Was ich nicht verstehe:
Wenns um irgendwelche Körperverletzungen, Kindesmisshandlungen oder Vergewaltigungen geht, schreien hier 95% der Leute nach härteren Strafen, davon 75% von denen direkt nach Todesstrafe.
Bei Verkehrsdelikten, die in der Praxis sehr viel öfter geschehen und damit viel gefährlicher für jeden hier sind, regt man sich auf, wenn einer mal zur MTU muss, danach aufgrund dummer Antworten für ein paar 100€ noch nen Kurs belegen muss und bezeichnet das alles dann noch als Geldmache.
Naja...
das liegt an der täter-opfer-perspektive
es heisst ja auch ... Verurteile niemanden, in dessen Mokassins du noch nicht gegangen bist
wenn es um sowas hier geht, dann denken alle ... fuck das könnte mir auch ma passieren ... da will ich dann aber nicht soviel strafe bekommen bzw easy raus
wenn jemand ne inner bar einen umhaut, der dann schwer verletzt ist
dann denkt jeder ... sowas würde ich niemals nicht machen ... und sieht sich da eher als jemand, der umgehauen werden könnte
daher fordert er aus der opferpespektive ne sehr hohe strafe
das die toten und verletzte duch alk am steuer ungefähr 10 mal soviele sind, wie durch körperverletzungen ... das interessiert dabei niemand
die mpu (nicht mtu) kostet alles in allem gerne mal über 2k euro. wenn man bedenkt, dass nur maximal (je nach therapie) jeder 10. alki von alk loskommt und den behörden wohl bewusst ist, dass die allermeisten die mpu einfach nur schaffen wollen und dabei so wenig wie möglich ihr leben verändern wollen, kann man das imho schon als geldmacherei sehen.
keine geldmacherei wäre es demnach, den führerschein einfach so und so lange einzuziehen. beispielsweise mehrere jahre bei OPs fall (muss ja nicht gerade knapp gewesen sein, der delikt). weil im endeffekt, wenn jemand 1 jahr kein auto fahren kann, schafft ers auch 5 jahre. theoretisch wäre da auch gefängnis denkbar, als höchststrafe.
und wenn man dann noch bedenkt, dass jeder fast blinde 99-jährige mit seinem papierführerschein mit unbegrenzter geschwindigkeit auf deutschen autobahnen fahren darf, dann haben sich die behörden wohl nicht all zu lang über methoden unterhalten, die die straßen sicherer machen.
gleichzeitig läuft alkoholwerbung im tv und deutsche nationalspieler werben dafür.... für eine der gefährlichsten drogen, die eine nennenswerte verbreitung aufweisen.
dass allgemein verschiedene drogen bei der bewertung durch die führerscheinbehörde total verzerrt betrachtet werden, machts auch nicht gerade besser.
bin nicht prinzipiell gegen sowas wie die mpu, aber das system muss man mal von grund auf überdenken....
Es gibt keinen Grund mit einer Menge Alkohol zu fahren die eine MPU nach sich zieht. Der Fahrer dürfte im Normalfall auch nicht beim ersten Mal erwischt worden sein. Insofern finde ich es schon OK die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis mit strengen Auflagen zu versehen. Und wenn es nur die Abschreckungswirkung der Strafe erhöht.
Finde MPU auch sinnvoll. Weniger sinnvoll aber, dass die teuren Vorbereitungskurse für die MPU von denen angeboten werden, die dann auch selbst die Untersuchung durchführen.
möchte mal die sache kurz aufklären, bevor ich hier als mörder dastehe.
bin 10 jahre unfallfrei gefahren, keine punkte nichts. wm 2010 dann beim public viewing gewesen und 3 bier getrunken während des spiels (klar war das nicht ok). dann mit 3 bekannten zu meinem auto nach dem spiel. alle haben wie wild ausgeparkt nach dem spiel... ich habe beim ausparken wohl ein auto berührt. weder ich noch die 3 personen in meinem auto haben es gemerkt . dann zu mir, auto abgestellt und is die stadt zum feiern. hab dann viel und schnell getrunken. war halt alle sehr ausgelassen. bin dann allein heim so gegen 1 uhr nachts. wollte mein handy aus dem auto holen. es standen dann 2 polizisten neben mir, ich möge mal mitkommen. hatte dann auf der wache einen wert von 1,6. hab halt den größten teil NACH dem ausparken getrunken. naja dumm gelaufen. urteil waren auch nicht 14, sondern 12 monate, aber die akte lag beim zuständigen gericht erstmal 8 wochen rum. staatsanwalt war laut meinem anwalt ein sehr junger, der sich profilieren musste. er habe die akte nur kurz durchgeblättert, so mein anwalt.
hoffe ich konnte das klarstellen
behaupte doch gleich, die polizisten hätten dich betrunken gemacht oder dir blutprobe vertauscht. ist auch nicht unglaubwürdiger...
Original von Faustfan
behaupte doch gleich, die polizisten hätten dich betrunken gemacht oder dir blutprobe vertauscht. ist auch nicht unglaubwürdiger...
ahja. war zu dem zeitpunkt außendienstler und gelernter automobilkaufmann. folgen nach dem tag sollten klar sein. hätte nie meinen job aufs spiel gesetzt.
Original von Allejo
möchte mal die sache kurz aufklären, bevor ich hier als mörder dastehe.bin 10 jahre unfallfrei gefahren, keine punkte nichts. wm 2010 dann beim public viewing gewesen und 3 bier getrunken während des spiels (klar war das nicht ok). dann mit 3 bekannten zu meinem auto nach dem spiel. alle haben wie wild ausgeparkt nach dem spiel... ich habe beim ausparken wohl ein auto berührt. weder ich noch die 3 personen in meinem auto haben es gemerkt . dann zu mir, auto abgestellt und is die stadt zum feiern. hab dann viel und schnell getrunken. war halt alle sehr ausgelassen. bin dann allein heim so gegen 1 uhr nachts. wollte mein handy aus dem auto holen. es standen dann 2 polizisten neben mir, ich möge mal mitkommen. hatte dann auf der wache einen wert von 1,6. hab halt den größten teil NACH dem ausparken getrunken. naja dumm gelaufen. urteil waren auch nicht 14, sondern 12 monate, aber die akte lag beim zuständigen gericht erstmal 8 wochen rum. staatsanwalt war laut meinem anwalt ein sehr junger, der sich profilieren musste. er habe die akte nur kurz durchgeblättert, so mein anwalt.
hoffe ich konnte das klarstellen
Sorry, der Vgl. mit Körperverletzung usw. war jetzt nicht auf dich bezogen, sondern allgemein gefasst.
Verkehrsdelikte werden in Deutschland einfach zum Teil verharmlost.
Zu deinem Urteil: Dein Anwalt war einfach schlecht: Bei sowas zählt idR in dubio pro reo, d.h. wenn nicht 100% festgestellt werden kann, ob du während oder nach der Tat diesen Wert gehabt hast, dann gilt die Unschuldsvermutung, d.h. der für dich günstigere Wert.
Wenn das also wirklich so war, wie du sagst, dann war dein Anwalt eine Graupe.
Original von FjodorM
Es gibt keinen Grund mit einer Menge Alkohol zu fahren die eine MPU nach sich zieht. Der Fahrer dürfte im Normalfall auch nicht beim ersten Mal erwischt worden sein. Insofern finde ich es schon OK die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis mit strengen Auflagen zu versehen. Und wenn es nur die Abschreckungswirkung der Strafe erhöht.
Wie isses mit Rad fahren ?
Original von larseda
Original von FjodorM
Es gibt keinen Grund mit einer Menge Alkohol zu fahren die eine MPU nach sich zieht. Der Fahrer dürfte im Normalfall auch nicht beim ersten Mal erwischt worden sein. Insofern finde ich es schon OK die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis mit strengen Auflagen zu versehen. Und wenn es nur die Abschreckungswirkung der Strafe erhöht.Wie isses mit Rad fahren ?
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prinzipiell genau wie mit dem Auto, an sich muss man aber wissen, dass immer die Führerscheinstelle (also ein Beamter im Landratsamt) die MPU anordnet, und es daher obv Unterschiede gibt (wobei man immer dran ist, wenn man mit >1,6 erwischt wird). Es kann daher passieren, dass die Führerscheinstelle nochmal detailliert wissen will, ob man dem Erwischten erlauben kann, mit dem Rad zu fahren (ist aber selten). Das ist dann sogar für den Psychologen unangenehm, die meisten würden das Radfahren nicht verbieten wollen, allerdings kann man halt kaum zugestehen, dass er nicht mehr fürs Autofahren tauglich ist wegen Alk, fürs Radfahren aber schon.
Durchfallquote liegt glaub ich bei Alkoholdelikten bei irgendwas zwischen 30 und 40%
und nein, es gibt keine Fangfragen, man muss nix stapeln, Verspätungen sind zwar ungeschickt, führen aber nicht zum Durchfallen und es ist auch scheißegal, wie fest man dem Psychologen die Hand schüttelt.
Und noch ein anderes falsches Vorurteil, dieses mal andersrum: die wenigsten MPU-Teilnehmer sind Alkis. Die allermeisten ballern sich halt in Gesellschaft zu und steigen dann noch ins Auto (und natürlich fast nie nur das eine mal, das sie erwischt werden). Um mehr als 1,6 Promille zu erreichen braucht man obv ne gute Alkoholgewöhnung, aber man ist nicht im klinischen Sinne abhängig. Wobei die Grenze wie fast immer fließend ist und einige MPU-Teilnehmer, die nicht nach ICD10 als abhängig zu diagnostieren sind, auf dem besten Weg sind, die Kriterien bald mal zu erfüllen.
hey leute
habe alle meine screenings, thc im blut ;), fertig und in 8 wochen meine mpu.
habe jetzt mehrere angebote von verkehrspsychologen die aber alle um die 2000 euro wollen damit sie mich auf die psycho fragen bei de rmpu vorbereiten.
gibts keinen typen der mir in paar stunden für ein paar hundert euro erklären kann was die da wissen wollen und wie man da richtig antwortet, würde pberlal in nrw hinfahren
lg und danke,
Original von santorro75
hey leutehabe alle meine screenings, thc im blut ;), fertig und in 8 wochen meine mpu.
habe jetzt mehrere angebote von verkehrspsychologen die aber alle um die 2000 euro wollen damit sie mich auf die psycho fragen bei de rmpu vorbereiten.
gibts keinen typen der mir in paar stunden für ein paar hundert euro erklären kann was die da wissen wollen und wie man da richtig antwortet, würde pberlal in nrw hinfahrenlg und danke,
welches vergehen hast du denn jetzt genau begangen? nur thc? und welche auflagen musst du erfüllen?
ich kann dir gerne paar fragen zur mpu beantworten. imo brauchst du nicht extra einen verkehrspsychologen beauftragen um durch die mpu zu kommen. das geht auch ohne. da kannst du die 2k € besser investieren.
@OP
musstest du eigentlich ein urin- oder haartest abgeben?
@nikeness: nein, weder noch. auch auflagen hatte ich keine. daher ist halt auch das ergebnis lächerlich.
krass. irgendwie komisch. es hieß damals es müsste nachgewiesen werden, dass man keine alkohol mehr trinkt. entweder durch ein haartest ( 215 € ), der 3 monate nachweist, und ein urintest( 95€ ), der lediglich 3-5 tage nachweisen kann.
ein freund von mir, der jetzt auch eine mpu machen muss, wurde ähnliches erzählt.
Sorry, aber wenn es wirklich genauso abgelaufen ist, dann hast du dich vorsichtig ausgedrückt nicht sehr schlau verhalten...
Der Alkoholtest von der Polizei hat einfach NULL aussagekraft. Um das zu erkennen braucht man keinen Anwalt, sondern lediglich etwas Menschenverstand...
Natürlich ist es völlig irrelevant, ob du dein Handy aus dem Auto holst oder auf dem Fahrersitz mit 3 Promille zur Radiomukke tanzt. Zumindest solange der Motor nicht läuft!
Und das weiß auch jeder Anwalt, Richter, Staatsanwalt oder sonstwas und eigtl auch jeder Polizist.
Davon, dass man den Alkoholwert nach geraumer Zeit nicht einfach auf den Unfallzeitpunkt zurückrechnen kann, wenn man dich irgendwann irgendwo findest ist muss ich jetzt hoffentlich nicht reden...
Ohne dir was unterstellen zu wollen hört sich das ganze doch etwas seltsam an
Original von TempoKamille
Sorry, aber wenn es wirklich genauso abgelaufen ist, dann hast du dich vorsichtig ausgedrückt nicht sehr schlau verhalten...Der Alkoholtest von der Polizei hat einfach NULL aussagekraft. Um das zu erkennen braucht man keinen Anwalt, sondern lediglich etwas Menschenverstand...
Natürlich ist es völlig irrelevant, ob du dein Handy aus dem Auto holst oder auf dem Fahrersitz mit 3 Promille zur Radiomukke tanzt. Zumindest solange der Motor nicht läuft!
Und das weiß auch jeder Anwalt, Richter, Staatsanwalt oder sonstwas und eigtl auch jeder Polizist.
Davon, dass man den Alkoholwert nach geraumer Zeit nicht einfach auf den Unfallzeitpunkt zurückrechnen kann, wenn man dich irgendwann irgendwo findest ist muss ich jetzt hoffentlich nicht reden...
Ohne dir was unterstellen zu wollen hört sich das ganze doch etwas seltsam an
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