Original von NoLimitProjekt
Original von kallvestor
NLP: warum genau hast du jetzt das staking außerordentlich gekündigt?
hab ich auch nicht verstanden...
Ich habe das Staking aus 2 Gründen abgebrochen.
1. Er war zugegeben wenig down, aber dennoch hab ich stark an seinem Spielverständis gezweifelt. Ich spiele selber kein PLO, aber kenne einige gute PLO spieler die mir bestätigt haben, dass die Spielanlage ansich einfach nicht gut ist. So kann ich mich erinnern, dass er extrem viel ge3bettet hat und damit wurde es zu einem rießen Varianzfest. Ich kann mich da an Werte von 50%+ 3bet erinnern, was ich nie zuvor im PLO gesehen habe.
So kann das jeder bei PTR nachschauen. Auf 16k Hände hat er auf PLO 1/2 HU einen 3betwert von knapp 40%.
Der 2. Punkt ist hier der ausschlaggebende.
Er hat einfach nicht, wie vereinbart, nach jeder Sessions Updates gegeben hat. Er hat sich teilweise für mehrer Tag bis hin zu einer Woche ich einfach nicht gemeldet, obwohl ich bei PTR sehen konnte, dass er gespielt hat.
Ich musste ständig den Updates und Zwischenständen hinterherlaufen und das stelle ich mir unter einem Staking nicht vor.
Ich habe festgestellt, dass er mit dem ihm entgegengebrachten Vertrauen (und Geld) nicht so umgeht, wie man sich das vorstellt.
Ich denke aus den genannten Gründen ist ein Abbruch verständlich.
Es spricht wohl auch für sich, dass er sich hier nichtmehr gemeldet oder geäußert hat.
also meinen großen respekt dafür, wie ruhig und sachlich du dich hier mit dem thema auseinandersetzt. (mein post war natürlich in gewissen teilen auch polemisch formuliert, allerdings dürfte meine grundposition zumindest bei dir angekommen sein).
ich denke auch, dass aus deiner geschichte hier viele etwas lernen können und dass die diskussion bzw das outing wichtig und absolut notwendig ist, auch wenn das dir persönlich short term nicht weiterhilft, mittelbar aber doch, weil du viel unterstützung bekommst/bekommen wirst.
ich vermute, es geht dir zwar auch "ums geld", aber ebenso sehr darum, dass jemand mit so einer objektiv amoralischen position nicht durchkommt.
1. dein erstes argument, unorthodoxes und/oder schlechtes spiel kann kein echtes argument sein.
siehst du ja auch so, muss man vorher checken etc,
(und die trotz etwaiger recherche verbleibenden zweifel schlagen sich wie erwähnt eben auch in den exorbitanten margen wieder, die der staker bekommt, wenn alles klappt; der forennick wäre zudem auch ein "read" - womöglich ein zu großes soziales und/oder intellektuelles gefälle, aber das weissste ja alles selbst- und hinterher ist man immer schlauer)
es sei denn, partyboy hätte in betrügerischer absicht seinen "wahren" skill oder seine spielweise durch bewusst falsche angaben verschleiert.
wieder überspitzt: ist ein dreibettingwert von 40 % ein grund für einen stakingabbruch? war das eure vereinbarung, ein dreibetwert von nicht mehr als 10%?- nope, jedenfalls wissen wir davon nix, da wir den genauen, mutmaßlich zu viele fragen offen lassenden deal nicht kennen.
die position "staking ist vertrauenssache" in allen ehren, aber auf welcher basis denn? dazu muss ich doch den stakee idealiter persönlich kennen, zumindest aber seinen background, seinen skill, ein paar graphen würden mir jedenfalls - bei der summe - nicht reichen.
(es gibt auch einige krasse wie abschreckende scamming-beispiele, zb kobeyard, der planmäßig und äußerst perfide abgezogen wurde. oder mutmaßlich hasufly mit seinem "ich schau mal zu"-netbuddy. ok, war jeweils kein staking).
die - zwischenzeitliche - position von wamaroa, das staking könne vom staker jederzeit abgebrochen werden, es sei schließlich sein geld, fänd ich ziemlich einseitig benachteiligend für den stakee - und entsprechend eigenartig.
er hats dann eingeschränkt auf gute gründe, wie fehlendes feedback, ok.
2. zum fehlenden update: das ist ein grund, wenn eine woche keinerlei feedback kommt bzw man dem ständig hinterher rennen muss, klar.
3. hins. partyboy würde ich persönlich noch nicht jede hoffnung aufgeben, zeit ist jedenfalls unter rein rechtlichen gesichtspunkten bestimmt nicht das problem.
ich hoffe sehr, dass er die sache mit vertrauten erörtert, irgendetwas in ihm arbeitet und er sich doch noch zu seinem eigenen vorteil zu einer gütlichen einigung bereit zeigt. sofern sein nichtäußern ausdruck einer denk- und evaluierungspause ist, wärs gut.
4. schließlich: pokerstrategy.com sollte sich ernsthaft überlegen,
ob man nicht entweder kontrollierbare mindeststandards festlegt und gewährleistet
oder eben
-angesichts der daraus resultierenden haftungsprobleme, diese sind eben der grund für das jedenfalls nach außen teilnahmslose zusehen bei jeder art von scamming -
in letzter konsequenz das stakingforum dicht macht.
auch nicht populär, ich weiß, fänds aber konsequent.
anderenfalls eiert man hier rum (ziemlich frei zitiert/übersetzt: "bleibts bittschön friedlich- jetzt haben wir allemal die scheiße, die wir nie wollten - aber unternehmenspolicy is eben, sich nicht einmischen") und hat mühe, die überkochende pokerforenseele, die ein ganz gutes gespür für "recht und unrecht" hat, zu bändigen...gell tobias?