Zitat
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