Wer drehen uns irgendwie im Kreis.
Nur du drehst dich im Kreis
Investitionen werden ja nur da gemacht wo sich einer Chancen ausrechnet und er davon ausgeht die Investition lohnt sich und er kann damit Wachstum generieren. Da wo keine Nachfrage und Chancen zu erwarten sind, da investiert auch keiner, ist ja klar
Soweit richtig..
(nur daran mangelt es doch nicht...die Leute wollen ja investieren....)
Auch klar.. Jetzt kommt aber das Mißverständniss deinerseits:
Und du stellst dich aber einfach auf die Stufe und sprichst allen ab, dass sie wissen was sie tun und ihre Investition sinnvoll ist und es weil es ja sinnlos ist, es dann bessere wäre es für Konsum umzuverteilen.
Ich sage dass dem Kapital, das zum Investieren zur Verfügung steht, nicht genug Nachfrage bzw. Konsum gegenüber steht. Das habe ich dir auch schon mehrmals begründet und bewiesen. Wenn also wenig Nachfrage zur Verfügung steht wird auch wenig investiert werden.
Es ging doch letztendlich darum dass eine stärkere Umverteilung die Investitionen reduzieren würde. Das wird aber nicht passieren da das Geld dann nämlich aus den Sinnlosspekulationen abgezogen wird. Es geht nicht um Bevormundung sondern darum ein System zu schaffen das stabil arbeiten kann.
Und ja, wenn das so wäre, alle Leute Dummköpfe wären die ihr Geld mit sinnlosen Fehlinvestitionen verpulvern, dann wäre dein Vorschlag in der Tat besser, nur das ist nun mal nicht der Fall.
Was ist mit den Spekulationsblasen im vergangenen Jahrzehnt? New economy? Imobilien usw.? Dort pumpen die Leute Geld in ein quasi Pyramidensystem von dem nur wenige profitieren konnten bis die Blase geplatzt ist.
Wenn sich eines gezeigt hat, dann dass Politiker nun mal nicht mit Geld umgehen können, sondern der einzelne das sehr viel effektiver macht.
Sah man auch sehr gut bei der Bankenrettung als die private Wirtschaft es fast geschafft hat das ganze System zum Kollabieren zu bringen. Das hätte die Politik nie geschafft..
Von daher ist es immer besser jedem einzelnen diese Freiheit zu lassen, ihm nicht das letzte Geld aus den Taschen zu ziehen, sondern eher Steuern senken und dafür sinnlose Umverteilungen/Subventionen wo der Staat immer uneffektiv ist und dabei Geld vernichtet, sein zu lasssen.
Es geht hier doch nicht um den Bäcker oder Handwerker von nebenan geschweige denn um den mittelständischen Unternehmer oder die AG. Hier sollen Freiheiten beschnitten werden die dazu führen das Werte aus dem Nichts erschaffen werden und Vermögen angehäuft werden die keinen Nutzen mehr für den Besitzer haben und der Wirtschaft schaden.
Zusätzlich geht durch das übermässige Umverteilen Ansporn/Motivation verloren. Wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt, sich Risiken wie Selbständigkeit, Unternehmensgründungen nicht mehr auszahlen, weil man auch so ohne Risiko Umverteilungsgeld erhält ohne großartig was zu leisten, dann macht es nun mal keiner mehr. Wie gesagt, wenn man ohne was zu tun ein immer größeres Stück vom Kuchen erhält, dann backt irgendwann niemand mehr einen Kuchen!
Kommunismuskeule mal wieder! Gewöhn dir dieses schwarz- weiss denken ab. Umverteilung muss nicht nur über Sozialhilfe funktionieren. Wenn der Staat als Konsument auftritt schafft er genauso Arbeitsplätze und verbessert somit die wirtschaftliche Situation.
Unternehmensgründung und Selbständigkeit wird sich immer lohnen da nur sehr hohe Einkommen und Vermögen stärker besteuert werden müssen. Unter diesem Level wird relativ gesehen genug konsumiert. Selbst wenn ein Unternehmer oder Investor stärker besteuert wird hat er doch letztendlich nur Vorteile wenn er weiterarbeitet. Durch die Umverteilung kann er auf einem stabilen und großen Markt arbeiten der ihm letztendlich sehr gute Gewinnen bringen wird. Und das wird auch weiterhin mehr Geld sein als man durch Sozialhilfe oder als Angestellter verdient.
Um mal bei deinem Kuchen zu bleiben.. Wir haben in diesem Land soviele potentielle Kuchbäcker die nicht mal die Chance haben mitzubacken da die Nachfrage zu gering ist. Dieses Potential an Selbständigkeit muss erstmal ausgeschöpft werden bevor wir überhaupt davon sprechen können das kein Anreiz mehr besteht. Jedes Jahr gehen zehntausende von Firmen pleite. Selbständige sind größtenteils nicht die Superreichen die mehr belastet werden müssen. Aber sie profitieren von der Umverteilung da sie ihr Geschäft auf einer soliden Basis arbeiten kann und sie mehr verdienen können.
Letztendlich schafft eine stärkere Umverteilung von reich zu arm mehr Anreiz zum selbständigen Handeln. Vereinfacht ausgedrückt haben die Armen nun mehr Chancen aufzusteigen in dem sie Arbeit annehmen oder sich selbständig machen.
Mal angenohmen wir können uns durch die Umverteilung eine Sozialhilfe von 2000€/Arbeitslosen leisten.. was denkst du wo das geld hingeht? Doch wieder in die Wirtschaft. Ein Unternehmer der sich einigermaßen klug anstellt kann dank der höheren Sozialhilfe eine profitables Unternehmen aufbauen. Und dort kann er Angestellte beschäftigen deren Löhne sich weit über der Sozialhilfe befinden. Allein das Vorhandensein von mehr Kapital auf dem freien Markt reicht doch schon als Anreiz aus..
Im Gegensatz zum Kommunismus soll hier der Privatbesitz der Produktionsmittel erhalten bleiben.