Original von Tasci1893
Curiosity ist keine Mission, die Leben finden soll, sondern die grundsetzliche Möglichkeit und chemische Anzeichen für Leben. Ich gehe nicht davon aus, dass es selbst einfach identifizierbares Leben auf seinen Ursprung und seine Verwandtschaft mit Organismen der Erde untersuchen kann.
Davon ab hätte von der Erde unabhängiges Leben auf dem Nachbarplanet mit dem Fermi-Paradoxon (warum sehen wir kein intelligentes Außerirdisches Leben) interessante Folgen. Wenn außerirdisches Leben so häufig wäre, und sich Leben in Evolutionen entwickelt, sollte es mehrere Intelligente und Raumfahrende Zivilisationen pro Galaxie geben. Die komplette Galaxie könnte von einer dieser Zivilisationen innerhalb weniger Millionen Jahre kolonialisiert werden. Dass wir dies nicht sehen, legt Nahe, dass es nicht passiert ist.
Eine gute Erklärung dafür ist, dass Zivilisationen zerbrechen, bevor sie sich mit einer bestimmten Effektivität durch das All bewegen können.
Ob sich die Spezien selbst zerstören oder irgendwann einsehen müssen, dass interstellares Reisen nicht lohnt, für uns sind das keine zu schönen Zukunftsaussichten.
Fehlt halt auch die Annahme, wenn man von zig Raumfahrenden höheren Lebeformen pro Galaxie ausgeht: Wir für jede Zivilisation die seit xy Millionen/Mrd Jahren den Weltraum bereist uninteressant sind und wir höchstens, von uns unbemerkt, beobachtet werden. Bei der fast unendlichen Anzahl an Planeten, Rohstoffen (falls eine unendlich weiterentwickelte Spezies überhaupt groß Rohstoffe benötigt und nicht alles aus "Luft zaubern kann") und vor allem dann ja auch anderen Spezies die weiterentwickelter und auch interessanter sind, besteht doch überhaupt keinen Bedarf mit uns Kontakt aufnzunehmen. Was solls denen denn bringen. Gar nüschts.
Dass wir sie nicht sehen/hören/etc a la Radiowellen ist nunmal auch nicht schwer vorzustellen, da eine solch weiterentwickelte Spezies sich mit Sicherheit vor uns "verstecken" kann, falls wir denn so fortgeschrittene Technologie überhaupt wahrnehmen könnten, vor 200 Jahren hätte auch noch keiner Radiowellen empfangen.
Auch die großen Entfernungen zwischen den Sternensystemen werden nunmal im kosmischen Rahmen sehr paradox, eine Zivilisation die vielleicht nur 1/10 Lichtgeschwindigkeit erreichen kann, braucht um die Galaxie zu durchreisen von einem zum anderen Ende dann "gerademal" 1mio Jahre. Wenn man aber schon seit 10/100/1Mrd Jahre exisitiert, ist das doch ein Klacks, was hat man denn auch sonst anderes zu tun
Insofern fand ich das Fermi Paradoxon noch nie allzu paradox.
On Topic: Vermute auch, dass irgendwelche Grundstrukturen die Prozesse zur Erschaffung von Leben ermöglichen entdeckt wurden. Leben selbst eher nicht, aber das findet man in zukünftigen Missionen dann sicher irgendwo einige hundert Meter unter der Marsoberfläche. Lass mich aber gern vom Gegenteil überzeugen