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Windkraft billiger als Kernkraft?

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3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Japan hat seit der Katastrophe massiv Strom bzw. Öl und Gas importieren müssen um entsprechende Versorgungssicherheit gewährleisten zu können. So wurden, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, fast 10 Milliarden Euro zusätzlich für Ölimporte aufgewendet um daraus Strom gewinnen zu können.

Das hat zur Folge, dass die Strompreise seitdem um ca. 30 Prozent gestiegen sind.

http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Kernenergie/Japan-produziert-Strom-in-uralten-Oel-Gaskraftwerken


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Zitat

Ja, das war in Japan irgendwie schwierig direkt Strom zu importieren, von den 10 Mrd. hab ich nichts gehört.
Da fällt mir 'ne blöde Frage ein. Warum musste man denn eigentlich so viele von den anderen AKWs gleich abschalten wenn man doch eine gewisse Strommenge braucht? Nicht merkwürdig? Unsere Energiewende fand ich persönlich auch sehr überraschend.

Die Erdbeben waren ja nun nicht überall und ich glaube nicht dass man sofort mit Beginn der Beben auf dem Meer die kompletten Kraftwerke angefangen hat runterzufahren.


Antwort
Zitat

Original von anonymouspokerpro
Unsere Energiewende fand ich persönlich auch sehr überraschend.

eigentlich wenig überraschend wenn man bedenkt das die wende schon beschlossen Sache war und die Merkelregierung diese 5 Monate vor Fukushima sogar zurückgenommen hatte.

Die wäre nicht so schnell wenn sie vorher nicht schon seit x Jahren beschlossene Sache gewesen war und eigentlich schon voll im Gange war.


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Zitat
StefanNRW
Beigetreten: 15.08.2007
Oldschool Grinder

Original von 3nJ0yIT
Naja, du musst auch bedenken was für Strom wir exportieren...

Ich stehe einigen dieser Entwicklungen auch sehr kritisch gegenüber (da wurden leider viele Milliarden verschwendet, um direkt so schöööne Ergebnisse auf den Dächern sehen zu können), aber es ist eben nicht mehr so, dass wir unsere Grundlast ohne Atomkraft nicht decken könnten.


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Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Ja, wir decken jetzt die Grundlast mit sauberem Kohlestrom


Antwort
Zitat

Original von 3nJ0yIT
Ja, wir decken jetzt die Grundlast mit sauberem Kohlestrom

naja noch sind 9 Blöcke mit 12 MW am Netz


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Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Original von StefanNRW
Ich bin gerade etwas faul, darum empfehle ich diese beiden Artikel zu kombinieren, um ein wenig Abstand von den totalen Horrorvorstellungen zu bekommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlungsbelastung_durch_die_Nuklearunf%C3%A4lle_von_Fukushima#Gesamtfreisetzung
http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenbelastung

Ist mir bekannt. Und was genau davon soll ich falsch behauptet haben?
Aus deinem Link.
"Nach Tepco-Angaben waren zum Unfallzeitpunkt 81 Millionen Terabecquerel an 131I innerhalb der Anlage Fukushima I vorhanden." - rausgekommen ist bisher nur ein Bruchteil. Hoffen wir mal das das so bleibt. Außerdem werden die Auswirkungen massiv vertuscht in Japan. Da wird noch einiges herauskommen in den nächsten Jahrzehnten...
Meine "Horrorvorstellung" ist eine realistische Einschätzung was passiert wenn der gesamte Inhalt rauskommen würde und gleichmäßig verteilt. Was genau davon soll jetzt also falsch sein? Konkret bitte.

"War Tschernobyl "unsicherer" als ein deutsches AKW? Nein - in Tschernobyl wurde ein Experiment durchgeführt. Ein löbliches Unterfangen, damit wurden u.a. Sicherheitseinrichtungen getestet. Ging leider schief. Was die Frage aufwirft: Warum werden bei uns diese Sicherheitseinrichtungen gar nicht erst getestet? Weil es genauso schief laufen würde!!! Noch nie wurde auf der ganzen Welt ein AKW getestet wie die Automobilindustrie das tausendfach im Jahr macht. Nur ein einziges Mal wurde es versucht - und es ging schief.

Finde ich übrigens eine wunderbare Behauptung, dass die Sicherheitseinrichtungen bei uns nicht getestet werden... eine Quelle dazu wäre noch wunderbarer...

Wie meinst du Quellen. Seiterher wurde kein weiterer Versuch/Test im Ganzen an einem laufenden Atomkraftwerk durchgeführt der das greifen der Sicherheitseinrichtungen prüft. Klar werden einzelne Komponenten simuliert/überprüft aber da der Fehler bei technischen Geräten meist in den Synergien steckt würde wie gesagt auf diese weise kein Auto zugelassen werden.


Antwort
Zitat

Original von 3nJ0yIT
Ja, wir decken jetzt die Grundlast mit sauberem Kohlestrom

ja und ich fragte warum? Warum konnte man in Deutschland oder Japan plötzlich nicht mehr warten und geregelt eine Energiewende durchzuführen?

Ihr merkt schon, dass man diese Phrasen jetzt quasi wie pro-Atomstrom-Argumente wirken? So in der Art, wir schalten einfach die AKWs ab, dann werdet ihr den Atomstrom schon vermissen und wenn nicht, den sofort steigenden Preis werdet ihr spühren.

Ich meine, AKWs sind in allen Stufen, vom Bau bis zur Laufzeit und Stillegung sind doch relativ lange Zeiträume üblich. Aber plötzlich will man sie abschalten und man lässt es nicht mehr auf paar Wochen ankommen... obwohl doch das Risiko auch so exakt berechnet wurde? Statistisch gesehen kann in einer Woche doch wohl wirklich nichts passieren, oder wie jetzt?

Ok, die Vermutung der Korruption lassen wir mal bei Seite, wenn ihr das so wollt, über solche Tabuthemen diskutieren wir ja schon ausführlich im Politikforum ;) ;) ;)


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Effi101
Beigetreten: 20.11.2007
PokerStrategist

Original von anonymouspokerpro

Original von 3nJ0yIT
Ja, wir decken jetzt die Grundlast mit sauberem Kohlestrom

ja und ich fragte warum? Warum konnte man in Deutschland oder Japan plötzlich nicht mehr warten und geregelt eine Energiewende durchzuführen?

Ihr merkt schon, dass man diese Phrasen jetzt quasi wie pro-Atomstrom-Argumente wirken? So in der Art, wir schalten einfach die AKWs ab, dann werdet ihr den Atomstrom schon vermissen und wenn nicht, den sofort steigenden Preis werdet ihr spühren.

Ich meine, AKWs sind in allen Stufen, vom Bau bis zur Laufzeit und Stillegung sind doch relativ lange Zeiträume üblich. Aber plötzlich will man sie abschalten und man lässt es nicht mehr auf paar Wochen ankommen... obwohl doch das Risiko auch so exakt berechnet wurde? Statistisch gesehen kann in einer Woche doch wohl wirklich nichts passieren, oder wie jetzt?

Ok, die Vermutung der Korruption lassen wir mal bei Seite, wenn ihr das so wollt, über solche Tabuthemen diskutieren wir ja schon ausführlich im Politikforum ;) ;) ;)

Natürlich hätte man warten können. Aber bei der Abschaltung ging es aber nur darum ein politisches Statement zu setzen und nicht um Risiken, Preise oder Verschwörungstheorien.


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Zitat

aha, alles nur für ein knallhartes Statement?

die japanische Regierung will doch weiter auf AKWs setzen und sie nach und nach wieder hochfahren. Was beudetet dann dieses Statement? Welchen Grund hatten die Abschaltungen in Japan?

lol: Kennt jemand die Meinung von Merkel als Physikerin zum Thema Kernkraft?


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DrKaputnik
Beigetreten: 12.02.2006
Elite Grinder

Original von brontonase

Original von 3nJ0yIT
Ja, wir decken jetzt die Grundlast mit sauberem Kohlestrom

naja noch sind 9 Blöcke mit 12 MW am Netz

12MW?


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Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Original von Effi101

Natürlich hätte man warten können. Aber bei der Abschaltung ging es aber nur darum ein politisches Statement zu setzen und nicht um Risiken, Preise oder Verschwörungstheorien.

Aha, also ein politisches Statement. Was hatte dieses Statement zum Inhalt?
Wir haben den Ausstieg aus der Atomenergie gerade rückgängig gemacht und wollen jetzt der ganzen Welt zeigen, dass wir unzuverlässig und dumm sind?

Merkel wollte doch nur eins: Ein innenpolitisches Thema, welches (im Sinne der CDU) nicht mehr zu kontrollieren war, aus der Welt schaffen. Sie hat zugleich den Grünen das Wasser abgegraben und eine Koalition von Schwarz und Grün ein wenig möglicher gemacht.


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Original von DrKaputnik

Original von brontonase

Original von 3nJ0yIT
Ja, wir decken jetzt die Grundlast mit sauberem Kohlestrom

naja noch sind 9 Blöcke mit 12 MW am Netz

12MW?

ähem GW natürlich


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philwen
Beigetreten: 13.05.2007
Oldschool Grinder

@Djax

nochmal zum thema crashtest und dem vergleich mit dem auto-crashtest.
dein vorschlag eines crashtests bei akws (alle sicherheitsmaßnahmen ausschalten etc) wäre ungefähr so als wenn man einen neuen mercedes nimmt. gurte, airbags &co ausbaut und ihn dann gegen eine wand fährt. DIESE art von crashtest ist allerdings ziemlich sinnvoll, man will schließlich wissen ob die sicherheitsmechanismen funktionieren. diese crashtests (die du nicht als solche bezeichnen willst) werden aber gemacht...

wenns um die frage der energieversorgung geht haben wir im moment die wahl zwischen pest und cholera. so weit wie ich das einschätzen kann ist kernkraft in D vergleichweise sicher - aber selbst wenn es nur die 0,0000001% wahrscheinlichkeit für einen super-GAU gibt, ist diese zu hoch...

in D lässt sich in absehbahrer zeit aber auch nicht alles mit erneuerbaren energie versorgen (dafür fehlt uns die sonne, die speichermöglichkeiten und der konstante wind). mal ganz davon abgesehen dass die produktion von manchner erneuerbaren energie-anlage alles andere als ökologisch ist


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3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

:f_eek:


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Original von anonymouspokerpro

Original von 3nJ0yIT
Ja, wir decken jetzt die Grundlast mit sauberem Kohlestrom

ja und ich fragte warum? Warum konnte man in Deutschland oder Japan plötzlich nicht mehr warten und geregelt eine Energiewende durchzuführen?

Ihr merkt schon, dass man diese Phrasen jetzt quasi wie pro-Atomstrom-Argumente wirken? So in der Art, wir schalten einfach die AKWs ab, dann werdet ihr den Atomstrom schon vermissen und wenn nicht, den sofort steigenden Preis werdet ihr spühren.

Ich meine, AKWs sind in allen Stufen, vom Bau bis zur Laufzeit und Stillegung sind doch relativ lange Zeiträume üblich. Aber plötzlich will man sie abschalten und man lässt es nicht mehr auf paar Wochen ankommen... obwohl doch das Risiko auch so exakt berechnet wurde? Statistisch gesehen kann in einer Woche doch wohl wirklich nichts passieren, oder wie jetzt?

Ok, die Vermutung der Korruption lassen wir mal bei Seite, wenn ihr das so wollt, über solche Tabuthemen diskutieren wir ja schon ausführlich im Politikforum ;) ;) ;)

Eine "geregelte Energiewende" war der Plan zum Atomausstieg der damaligen rotgrünen Koalition, die schon 1998 angekündigt und 2000 beschlossen wurde. Damals waren also (über) 20 Jahre Zeit bis zur letzten Abschaltung eines AKWs. Anstatt aber wirklich in erneuerbare Energien zu investieren sind die großen Energiekonzerne lieber an ihren AKWs hängen geblieben und haben insgeheim immer gehofft, dass unter einer anderen Regierung vielleicht doch noch was anderes geht. Hat ja dann auch geklappt unter schwarzgelb nur dann kam eben Fukushima dazwischen. Erst danach wurde wirklich ernsthaft etwas gestartet. Keine Wunder, dass man da jetzt hinterherhängt aber man brauch nun wirklich nicht so tun als ob das von heute auf morgen kam.


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Todde1972
Beigetreten: 21.08.2008
Oldschool Grinder

Und was passiert in 20 Jahren, wenn 25% der Stromerzeugung wegen Altersschwäche weg fällt?

Windräder haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 20 Jahren, wie sorgt man heute für die Erneuerung(Repowering) vor?
Gibt es schon ein Konzept oder wartet man ab?


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philwen
Beigetreten: 13.05.2007
Oldschool Grinder

bis dahin ist atomkraft wieder cool!

oder es gibt fusionskraftwerke und wir haben unendlich energie zur verfügung ;)


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Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Original von Todde1972
Und was passiert in 20 Jahren, wenn 25% der Stromerzeugung wegen Altersschwäche weg fällt?

Windräder haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 20 Jahren, wie sorgt man heute für die Erneuerung(Repowering) vor?
Gibt es schon ein Konzept oder wartet man ab?

vielleicht ganz einfach laufend die nicht mehr funktionsfähigen durch neue ersetzen? also ungefähr so, wie man es sonst auch macht.


Antwort
Zitat

Ich bitte dich.. Das wäre doch wirklich zu einfach..


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