Fremdenfeindlich geboren wird niemand.
Ausgangspunkt ist zum einen die eigene Erfahrung mit Ausländern und zum anderen die der Menschen in der Umgebung.
Hast du selbst überwiegend gute Erfahrungen mit Ausländern gemacht, kommunizierst du diese mit Freunden etc und verbesserst somit auch deren Einstellung Ausländern gegenüber. Wie ein Lauffeuer verbreitet es sich unter den Menschen einer Region.
Gibt es viele Ausländer in einer Region, so schwanken die Einflüsse auf Einheimische und Ausländer stärker, was eher positive Effekte mit sich bringt, weil sich keine Extreme bilden.
Anders ist es, wenn Ausländer und Einheimische nahezu unter sich sind.
Entweder werden kaum positive Erlebnisse kommuniziert oder gar keine, da sich ein gesellschaftlicher Druck entwickelt und Tabus entstehen lässt.
Man muss ich einen mit Gas gefüllten Kessel vorstellen. Von alleine eskaliert nichts. Es reicht ein Funken sprich negative kommunizierte Erfahrung um eine Kettenreaktion auszulösen, einfach weil keine positive das Gleichgewicht herbeiführt.
Diese Pole (Ausländerviertel; Ostdeutschland) können sich von alleine unmöglich von diesem Teufelskreis befreien. Es sind immer die anderen gefragt, was zu unternehmen. Und das macht das ganze so schwierig. Weil die Fronten so verhärtet sind. Nach Ostdeutschland traut sich kein Ausländer und ausländerfreundliche Deutsche können sich dort kaum kommunizieren.
Andersherum in Ausländerviertel. Deutsche trauen sich nicht dorthin zu ziehen und deutschenfreundliche Ausländer können sich kaum kommunizieren.