Original von taktloss83
Ich habe gerade überlegt, wo sich ein Manager im nachhinein dazu geäußert hat, warum er Spieler x,y,z nicht verpflichtet hat. Mir ist keiner eingefallen. Könnt ihr mir vllt einen nennen?
Die Äußerung finde ich unnötig und auch abwertend gegen Timer Werner.
Und im Allg. hat Caramba recht. Einmal redet Brazo darüber sie wollen sich nicht über Spieler äußern die bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen und dann haut er wieder so eine Aussage raus. Das passt nicht zusammen.
Dem Absatz stimme ich komplett zu;
zu der fetten Stelle nur noch eine Anmerkung:
Ja, die Aussage "Timo Werner ist ein guter Spieler, der eine hervorragende Hinrunde gespielt hat!" hat einen Geschmack von "noch einer, um den jetzt wieder Hype gemacht wird/muss sich erst beweisen!".
Und genau das finde ich ggü Werner, seinem Verein, Nationalmannschaft und all jenen, die die letzten Jahre beobachtet haben und den Mann gern in München gesehen hätten ziemlich daneben, weil es herabsetzend klingt.
Was ich konkret meine, ist schwer zu formulieren, ich versuche es aber mal:
Man stelle sich vor, man hat in seinem Beruf eine herausragende Stellung; logischerweise buhlen andere Arbeitgeber um einen. Da man generell einen Wechsel durchaus für möglich hält, ist man offen dafür, sich auch andere Angebote anzuhören, darüber nachzudenken. Nun kennt man aus dem Umfeld natürlich die Verantwortlichen der anderen Unternehmen. Und man weiß: Bei einem anderen umworbenen Mitarbeiter ist die Geschichte damals so abgelaufen, dass zwischen Unternehmen X und ihm bis fast zu einer Vertragsunterschrift verhandelt wurde, man sich dann aber nicht einig wurde. Und kurz drauf war dann auf den üblichen Kanälen zu hören, dass der Personalchef von Unternehmen X sich nachträglich in der Form "Ja, das ist n guter Mann, der in den letzten beiden Jahren gut abgeliefert hat. Aber ich denke, wir kommen bestens ohne den klar!" geäußert hat.
Diese Person würde von mir nicht die Gelegenheit bekommen, sich so über mich zu äußern!
Es gibt am Markt (fast immer) genug Optionen, da muss ich nicht fruchtlos verhandeln und mir dann noch nachher anhören, wie sich jemand anmaßt, mich zu jemandem zu erklären, den man nicht braucht!
Mag sein, ich bin da empfindlich, aber mein Ruf ist mir heilig!
Und genau das betrachte ich bei den Äußerungen als ein Problem!
Es wird künftigen Verhandlungspartnern (Spielern) assoziiert, dass sie, wenn es dann doch nicht zum Vertragsabschluss kommt, öffentlich als "gewogen und für zu leicht befunden" abgewertet werden!
Ich erinnere mich an eine uralte Geschichte, die -GLAUBE ich- Stefan Effenberg mal erzählt hat.
Er beschrieb darin, wie der FC Bayern damals zuerst auf ihn zu gekommen ist und hat (wie gesagt, blank aus der Erinnerung) berichtet, wie sein erster Kontakt mit Ulli war. Ulli hat wohl damals bei diesem ersten Gespräch ein Silberkettchen für seine kleine Tochter bei sich gehabt. Er hat also vom ersten Moment an dem Spieler gezeigt: "Mir bist du/ist dein Wohlbefinden wichtig, du und die deinen sollen sich bei uns zu Hause fühlen!". Effenberg nannte diese Art, auf ihn zu zu kommen, tief beeindruckend.
Die Zeiten haben sich geändert, heute laufen so Dinge noch viel mehr über Berater uswusw, aber ich glaube, dass das Gefühl, von einem besonderen Verein mit einer besonderen Art, mit seinen Arbeitnehmern umzugehen, gewollt zu sein und zu werden, immer noch ein wichtiges Momentum bei einer Entscheidung pro Verein X oder eben gegen denselben ist. Und genau das sehe ich durch diesen Brazzo-Auftritt gestört und für die nahe Zukunft erstmal beeinträchtigt..
Schmeckt mir nicht!