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0.1/0.2 SH Bottom Pair gegen Riesen-Fisch

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YKW
YKW
Beigetreten: 24.07.2008
PokerStrategist

$0.1/$0.2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with 3:h, A:s.
MP2 folds, MP3 calls, CO folds, Hero raises, 2 folds, MP3 calls.

Flop: (5.5 SB) T:d, 3:d, 6:d (2 players)
MP3 checks, Hero bets, MP3 calls.

Turn: (3.75 BB) 9:h (2 players)
MP3 checks, Hero bets, MP3 calls.

River: (5.75 BB) T:h (2 players)
MP3 checks, Hero checks.

Der Gegner ist auf 45 Hände ein ziemlich dicker Fisch mit 73/4/0,4 und 51% WTS.

Die Hand so wie ich sie mir beim Spiel gedacht habe: PF isoliere ich den Fisch relativ loose mit A3o vom Button, auf dem Draw-lastigen Flop dann die Conti-Bet mit Bottom-Pair. Am Turn finde ich die Entscheidung dann schwierig. Ich denke er kann hier immer noch einige schlechtere Hände haben und habe deshalb noch mal gebettet, um dann den River auf alle Karten, die meine Hand nicht verbessern, behind zu checken.

Jetzt habe ich mir die Situation gerade im Equilator angesehen. Selbst wenn ich dem Gegner eine riesige Range mit allen möglichen Draws gebe, habe ich hier um die 30% Equity. Von daher frage ich mich, ob es nicht allgemein sinnvoller wäre, die Hand passiv zum Showdown zu bringen. Der Typ ist ja auch relativ passiv, von daher ist auch nach einem Check behind meinerseits nicht unbedingt damit zu rechnen, dass er mit Busted Draws am River anfängt rumzubluffen. Auf schlechte Karten kann man dann ja auch leichter den Fold finden bzw. auf gute noch mal betten.


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1 Antwort
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

Wenn der Gegner so loose ist, dann kannst du am Turn noch deutlich besser sein als 30%. Der WtS steht allerdings immer unter dem Vorbehalt, wie häufig der Gegner den Showdown gewinnt. Wenn man nicht wirklich viele Hände hat, ist diese Statistik für sich alleine nicht sehr aussagekräftig. Wer häufig am Showdown gewinnt, kann auch häufig zum Showdown gehen.

Prinzipiell kann der Gegner am Flop sehr viel callen, weil er fast immer irgendwas von diesem Flop gesehen hat. Es gibt sehr viele Draws, wenn man auch schwache Draws einbezieht und Overcards. Bei 51 WtS wird er auf dem Flop nur sehr wenig weglegen.

Die 9 am Turn lässt zwar einige Straight Draws ankommen, aber vieles hat sich auch nicht verbessert. Ich komme bei einer preflop Range von 73% und loosen Flopcalls auf ca. 40% oder mehr am Turn. Dein Problem ist, dass du fast keine Riverkarte sehen willst, weil die dich alle verschlechtern (ausser Ass, 3 und sich paarende Karten). Wenn du checkst und der Gegner bettet am River, dann hast du eine schwierige Entscheidung. Andererseits wirst du auf dem Turn oft noch eine Bet von schlechteren Händen bekommen. Es ist nicht gesagt, dass du die Bet auch so oft am River noch bekommst, weil der Gegner passiv ist.

Der Wunsch, es billiger zu machen, wenn du hinten liegst, ist verständlich, aber ich glaube, dass du mit einer Turnbet mehr Value aus den gegnerischen schlechteren Händen ziehen kannst. Sollte er folden, dann wäre das auch gut für dich, weil der Gegner so gut wie immer mindestens 6 Outs haben wird.

Nach einem Checkraise würde die gegnerische Range sehr stark werden, so dass du gut wegwerfen kannst. Ungünstig wäre die Bet nur dann, wenn der Gegner zu Riverdonkbets neigt und du seine Range dabei nicht kennst. Wenn du aber auf eine Turnbet oft einen Check am River bekommst, dann ist die Bet gut.


Board: T♦3♦6♦ 9♥
       Equity     Win     Tie
MP3    57.36%  56.97%   0.39% { JJ-22, AQs-A2s, K2s+, Q4s+, Q2s, J4s+, J2s, T2s+, 96s+, 86s+, 74s+, 62s+, 54s, 52s, 42s, 32s, 9d5d, 8d5d, 9d4d, 8d4d, Qs3s, Qc3c, Js3s, Jc3c, 9s3s, 9c3c, 8s3s, 8c3c, 7s3s, 7c3c, 5s3s, 5c3c, 4s3s, 4c3c, 9d2d, 8d2d, 7d2d, AQo-A2o, K2o+, Q3o+, J5o+, T6o+, 96o+, 86o+, 76o, 65o }
BU     42.64%  42.26%   0.39% { As3h }


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