Wegen der Motivationen von Regierungen:
Es gibt ein paar Regierungen, die sich stabilisieren über vermeintliche Bedrohungen von aussen. Beispiele sind die Feindbilder, die die Regierungen der NATO-Staaten und der Warschauer Pakt Staaten gefördert haben, die Feindbilder, die in Nordkorea gegenüber fast allen anderen Staatsideologie sind oder die von fast allen anderen gegenüber Nordkorea, Iran, der Achse des Bösen oder sonstwas. Es geht immer um den Rückhalt in der Bevölkerung und der ist mit Feindbildern leicht zu erzielen. Äussere Bedrohungen lenken auch gut von eigenen Schwächen ab und werden zur Rechtfertigung von Freiheitseinschränkungen verwendet, zur Militarisierung der Gesellschaft oder ganz allgemein für Unterdrückungsmassnahmen. Wenn man dann noch etwas beweisen oder wenigstens belegen kann, dann ist das noch viel besser als blosse Verschwörungstheorien (die z. B. die ideologische Grundlage des Dritten Reichs waren und zum Teil auch auch der Sovietunion) oder die Unterstellung böser Absichten.
Gemeinsame Sache machen mit Ausserirdischen richtet sich nicht nur gegen eine bestimmte Nation, sondern gegen die ganze Menschheit und würde sich besonders gut zur Dämonisierung eines als feindlich wahrgenommenen Staates eignen. Die Motivation ist mit Sicherheit da.
Dass Leute tatsächlich glauben, etwas zu sehen, was gar nicht da ist, ist seit langem bekannt. Das sind keine Betrüger, sondern Leute, die sich irren. Auch das Prinzip der Massenpsychose ist bekannt. Es kommt durchaus vor, dass eine ganze Gruppe von Leuten sich gemeinsam täuscht und dieselbe Interpretation haben. Oft haben Gruppen Meinungsführer, die ihre Ansichten äussern, und wenn keine grobe Verletzung der eigenen Wahrnehmung stattfindet, dann passen sie ihre Ansichten an. Es gibt einen Hang zur Konformität, weil Konformität die eigenen Lebensumstände verbessert. Beobachtungen von Menschen sind nicht zuverlässig. Auch dann nicht, wenn eine grosse Gruppe von Menschen der gleichen Ansicht sind. Deswegen versucht sich die Wissenschaft mit Protokollen zur Messmethodik dagegen abzusichern. Die Genauigkeit einer wissenschaftlichen Messung haben Beobachtungen von uninformierten Laien nicht. Die wissen im Zweifel einfach nicht, was sie da sehen und können es auch nicht beurteilen.
Ein wichtiger Aspekt ist, dass sich Leute systematisch darin überschätzen, Dinge beurteilen zu können, obwohl sie keine Expertise darin haben. Unterschätzen tut sich fast keiner. Das ist der Dunning - Kruger Effekt und er gilt als nachgewiesen. Das ist Teil der menschlichen Psychologie.
Weiter gibt es Medien, die ihr Geld damit verdienen, sensationalistische Stories aufzubauschen. Die Nachricht, dass Ausserirdische irgendwo gesichtet werden, wird viel eher weiterverbreitet als die Nachricht, dass irgend welche Autoscheinwerfer einen Baum angeleuchtet haben und der dann komische Schatten warf. Das mit den Autoscheinwerfern passiert mit Sicherheit viel häufiger als das mit den Aliens, in der Darstellung der Medien wird aber die Bedeutung umgekehrt, weil das Ungewöhnliche berichtet wird und nicht das Gewöhnliche. Das bedeutet, die Darstellung, dass Leute Ausserirdische gesichtet haben, wird berichtet, weil sie ungewöhnlich ist. Sie wird nicht vor der Berichterstattung auf Genauigkeit überprüft, weil dann sehr wahrscheinlich herauskommt, dass etwas ganz Gewöhnliches dahintersteckt, das dann gar nicht mehr berichtenswert ist. Zusätzlicher Rechercheaufwand hat eine hohe Wahrscheinlichkeit, wirtschaftlichen Schaden anzurichten, deswegen wird nicht weiter recherchiert.
(Wobei sich das im zitierten Fall aus Australien gelohnt hätte, weil man einem geheimen Regierungsprogramm hätte auf die Spur kommen können, das in der Bevölkerung gesundheitlichen Schaden anrichtet. Das wäre eine Nachricht gewesen, die ihr Publikum auch gefunden hätte. Konnte man vorher nicht wissen.)