Original von jotha
@Xantos
Von der PKV in die GKV zu kommen ist eher noch schwieriger als Du denkst. Nach meinem Kenntnisstand kommt man aktuell ab einem Alter von 50 Jahren gar nicht mehr rein. Wenn es doch möglich ist, dann oftmals nur als freiwillig Versicherter. Das bedeutet, dass man weiterhin für Einkünfte wie z. B. Mieteinnahmen oder Kapitaleinkünfte entsprechend Beitrag zahlen muss, was bei einem gesetzlich Versicherten nicht der Fall ist.
Ja, leicht is es (zurecht) nicht. Es gibt aber Loopholes wie bspw "Frau arbeitet nochmal eine weile sozialsteuerpflichtig während ich gekündigt habe", die ich aber nicht nutzen möchte.
Irgendwie verstehe ich deine Argumentation mit der Aktienquote nicht. Mit deiner selbstgenutzten Immobilie ist der Anteil am Vermögenswert einfach geringer.
Außerdem finde ich eine Immobilie im Alter völlig überdimensioniert, wenn die 20 Jahre vorher für eine Familie mit Kindern verwendet worden ist. Da steckt doch so was wie totes oder falsch verwendetes Kapital drin. Entweder mehr Liquidität oder mehr "altersgerechte" Wohnung wäre bestimmt besser.
Deswegen habe ich ja eingeschränkt, dass die Immobilie keine Rolle spielt, wenn man nicht plant, sie zu "verzehren", sondern bis ans Lebensende zu behalten und dann zu vererben.
Fall 1: Immobilie nicht verzehren
- Keine Miete
- Statt dessen Instandhaltungskosten & Versicherungen
- Sonst alles gleich
Fall 2: Immobilie verzehren
Deutlich komplizierter, weil man, wie du schreibst, ja downsizen kann / sollte -- oder selbst wenn nicht, dann das Kapital durch eine umgekehrte Hypothek trotzdem zehren kann.
Ich habe mich der Einfachheit für Fall 1 entschieden.
Das ist natürlich teurer, aber das ist ok, da ich ohnehin etwas vererben möchte (in diesem Fall mind. das Haus).
Gibt natürlich noch den Fall 3 -- Planänderungen, zB dass man das Haus verkauft und dann in Spanien lebt o.ä.
Alles möglich, aber halt nicht direkt im Plan berücksichtigt.
Indirekt ja schon, weil ja klar ist, dass man die Immobilie theoretisch verkaufen könnte und dann mehr Kapital zum Verzehr hat (um bspw was in Spanien zu mieten o.ä.).
Von den Dimensionen mit denen hier umgegangen wird, sprechen wir doch eher von einer Rente vom dreifachen und mehr des Durchschnitts und der kann auch leben.
Wenn du dich hier auf die gesetzliche Rente beziehst, dann ist die nicht so hoch, wenn man deutlich früher in Rente geht.
Man sammelt zwar jedes Jahr 2 Rentenpunkte, aber bei mir bspw. nur für 15 Jahre oder so (Ausland, Frührente).
30 Rentenpunkte sind nix.
Original von Tornano
Der Progressionseffekt der Rente fehlt und die Günstigerprüfung kann nur für die gesamten Einkünfte aus Kapitalvermögen durchgeführt werden. Man kann nicht einen Teil der Kapitalerträge nach Tarif und einen anderen Teil mit der Abgeltungssteuer versteuern.
Richtig.
Meine Rechnung oben geht der Einfachheit halber von "keine Rente" und "100k Auszahlungen mit 50% Kapitalerträgen als Ehepaar" aus.
Wenn ich Rente dazurechne, dann steigt natürlich der Durchschnittssteuersatz.
Ändert die Story aber nicht so dramatisch, da für mich die gesetzliche Rente ein relativ kleiner zusätzlicher Zahlungsstrom relativ weit in der Zukunft ist.
17-23 Jahre nach Rentenbeginn.
D.h. ich betrachte die gesetzliche Rente dann lieber als kleinen positiven Einkommensstrom in der "fernen" Zukunft und appliziere den hohen Grenzsteuersatz voll auf diesen (damit cih der Einfachheit halber konstante Steuern für die normale Kapitalentnnahme rechnen kann).