Spoiler
Original von Egozocker
Also wenn ich mir so ansehe, was es im Flugzeug zu essen gibt, dann spricht nichts dafür, dass der Anteil der Veganer an den Passagieren überproportional hoch ist.
Ich bin in den letzten 15 Jahren zwei Mal geflogen.
Beim letzten Mal gab es ein Fleischgericht und ein veganes Gericht zur Auswahl. Was anderes hätte mich allerdings auch verwundert, weil es in nahezu jeder noch so kleinen Gesellschaft mindestens einen Vegetarier/Veganer gibt und dieser über ein veganes Alternativgericht hocherfreut wäre. Generell würde ich arg bezweifeln, dass es einen auffällig niedrigeren Anteil an Veganern in Flugzeugen gibt als in der Gesamtbevölkerung.
Original von wusah
Original von HijackerStar
Und was das Leiden der Tiere angeht, habe ich noch mal andere Ansichten.Würde mich trotzdem interessieren was das für Ansichten sind. Ich habe zwar nicht das Gefühl in einer veganen Filterbubble zu leben, aber vielleicht ging mir da ja doch etwas sinnvolles durch die Lappen.
Ich verurteile übrigens keine Menschen, sondern manche Taten von Menschen. Dass sinnlos mit Flugzeugen durch die Gegend zu fliegen auch verurteilenswert ist, ist ja wieder eine ganz andere Geschichte.
Ich bin dafür, dass man den Schlachtungsprozess so qualfrei wie möglich gestaltet.
Alles, was darüber hinaus geht, sprich das Leben des Tieres zum Zwecke der Schlachtung und besonders das Leben auf engstem Raum unter vielen anderen Tieren, würde ich nicht als qualvolles Leben betrachten. Selbst das Mästen nicht und den Anblick finde ich auch bedenklich. Ich wäre sowieso vorsichtig aus Sicht eines Dritten ein Urteil zu fällen welches Leben lebenswert ist und welches nicht. Und genau dieses Urteil fällst du. In dem du dir wünschst, dass Tiere gar nicht erst geboren werden weil du ihr Leben als qualvoll betrachtest, hältst du ihr Leben nicht für lebenswert.
Finde ich ja bedenklich. Ich habe gelernt, dass jedes Leben einen unermesslichen Wert hat. Und nur weil ggf. jemand oder etwas dabei Qualen ausgesetzt ist, heißt es nicht, dass dieses Leben keinen Wert hat.
Aus philosophischer Sicht macht es für mich auch keinen Sinn Leid verringern zu wollen in dem man verhindert, dass das Tier geboren wird. Leid verringert man in dem man das Leben so leidlos wie möglich gestaltet. Das ist für mich eine völlig verquere Betrachtungsweise. Man stelle sich mal vor man würde diese Betrachtungsweise konsequenterweise auch beim Menschen anwenden. Du wirst leiden, also darfst du nicht leben. Hart.
Weiterhin halte ich Leid zum Teil für einen relativen Begriff. Nur weil du denkst, dass ein Tier auf engstem Raum automatisch leidet, muss das nicht stimmen. Denn das Tier hat mit Sicherheit eine andere Interpretation von Leiden als du sie hast. Für das Tier ist sein Leben und sein Alltag normal und es wird wahrscheinlich glücklicher sein als du es bist in dem Moment wenn du dir sein "Leiden" zu Gemüte ziehst.
Dass ich trotzdem nicht besonders glücklich über Massentierhaltung bin, hat andere Gründe. Denn ich wünsche mir eine hohe Qualität der Ware und würde gerne auf die Verunreinigung durch Medikamente und ähnlichen negative Begleiterscheinungen verzichten. Deswegen greife ich bei Gelegenheit auch auf Bio-Fleisch zurück, da ich mich im guten Glaube wiege dabei höherwertiges Fleisch zu mir zu nehmen.