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Windkraft billiger als Kernkraft?

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Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Original von philwen
@Djax

nochmal zum thema crashtest und dem vergleich mit dem auto-crashtest.
dein vorschlag eines crashtests bei akws (alle sicherheitsmaßnahmen ausschalten etc) wäre ungefähr so als wenn man einen neuen mercedes nimmt. gurte, airbags &co ausbaut und ihn dann gegen eine wand fährt. DIESE art von crashtest ist allerdings ziemlich sinnvoll, man will schließlich wissen ob die sicherheitsmechanismen funktionieren. diese crashtests (die du nicht als solche bezeichnen willst) werden aber gemacht...

Ich schlage das nicht vor sondern weise nur darauf hin das dies so ist. Bei Autos werden ebenfalls Ausfälle von Sicherheitseinrichtungen getestet. Z.B. darf ein Ausfall des ABS nicht dazu führen das die Bremsung ausfällt usw.
Letztlich ist der Punkt auch geschenkt weil es mir darum gar nicht ankommt und da bereits vor Gericht festgestellt wurde das die Dinger da hochgefährlich einen Berstschutz um den Reaktordruckbehälter brauchen (Freiburg 1977) dann kann man aber nicht mehr die geforderten Prüfungen des Behälter durchführen :) Sehr weiser Richter! Deshalb ist seit 30 Jahren keine Genehmigung mehr erteilt worden und es wird auch keine mehr erteilt werden.

wenns um die frage der energieversorgung geht haben wir im moment die wahl zwischen pest und cholera. so weit wie ich das einschätzen kann ist kernkraft in D vergleichweise sicher - aber selbst wenn es nur die 0,0000001% wahrscheinlichkeit für einen super-GAU gibt, ist diese zu hoch...

Natürlich ist sie sicher bis dann halt der Super-Gau kommt.

in D lässt sich in absehbahrer zeit aber auch nicht alles mit erneuerbaren energie versorgen (dafür fehlt uns die sonne, die speichermöglichkeiten und der konstante wind). mal ganz davon abgesehen dass die produktion von manchner erneuerbaren energie-anlage alles andere als ökologisch ist

Es wird sich hier auch immer nur auf Stromerzeugung konzentriert. Der größte Energiebedarf von privaten Haushalten ist die Wärmeerzeugung. Und diese geschieht zum Großteil mit Öl und Gas. Da sollte man erstmal ansetzten und dann kann man dafür mit vielen schöne günstigen zuverlässigen ungefährlichen Gaskraftwerken Strom erzeugen. Aber das wär ja vernünftig...


Antwort
Zitat
afrika1988
Beigetreten: 13.07.2007
BlackMember

@1u21 mit hochkenzentriert meine ich die tatsache, dass der scheiss die nahrungskiette anch oben wandert und immer konzentrierter wird, desto größer das tier bzw desto höher es in der nahrungskette steht. denke das brauche ich nicht weiter zu erläutern.

ihr wollt mir erzählen, dass nur 700kk menschen zugang zu strom haben? würde mal behaupten allein in amerika haben 90% der menschen täglich zugang zu strom. was übern daumen 300kk sind

natürlich sterben mehr menschen im verkehr als durch die folgen von atomenergie: zumidest noch, da es über die folgend er Atomernergie und unfälle noch nicht genug nachweise und belege gibt, aber die leuten müssen nunmal am verkehr in einer oder der anderen form teilnehmen, wogegen Atomenergie nicht notwendig ist. also ist es eben doch wie äpfel und birnen zu vergleichen.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Naja, ich würde mal die steile These aufstellen, dass wir ohne Atomenergie technologisch heute noch auf dem Stand der 80er/90er Jahre wären.

Oder wie hättest du die "Stromlücke" gefüllt?


Antwort
Zitat
Nanni88
Beigetreten: 07.08.2009
Elite Grinder

Es ging um den Anteil von Atomstrom.
~ 6 Mrd. Menschen haben etwa Zugang zu Strom, bei dem Anteil von Atomstrom 11 % wären es dann grob 700 Mio.


Antwort
Zitat
1u21
Beigetreten: 23.11.2006
Poker Player

@afrika1988:

Du vergisst, dass Radioaktivität mit der Zeit abnimmt. Ganz im Gegensatz zu Schwermetallen oder anderen hochgiftigen Chemikalien, die sich anreichern. Übrigens: Das Meer ist die größte bekannte Uranmine und das mit Abstand. So viel zu anreichern.
Wie schon ein paar Seiten vorher gesagt. Radioaktiver "Müll" ist böse, hochgiftiger Schlamm für PV/WKA ist gut.

Wärst du Konsequent genug, würdest du Ähnliches fordern, wie ich. So willst du nicht wahrhaben, dass es für das Problem eine Lösung gibt.

Und zum Thema einfach die alten Anlagen durch neue Ersetzen:

Welche Unternehmen sollen noch in 10 Jahren existieren, die solche Anlagen herstellen? In Deutschland krüppeln alle Hersteller vor sich hin und in China sieht es nicht besser aus.

Deutschland
China


Antwort
Zitat
kanalratte
Beigetreten: 27.03.2005
Oldschool Grinder

Original von 1u21
Welche Unternehmen sollen noch in 10 Jahren existieren, die solche Anlagen herstellen? In Deutschland krüppeln alle Hersteller vor sich hin und in China sieht es nicht besser aus.

Deutschland
China

Das ist doch ein ganz normaler Vorgang in einem Markt der langsam reif wird. Viele nicht marktfähige Unternehmen sterben und die besten, innovativsten und günstigsten Anbieter überleben. PV-Module beispielsweise ist ein relativ einfach herzustellendes Gut und die Anbieter können relativ einfach ihre Kapazitäten ausbauen, wenn es einen Markt dafür gibt. Da gab es jetzt halt die letzten Jahre massive Preis- und Innovationskämpfe mit einem hohen Überangebot. Das wird sich aber auch wieder legen, da weltweit die Märkte massiv im Wachstum begriffen sind (insbesondere Asien).


Antwort
Zitat
zickei
Beigetreten: 05.10.2006
Elite Grinder

Original von kanalratte

Original von 1u21
Welche Unternehmen sollen noch in 10 Jahren existieren, die solche Anlagen herstellen? In Deutschland krüppeln alle Hersteller vor sich hin und in China sieht es nicht besser aus.

Deutschland
China

Das ist doch ein ganz normaler Vorgang in einem Markt der langsam reif wird. Viele nicht marktfähige Unternehmen sterben und die besten, innovativsten und günstigsten Anbieter überleben. PV-Module beispielsweise ist ein relativ einfach herzustellendes Gut und die Anbieter können relativ einfach ihre Kapazitäten ausbauen, wenn es einen Markt dafür gibt. Da gab es jetzt halt die letzten Jahre massive Preis- und Innovationskämpfe mit einem hohen Überangebot. Das wird sich aber auch wieder legen, da weltweit die Märkte massiv im Wachstum begriffen sind (insbesondere Asien).

Der Markt ist nicht reif sondern es war eine durch Subventionen verursache Blase. Einige haben kurz profitiert und sind dann in die Insolvenz gerutscht, Arbeiter / Studenten hatten Arbeit und haben jetzt wieder keine und die Dummen sind die Stromzahler die auf Jahrzehnte den Schwachsinn weiter finazieren müssen. Da immer noch Subvenzioniert wird und die Energiewende weiterhin planlos Blasen und Kosten verursacht, kann die Solarenergie weiterhin nicht den Platz einnehmen der angemessen wäre. Meiner Meinung nach wäre dieses die Häuser an denen die Anlage montiert ist mit Strom zu versorgen und eventuell einen kleinen Teil ins Netz zu speisen - also das genaue Gegenteil vom aktuellen Zustand. Leider wird dann wenn es wirklich nötig werden würde von der Solarenergie nicht mehr viel übrig bleiben.


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von zickei
Der Markt ist nicht reif sondern es war eine durch Subventionen verursache Blase. Einige haben kurz profitiert und sind dann in die Insolvenz gerutscht, Arbeiter / Studenten hatten Arbeit und haben jetzt wieder keine und die Dummen sind die Stromzahler die auf Jahrzehnte den Schwachsinn weiter finazieren müssen. Da immer noch Subvenzioniert wird und die Energiewende weiterhin planlos Blasen und Kosten verursacht, kann die Solarenergie weiterhin nicht den Platz einnehmen der angemessen wäre.

Da sieht man doch wieder Mal, wie unterschiedlich die Auffassungen doch sind.
Mit dem EEG hat man die Forschung und den Prozess zur Marktreife finanziert. Die Forschung hätte z. B. auch mit vielen Steuermittlen in Labors passieren können. Das muß nicht billiger sein. Da an sich alle Strom brauchen, ist es ja egal, ob das über den Strompreis oder über den Staatshaushalt gesteuert wird. Das Problem sind so oder so die politischen Ausnahmen. Die Höhe hat sich in verschiedenen Anpassungsschritten von Preisen/Kosten/Rationalisierung und den garantierten Einspeisevergütungen immer so dargestellt, dass eine normale sichere Rendite für eine unternehmerische Investition gegeben war.

Original von zickei
Meiner Meinung nach wäre dieses die Häuser an denen die Anlage montiert ist mit Strom zu versorgen und eventuell einen kleinen Teil ins Netz zu speisen - also das genaue Gegenteil vom aktuellen Zustand. Leider wird dann wenn es wirklich nötig werden würde von der Solarenergie nicht mehr viel übrig bleiben.

Es gibt verbilligte KfW-Kredite mit Tilgungszuschuß für Anlagen mit Batteriespeicher!?
Weißt Du das nicht, oder verstehe ich da was falsch?


Antwort
Zitat
1u21
Beigetreten: 23.11.2006
Poker Player

Der Batteriespeicher ist ein Rohrkrepierer. Du hast nur im Sommer genug Sonneneinstrahlung, um das Teil zu füllen und etwas davon zu haben. Den Rest des Jahres ist das Teil so gut wie immer leer, da dein Eigenverbrauch höher ist als die PV-Anlage überhaupt liefern könnte. Hab so ne nette Milchmädchenrechnung gesehen, dass die PV-Anlage im Winter die gleiche Strommenge liefern soll, wie im Sommer. Hat ein Verkäufer meinem Vater aufschwatzen wollen, aber nachdem er die Grafik auf Seite 10 gesehen hat, hat er das Angebot direkt abgelehnt.

Link

2013 gab es eine installierte Leistung von 35GW in Deutschland. Im Dezember wurden damit ganze 800GWh Energie eingespeist. Macht für den Monat also knappe 23h oder pro Tag ganze 45 Minuten Vollleistung und das wars. Wer will mir erzählen, dass man sich damit selbst versorgen kann?

Annahme: Auf dem Dach werden in einem 5-Personen-Haushalt 10kWp installiert. Der Haushalt verbraucht pro 2400kWh Strom.
Runtergebrochen von den Daten von EEX ergibt sich für den Monat Dezember also eine produzierte Energiemenge von 0,3kWh. Reicht also gerade mal für ein paar Stunden Fernseher laufen, mehr aber auch nicht. Der Rest muss aus konventionellen Kraftwerken kommen. Ganz tolle Energiewende...


Antwort
Zitat
kanalratte
Beigetreten: 27.03.2005
Oldschool Grinder

In deiner tollen Rechnung steckt doch ein grober Fehler oder bin ich zu dumm?

Angenommen die 10kWp Anlage produziert im Dezember 23h auf Volllast und sonst nix (in etwa die Zahlen, die du verwendet hast), dann sind das doch 230kWh für den Monat Dezember. Angenommen der Haushalt braucht pro Jahr 2400kWh Strom (was eher knapp bemessen ist), dann deckt man ja selbst im so schwachen Dezember mit der 10kWp Anlage mehr als seinen Monatsbedarf...

Bin ja net grad bewandert im Rechnen mit Stromleistung aber das müsste doch so stimmen?

Und ausserdem macht ja in der Energiewende der Mix die Musik. Im Dezember hast du wenig Sonne dafür weht wohl der Wind an der Ost- und Nordsee ganz schön. Siehe hierzu Seite 13 deines Links. Im Dezember 2013 wurde über das ganze Jahr gesehen am meisten Wind- und Solarstrom produziert. Das löst noch immer nicht das Problem der Speicherung aber wenn man in Zukunft einen vernetzten MENA-Raum hat, dann kann man die regionalen Schwankungen imo ganz gut ausgleichen. Dass das nicht billig und auch nicht einfach zu bewerkstelligen ist, ist ja auch klar aber wie diverse Beispiele ja zeigen, baut in Europa auch keiner mehr einfach so ohne Förderungen oder massiven Budgetproblemen und Verzögerungen ein AKW.


Antwort
Zitat
1u21
Beigetreten: 23.11.2006
Poker Player

Rechenfehler mit dem Faktor 1000. Mein Fehler. Ändert trotzdem nichts an der Aussage, dass die Batterie ein Rohrkrepierer ist, da man eh von den Tageszeiten abhängig ist. Die haben eine begrenzte Speichermenge von oft nur 2-3kWh. Liegen die 10kWp voll an, sind die Speicher schnell voll. Jetzt müssen wir realistisch rechnen, was die Batteriefüllung betrifft.

In den Stunden von 9-15 Uhr scheint die Sonne im Winter mit annehmbarer Intensität. Die Anlage läuft für diese Zeit mit 1,6kW und benötigt zum Füllen der Batterie knappe 2h. In der Zeit muss der Strom aus konventionellen Kraftwerken kommen. Die restlichen 4h können frei genutzt, aber es sollten die vollen 1,6kW auch genutzt werden, da sich nicht mehr speichern lässt. Heißt also Kochen, Wäsche waschen und andere energieintensive Tätigkeiten in der Zeit durchführen. Sind die Eltern beide berufstätig, werden also 4h sinnlos verbraten und sind weg. Ist nur ein Elternteil berufstätig, können diese Energiemengen genutzt werden. Nur musst dann dieser Elternteil immer schauen, wieviel Leistung gerade von der PV-Anlage bereitgestellt wird und diese dann auch nutzen. Ärgerlich ist dann nur, wenn sich Wolken vor die Sonne schieben und dann das Kochen/Waschen eingestellt werden muss, da die Batterie sonst entladen wird. Ganz ärgerlich ist, wenn die Verteilung nicht konstant ist, sondern die Energiemenge in der kürzesten Zeit erbracht wird und man die nicht nutzen kann. Ist so wie damals der Müller mit der Mühle. Starker Wind, aber kein Getreide da. Kein Wind, aber stets Getreide da.

Deswegen verstehe ich es nicht, dass man freiwillig zurück ins Mittelalter will und sich Wind und Wetter unterwerfen will. Da kann man genauso gut wieder auf die Bäume klettern oder in die Höhlen zurückgehen.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

"Bei einer 10 kW-PV-Anlage (100 m² Flächenbedarf) schwankt die jährliche Solarstromernte somit zwischen 7.000 und 13.000 kWh"

Quelle: http://www.tittmann-solar.de/index.php?name=Photo&file=pvplan

"Die genannten 350 bis 400 Kilowattstunden Strom erzeugt eine Photovoltaik Anlage im Winter ca. mit einem Kilowattpeak Nennleistung (1 kWp). Oder anders gesagt, 350 bis 400 Kilowattstunden Strom können Sie zwischen Oktober und April in etwa mit 1 kWp Photovoltaik in Deutschland erzeugen."

Quelle: http://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/elektroheizung/ertrag-im-winter

--> macht für eine 10 kWp Anlage (das ist schon eine ziemlich große Anlage) 3500 kWh bis 4000 kWh im kompletten Winter! (Oktober bis April) --> sind im Wintermonat im Schnitt ca. 600 kWh

Jetzt kommt das Problem: Wie speicherst du die überschüssige Energie? Wenn du 600 im Monat hast, sind das 20 kWh am Tag und das sind wiederum ca. 2,5 kWh pro Stunde (auf die Sonnenstunden bezogen und ja hier liegen die Höchst und Niedrigsten kWh weit auseinander, habe es aber mal geglättet) die gespeichert werden wollen.

"Blei-Säure-Akkus kosten nur 20% - 25% im Verhältnis zu Li-Ionen-Akkus. Als Faustformel kann man momentan mit ca. 200,- Euro für die Speicherkapazität von einer Kilowattstunde rechnen. Die Lithium-Ionen-Lösung kostet dagegen ca. 800 € bis 1.000 € pro kWh. "

Quelle: http://www.photovoltaik-web.de/batteriesysteme-akkusysteme-pv/kostenvergleich-akkusystem.html

Du musst deinen Strom entweder verbrauchen oder in den Akku pumpen.
Jetzt rechnen wir mal wieder: Du verbrauchst also im Monat (ist sehr simpel gerechnet) ca. 200 kWh. Deine Anlage liefert 600 kWh. Da du ja nicht weißt wann es bewölkt, schneit etc. musst du natürlich deinen Akku so dimensionieren, dass du mal mindestens eine Woche komplett ohne Strom auskommen kannst (bei extremwetterlagen wird das aber auch eng).

200 kWh sind ca. 7 kWh am Tag, sind ca. 47 kWh in 7 Tagen. Das macht dann für den Blei-Akku um die 10000 Euro die du investieren müsstest. Bei Li-Ionen Akkus bist du bei ca. 47000 Euro für den Akku.

Nun hast du das Problem, dass der Akku ja ständig ge- und entladen wird. Nach 3000 Ladezyklen macht der Blei-Akku schlapp.

Wenn ich das so mal durchrechne... nein danke... und das auch noch bei nur 2400 kWh bei einem 5 Personen Haushalt?!? Sind wohl eher 5000 kWh, also gleich mal der doppelte Preis für Akkus.

Ist alles sehr einfach gerechnet, dürfte aber grob hinkommen.

Edit:

Habe gerade einen Link gefunden, der meine Akku-Rechnung sprengt, da er wesentlich höhere Preise für den Akku angibt:

"Kosten des Speichers: 19 500 Euro – 8 000 Euro = 11 500 Euro" --> 11500 Euro für einen 3,3 kWh Speicher, lol.

Quelle: http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/solarenergie/tid-30925/neuer-batterie-zuschuss-von-der-kfw-solarstrom-im-keller-speichern-lohnt-sich-das_aid_975675.html

Ist zwar Li-Ionen aber dennoch ein Witz. Also macht mal den Faktor 3 zu meiner Rechnung, die Firmen scheinen sich wohl die Taschen dabei vollmachen zu wollen

Also wären wir dann bei hochgerechnet ca. 150000 Euro für meinen Speicher (kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen) oder ca. 25000 Euro für den Blei-Akku. :f_o:


Antwort
Zitat
1u21
Beigetreten: 23.11.2006
Poker Player

Original von 3nJ0yIT
Ist zwar Li-Ionen aber dennoch ein Witz. Also macht mal den Faktor 3 zu meiner Rechnung, die Firmen scheinen sich wohl die Taschen dabei vollmachen zu wollen

Gibt doch mehr als genug Leute, die daran glauben, dass Sonne und Wind genug Energie liefern und sich das Speicherproblem bald lösen lässt. Also warum denen nicht das Geld aus der Tasche mit solch einem Mist ziehen? Ich würde es nicht viel anders machen als die Firmen. Nur will ich als Privatperson nicht für diesen Mist mitzahlen. Da stecke ich lieber das Geld, was uns das EEG kostet, in konventionelle Kraftwerke, wie z.B. Kernkraftreaktoren der 4. Generation, die schon konstruktionsbedingt eine Kernschmelze unmöglich machen, in den DFR oder Kohle- und Gaskraftwerke.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

bin ganz auf deiner Seite


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Ich habe gerade mal ein bischen was zum Kernkraftreaktor der 4. Generation gesucht.
Laut Wiki soll der ab dem Jahr 2030 einsatzfähig sein. (LOL)
Mache mir doch hier auch mal eine Kostenrechnung auf.
Genau so bei den bereits laufenden, dem DFR und bei den Kohle- und Gaskraftwerken.
Bitte berücksichtige dabei auch in genügendem Maße die weichen Kosten wie Polizeieinsatz zur Sicherung und CO2 Verhinderung.

Mit einer Solaranlage mit Speicher wäre es schön, autark zu sein oder eine Woche auskommen zu können oder so. Das muß aber nicht sein. Man bleibt ja an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hat man einen Ausgleich, entlastet aber die Netze durch die Speicherung der Stromspitzen vor Ort.

Bei den Speichern kann es genau so laufen, wie bei den PV-Anlagen. Durch den Anschub ergeben sich durch Entwicklung und Skaleneffekte und Wettbewerb massive Kostensenkungsmöglichkeiten. In drei/vier Jahren kann das mMn eine rentable Investition sein.
Hier ein Beispiel:
http://green.wiwo.de/neue-akkutechnik-reichweite-von-e-autos-koennte-auf-600-kilometer-steigen/

Damit Du / man ein bischen rechnen kann, mal ein paar Daten einer PV-Anlage ohne Speicher im Winterbetrieb:
8,225 kwP

Dezember
123 kwh Erzeugung
077 kwh Einspeisung
046 kwh Eigenverbrauch
252 kwh Bedarf
206 kwh Bezug

November
203 kwh Erzeugung
135 kwh Einspeisung
068 kwh Eigenverbrauch
263 kwh Bedarf
195 kwh Bezug

Jahreswerte 2013
7.752 kwh Erzeugung, Vorjahr 8.357 kwh
6.482 kwh Einspeisung, Vorjahr 7.050 kwh
1.270 kwh Eigenverbrauch, Vorjahr 1.307 kwh
3.057 kwh Bedarf, Vorjahr 3.032 kwh
1.787 kwh Bezug, Vorjahr 1.725 kwh

Es wurde aktuell eine neue Umwälzpumpe für die Heizung angeschafft. Damit dürfte (hoffentlich) der Stromverbrauch um ca. 300 kwh im Jahr - und da vor allem im Winter - sinken.


Antwort
Zitat
kanalratte
Beigetreten: 27.03.2005
Oldschool Grinder

Ich verstehs auch nicht ganz, was ihr jetzt mit der Diskussion genau wollt.

Es ist ja logisch, dass PV alleine nicht die heutigen AKW ersetzen kann. Genau deswegen muss es ja eine ganzheitliche Strategie mindestens in der EU geben. Und da sind dann halt Stromlieferanten wie Windränder an der Ostsee, PV und Solarthermische Kraftwerke im Süden Europas (evt. inkl. MENA) Geothermie, Biomassekraftwerke, etc. inbegriffen. Dafür braucht es sicher massive Anstrengungen in der Politik aber möglich ist es.

Schliesslich seid ihr ja scheinbar auch genug technologiegläubig, dass ihr daran glaub in sehr naher Zukunft neue, sichere und vor allem ohne Abfall AKW betreiben zu können. Schaut einfach mal auf die aktuellen Projekte im europäischen Raum und ihr realisiert, dass die heutige AKW Technologie weder billig noch sauber ist und dass auch auf absehbare Zeit (10-20 Jahre) wohl kein massiver Technologiesprung kommen wird, der alles massiv vereinfacht und verbilligt.

Demgegenüber haben wir seit einigen Jahren massive technologische und ökonomische Fortschritte in den EE. Und diese Fortschritte sind zu einem grossen Teil den deutschen Subventionen zu verdanken. Ohne diese hätte man niemals solche Skaleneffekte in der PV gesehen. Die Technologie ist in sonnenreicheren Regionen definitiv schon reif für die freie Konkurrenz auf dem Markt, siehe z.B. Süditalien. Und diese Entwicklungen werden weitergehen, wenn wohl auch nicht im selben Tempo wie bis jetzt. Projekte wie Desertec mögen für euch Augenwischerei und Illusionen sein aber in Nordafrika werden unter dem erweiterten Mantel von Desertec die ersten massiven Solarthermischen Kraftwerke geplant. Dass in Nordafrika das Potential riesig dafür ist, werdet wohl sogar ihr einsehen. Und diese Energie ist zu einem hohen Grad Grundlastfähig (--> Speicherung möglich) und könnte schon in wenigen Jahren zu einem kleinen Teil nach Europa exportiert werden.

Die ganze Energiewende ist neben den Risiken auch eine riesige Chance. Nur braucht sie Zeit, Mut und vor allem viel politischen Willen. Ich bin aber überzeugt, dass Europa in wenigen Jahrzehnten nicht mehr abhängig sein muss von Russischem Gas, Uran aus irgendwelchen Diktaturen und Öl von den OPEC-Kartellen. Stellt euch mal vor wieviel Wertschöpfung dann zusätzlich in Europa bleibt und nicht irgendwo in der ganzen Welt überteuert abgeschöpft wird. Das ist die wahre Chance der Energiewende.


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Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Wie willst du den Strom von Nordafrika nach Europa bringen?

Was ist mit technischen Problemen wie "erblinden" der Spiegel?

Darüberhinaus bist du ständig in der Gefahr, dass diese Kraftwerke von Rebellen als Druckmittel genutzt bzw. zerstört werden.

Nicht ohne Grund sind fast alle namenhaften Firmen aus dem Desertec-Projekt mehr oder weniger ausgestiegen.


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von 3nJ0yIT
Wie willst du den Strom von Nordafrika nach Europa bringen?

Was ist mit technischen Problemen wie "erblinden" der Spiegel?

Darüberhinaus bist du ständig in der Gefahr, dass diese Kraftwerke von Rebellen als Druckmittel genutzt bzw. zerstört werden.

Nicht ohne Grund sind fast alle namenhaften Firmen aus dem Desertec-Projekt mehr oder weniger ausgestiegen.

KKW der 4.Generation ist ein Projekt mit dem Ziel, in 2030 einsatzfähig zu sein.
Wie kannst Du sicher sein, dass die technischen Probleme wirklich gelöst sind?
Wie kannst Du sicher sein, dass es nicht x Jahre länger dauert?
Wie kannst Du sicher sein, dass die Produktion dann wirklich rentabel ist?

Es ist bereits waffenfähiges Material vorhanden und fällt weiter an.
Wie kannst Du sicher sein, dass das Terroristen nicht in die Hände fällt und als Druckmittel benutzt wird?
Wie kannst Du sicher sein, dass es ggf. als Waffe verwendet wird?
Wie kannst Du sicher sein, dass das benötigte Material dauerhaft und sicher und preiswert beschafft werden kann?
Auch wenn die Halbwertzeit und die Menge signifikant verkleinert werden kann.
Wie willst Du die künftigen Kosten in x Jahren jetzt in die Stromrechnung einpreisen?
Nicht ohne Grund ist eine große Menge gegen diese Technik.

Wie sieht es mit der oben angeforderten Kostenrechnung aus?

Bevor du unnötig viel schreibst: Das sind eher rhetorische Fragen. Selbst wenn Du wirklich richtig und vollständig antworten könntest, würdest Du mich nicht überzeugen; so wie Du deine Meinung wahrscheinlich nicht ändern wirst.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Wo habe ich denn etwas von einem KKW der 4. Generation geschrieben?

Und faktisch ist Desertec bereits tot (bevor es überhaupt angefangen hat)


Antwort
Zitat
kanalratte
Beigetreten: 27.03.2005
Oldschool Grinder

Original von 3nJ0yIT
Wie willst du den Strom von Nordafrika nach Europa bringen?

Mit HGÜ Leitungen. Es existiert schon heute eine Leitung zwischen Marokko und Spanien die ca. 1400MW transportieren kann. Weitere Leitungen müssen natürlich gebaut werden.

Was ist mit technischen Problemen wie "erblinden" der Spiegel?

In den USA laufen schon seit mehreren Jahrzehnten Solarthermische Kraftwerke, diese haben praktisch heute noch denselben Stromertrag wie damals, als sie gebaut wurden. Nicht umsonst werden im Moment mehrere GW weltweit an solarthermischen Kraftwerken projektiert und gebaut.

Darüberhinaus bist du ständig in der Gefahr, dass diese Kraftwerke von Rebellen als Druckmittel genutzt bzw. zerstört werden.

Und wie ist das konkret mit Uranminen, Öl Pipelines, Ölfeldern, etc. etc... solche Probleme gibt es doch überall wo zentral wichtige Ressourcen abgebaut werden. In einem Vollausbau reden wir ja auch von hunderten solcher Kraftwerke in Nordafrika, da spielt es nicht so eine grosse Rolle, wenn mal ne Rebellengruppe ein paar Kraftwerke besetzt.

Nicht ohne Grund sind fast alle namenhaften Firmen aus dem Desertec-Projekt mehr oder weniger ausgestiegen.

Nur weil Siemens ausgestiegen ist? Ist ja normal, dass sich diverse Firmen immer mal wieder neu orientieren.
Nichtsdestotrotz sind die ersten Projekte in der Planungs- und Projektierungsphase. Diese werden erstmal Energie nur für Nordafrika selber produzieren, was ja auch sinnvoll ist. Langfristig ist aber hier definitiv auch ein Export angedacht.

Zusätzlich zu Desertec gibts z.B. auch noch TuNur, die ein erstes Exportprojekt inkl. neuer Stromleitung nach Europa in Tunesien planen.

Zudem stehen die Regierungen von Marokko, Tunesien und Algerien ziemlich überzeugt hinter der Idee des Wüstenstromes, da brauchts nicht bei allen gleichviel Überzeugungsarbeit... wer keine Ölvorkommen hat, ist eher schneller dabei :)


Antwort
Zitat
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