Original von JonKing89
Tut mir leid
Ich versuche das mal deutlich zu machen
Spoiler
Original von Bierb4ronweil so viele gewaltverbrechen von neonazis ausgehen, stimmts ?die liegen in den statistiken bestimmt ganz weit vorn !!Ohne auf den Inhalt des Satzen einzugehen (will nicht dass der Thread ausartet :P), was hat das mit OPs Problem zu tun? Sind Neonazis und deren Ideologie nun gewaltätig oder nicht. wird eigentlich die politische gesinnung anderer gewaltverbrecher auch an erster stelle genannt ?Ich weiß hier nicht genau wovon du redest bzw. worauf du hinaus willst, aber man ließt ja nicht nur von Rechtsextremen, auch von Salafisten, Linksextremen, christlichen Fundamentalisten (hauptsächlich USA) ist oft genug die Rede. -> tut nicht viel zur Sache hierversteht mich nicht falsch. ich finde fanatismus im allgemeinen nicht gut. was mich stört, ist der unausgewogene und ziellose umgang mit menschen die fanatismus aus richtung rechts aufweisen.Ich kann deinen Standpunkt verstehen und ich kann mir auch vorstellen wie du diesen Schluss ziehst, der natürlich nicht inkorrekt ist. Aber in diesem speziellen Fall, sehe ich das anders. Es geht nunmal nicht um jemanden "normalen" der mal eben eine rechte Parole nachgeplappert hat und in die rechtsextreme Ecke geschoben wird, sondern um jemanden der diese Propagiert oder Propagiert hat.
Ich hoffe, so geht es besser
in der tat
dann versuche ich es noch weiter zu konkretisieren.
ich halte es allgemein eben nicht für unterscheidungswürdig, ob jemand etwas initiiert oder nur mitläuft.
im zweifel sind am ende alle mitläufer gewesen.
wenn man es schafft, alle potenziellen mitläufer zu immunisieren, dann haben auch die initiatoren niemanden mehr, an den sie sich richten können. es gibt also keinen sinnvollen politischen kampf gegen personen, sondern gegen ideen, sofern man diese tatsächlich ablehnt.
überzeugung ist an dieser stelle meiner meinung nach das weitaus bessere mittel als verbote oder gewalt. auch wenn der dialog wahrscheinlich länger braucht, um seine wirkung zu entfalten, so ist diese trotzdem nachhaltiger. dialoge sind demokratisch und lassen raum für meinungsfreiheit.
es ist auch wichtig, jedes einzelne problem auch konkret zu benennen und zu entschärfen, bzw. jede ungewünschte idee konkret zu zerstreuen, bzw. initiatoren durch konkrete zielgerichtete zerstreuug der einzelnen ideen zu entwaffnen.
sollte man im dialog die schlechteren argumente haben, sollte man auch seine eigenen überzeugungen in frage stellen.
wenn man ein problem mit rassismus hat, sollte man leute wegen ihrer rassistischen gedanken/äußerungen kritisieren.
wenn man ein problem mit nationalismus und/oder sozialismus hat (nazi = nationalsozialist), sollte man auch das kritisieren. unbestritten ist dabei, dass die bisher dokumentierten nationalsozialistischen initiativen deutlich mit rassismus verbunden waren/sind.
ich kenn aber auch menschen, die sich selbst als durchaus national orientiert betrachten, aber zb. der linken weit aus näher stehen als zb. der NPD und sich selbst nicht als rassisten verstehen. ganz sicher sind diese leute auch keine antidemokraten.
selbst wenn gesichert ist, dass sich jemand einen sozialismus wünscht, der vorallem angehörigen seiner eignen nationalität zugute kommt und offen eine ablehnung gegen menschen anderer nationalitäten oder rassen formuliert, so hat derjenige noch kein schwerverbrechen im sinne des strafgesetzbuch begangen.
dennoch wird immer wieder rechte gesinnung unmittelbar mit gewaltverbrechen in verbindung gebracht, bzw. rechte/nazis (whatever) als gewaltverbrecher dargestellt.
ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der großteil von gewaltverbrechen von menschen mit rechtem politischem hintergrund verübt werden, bzw, dass bei denen dann auch jedes mal die gesinnung der auslöser für das verbrechen ist.
dieser undifferenzierte umgang gerät doch letztlich fast immer zu einem persönlichen gemetzel, in dem der focus auf das, was einem doch das wirkliche anliegen ist, verloren geht.
dadurch bietet man der "gegnerischen" seite selbst ne riesen angriffsfläche im dialog. es erweckt immer den eindruck, als würde man ohne große ahnung einfach mal zum rundumschlag ausholen. betroffen sind meistens die leute, die eventuell als mitläufer oder teilsympathisanten durchgehen könnten. aber auf diese ungerechtfertigten rundumschläge können und werden sich auch die initiatoren berufen und sich selbst als opfer darstellen.
diese undifferenzierten angriffe, die nazis, rassisten, antidemokraten, whatever ins abseits stellen sollen, stattdessen aber nur ne große bühne erschaffen, machen diese szene außerdem zusätzlich interessant für soziale verlierer, bzw. allgemein gesellschaftliche außenseiter.
wenn OP der meinung ist, eine genaue vorstellung davon zu haben, welche ansichten villain hat und vertritt und damit ein problem hat, welches er geklärt haben möchte, dann führt kein weg am dialog vorbei.
allerdings sollte OP die möglichkeit in betracht ziehen, dass villain auf jede frage eine antwort hat und jedes argument von hero entkräften kann. das ist die gefahr bei jeder auseinandersetzung.... man kann verlieren. es gibt aber nichts zu gewinnen, wenn die auseinandersetzung (der dialog) vermieden werden. sowohl gewalttätigkeiten als auch rückzug/ignorieren würden eine vermeidung der tatsächlichen auseinandersetzung mit dem problem bedeuten.