Zur Schublade: 1/2
Es ist immer 1/2! Egal wie man sie öffnet.
Es sind 6 Schubladen und in dreien ist eine Goldmünze - Wahrscheinlichkeit beim ersten Öffnen eine zu finden ist 50%.
Wahrscheinlichkeit beim 2. oder 3. oder 4. oder 5. Öffnen eine zu finden ist immer 50%.
Wenn man jetzt die Situation komplett neu betrachtet, nachdem man bereits eine Goldmünze in der ersten Schublade gefunden hat, dann hat sich zwar die Anzahl der verbleibenden Goldmünzen reduziert, aber man muß dann auch berücksichtigen, daß man nicht mehr den Kasten mit den 2 Silbermünzen getroffen haben kann.
Folglich hat man entweder den Kasten mit 2 Goldmünzen oder den Kasten mit Gold und Silber erwischt - die Chance sind 50 zu 50.
Bei einem Vater mit 2 Kindern gibt es die Möglichkeiten, daß er JJ, JM oder MM hat.
Bei diesen Möglichkeiten JM und MJ zweimal aufzuführen ist Blödsinn.
Es gibt nur drei Kombinationen, die relevant sind.
Und wenn ein Vater NICHT zwei Söhne hat, dann hat er zwangsläufig entweder zwei Mädchen oder er hat ein Mädchen und einen Jungen.
Also nur MM oder MJ.
Und ein Vater von zwei Kindern, die nicht beide Jungen sind, hat 3 verschiedene Möglichkeiten mit einem seiner Kinder spazieren zu gehen:
1. Er geht mit einem Mädchen und lässt ein Mädchen zu Hause
2. Er geht mit einem Jungen und lässt ein Mädchen zu Hause
3. Er geht mit einem Mädchen und lässt einen Jungen zu Hause
Aus der Aufgabenstellung wissen wir, daß Fall 2 nicht möglich ist.
Wenn die Wahrscheinlichkeit für die Geburten bei Mädchen und Jungen gleich ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, daß die zwei Kinder entweder das gleiche Geschlecht oder unterschiedliche Geschlechter haben immer 50%.
Wenn man einen Kartenstapel mit zwei Karten hat (König und Dame) und davon eine zieht, die Karte danach wieder in den "Stapel" legt und mischt und dann nochmal zieht, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch 50%, daß man wieder die gleiche Karte zieht - ganz egal welche man gezogen hat.
Folglich sind es auch 50% die andere Karte zu ziehen.
Und bei einem Vater, der offensichtlich eine Tochter hat, ist die Wahrscheinlichkeit analog dazu eben auch 50%, daß das zweite Kind auch eine Tochter ist und 50%, daß es ein Sohn ist.