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[Geschlossen] wie gehts weiter?

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MarBobley
Beigetreten: 11.04.2008

moin

ab und zu habe ich ne ganz tolle "idee" wo ich mir denk ich dreh mein ganzes leben um und es wird mit super gehen, diese werden aber fast immer sehr schnell wieder verworfen.

eines habe ich schon erreicht und zwar die abstinenz von drogen und alkohol seit etwa 13 monaten.

auch das rauchen habe ich vor 8 wochen aufgehoert (womit es mir allerdings immer noch nicht gut geht - suchtdruck und wenig tiefer schlaf)

die abstinenz habe ich geschafft seit einem sehr tollen gespraech mit einem freund der leider "verschollen" ist und er mir erklaert hat dass er 10 jahre die finger vom alkohol gelassen hat um zu erkennen worum es ihm in seinem leben geht usw.

da dacht ich mir halt "das schaff ich doch auch!"

nur wirft das neue "probleme" auf - man beschaeftigt sich mit sich und seiner umwelt statt alles nur wegzuballern.

eines meiner probleme ist die gestaltung meines zukuenftigen lebens.

habe in so einer "idee" mal gegoogled und methoden gesucht wie man ziele im leben erkennt.

es gibt eine eigentlich ganz einfache uebung bei der man sich das vorstellt was freunde ueber dich an deinem grab sagen sollten.

nur breche ich immer sofort ab wenn ich die uebung eigentlich mal wieder durchziehen will.

vielleicht habe ich vor etwas angst - ich weiss es nicht.

vielleicht liegt es auch daran dass ich irgendwelche abneigungen gegen das leben in der heutigen gesellschaft habe - oft wuensche ich mir ein leben wie ein tier. den ganzen tag auf futtersuche + schlafen, bumsen whatever...

ich habe ausserdem mit motivationslosigkeit im bereich arbeit durch meine shizophrenia simplex (eine spezielle form der schizophrenie - einfach ausgedrueckt: ich kann was ich will aber nicht was ich muss).

ausserdem kotzt mich meine sozial inkompente umgebung an und ich finde dass ich keine wirklich guten freunde habe (</kotzmodus>)

also....

erste prioritaet hat fuer mich dann wohl ziele fuers leben zu finden (wobei ich ja mir ja nichtmal sicher bin ob ich ueberhaupt ziele haben will :-/)

das erreichen der ziele ist ja fast kein problem mehr wenn man sich nur fest genug entschlossen hat!

ich weiss nicht genau was ich jetzt von euch als leser "erwarte" - es ist ja nicht so dass ich viele strategien googlen koennte aber vielleicht faellt einem von euch etwas spezielles auf oder hat aehnliche probleme.

ich habe auch einen psychiater an meiner seite dem ich die ein oder andere frage stellen koennte die ihr meint wichtig ist aber nicht selbst beantworten koennt...

naja das solls erstmal gewesen sein.... gruss, phil


1 Antwort
mergelina
Beigetreten: 28.03.2008

hallo Marbobley,

Du hast seit 13 Monaten keine Drogen mehr genommen und auch keinen Alkohol getrunken?

Dafür meine allerhöchste Anerkennung, noch mehr, meinen Glückwunsch!!!

Was Du bisher geschafft hast, ist eine RIESEN Sache!

Vor allem, wenn es stimmt, wie du sagst, dass Du auch keinen Alkohol trinkst. Es ist nämlich oft so, dass die eine Sucht mit der anderen kompensiert wird. Viele Ex-Junkies sind megastolz darauf, "clean" zu sein, fangen aber in der Frühe schon mit dem ersten Bier an. Auch das ist nicht schlecht und wird sie weiterbringen, ist aber noch unendlich weit von "clean" enfernt.

Mit Drogen aufzuhören ist ein sehr langsamer Prozess, eine Lebensaufgabe.

Auch Du bist noch nicht ganz sin Sicherheit, ich weiss von einigen Ex-usern die sogar nach 3 Jahren (!!!) wieder rückfällig wurden.

Einen Tipp möchte ich Dir aber noch geben. Mute dir nicht zuviel zu.

Jetzt auch noch mit dem Rauchen aufzuhören, könnte des Guten zuviel sein.

Tabakentwöhnung ist allerhöchster Psychischer Stresss und es muss ja nicht sein, dass Du Dich in Deiner Lage dem auch noch aussetzt.

Scheiss erstmal drauf, das andere hat echt vorrang. Klar ist es super, wenns gut geht und vor allem wenn man merkt, dass man über den Berg ist und sich viel besser fühlt ohne Zigaretten.
Aber wenn Du merkst, dass es schwierig wird für Dich, dann rauche lieber wieder...rauche hat R1 oder so, die hauen sich am anfang auch genug rein ;)

Eine Sache noch, ich kann Deine Kritik an unsere Gesellschaft 100%ig teilen, aber...!

Es ist fast immer ein merkmal Drogensüchtiger, bezüglich sozialer Kompetenz grossen Nachholbedarf zu haben.

Sozial inkompetent mag so einiges sein in unserer Gesellschaft, aber Dich selbst darfst du da auf keinen Fall ausklammern.

Was ist wahrscheinlicher? Alle anderen sind sozial inkompetent oder Du bist es?

Of liegt die Ursache in einem selbst und nicht bei allen anderen.

Denk auch mal drüber nach. Ist oft der erste Schritt in die richtige Richtung.

halt uns auf dem laufenden.

gruss

mergelina

bleib weiter sauber! Sonst komm ich Dich besuchen und dann gibt Haue!:)


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