Nice!
Das bist eh du auf dem Profilbild, weil genau so stell ich mir dich auch vor...
Nice!
Das bist eh du auf dem Profilbild, weil genau so stell ich mir dich auch vor...
Also Idee in kurz: Leute kommen auf die Seite, schreiben Blog, Gedicht, Artikel, Guide, Kurzgeschichten, Buchkapitel oder was auch immer und werden durch ein Abo-Modell nach einem Verteilungsalgorithmus (Länge des Beitrags, Klicks, Verweildauer usw.) bezahlt. Im zweiten Schritt sollten dann auch Videofunktionen hinzukommen, um quasi Youtube/Twitch zu ersetzen und für die Content-Ersteller ab dem ersten Klick (Mini-)Einnahmen zu generieren und insbesondere auch die anzusprechen, die wirklich etwas zu sagen haben und deren Leben nicht nur daraus besteht, Produkte zu promoten.
Quasi die Chance für jeden, der irgendwas interessantes zu sagen hat, Geld damit zu verdienen, weil es unzählige Blogs und auch gute Content-Seiten (siehe diese hier) gibt, die sich eigentlich nur dadurch finanzieren, dass sie Werbung machen (Affiliates machen ja auch eigentlich nur Werbung für Partnerseiten). Und je nach Größe stehen die Einnahmen in keinem Verhältnis zu den notwendigen Aufwenden, um den Blog oder die Seite zu betreiben.
Wäre halt auch die Möglichkeit gewesen, die ganzen PLUS-Angebote der Zeitungen zu vereinheitlichen und unter einer Dachseite einerseits für den Nutzer attraktiv (keiner will 20 Abos auf 20 Seiten) und andererseits für die Content-Ersteller lukrativ (großes Publikum, größere Bereitschaft Premium-Content zu nutzen) zu vereinen.
Nachdem Facebook nun aber eine Paywall einführen will, um Premium-Artikel gegen Bezahlung verfügbar zu machen und auch Amazon Zeitschriften und Magazine nun über Prime verfügbar macht, sehen wir nicht mehr so wirklich die Möglichkeit, unsere Idee umzusetzen. Im Prinzip bleibt nur noch der Bereich der Nobodys übrig, weil die großen Zeitungen und Magazine, die als Zugpferd möglicherweise gedient hätten, nicht mehr kommen werden. Eine Seite wie Facebook hat einfach ein zu großes Publikum, als dass die Seite ignoriert werden kann. Wieso sollten die Premium-Content-Anbieter also zu einer unbekannten neuen Seite gehen? Mit dem Bereich der privaten Content-Ersteller allein, dürfte es schwierig sein, Leute zu einem Abo zu überreden. Da müsste man wohl zunächst wieder kostenlos beginnen und da kommt man in die gleichen Probleme mit der Finanzierung, die jeder einzelne Content-Ersteller heute schon hat. Man käme wohl an Werbung nicht vorbei. Genau die soll aber ja durch die Idee in den Hintergrund treten.
Also im Moment liegt alles auf Eis. Leider.
hattest du eigentlich mit Xantos gesprochen?
das Thema paid content und alternative Finanzierungsformen zur Werbung ist superspannend und wie du selbst schon erkannt hast ein heißes Thema, aber wenn das was du hier gerade als deine Idee skizziert hast, schon alles war, war das leider echt etwas dünn :(. Nach deiner Geheimniskrämerei hatte ich echt noch auf eine spezielle "Secret Sauce" gehofft, mit der ihr dem Thema einen einzigartigen neuen Value gebt. So bleibt die Idee aber sehr offensichtlich, verstehe deshalb deine vorherige Geheimniskrämerei noch weniger.
Mein Kollege wollte damals nicht, dass wir mit jemand über die Idee reden. Deshalb kam es nicht zum Gespräch mit Xantos.
Naja, alles Details, die wir ausgearbeitet hatten, habe ich ja auch hier nicht aufgeschrieben. Steht ja da, dass es die Idee in Kurzform ist. Für uns war das ausschlaggebende die Bezahlform für die Content-Ersteller, die eben nach Qualität ihrer Beiträge bezahlt würden und nicht danach, was einzelne User ihnen spenden (wie Twitch das beispielsweise macht). Das einzige Konzept, was in diese Richtung geht, ist das neue Flattr Plus, aber die sind ja noch immer nicht am Markt damit. Geld verdienen im Moment immer nur die, die wirklich groß sind. Die verdienen dann richtig viel, aber bei uns hätten halt auch "Hobby-Autoren" den einen oder anderen Euro nebenbei verdient.
Ich bin halt der Meinung, dass jeder, der Zeit aufwendet und etwas für andere im Internet publiziert, was denen wiederum hilft oder sie unterhält, eine Gegenleistung verdient hat.
Zusätzlich dazu sollte nach geraumer Zeit, wenn die Seite an sich größer wäre, ein Single-Sign-On-Dienst starten, wo dann bereits existente Seiten hinter einer PayWall ihre Dienste anbieten. Die Kunden würden noch immer nur eine Abo-Gebühr bezahlen, aber nach einem fairen Verteilungsalgorithmus würden alle etwas vom Gesamtkuchen abbekommen.
Nun hat FlattrPlus dieses Konzept im Prinzip besetzt, Facebook die Paywall für Nachrichten und andere Artikel und Amazon die Magazine, Zeitschriften und teilweise auch Bücher besetzt.
Als Konzept finde ich es persönlich noch immer gut, dass man das alles auf einer Seite zusammenbringt, aber ob man jetzt noch Kunden gewinnen kann für solch ein Konzept, weiß ich nicht. Wäre ich Journalist, würde ich wohl zu Facebook gehen, wäre ich Buchautor, würde ich zu Amazon gehen. Wäre ich Blogger, wäre ich weiterhin arm dran oder ganz groß und bei Youtube oder so.
Mich nervt es halt so dermaßen, dass jede kleine Seite anfängt, dass man für die Seite zahlen soll, aber ich zahl doch nicht 5 Euro oder teilweise mehr im Monat, um bei EINER Seite, ein paar Artikel zu lesen. Ich bin seit Jahren jeden Tag auf Spiegel Online, aber der Mist mit Spiegel Plus ist ja wohl der größte murks. Wenn für die Kunden da nicht mehr Content hinter einem Abo steht, dann verneine ich das als Kunde. Ich nehme sowas dann nicht an. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber für ein Abo muss schon deutlich mehr rum kommen.
Das gleiche ist es beim Streaming. Ich würde fürs Streamen auch 15 Euro oder sogar 20 euro im Monat zahlen, wenn ich dafür ALLES sehen kann. Stattdessen gibt es Netflix, Amazon, Maxdome, Sky usw...! Und die Inhalte überschneiden sich zu 75% und der Rest sind dann exklusive Inhalte der einzelnen Seiten. Jetzt will sogar Disney noch nen eigenen Streaming-Dienst aufmachen...! Noch schlimmer sind diese Amazon-Channels, wer auf dieser Welt kam denn bitte auf die Idee, dass man einzelne Sender abonniert? Ich setz mich doch auch nicht vors TV und hab dann nur Kabel 1 abonniert. Klar steckt finanzielles Kalkül dahinter, dass die Kunden gleich 10 Sender abonnieren sollen oder wenigstens 5, aber in meiner naiven Welt geht es eigentlich zuerst um die Interessen der Kunden und dann darum, dass man damit Geld verdient. Denn wer zufriedene Kunden hat, bekommt das Geld von ganz alleine...!
sehr schön geschrieben und ideelle gründe hinter der sache. aber bei dem ganzen geht es darum, als erster am markt zu sein mit einem fertigen produkt + abonnenten
wenn du und dein kumpel jetzt jahrelang rumgetüftelt habt und imo nichts zustande gebracht habt, wieso auch immer, dann seid ihr einfach selbst schuld. bei google und konsorten sitzen zig leute welche ständig sich neue ideen ausdenken.
eine idee alleine ist nichts wert. verstehe schon was ihr machen wolltet, aber mit so nem kumpel an der seite war das ganze zum scheitern verurteilt. den gebe ich eine 14 tage frist oder sagen wir ein monat, damit er was programmiert um was vorzuweisen und wenn nicht, suche ich mir neue partner. und falls du damit erfolg hast, dann gibst ihm was ab und fertig. alleine damit nicht zu xantos zu gehen und loyal zu so nem kumpel zu stehen. ich komme aus dem facepalmen gar nicht mehr raus, sry...
wenn man sich monatelang überlegt bei irgendwas einzusteigen oder wie man es macht... ich denke gerade an cryptocoins welche innerhalb von stunden sich stark verändern können, dann musst du da insta zuschlagen und nicht nachher sagen "ich wollte ja auch damals..."
Tja, das stimmt wohl Briefi, aber auch mit der Idee, die ja insgesamt nicht originell ist sondern nur in der geplanten Umsetzung "neu" wäre, ist man nicht davor geschützt, dass die großen am Markt das nachmachen. Mindestens Amazon kann so etwas ohne Schwierigkeiten ins Portfolio integrieren. Das war ja auch der Einstieg in den Thread hier, wo ich danach fragte, ob man gleich zu einer großen Seite gehen sollte.
Ich will auch nicht alles auf meinem Kumpel abladen, was die Schuld angeht, ich bin wahrscheinlich selbst hauptsächlich Schuld, da ich das langsame vorankommen ja bemerkt habe, aber auch keine weiteren Schritte unternommen habe. Zudem bin ich wahrscheinlich auch zu sehr Theoretiker und kann zwar Probleme gut durchdenken, aber hab dann nicht die Muße, es umzusetzen, weil ja theoretisch noch dies oder jenes weiterhin geklärt werden müsste...