Der Unterschied ist, dass wir im Falle Zambrano die Transferrechte nicht vollständig hielten. Bei etwaigen Entscheidungen mussten somit immer die Eigentümer mit eingeschaltet werden und es bestand seitens dieser Eigentümer ein gesteigertes Interesse an einem Verkauf um die Transferrechte zu Geld zu machen. Das ist bei Gacinovic nicht so. In dem Fall halten wir 100% der Transferrechte. Im Falle eines Transfers müsste die Eintracht 50% des Erlöses an den abgebenden Verein weiterleiten. Das ist aber ein normaler Deal. Der abgebende Verein hat sich einen Anteil am Weiterverkauf in den Vertrag schreiben lassen, dafür den Spieler dann günstiger abgegeben. Im konkreten Fall haben wir statt 2,5M nur 1,25M bezahlt und dafür 50% der möglichen zukünftigen Erlöse aus einem Weiterverkauf abgegeben. Ist halt blöd wenn man kein Geld hat. Außergewöhnlich oder bemerkenswert ist es aber nicht.
Für die Eintracht hat das "Konstrukt" des abgebenden Vereins keinen Unterschied gemacht. Dass das Geld am Ende statt an den abgebenden Verein an irgendwelche Rechteinhaber fließt ist für die Eintracht irrelevant. Die oben beschriebene Klausel ist davon auch unabhängig und lediglich in unseren damaligen finanziellen Möglichkeiten zu suchen.
Der Schaden für die Eintracht ist letztlich ein Imageverlust durch die jetzige Berichterstattung. Offenbar sehen ja viele darin etwas illegales - auch wenn die bislang bekannten Fakten das imo gar nicht hergeben. Am Ende hat man hier 1,25M über Umwege (und unwissend) an einen Rechteinhaber gezahlt mit Firmensitz in Kanada. Das Geld wurde dann durch den abgebenden Verein auf ein Konto dieser Firma in der Schweiz überwiesen, wo auch der Geschäftsführer der Firma seinen Wohnsitz hat. Finde es nach wie vor nicht berichtenswert und verstehe nicht warum darüber berichtet wird - gibts keine besseren Stories in den (illegal beschafften) Papieren? Hoffe Gacinovic lässt sich von der Berichterstattung nicht negativ beeinflussen.