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Windkraft billiger als Kernkraft?

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kanalratte
Beigetreten: 27.03.2005
Oldschool Grinder

Original von 3nJ0yIT
Wo habe ich denn etwas von einem KKW der 4. Generation geschrieben?

Und faktisch ist Desertec bereits tot (bevor es überhaupt angefangen hat)

Faktisch werden bald erste Grosskraftwerke gebaut... ob das jetzt unter dem Namen Desertec passiert oder nicht, ist doch wirklich komplett egal?


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Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von 3nJ0yIT
Wo habe ich denn etwas von einem KKW der 4. Generation geschrieben?

Nachfolgend ist deine Zustimmung.
Weißt Du nicht genau, wem oder was Du zustimmst?
Ist das dann bei der Kernenergie genau so, dass Du nicht weißt, was Du hoch hältst?

Original von 1u21
Gibt doch mehr als genug Leute, die daran glauben, dass Sonne und Wind genug Energie liefern und sich das Speicherproblem bald lösen lässt. Also warum denen nicht das Geld aus der Tasche mit solch einem Mist ziehen? Ich würde es nicht viel anders machen als die Firmen. Nur will ich als Privatperson nicht für diesen Mist mitzahlen. Da stecke ich lieber das Geld, was uns das EEG kostet, in konventionelle Kraftwerke, wie z.B. Kernkraftreaktoren der 4. Generation, die schon konstruktionsbedingt eine Kernschmelze unmöglich machen, in den DFR oder Kohle- und Gaskraftwerke.

Original von 3nJ0yIT
bin ganz auf deiner Seite


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Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Ok, die Zustimmung bezog sich eher auf "Gibt doch mehr als genug Leute, die daran glauben, dass Sonne und Wind genug Energie liefern und sich das Speicherproblem bald lösen lässt." und nichtsdestotrotz finde ich die Weiterentwicklung von AKWs (und Fusionskraftwerken) zukunftsträchtiger.

Zu Desertec:

Nicht nur Siemens, sondern auch Bosch ist ausgestiegen ;) Und ob Schott Solar es noch lange macht?

Und nochmal zu den Nordafrikanischen Projekten:
Ich möchte nicht von einem Operettenkrieger eines dieser Staaten abhängig sein, der dann am europäischen Lichtschalter sitzt. Wenn dort mal wieder der "Frühling" (gefühlt alle 2 Jahre) ausbricht, geht es sowieso drunter und drüber. Die interessiert dann bestimmt nicht, ob wir Europäer Strom haben oder nicht.

Desweiteren darfst du in allen Südeuropäischen Staaten das Leitungsnetz quasi neu aufbauen, denn die sind überhaupt nicht in der Lage solche Strommengen zu transportieren. Wer soll das bezahlen?

Und ich weiß nicht, ob man Sandstürme, die in den Wüsten recht häufig vorkommen, mit denen in den USA vergleichen kann in Bezug auf "Erblindung".


Antwort
Zitat
DiscoRpion
Beigetreten: 06.02.2006
PokerStrategist

Wissenschaftliche Studien zu Desertec wurden zwischen 2004–2007 vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführt. Im Szenario der Studien wird bis 2050 durch die Nutzung von Wind und Wüstensonne die Meerwasserentsalzung für die MENA-Region ermöglicht, rund zwei Drittel des steigenden regionalen Energiebedarfs gedeckt und genug Energie für den Export zur Verfügung gestellt, um etwa 17 % des prognostizierten EU-Strombedarfs zu decken. Die Studien ergaben, dass diese Ziele – bei Zugrundelegung bestimmter Annahmen z.B. hinsichtlich Preisen und Nachfrage – technisch und wirtschaftlich realisierbar sind und ökonomische und/oder ökologische Vorteile für alle Partner bieten.[4] Die Dii GmbH veröffentlichte im Juni 2012 eine weitere Studie unter dem Titel „Desert Power 2050“.

Ab etwa 2020 soll ein Teil der produzierten elektrischen Energie nach Europa geliefert werden, der überwiegende Teil soll in afrikanischen Staaten verbraucht werden. Eine Verkürzung auf „Strom für Europa“, wie gerade in Deutschland häufig der Fall, sei laut DII-Geschäftsführer Paul van Son falsch.[5]

Am 27. Juni 2013 berichtet die Süddeutsche Zeitung, in der Planungsgesellschaft DII stehe die Zukunft des gesamten Projekts in Frage; die Verhandlungen mit dem Transitland Spanien seien schwierig und der zusätzliche Strom würde in Europa möglicherweise gar nicht benötigt.[6] Am 30. Juni wurde bekannt, dass die Desertec-Foundation die Mitgliedschaft bei der DII gekündigt hat. Die Stiftung hält die Namensrechte am Wüstenstromkonzept.[7]

Quelle Wikipedia.

Hmm, überzeugt mich jetzt so auf die Schnelle nicht unbedingt davon, dass ich mich in Kürze (will ja nicht auf die KKW der 4.Gen warten...) zu einem großen Teil mit der Energie/Strom versorgen lassen kann, die in Afrika "produziert" wird...

Und bei einem KKW in Deutschland sehe ich auch ein etwas geringeres Risiko für "Rebelleneinfluss" als bei .... ja.. eigentlich bei allem was außerhalb von (Mittel-)Europa so passiert...


Antwort
Zitat
kanalratte
Beigetreten: 27.03.2005
Oldschool Grinder

Auf das Argumten, dass unser Öl und unser Uran z.T. noch aus viel schlimmeren Staaten stammt, geht ihr dann aber nullkommanull ein oder?^^
Keiner sagt ja, dass wir uns blind auf Desertec verlassen sollen. Desertec ist ein grösserer Mosaikstein in der Energiezukunft der Europa-MENA-Region.

Ich find es wirklich amüsant, dass Länder wie Tunesien und Marokko so eingeschätzt werden, dass da jederzeit plötzlich irgendwelche Rebellen den Stecker ziehen könnten. Und gleichzeitig sind AKW der Heilbringer der Zukunft? Ich bin ja auch kein AKW-Hysteriker aber wenn man die aktuellen AKW Projekte genauer anschaut und dann auch noch Fukushima und die fehlende Unterstützung der Bevölkerung für neue AKW miteinbezieht, dann ist es doch total unrealistisch, dass in Deutschland bald neue AKW gebaut werden.

Guckt euch das finnische Projekt an... schaut was in GB für Förderungen vom Staat garantiert werden, damit da überhaupt wer neue AKW bauen will. Atomstrom ist schlicht und einfach nicht mehr so billig in Zukunft wie er mal war. Die heutigen AKW sind doch alle schon praktisch auf 0 abgeschrieben und massiv unterversichert. Kein Wunder wird da billiger Strom produziert. Zukünftige Projekte haben aber diese Vorteile nicht mehr.

Damit meine ich immer die AKW der heutigen Generation. Wenn da tatsächlich mal was marktreifes kommen sollte, dass 100% sicher ist, keine lang strahlenden Abfälle produziert und auch in der Gewinnung der Rohstoffe nicht mehr riesige Umweltschäden verursacht, dann bin ich als erster bereit, meine Meinung zu revidieren. Aber das ist bei all den tollen Berichten, die hier zitiert werden mMn einfach noch längst nicht der Fall. Und wer diese ganzen Studien und Pilotprojekte dann finanzieren soll, ist ja wohl auch klar? :).


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Zitat
chefko
Beigetreten: 08.02.2007
Oldschool Grinder

was die meisten nicht checken, ist das businessmodell dahinter.

erneuerbare Energieträger sind dezentral, ergo können dass kleine gemeinschaften oder unternehmen in dem bereich projekte stämmen.

für AKWs braucht man nen fetten EVU wie die RWE EON oder EDF dahinter. die energiewendet schadet diesen unternehmen (rasen richtung pleite). also ist ein politisches commitment einfach nur die Stützung der großen stromkonzerne.

diese geplänkel was wirtschaftlich oder ökologisch sinnvoll ist ist was für das kleine volk. das sind aber nicht die faktoren die entscheidend sind.


Antwort
Zitat
kanalratte
Beigetreten: 27.03.2005
Oldschool Grinder

Du hast sicher recht, gilt natürlich vor allem für die PV. Aber die grossen offshore Windanlagen oder mögliche Solarthermische Kraftwerke werden ja auch vor allem von grossen und finanzstarken Playern gebaut und betrieben. Ganz blind sind ja die EVU auch nicht :)


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009
Oldschool Grinder

Original von chefko
was die meisten nicht checken, ist das businessmodell dahinter.

erneuerbare Energieträger sind dezentral, ergo können dass kleine gemeinschaften oder unternehmen in dem bereich projekte stämmen.

für AKWs braucht man nen fetten EVU wie die RWE EON oder EDF dahinter. die energiewendet schadet diesen unternehmen (rasen richtung pleite). also ist ein politisches commitment einfach nur die Stützung der großen stromkonzerne.

diese geplänkel was wirtschaftlich oder ökologisch sinnvoll ist ist was für das kleine volk. das sind aber nicht die faktoren die entscheidend sind.

Ja. Nur gönnen die Deutschen dem Nachbarn seine bescheidenen Einkünfte aus Photovoltaik oder einer Bauerngemeinschaft den Zusatzverdienst durch Windenergie nicht.

Dabei fällt für die großen EVUs mehr als genug ab. Die gerade konstruierten Offshore Windanlagen werden sogar für Strom, den sie liefern könnten, aber aufgrund fehlender Netzanbindung nicht liefern können, bezahlt.

Die langfristige Abschaffung von Kohle-, Braunkohle- und Kernkraftwerken zur Stromerzeugung ist mMn alternativlos unausweichlich.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Wie ich dieses "alternativlos" einfach nur verabscheue.


Antwort
Zitat
1u21
Beigetreten: 23.11.2006
Poker Player

Seid ihr Energiewendebefürworter euch im klaren, wieso die Menschen damals anfingen Energie aus Kohle, Gas und Uran zu gewinnen?

Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.

George Santayana


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009
Oldschool Grinder

Ich tausche das Wort gerne für dich.

Ist 'unausweichlich' genehm?


Antwort
Zitat
Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Original von 1u21
Seid ihr Energiewendebefürworter euch im klaren, wieso die Menschen damals anfingen Energie aus Kohle, Gas und Uran zu gewinnen?

Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.

George Santayana

nein, aber wieso klärst du uns nicht auf? willst du dein wissen für dich behalten, erleuchteter?


Antwort
Zitat
Nanni88
Beigetreten: 07.08.2009
Elite Grinder

Original von lemslin
Ich tausche das Wort gerne für dich.

Ist 'unausweichlich' genehm?

Unwörter des Jahres zu nutzen ist schon ein bisschen tiltend ^^
Hat schon seinen Grund, weshalb Sie diesen wenig ruhmreichen Titel erlangt haben.


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009
Oldschool Grinder

Original von Nanni88

Original von lemslin
Ich tausche das Wort gerne für dich.

Ist 'unausweichlich' genehm?

Unwörter des Jahres zu nutzen ist schon ein bisschen tiltend ^^
Hat schon seinen Grund, weshalb Sie diesen wenig ruhmreichen Titel erlangt haben.

Der Grund war, dass viele politische Entscheidungen von z.B. Merkel als
'alternativlos' tituliert wurden. Das Problem dabei war, dass das meist gelogen war.

In diesem Zusammenhang jedoch, mit dem Wissen der Begrenztheit der Vorkommen von Uran, Kohle, Öl und Gas, kann der Begriff legitim verwendet werden.

Kein Grund zu tilten ;)


Antwort
Zitat
1u21
Beigetreten: 23.11.2006
Poker Player

Original von Egozocker

Original von 1u21
Seid ihr Energiewendebefürworter euch im klaren, wieso die Menschen damals anfingen Energie aus Kohle, Gas und Uran zu gewinnen?

Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.

George Santayana

nein, aber wieso klärst du uns nicht auf? willst du dein wissen für dich behalten, erleuchteter?

Sehr schön. Du hast nun den Beweis erbracht, dass Energiewendebefürworter sich vor der Realität verschließen und der Gegenseite nicht zuhören.


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009
Oldschool Grinder

Original von 1u21

Original von Egozocker

Original von 1u21
Seid ihr Energiewendebefürworter euch im klaren, wieso die Menschen damals anfingen Energie aus Kohle, Gas und Uran zu gewinnen?

Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.

George Santayana

nein, aber wieso klärst du uns nicht auf? willst du dein wissen für dich behalten, erleuchteter?

Sehr schön. Du hast nun den Beweis erbracht, dass Energiewendebefürworter sich vor der Realität verschließen und der Gegenseite nicht zuhören.

:facepalm:


Antwort
Zitat
h1as
Beigetreten: 01.09.2007
Oldschool Grinder

@ Fusionsreaktor: Atomreaktoren hatten auch einmal den Ruf einer sauberen, sicheren und billigen Stromquelle.

Mal ganz abgesehen von der technischen Machbarkeit ( als mein Dad die Uni besuchte war von 50 weiteren Jahre Forschungsarbeit die Rede, und jetzt wird mir das selbe erzählt ^^), kann es beim Fusionsreaktor auch zu derzeit gar nicht bedachten Risiken kommen..


Antwort
Zitat
zickei
Beigetreten: 05.10.2006
Elite Grinder

Um mal wieder zum Thema Windkraft zurück zu kommen ...

Drohende Insolvenz
Prokon warnt Investoren vor Rückzug

Medienberichte und Warnungen von Verbraucherschützern haben beim Energiefinanzierer Prokon zu einem massiven Mittelabfluss geführt. Dem Unternehmen droht nun die Insolvenz – und Prokon mahnt Investoren zum Verbleib.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/fonds/nachrichten/drohende-insolvenz-prokon-warnt-investoren-vor-rueckzug/9318598.html


Antwort
Zitat
Nanni88
Beigetreten: 07.08.2009
Elite Grinder

Original von h1as
@ Fusionsreaktor: Atomreaktoren hatten auch einmal den Ruf einer sauberen, sicheren und billigen Stromquelle.

Mal ganz abgesehen von der technischen Machbarkeit ( als mein Dad die Uni besuchte war von 50 weiteren Jahre Forschungsarbeit die Rede, und jetzt wird mir das selbe erzählt ^^), kann es beim Fusionsreaktor auch zu derzeit gar nicht bedachten Risiken kommen..

Also bist du der Meinung, dass man die riesige Chance Fusionskraftwerk ungenutzt lassen soll, weil du unbekannte Gefahren siehst? Mit gleicher Begründung könntest du jede Technologie anprangen.
Gerade weil schon so lange daran geforscht wird, sprechen alle praktischen Erfahrungen absolut gegen Gefahr. Bei Kernkraftwerken wusste man schon bei den ersten Reaktoren, dass da auch mal richtig scheiße passieren kann.
Und außerdem hat sich sehr sehr viel getan, seit dein Vater an der Uni war. Mittlerweile werden nämlich Kernfusionen durchgeführt. Es geht nur noch darum, dass das ganze auch wirtschaftlich betrieben werden kann, also mehr Energie gewonnen wird, als man investiert.


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009
Oldschool Grinder

Original von Nanni88

Original von h1as
@ Fusionsreaktor: Atomreaktoren hatten auch einmal den Ruf einer sauberen, sicheren und billigen Stromquelle.

Mal ganz abgesehen von der technischen Machbarkeit ( als mein Dad die Uni besuchte war von 50 weiteren Jahre Forschungsarbeit die Rede, und jetzt wird mir das selbe erzählt ^^), kann es beim Fusionsreaktor auch zu derzeit gar nicht bedachten Risiken kommen..

Also bist du der Meinung, dass man die riesige Chance Fusionskraftwerk ungenutzt lassen soll, weil du unbekannte Gefahren siehst?

Das schreibt er genau wo?

Original von Nanni88
Mit gleicher Begründung könntest du jede Technologie anprangen.
Gerade weil schon so lange daran geforscht wird, sprechen alle praktischen Erfahrungen absolut gegen Gefahr. Bei Kernkraftwerken wusste man schon bei den ersten Reaktoren, dass da auch mal richtig scheiße passieren kann.
Und außerdem hat sich sehr sehr viel getan, seit dein Vater an der Uni war. Mittlerweile werden nämlich Kernfusionen durchgeführt. Es geht nur noch darum, dass das ganze auch wirtschaftlich betrieben werden kann, also mehr Energie gewonnen wird, als man investiert.

Dieses 'nur' dauert halt 50 Jahre. Zumindest wird das heute behauptet.
Weiterhin ist dein Posting recht naiv. Sobald nämlich Fusionsreaktoren mit Tritium betrieben werden sollen, kann es ganz schnell sehr unangenehm für Mitarbeiter und Anwohner werden.


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