egal BVB regelt
Wie sich die BILD-Leser hier direkt outen und deren Quatsch als Grundlage ihrer Argumentation nehmen, während mehrere Schiri- bzw. Regelexperten bereits erklärt haben, dass es keine Folgen haben wird/darf/kann...
Original von DiscoRpion
Wie sich die BILD-Leser hier direkt outen und deren Quatsch als Grundlage ihrer Argumentation nehmen, während mehrere Schiri- bzw. Regelexperten bereits erklärt haben, dass es keine Folgen haben wird/darf/kann...![]()
Welche Schiris haben sich dazu geäußert?
Original von DiscoRpion
Wie sich die BILD-Leser hier direkt outen und deren Quatsch als Grundlage ihrer Argumentation nehmen, während mehrere Schiri- bzw. Regelexperten bereits erklärt haben, dass es keine Folgen haben wird/darf/kann...![]()
Sky macht auch mehr draus als es ist, allen voran hamann natürlich. Haben gleich wieder die schweren Geschütze aufgefahren.. Wie schon erwähnt ist der zitierte Passus hier gar nicht einschlägig. Also entspannt bleiben
Angesichts der aktuellen Ergebnisse wäre es - naja, fatal ist vielleicht ein zu großes Wort bei in jedem Fall sechs Punkten Vorsprung, aber näh? - wenn wir uns heute mit dieser Aktion noch den Sieg vermasselt hätten. Jetzt kommt es darauf an, ob Freiburg protestieren wird, und falls ja, wie die ganze Sache letztendlich ausgelegt wird. Für mich als Laien geben die Regeln in dem Fall keine Aberkennung der Punkte her.
Wenn ein Teamoffizieller, ein Auswechselspieler, ein ausgewechselter oder des Feldes verwiesener Spieler oder eine Drittperson das Spielfeld betritt, muss der Schiedsrichter:
- das Spiel nur unterbrechen, wenn eine solche Person ins Spiel eingreift
- die Person vom Spielfeld weisen, nachdem das Spiel unterbrochen wurde
- entsprechende Disziplinarmaßnahmen ergreifen
Bei einem Wechsel darf der Auswechselspieler das Spielfeld allerdings erst betreten, wenn der zu ersetzende Spieler das Spielfeld verlassen hat, außerdem darf dies nur während der Schiedsrichter das Spiel unterbrochen hat. Bei einem Vergehen hat der Schiedsrichter den fehlbaren Spieler wegen unsportlichen Betragens zu verwarnen und weist Ihn an das Spielfeld wieder zu verlassen. Außerdem wird das Spiel mit einem indirekten Freistoß für das gegnerische Team fortgesetzt, an dem sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand.
Ob da jetzt Rechts- und Verfahrensordnung des DFB, Paragraf 17, Absatz 4 greift, das müssen die entscheiden, die die Regeln gemacht haben und das sportjuristisch besser einschätzen können als ich. Wie gesagt, so wie ich das auslegen würde, hätte es indirekten Freistoß für Freiburg geben müssen und die Sache wäre gegessen. Andererseits hat wohl Teammanagerin Kathleen Krüger bei der Auswechslung Comans alte Rückennummer weitergegeben.
Wird man sehen, ob das als Eigenverschulden gewertet wird oder ob der vierte Offizielle hätte darauf achten müssen, dass der Einwechselspieler erst den Platz betreten darf, wenn der Auswechselspieler das Feld verlassen hat.
Wäre halt schon einigermaßen ärgerlich, wenn die Punkte flöten gehen würden.
Hier ein ähnlicher Fall aus der Oberliga BW. Einspruch wurde abgewiesen.
Stellungnahme zum weiteren Vorgehen nach dem Wechselfehler im Bundesligaspiel vom vergangenen Samstag.
Die Verantwortlichen des Sport-Club Freiburg e.V. haben sich in einem intensiven und äußerst differenzierten Abwägungsprozess über das weitere Vorgehen nach dem Wechselfehler des FC Bayern München im Bundesligaspiel vom vergangenen Samstag beraten. Dabei wurden alle Aspekte, die im Rahmen der Gesamtverantwortung für den Verein, vor allem in wirtschaftlicher, sportlicher und rechtlicher Hinsicht bedeutsam sein können, beleuchtet und intensiv diskutiert.
Vorweg: Wir befinden uns in einem unverschuldeten Dilemma. Der SC Freiburg hatte keinen Anteil und Einfluss auf die Geschehnisse rund um den Wechselvorgang. Dennoch zwingt uns die Rechts- und Verfahrensordnung des DFB formal in eine aktive Rolle, um die Vorgänge rechtlich überprüfen zu lassen. An dieser aktiven Rolle, die uns wider Willen verfahrenstechnisch zugefallen ist, haben wir grundsätzlich keinerlei Interesse und fühlen uns in dieser ausgesprochen unwohl.
Wir halten diese Verfahrensregelung in ihrer Gesamtkonstruktion daher für wenig sachgerecht. Letztlich bürdet sie doch dem völlig unbeteiligten Club – in diesem Fall uns – die Verantwortung für die Aufarbeitung eines offensichtlichen Regelverstoßes auf.
Dennoch hat sich der Vorstand des Sport-Club Freiburg e.V. nach intensiven Gesprächen auf unterschiedlichen Ebenen und einer juristischen Prüfung dazu entschieden, Einspruch gegen die Wertung des Spiels einzulegen. Maßgeblich für die Entscheidung waren insbesondere folgende Punkte:
- Schaffung der Möglichkeit für das Sportgericht, die hier aufgetretenen Fragestellungen rund um den Wechselfehler des FC Bayern München sportrechtlich zu bewerten und zu beantworten.
- Schaffung zukünftiger Rechtssicherheit in vergleichbaren Fällen auch für andere Clubs.
- Konsistentes Handeln des SC Freiburg bei Regelverstößen ganz unabhängig von der konkreten Wettbewerbssituation.
- Wahrnehmung der Gesamtverantwortung für den Verein in wirtschaftlicher als auch sportlicher Hinsicht und unter Berücksichtigung der Interessen der Anspruchsgruppen.
- Rechtliche Erfolgsaussichten im sportgerichtlichen Verfahren in Verbindung mit den bestehenden Treuepflichten des Vorstands gegenüber dem Verein und sich stellenden Haftungsfragen.
Eine ausführliche schriftliche Begründung wird dem Sportgericht fristgerecht zugehen.
Freiburg hat offiziell Protest gegen den Spielausgang eingelegt. naja, wenn es um die Champions-League-Plätze geht, dann gerät man natürlich auch im sympathischen Freiburg in Versuchung, ist ihr gutes Recht.
Bin gespannt, was dabei herauskommt. Nachdem, was die Experten bisher gesagt haben, dürfte der Einspruch wenig bis keinen Erfolg haben. Zumal man ja schon so einen halben Präzedenzfall mit dem Spiel zwischen FSV 08 Bietigheim-Bissingen und dem FC Nöttingen hat. Würde mich schon sehr verwundern, wenn das Sportgericht da zu einem anderen Urteil kommen sollte. Wobei, wissen kann man es nicht ...
Edit: Was mich mal wieder am meisten gestört hat an der Sache: da gab es tatsächlich Stimmen, die forderten, dass doch bitte Bayern München Einspruch gegen die Spielwertung einlegen sollte, damit das Image des SC Freiburg keinen Kratzer abbekommt, wenn sie das machen. Arnd Zeigler sympathisierte zum Beispiel sehr mit dieser Idee, mit dem Zusatz, dass Bayern München zwar nicht zwingend bestraft, aber auch nicht anders behandelt werden solle. Es folgten dann Vergleiche mit anderen Wechselfehlern in Bundesliga und Pokal, die allesamt nicht mit dem Fall vom Samstag zu vergleichen sind, da dort wirklich nicht einsatzberechtigte Spieler gespielt haben oder eingewechselt wurden (Sperre, vierter Vertragsamateur/Nicht-Europäer).
Wenn man es schon unbedingt vergleichen möchte, dann doch bitte mit dem schon erwähnten Spiel Bietigheim-Bissingen gegen Nöttingen.
Und wenn Bayern nicht anders behandelt werden sollte, dann kann man auch nicht wirklich verlangen, dass sie selbst Einspruch einlegen sollten, weil Freiburg sonst unsympathisch rüberkommen würde. Es oblag schon immer der benachteiligten Mannschaft, ob sie gegen die Spielwertung protestieren möchte. Selbst Nürnberg hätte damals nach dem Phantomtor laut eigener Aussage auf einen Einspruch verzichtet, wenn sie das Spiel nicht verloren hätten.
Also, bitte: wenn sich Freiburg beim Stand von 1:3 in der 86. Minute benachteiligt fühlt, wenn für wenige Sekunden ein zwölfter Feldspieler auf dem Platz stand und nicht ins Spiel eingegriffen hat, dann sollen sie Protest einlegen. Nach dem Motto "Wasch mich, aber mach mich nicht nass" funktioniert das Ganze allerdings nicht.
Spiel wird und muss gegen Bayern gewertet werden.
Problem beim Nöttingen Spiel: Keine Beweise und Spieler hat wohl nicht den Ball berührt.
Hier haben wir haufen Beweise (Kameras) und Coman hat den Ball berührt. Sehe eigentlich keine Zweifel dass Freiburg das Spiel gut geschrieben bekommt und würde ich mir auch so wünschen. "Dummheit" muss bestraft werden.
Ich find es tatsächlich ganz gut, dass Freiburg Protest eingelegt hat. Alleine schon damit das einmal geklärt wird.
Und mal ganz ehrlich: Wären die Bayern in dergleichen Situation würden sie auch Protest einlegen. Da bin ich mir relativ sicher. Dafür geht es zu viel und ich find auch nicht, dass da jetzt groß Sympathien verspielt werden.
P.S.: So wie ich das mitbekommen habe, hat Coman den Ball auch nicht berührt. Es wurde kurz vorher abgepfiffen, bevor er an den Ball kam
Original von Carty
Spiel wird und muss gegen Bayern gewertet werden.Problem beim Nöttingen Spiel: Keine Beweise und Spieler hat wohl nicht den Ball berührt.
Hier haben wir haufen Beweise (Kameras) und Coman hat den Ball berührt. Sehe eigentlich keine Zweifel dass Freiburg das Spiel gut geschrieben bekommt und würde ich mir auch so wünschen. "Dummheit" muss bestraft werden.
Keine Ahnung, warum du meinst, es gäbe zu dem Spiel keine Videoaufnahmen:
Das Ergebnis blieb damals trotz Einspruch bestehen und auch eine Berufung wurde abgelehnt. So viel zum Thema "keine Beweise" ... Edit: Nöttingen hat aus Kostengründen auf eine Berufung verzichtet, so ist es richtig. Sorry.
Und auch keine Ahnung, warum du dir so sicher bist, dass das Spiel gegen Bayern München gewertet werden muss. Welche Regel soll dann hier für eine Aberkennung des Sieges relevant sein?
Und nein: Coman hat den Ball in den 17 Sekunden nicht berührt, das Spiel wurde vorher vom Schiedsrichter unterbrochen.
Also, bitte mal halbwegs bei den Fakten bleiben.
Original von MeyerZwo
Und mal ganz ehrlich: Wären die Bayern in dergleichen Situation würden sie auch Protest einlegen.
Und wäre dafür mächtig durch den Kakao gezogen worden. Ich wäre mir relativ sicher, dass in diesem Fall wohl nicht gefordert würde, dass Freiburg doch bitte selbst Protest einlegen sollte, weil man die Verantwortung ja nicht den "Geschädigten" überlassen dürfte. Und ich bin mir auch relativ sicher, dass ich auf dieser Seite nicht gelesen hätte, dass das Spiel für Bayern gewertet wird und auch gewertet werden muss. Denn schließlich hat [random Freiburger] ja nicht ins Spiel eingegriffen und überhaupt, bei Bissingen gegen Nöttingen ...!
Wie bereits geschrieben, würde es mich arg verwundern, wenn das Spiel gegen uns gewertet werden sollte. Das Verschulden liegt nur zu einem Teil beim Verein, zum einem anderen beim Schiedsrichtergespann. Linienrichter und vierter Assistent sind dafür verantwortlich, dass ein Einwechselspieler erst auf dem Platz darf, wenn der Auswechselspieler das Feld verlassen hat, der Hauptschiedsrichter ist dafür verantwortlich, dass das Spiel mit der korrekten Anzahl an Spielern fortgeführt wird. Gepennt haben sie also alle.
Nach dem Regelverständnis von Schiedsrichtern und Schiedsrichterexperten kommt hier der viel zitierte Paragraf 17, Absatz 4 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB nicht zum Tragen. Es befanden sich nur spiel- und einsatzberechtigte Spieler auf dem Platz. Coman blieb auch nicht aus Unsportlichkeit auf dem Platz, sondern weil eine falsche Nummer gezeigt wurde, somit hätte es nicht einmal die gelbe Karte gegeben. Einzig indirekter Freistoß für Freiburg wäre die richtige Entscheidung gewesen, und nicht Schiedsrichterball.
Also ich finde es gut, dass Freiburg diesen Einspruch einlegt.
Die Gründe sind nachvollziehbar und ohne "Aufarbeitung" hätte die ganze Saison ein "Gschmäckle".
Passieren wird eh nichts, wenn man den Experten glauben schenkt ist die Hauptschuld beim Schiedsrichtergespann zu suchen.
Aber zumindest ist dann alles aufgearbeitet.
Original von Carty
Spiel wird und muss gegen Bayern gewertet werden.Problem beim Nöttingen Spiel: Keine Beweise und Spieler hat wohl nicht den Ball berührt.
Hier haben wir haufen Beweise (Kameras) und Coman hat den Ball berührt. Sehe eigentlich keine Zweifel dass Freiburg das Spiel gut geschrieben bekommt und würde ich mir auch so wünschen. "Dummheit" muss bestraft werden.
So dämlich wie dein Herzensteam spielt, ist das Ergebnis eh latte. Es geht schließlich noch nach München für Doofmund und gibbet seit Jahren einen Einlauf deluxe
und nun fürste dich dorthin wo du hingehört und Troll nicht im falschen Fanforum herum, selbst wenn es bei dir an Legasthenie liegt, wie bei jedem Doofmund Fan im Allgemeinen
Original von AbbAUbaR
Coman blieb auch nicht aus Unsportlichkeit auf dem Platz, sondern weil eine falsche Nummer gezeigt wurde, somit hätte es nicht einmal die gelbe Karte gegeben. Einzig indirekter Freistoß für Freiburg wäre die richtige Entscheidung gewesen, und nicht Schiedsrichterball.
Coman hat doch sowieso keinen Fehler gemacht. Der Einwechselspieler hätte halt niemals aufs Feld gehen dürfen, so lange kein Spieler das Spielfeld verlassen hat.
Eben, darum auch keine Verwarnung. Die Hauptverantwortung liegt beim Schiedsrichtergespann. Vierter Offizieller und - seit der Regeländerung, dass ausgewechselte Spieler an allen vier Spielfeldrändern den Platz verlassen dürfen auch die Linienrichter - ist/sind dafür verantwortlich, dass die Wechsel korrekt durchgeführt werden, der Hauptschiedsrichter dafür, dass das Spiel mit der korrekten Anzahl an Spielern fortgesetzt wird. Auch wenn Krüger die Tafel mit der falschen Nummer hochgehalten hat, gepennt hat letztendlich das gesamte Schiedsrichtergespann. Einzig und allein die Fortsetzung mit Schiedsrichterball war die falsche Entscheidung, hier hätte es indirekten Freistoß für Freiburg geben müssen. Beim Stande von 1:3 vier Minuten vor Schluss dürfte diese falsche Entscheidung allerdings wenig Relevanz für Ergebnis und weiteres Spielgeschehen gehabt haben, so dass im Normalfall keine sportgerichtlichen Konsequenzen zu erwarten sind. Ich weiß, das Bissingen-Nöttingen-Spiel ist auch kein Pauschalurteil, allerdings wurde der Einspruch damals mit der Begründung abgelehnt, die kurze Szene mit zwölf Mann (auch nur ca. 15 Sekunden) hatten keinen Einfluss auf das Ergebnis. Und wieviel stand's da? 2:1? Im direkten Gegenzug gibt es auch noch einen Platzverweis gegen Nöttingen nach Foulspiel.
Klar, Freiburg muss es probieren, geht um viel Kohle für den Verein, die Stellungnahme, dass es ihnen hauptsächlich um Rechtssicherheit geht, die nehm ich ihnen nicht ab.
Edit: Und nochmal zu dieser Regeländerung bei der Auswechslung: es hat jetzt jahrzehntelang gut funktioniert, dass der Auswechselspieler zur Bank geht, sich dort mit dem Einwechselspieler abklatscht und dieser erst dann den Platz unter Aufsicht aus nächster Nähe den Platz betreten durfte, warum musste das zu Lasten der Übersichtlichkeit und somit letztendlich zu Lasten der Schiedsrichter geändert werden? Weil man sich im Spiel 20 Sekunden Zeit spart, während Nachspielzeit eh weiterhin einfach nur reine Willkür ist? Die Hälfte der Spieler trottet doch eh immer noch in Zeitlupe zur Mittellinie.
btw, wäre interessant, ob man dazu irgendwo Bewegtbild finden könnte, und ob das damals vor dem Sportgericht landete. Wahrscheinlich zweimal nein.
https://www.kicker.de/stuttgart-gegen-bielefeld-1997-bundesliga-10302/spielinfo
Schiedsrichter
Aust, Jürgen (Köln)
Note: 2,5Großzügig und souverän; allerdings hätte er von Heesen Gelb zeigen müssen, weil dieser etwa eineinhalb Minuten lang als 12. Mann der Arminia spielte. Schiedsrichter-Assistent Insam hatte nicht bemerkt, dass von Heesen auf den Platz gelaufen war, Bode den Rasen jedoch nicht verlassen hatte.
Ok, hat am 34. Spieltag wohl eher keinen gejuckt
Stuttgart war sicher Vierter und Bielefeld hatte den Klassenerhalt auch schon sieher. Gibt auf Youtube sogar die Spielzusammenfassung von ran, aber da wird das nicht einmal erwähnt.
würde freiburg die punkte auch durchaus gönnen, rational wäre eine entscheidung gegen uns und umwertung des ergebnisses aber einfach nur unverhältnissmäßig imo.
erstens liegt, wie gesagt, die ursache des fehlers eindeutig beim schiedsrichtergespann. der wurde aber quasi unverzüglich behoben und es ist niemanden ein effektiver vor oder nachteil entstanden.
so ein fehler kann ja durchaus mal passieren. wenn man deshalb dann jedes mal ein komplettes bundesliga annuliert, wär schon lächerlich und einfach nur overacted, imo.
gehe aber davon aus, dass nichts passiert.
Ich finde den Einspruch von Freiburg richtig und auch die genannte Begründungen gut bzw nachvollziehbar. Es stellen sich ja schon diverse Fragen u.a. "Wie lange ist zu zwölft spielen denn noch ok?", "Inwieweit darf der 12. Mann ins Spiel eingreifen, bis es nicht mehr ok ist?" usw.
Selbst wenn der zwölfte Spieler den Ball nicht berührt, steht er da halt irgendwo rum und blockiert als Mitglied der verteidigenden Mannschaft Anspielstationen/Raumgewinnmöglichkeiten bzw muss als Mitglied der ballbesitzende Mannschaft von der anderen Mannschaft gedeckt/beachtet werden usw. Kann ja nicht sein, dass man in Zukunft theoretisch den 12. Mann z.B. in der Schlussphase eines Spiel als taktisches Mittel einsetzen kann und nur weil es dann beispielsweise "nur" 2:1 steht und die Aktion 30 Sekunden dauert, da letzter Freistoß im Spiel, die Situation komplett anders bewertet werden muss. Klar, hat das Vergehen in so einem Fall mehr Brisanz, aebr siehe meine Eingangsfragen. In diesem konkreten Fall hat der Fehler wohl eher nichts mit dem Spielausgang zu tun gehabt, aber finde schon auch wie vom SC angedacht, dass so ein Vorfall standardmäßig untersucht gehört und nicht ein Verein in eine aktive Rolle gedrängt wird.
Fraglich ist auch, ob es für die SC-Verantwortlichen bei Ausbleiben eines Einspruchs möglicherweise Konsequenzen haben könnte. Klar, es ist "nur" Fußball, aber geht halt schon um einen Menge Geld. Mag weit hergeholt sein, aber was, wenn da ein Mitarbeiter der Kantine klagt, weil ihm bzw alle Angestellten des Vereins bei EL-Teilnahme €1.000 Bonus oder so zustehen. Fiktives Müllbeispiel, kann auch ein Lizenzspieler mit EL-Prämie sein der klagt oder sonst irgendjemand, aber ihr wisst was ich meine, die Verantwortlichen tragen wie der Name schon sagt eine Verantwortung für den Verein. Der werden sie mit dem Einspruch gerecht und wenn dadurch Regellücken geschlossen werden, ist das mMn auch zu begrüßen.
Naja, was heißt hier Regellücke? Das ist doch alles relativ klar geregelt imo:
7. Zusätzliche Personen auf dem Spielfeld
Der Trainer und sonstige Offizielle, die auf der Teamliste aufgeführt sind (mit Ausnahme von Spielern und Auswechselspielern), sind Teamoffizielle. Alle Personen, die nicht als Spieler, Auswechselspieler oder Teamoffizielle auf der Teamliste aufgeführt sind, gelten als Drittpersonen.
Wenn ein Teamoffizieller, ein Auswechselspieler, ein ausgewechselter oder des Feldes verwiesener Spieler oder eine Drittperson das Spielfeld betritt, muss der Schiedsrichter:
- das Spiel nur unterbrechen, wenn eine solche Person ins Spiel eingreift,
- die Person vom Spielfeld weisen, nachdem das Spiel unterbrochen wurde, und
- entsprechende Disziplinarmaßnahmen ergreifen.
Bei einer Spielunterbrechung aufgrund eines Eingriffs durch:
- einen Teamoffiziellen, einen Auswechselspieler oder einen ausgewechselten oder des Feldes verwiesenen Spieler wird das Spiel mit einem direkten Freistoß oder Strafstoß fortgesetzt,
- eine Drittperson wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt.
Wenn der Ball ins Tor geht und kein Spieler des verteidigenden Teams aufgrund des Eingriffs am Spielen des Balls gehindert wurde, zählt der Treffer (selbst wenn es zu einem Kontakt mit dem Ball gekommen ist), es sei denn, der Eingriff erfolgte durch das angreifende Team.
Die Frage, wie lange es nur ok sei, sich mit zwölf man auf dem Spielfeld zu befinden stellt sich in meinen Augen somit gar nicht.
Man kann sich höchstens streiten, ob ins Spiel eingreifen zum Beispiel bedeutet, ob er den Ball berührt, sich wie beim passiven Abseits zum Ball bewegt oder einen Gegenspieler irritiert, oder ob es schon reicht, von einem Gegenspieler gedeckt zu werden.
Letztendlich kommt es dann trotzdem noch darauf an, inwieweit die Szene Relevanz für Ergebnis und Spielverlauf hat.