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Wie definiere ich mich als Fan eines Teams?

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Fan ist man, einfach gesagt, wenn man zu jeder Zeit zu seinem Verein steht.

Für mich, das gebe ich zu, war es in den letzten Jahren ziemlich leicht,als ManUtd-Fan durch die Welt zu stolzieren. Die schlechteste Platzierung waren 2 3.Plätze in der Liga und die ein oder andere peinliche Niederlage (1:6 gegen Shitty, die Chancenlosigkeit in den CL-Finals 09 und 11 bspw.). Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Und klar, ich freu mich, wenn wir Titel einheimsen. Wer würde das nicht tun?
Allerdings stehe ich immer 10000%ig United, egal was grade passiert, jeden Niederlage schmerzt ungemein, jeder Sieg verbessert meine Laune schlagartig.

Was mir an United imponiert, das ist die Konstanz auf der Trainerposition, die geilen Spieler (Rooney,Giggsy,Scholes, Keane,Beckham, Schmeichel, Cantona, Solskjear, Sheringham und unzählige weitere),dazu die Magie des Stadions und der Fans (was leider bis auf den Awaysupport stark zurückgegangen ist).

Ich bleibe United aber treu, selbst wenn sie mal absteigen sollten, insolvent gingen o.Ä. Ist einfach mein Verein, könnte mir nie vorstellen, jetzt noch einen Vereinswechsel vorzunehmen.


Antwort
Zitat

Original von Denz

Meine Stimmung am Wochnenede hängt stark mit dem Ausgang des Spieltags zusammen. Ich lache, weine und fiebere mit dem Verein mit, wie schon vor über 20 Jahren, auch wenn es heute mehr aus der Ferne geschieht. Darum behaupte ich von mir ein echter Fan zu sein.

Ist denke ich eine sehr gute Beschreibung.

Ein Sympathisant guckt zwar die Spiele, freut sich über die Ergebnisse aber dieses Fieber, was die wirklichen Fans packt, wird bei ihm nicht ausgelöst.
Es ist einfach noch ein anderer emotionaler Zugang zur Sache.

Das Gefühl in der Kurve zu stehen, mit Leuten die im gleichen Moment dasselbe denken befreundet zu sein, richtig abgehen, total durchdrehen...das tut nur ein kleiner Prozentsatz der Zuschauer.

EDIT: Für mich ein ganz entscheidender Faktor ob man im Kindesalter schon regelmäßg im Stadion war oder erst später Interesse geweckt wurde. Wenn einen der Vater schon mit 5-6 Jahren zum lokalen Verein mitnimmt hält diese Bindung wohl ein Leben lang.

Grade gelesen und 100%ige Zustimmung.

Dieses Gefühl im Stadion hatte ich bisher nur bei United, obwohl ich kein Engländer bin und natürlich auch nicht jedes Heimspiel verfolge.

Früher als Kind beim HSV (Vater ist HSV-Fan) oder meinem Lokalverein Vfb Lübeck nie dieses gewisse Etwas verspürt.


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Zitat
toyberg
Beigetreten: 03.02.2009
PokerStrategist

Also in meinen Augen kann man nur Fan von einem Verein sein. Alles andere sind Sympathien, aber wenn beide Vereine aufeinander treffen würden, kann man schlecht zu beiden halten. Ich glaube da würde sich dann jeder zu erkennen geben.

Desweiteren kann ich nur Fan sein, wenn ich auch die Spieltage, die Tabelle meiner Liga, die nächsten Gegner, die Startelf, den Trainer, die Managerebene und die Ersatzbank kenne. Ansonsten hat man sich ja nicht wirklich mit dem Verein auseinander gesetzt.

Wenn ich ab und zu mal nicht die Möglichkeit habe ins Stadion zu gehen, dann kenne ich aber genügend Leute, die mir in regelmäßigen kurzen Abständen ne SMS mit Updates schicken.

Und die Liga in der die Mannschaft spielt darf natürlich keine Rolle spielen.
Zudem ist es ach irgendwie eine Mischung aus regionalem Bezug und Prägung durch Elternhaus (was im Normalfall ja auch irgendeinen regionalen Bezug hat).

Wie zum Beispiel kann ich "Fan" von FCB werden, wenn ich noch nie auch nur in der Nähe von München war, geschweige denn auch nur ein Spiel Live gesehen hab.


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michimanni Themenstarter
michimanni
Beigetreten: 03.08.2006
Elite Grinder

Meine Stimmung am Wochnenede hängt stark mit dem Ausgang des Spieltags zusammen. Ich lache, weine und fiebere mit dem Verein mit, wie schon vor über 20 Jahren, auch wenn es heute mehr aus der Ferne geschieht. Darum behaupte ich von mir ein echter Fan zu sein.

Original von oktaym
fussballfan sein ist doch eigentlich wie die liebe zu einer frau.
einige lieben mehr einige weniger
einige verlieben sich oft einige öfter, einige lieben mehrere.
einige sind treu einige nicht.
aber die erste grosse liebe, die vergisst man nicht.

Beides sehr schön gesagt :)

Wie an einigen Stellen auch schon erwähnt wurde, ist es für mich persönlich sehr wichtig, dass man in schlechten Phasen zu seinem Verein steht. Als die Tränen nach dem ersten Abstieg meines Vereins getrocknet waren, habe ich mir fast schon zähnefletschend gesagt "jetzt erst recht!". Ein Vereinswechsel hätte ich mir zu keinem Zeitpunkt vorstellen können und stand nie zur Debatte.


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wimmi10
Beigetreten: 20.04.2006
Legacy Member

Meiner Meinung nach ist man bereits Fan, wenn man bei Spielen zu einer Mannschaft hält. Was bitte hat zB regionaler Bezug oder im Stadion sein damit zu tun? Klar gibt es eine Verbindung bei den meisten, aber Voraussetzung? Wohl kaum.

Man hegt halt Sympathien für eine Mannschaft, aber der Hintergrund ist doch relativ egal. Und natürlich kann man auch Fan mehrerer Mannschaften sein (aus unterschiedlichen Ländern zB).

Was viele natürlich verwechseln, ist Fanatismus. Viele "Hardcore" Fans substituieren mit dem "Fansein" auch einen fehlenden Teil in ihrem Leben, sei es eine Partnerschaft, oder fehlende Selbstverwirklichung im Beruf. Natürlich geht das einher mit Abgrenzung (ich bin Fan, du nicht - weil ich ja eine Saisonkarte habe). Man möchte sich wenigstens in irgend einem Lebensbereich höhergestellt sehen, als andere. Für andere wieder ist das "Fansein" ein Aggressionsventil um den Alltagstrott abzulassen.

Ich gehe regelmäßig ins Stadion, spring auf wenn meine Mannschaft ein Tor schießt und singe mit. Aber würde ich heulen, nur weil eine Meisterschaft verloren geht? Dazu gibt es Wichtigeres in meinem Leben.

Natürlich gibt es Abstufungen zwischen Fanatismus der "wir haben die Meisterschaft verloren Heuler" und dem Familienvater, der mit den Kindern zum Fussball geht (der für mich genauso Fan ist).

Ist mir klar, dass es dazu andere Meinungen gibt ♦

Flame ON!


Antwort
Zitat
Tarkon72
Beigetreten: 24.07.2006
Oldschool Grinder

Original von AbbAUbaR
Im Grunde sind doch die meisten hier ein kleines bisschen Erfolgsfans^^

Als wir uns für Fußball zu interessieren begannen, haben unsere Vereine doch fast alle in der Bundesliga gespielt. Und Bundesliga spielen heißt nunmal, dass diese Mannschaften auch bekannt und erfolgreich sind. Wenn wir alle den romantischen Fußballfan geben würden, wären wir Anhänger des nächstgelegenen Dorfvereins.

Wären Borrussia Dortmund, Bayern München, Schalke 04, der Hamburger SV usw. alles Provinzvereine in den unteren Ligen, die nie nach oben gekommen sind, dann wären wir bestimmt Fans von [random Bundesligaverein, der uns irgendwann einmal in seinen Bann gezogen hat und evtl sogar nahe unserer Heimat liegt] geworden.

Ich glaube, die wenigsten hier waren schon dabei, als ihr Verein noch gegen Hintertupfing in der 5. Liga gespielt hat^^

Meine ersten Spiele von Hertha BSC habe ich in der Amateure Oberliga gesehen. Keine Ahnung welche Liga es damals war.
Habe mir auch nicht viele Spiele angesehen, da mir die Hertha Frösche damals als Drei-Käse-Hoch noch nicht geheuer waren. Dazu haben sie oft zu Zeiten gespielt wo ich selbst aktiv war.
Die Bundesligaspiele von Blau Weiß Berlin habe ich mir wegen den Gästen angesehen.


Antwort
Zitat

Ich hab jetzt alle Post gelesen und mich eigentlich jetzt zum erstenmal gefragt warum bin in Bayernfan geworden!?

Mein Vater war und ist Gladbachfan. Er war in den 70er jung und da waren halt die coolen in Gladbach. Und auch viel Erfolg. Hat aber nie auf mich übergeschwappt. Der Schlüsselmoment war wohl als mich mein Firmpate mit auf ein Spiel des FCB mitgenommen hat (ich glaub war gg. Duisburg Mitte der 80ziger Jahre). Ich wohn 150 KM südlich von München. Da gibt´s sonst koan größeren Verein. Das richtige Fansein hat aber erst im Teenageralter begonnen. Hab dann mal in München gewohnt (mit 18) und von da an ging´s richtig los!

Bin gleichzeitig noch Eishockeyfan. Da aber natürlich nur von meiner Heimatstadt. Kam über meinen Opa (RIP). Der hat mich einfach Fr und So mitgenommen zu den Heimspielen und zu den Auswärtsspielen gg die anderen Dörfer ♦). Der Verein spielte lange in der 2 Liga. Spielt heute in der Bayernliga (4. Liga). Ich geh trotzdem noch regelmäßig (Zeitmangel) hin. Allerdings macht mir eine Niederlage wenig aus. Im Gegensatz zu einer des FCB. Beim Eishockey gibt´s allerdings keinen "großen" Club für den ich mich interessiere, ganz zu schweigen von Fan sein! Und bestimmt keinen aus der nächsten größeren Stadt (Panther oder Hedos oder wie heißen die jetzt? Bääh).

Aber eins ist klar. Einmal ein Verein, dann auch für immer. Sonst kannst Du niemals Fan sein. Deine Emotionen müßen geschürt sein. Egal ob durch Vater, Onkel, Opa oder "nur schnöden Erfolg"


Antwort
Zitat
AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007
Oldschool Grinder

Original von Tarkon72

Original von AbbAUbaR
Im Grunde sind doch die meisten hier ein kleines bisschen Erfolgsfans^^

Als wir uns für Fußball zu interessieren begannen, haben unsere Vereine doch fast alle in der Bundesliga gespielt. Und Bundesliga spielen heißt nunmal, dass diese Mannschaften auch bekannt und erfolgreich sind. Wenn wir alle den romantischen Fußballfan geben würden, wären wir Anhänger des nächstgelegenen Dorfvereins.

Wären Borrussia Dortmund, Bayern München, Schalke 04, der Hamburger SV usw. alles Provinzvereine in den unteren Ligen, die nie nach oben gekommen sind, dann wären wir bestimmt Fans von [random Bundesligaverein, der uns irgendwann einmal in seinen Bann gezogen hat und evtl sogar nahe unserer Heimat liegt] geworden.

Ich glaube, die wenigsten hier waren schon dabei, als ihr Verein noch gegen Hintertupfing in der 5. Liga gespielt hat^^

Meine ersten Spiele von Hertha BSC habe ich in der Amateure Oberliga gesehen. Keine Ahnung welche Liga es damals war.
Habe mir auch nicht viele Spiele angesehen, da mir die Hertha Frösche damals als Drei-Käse-Hoch noch nicht geheuer waren. Dazu haben sie oft zu Zeiten gespielt wo ich selbst aktiv war.
Die Bundesligaspiele von Blau Weiß Berlin habe ich mir wegen den Gästen angesehen.

Ja, ok ♦ Berlin ist jetzt ein etwas extremerer Fall^^

Ich sprach jetzt eher die Leute an, die Anfang, Mitter der 90er zu ihrem Verein gekommen sind. Und ich schätze schon, dass etliche sich von ihrem späteren Verein faszinieren ließen, weil er nun mal als Bundesligist häufig im Fernsehen zu sehen war. Die Stars, die vollen Stadien, das alles fand man als Kind doch spannend.

Ich hoffe, ihr wisst, was ich damit sagen will. Als Kind hat man wahrscheinlich mehr von der Bundesliga mitbekommen, als von den unterklassigen Vereinen. Vielleicht wäre der eine oder andere heute nicht Bayern- oder Dortmundanhänger, wenn die schon immer in den unteren Ligan gekickt hätten, von denen wir fast nie etwas gesehen hätten. Vielleicht hätte uns dann ein anderer Verein begeistert.

Darum meine These, dass wohl ein kleines bisschen "Erfolgsfan" in vielen von hier steckt ;)


Antwort
Zitat
draghkar
Beigetreten: 16.08.2006
Oldschool Grinder

Original von oktaym
fussballfan sein ist doch eigentlich wie die liebe zu einer frau.
einige lieben mehr einige weniger
einige verlieben sich oft einige öfter, einige lieben mehrere.
einige sind treu einige nicht.
aber die erste grosse liebe, die vergisst man nicht.

:heart:


Antwort
Zitat
rossoneri06
Beigetreten: 13.11.2006
PokerStrategist

Original von AbbAUbaR

Original von Tarkon72

Original von AbbAUbaR
Im Grunde sind doch die meisten hier ein kleines bisschen Erfolgsfans^^

Als wir uns für Fußball zu interessieren begannen, haben unsere Vereine doch fast alle in der Bundesliga gespielt. Und Bundesliga spielen heißt nunmal, dass diese Mannschaften auch bekannt und erfolgreich sind. Wenn wir alle den romantischen Fußballfan geben würden, wären wir Anhänger des nächstgelegenen Dorfvereins.

Wären Borrussia Dortmund, Bayern München, Schalke 04, der Hamburger SV usw. alles Provinzvereine in den unteren Ligen, die nie nach oben gekommen sind, dann wären wir bestimmt Fans von [random Bundesligaverein, der uns irgendwann einmal in seinen Bann gezogen hat und evtl sogar nahe unserer Heimat liegt] geworden.

Ich glaube, die wenigsten hier waren schon dabei, als ihr Verein noch gegen Hintertupfing in der 5. Liga gespielt hat^^

Meine ersten Spiele von Hertha BSC habe ich in der Amateure Oberliga gesehen. Keine Ahnung welche Liga es damals war.
Habe mir auch nicht viele Spiele angesehen, da mir die Hertha Frösche damals als Drei-Käse-Hoch noch nicht geheuer waren. Dazu haben sie oft zu Zeiten gespielt wo ich selbst aktiv war.
Die Bundesligaspiele von Blau Weiß Berlin habe ich mir wegen den Gästen angesehen.

Ja, ok ♦ Berlin ist jetzt ein etwas extremerer Fall^^

Ich sprach jetzt eher die Leute an, die Anfang, Mitter der 90er zu ihrem Verein gekommen sind. Und ich schätze schon, dass etliche sich von ihrem späteren Verein faszinieren ließen, weil er nun mal als Bundesligist häufig im Fernsehen zu sehen war. Die Stars, die vollen Stadien, das alles fand man als Kind doch spannend.

Ich hoffe, ihr wisst, was ich damit sagen will. Als Kind hat man wahrscheinlich mehr von der Bundesliga mitbekommen, als von den unterklassigen Vereinen. Vielleicht wäre der eine oder andere heute nicht Bayern- oder Dortmundanhänger, wenn die schon immer in den unteren Ligan gekickt hätten, von denen wir fast nie etwas gesehen hätten. Vielleicht hätte uns dann ein anderer Verein begeistert.

Darum meine These, dass wohl ein kleines bisschen "Erfolgsfan" in vielen von hier steckt ;)

absolute zustimmung. wenn dortmund in den frühen 90ern nicht so oft im fernsehen gewesen wäre (bei mir waren es die duelle mit juve im uefa-cup), dann wäre ich sicher kein dortmund-fan geworden. ich wohne mehrere 100km entfernt und hab keinen bezug zu dieser region über den fussball hinaus.

ich denke ja, dass sich das "fan-sein" gewissermaßen entwickelt. d.h. aus welchen gründen auch immer kommt man zu einem verein und wird "fan". nur dann ist eben die frage, was man daraus macht. inwieweit man sich informiert, spiele schaut, artikel liest usw... wie gesagt ist es bei mir geografisch schwierig, deswegen versuche ich aber sonst alles zu konsumieren, was ich über den bvb sehen oder lesen kann. ich bin damit definitiv ein anderer fan als jemand, der zu jedem heim- und auswärtsspiel geht. dennoch leide ich mit, wenn wir schlecht spielen und freue mich, wenn alles gut ist =) somit bin ich eine andere art fan, aber aus meiner sicht kein schlechterer.


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ScaAra
Beigetreten: 19.02.2009
PokerStrategist

Original von IgorTheTigor
und obwohl wir uns gerade mal seit ein paar stunden kannten, hatte ich beim abschied schon total das vertrauensverhältnis zu den ganzen leuten aufgebaut. die haben uns wildfremde ( und man muss dazu sagen, ich seh aus, als würd ich gleich ne bank überfallen ) einfach so dermaßen offen und herzlich aufgenommen, dass es mir persönlich schon total irreal vorkam.

soso, und wie lange danach hast du gemerkt das dein Handy und dein Geld weg sind? ♦


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CMBurns104
Beigetreten: 19.06.2006
Oldschool Grinder

Bin im Grundschulalter, d.h. Anfang bis Mitte der Neunziger Köln-Fan geworden, mit Erfolg hatte es bei mir also nachweislich nichts zu tun, eher damit, dass das nun mal (neben Leverkusen) der Verein war, der am nächsten dran am Wohnort war und - was vermutlich noch wichtiger war - mein bester Freund zu der Zeit von seinem Vater zum FC-Fan erzogen worden war.

Fan sein hat für mich jedenfalls absolut nichts mit dem Wohnort oder der Anzahl der besuchten Spiele pro Saison zu tun. Trotzdem ist auch für mich nicht jeder, der sich so nennt, gleich ein Fan. Wirklich Fan sein kann man meiner Meinung nach jedenfalls nur von einem einzigen Verein, und den kann man auch nicht wechseln. Falls jemand den Verein wechselt, dann ist er entweder überhaupt kein richtiger Fan oder es ist wie im Fall von Energiefan81, dem ich absolut abkaufe, dass er leidenschaftlicher Cottbus-Fan ist. Aber er war dann eben nie wirklich Bayern-Fan.


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Papa hat mich zum Fußball erzogen. Ich danke ihm sehr dafür ♦

Seit ich fußballinteressiert bin (4. Lebensjahr ca) bekennender Stuttgartfan.

Definiert sich bei mir über Dauerkarten, bis hin zu Sky wegen Stuttgart gekauft, weil mittlerweile seltenst die Möglichkeit mal ins Stadion zu kommen.

Fan sein definiert sich aber für mich nicht über oben genanntes. Auch nicht ob jemand lieber in der Kurve oder auf der Haupttribüne sitzt. Man muss sich einfach mit dem Verein und den Werten die er verkörpert identifizieren können. Dafür muss ich nicht jeden Spieler im Kader oder die Transfers der letzten 50 Jahre auswendig runterbeten können.

Ich würde mich beispielsweise auch als Barcelona-Fan bezeichnen. Verfolge die Spiele jedes Wochenende und der Verein als Mythos an sich inkl. Rivalität zu Real Madrid + Stadion faszinieren mich einfach.


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hacklberry
Beigetreten: 24.04.2007
PokerStrategist

Eines mal vorweg. Ich habe weder Dauerkarte noch bin ich seit einigen Jahren zu meinem Verein, dem 1. FC Nürnberg auswärts gefahren. Ich sehe mich trotzdem als Fan. Im Alter von jetzt 33 Jahren sieht man aber vieles anders.

Klar war bei mir eigtl schon alles mit Geburt. Ich wurde in der Woche der Aufstiegsspiele im Jahr 1978 gegen Rot-Weiß Essen (damals mit Horst Hrubesch) geboren. Mein Dad konnte damals natürlich nicht zu meiner Ma ins Krankenhaus sondern hat klare Prioritäten gesetzt und war bei beiden Spielen Live dabei ♦. In jungen Jahren regelmäßig von meinem Dad ins Stadion mitgenommen damals waren das die noch weniger erfolgreichen Zeiten. Was bedeutet hat sportlich wenig Erfolg in der Bundesliga inkl. Abstieg. Das erste Spiel woran ich mich richtig erinnern kann war das entscheidende Spiel um den Aufstieg gegen Hessen Kassel im Jahr 1985. Wir waren nie auf den Aufstiegsplätzen und sind am letzten Spieltag noch Zweitligameister geworden. Da waren immerhin später bekannte Spieler die absoluten Leistungsträger. Das war dann so auch die Initialzündung. Mit den jungen Wilden wie, Eckstein, Grahammer, Reuter, Dorfner säter auch Schwabl und auch Andy Köpke hat man sich dann auch mal in der Bundesliga halten können und war Erfolgreich. Man hat dann 1988 den UEFA-Cup erreicht. Ab dieser Saison hatte ich dann auch ca 15 Jahre eine Dauerkarte. Trotz der ganzen Tiefpunkte und immer noch tieferen Tiefpunkte. In der Saison 1996/1997 war man dann erfolgreich in der Regionalliga angekommen. Allein in diesem Jahr hab ich 33 von 34 Spielen gesehen. Abstiege wie der berühmte im Jahr 1999 (Der Grund weshalb Frankfurt und Kaiserslautern in Nürnberg gleichermaßen verhasst sind) haben ewig lange weh getan. Man hat richtig geheult und hatte an dem Abend nicht mal mehr Lust auf Frustsaufen.

Ich denk mal die Emotionen und Bindung zu "seinem" Verein vor allem in schlechten Zeiten machen den Fan aus und nicht die Zahl der Auswärtsspiele oder ähnliches. ich fiebere immer noch jede Woche mit teils im Stadion aber auch nicht immer oder eben vor der Glotze und bin deswegen sicher kein schlechterer Fan als der im Block steht.


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JayMcCay
Beigetreten: 05.01.2007
Oldschool Grinder

Hättet ihr auch nicht einfach gegen uns (Freiburg) gewinnen können? :P


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miGi
Beigetreten: 06.01.2007
PokerStrategist

Mein Vater ist Portugiese, deshalb wurde ich als Benfica-Fan erzogen. In jedem Urlaub haben wir uns 1-2 Spiele angeschaut. Trotzdem war es natürlich nicht das gleiche für mich, da ich regional kein Bezug zu Benfica aufbauen konnte und daheim eben auch nicht mit meinen Freunden darüber reden konnte. "Hey, Benfica ist Meister!" Antwort: "ja und?". Gerade als kleiner Knirps ist das natürlich nicht so toll.
Also musste natürlich auch ein Verein in Deutschland her. In Franken aufgewachsen, ist es aber gar nicht so klar, Nürnberg-Fan zu werden. In meinem Dorf waren größtenteils nur Bayern-Fans und auch einige Dortmunder. Ein Freund von mir war dann aber FCN Fan und so hab ich mich für den FCN entschieden, auch weil ich damals schon verstanden habe, dass das nunmal der fränkische Verein ist ( und auch weil mein Vater ein bekennender Bayern-Hasser ist, danke dafür btw ♦ ). Durch die Entfernung natürlich fast nie im Stadion gewesen, es fehlte an Geld, Zeit und in jüngeren Jahren natürlich an der Erlaubnis von meinen Eltern. Es waren auch echt schwere Zeiten, man wurde oft geärgert, Bayern Meister, Nürnberg zwischenzeitlich in der Regionalliga, da war ich 9 oder 10. Ich hab mir aber immer gesagt, "JETZT ERST RECHT!" Mein unglaublicher Hass auf Bayern kommt wohl auch aus diesen Erlebnissen in meiner Kindheit. Ich kann niemals zu Bayern stehen und freue mich wenn sie auf den Sack bekommen (man war das CL-finale 99 eine Genugtuung, ich glaub das war der geilste Schultag meines Lebens... :coolface: trotz des bitteren Abstiegs paar Tage später, da hab ich alles zurück bekommen ♠_cry: :facepalm: ). Wie gesagt, ab und zu im Stadion gewesen und mich immer 100000%ig wohl gefühlt, so zwischen anderen Leidgeplagten zu stehen, die alle die selben Hochs und Tiefs durchgemacht haben.
Dann aber irgendwann in Nürnberg angefangen zu studieren und leider im ersten Jahr keine DK mehr in der Nord bekommen. Also nur Tageskarten gekauft, hat sich sogar auch gelohnt, war immerhin die Pokalsieger-Saison. Im folgenden Jahr dann DK gehabt und sie bis heute auch nicht abgegeben.

Inzwischen sind sogar viele der damaligen Bayern-Fans zu Glubb-Fans geworden (Kindheitssünden und so ♦ ). Das hat sich langsam entwickelt, immer mal wieder hat einer gemerkt, dass reiner Erfolg kein Grund ist Fan für eine Mannschaft zu sein. Ic hhab immer wieder gesagt: "hey, wir sind in Franken, wie könnt ihr zu Bayern stehen." Wir sind 8 Leute mit DK, jeder liebt dieses Gefühl des Zusammenhalts in der Kurve, wie wir uns bei Toren in den Armen liegen und bei Gegentoren alle den gleichen Schmerzen fühlen... und wie wir uns fast jeden Tag über diverse Chats und SMS über den Glubb unterhalten.
Morgen beim fränkisch-bayrischen Derby werden wir dann ca. 15 Leute (Alter 18-25) sein, die uns das im örtlichen Sportheim anschauen werden...(3 von uns gehn nach München) und wir werden wohl wieder von den zahlreichen Bayernfans ausgelacht werden , aber das ist uns wayne, weil es nunmal um mehr geht als nur Erfolg.


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Indem man in die Oper geht:D


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MILO74
Beigetreten: 12.09.2007
Oldschool Grinder

@ ScaAra: ihr kriegt wohl nich genug vom bvb in der bundesliga ? kann ich verstehn ! aber dafür gibt es doch die amateure. oder ihr geht sonntags abends zu den elchen eishockey gucken. da konnte man früher (regionalliga) auch bier mit reinnehmen und notfalls in der drittelpause kurz zur tanke nachschub holen. war schon lange nicht mehr da. ob das immernoch geht kann ich dir nich sagen.

ps.: beimn eishockey gab es früher immer eine wahnsinnig gute bratwurst ! dagegen stinken die stadionwürste aber sowas von ab.


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Hennes
Beigetreten: 06.03.2006
Oldschool Grinder

Original von Denz

Meine Stimmung am Wochnenede hängt stark mit dem Ausgang des Spieltags zusammen. Ich lache, weine und fiebere mit dem Verein mit, wie schon vor über 20 Jahren, auch wenn es heute mehr aus der Ferne geschieht. Darum behaupte ich von mir ein echter Fan zu sein.

Das trifft es echt gut!

Original von michimanni
Wie an einigen Stellen auch schon erwähnt wurde, ist es für mich persönlich sehr wichtig, dass man in schlechten Phasen zu seinem Verein steht. Als die Tränen nach dem ersten Abstieg meines Vereins getrocknet waren, habe ich mir fast schon zähnefletschend gesagt "jetzt erst recht!". Ein Vereinswechsel hätte ich mir zu keinem Zeitpunkt vorstellen können und stand nie zur Debatte.

Aber wohin solltest du auch gehen, hier gibts doch weit und breit keinen vernünftigen Verein! ;)

Ich finde, Emotionalität ist eines der wichtigsten Faktoren die jemanden zum "richtigen" Fan machen. Und gerade Abstiegskampf, vielleicht auch gepaart mit Ab/Aufstiegen, schweißt einen noch enger an seinen Verein. Es wird halt nie langweilig, ein permanentes Wechselbad der Gefühle.


Antwort
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Für mich gehört ein regionaler Bezug ganz klar zum Fansein dazu. Einen Stuttgarter der mir erzählt was für ein großer Dortmund oder Bayernfan er doch ist kann ich nicht ernst nehmen. In den USA ist jeder der sich für Fußball interessiert entweder Barca, Real oder ManU Fan, das ist doch genauso lächerlich. Bei Länderspielen ist doch auch kein Deutscher Italienfan.


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