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[Geschlossen] [Psychologie] Selbstmanagement als Pokerspieler

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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Hallo,

ich habe eine Ergänzung zu

5. Das Break-even-Problem

vorgenommen.

Eine spezielle Form des Break-even-Problems entsteht im Rahmen der Table Selection-Problematik. Leider passiert folgendes sehr häufig: Man sucht sich einen Tisch mit schwachen Spielern und gerät dort in Rückstand. Ehe man sich versieht ist der Gro�?teil der Zielobjekte verschwunden. Der Tisch ist nun sehr tight geworden. Viele Spieler bleiben in solchen Fällen am Tisch sitzen, da sie ihn nicht als Loser verlassen wollen. Diese Einstellung ist natürlich falsch. Beim Pokern geht es stets um den Erwartungswert und der ist nun mal höher an Tischen mit schwachen Spielern.

Regel: Verlasse den Tisch, wenn sich die Bedingungen rapide verschlechtern, egal ob du vorne oder hinten liegst.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Und noch eine Ergänzung, diesmal zu 2. a)

Für viele Spieler ist es angebracht, eine Stop-Loss-Marke festzulegen. Diese könnte sehr gut bei - 50 BB (Big Bets) liegen. Es ist nun einmal so: Wenn man verliert, dann verschlechtert sich die Stimmung. Es besteht die Gefahr, dass man dann nicht mehr seine optimale Leistung (A-Game) bringen kann. Umgekehrt gilt ja auch, dass man alles, was man mit Freude macht besonders gut erledigt. Jeder, der dazu neigt, on tilt zu gehen, sollte sich strikt an eine bestimmte Stop-Loss-Marke halten. Noch etwas kommt hinzu. Wenn man verlie


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Ergänzung:

4.Das Kaffeesatzleserei-Problem

Das KSL-Problem ist mit dem Lernproblem verwandt und basiert auf einer der grö�?ten Fähigkeiten des menschlichen Gehirns: der Mustererkennung. Der Mensch lernt, indem er im gewaltigen und chaotischen Strom der Sinneseindrücke nach Analogien, wiederkehrenden Strukturen und Sinnzusammenhängen sucht. Dieser unbremsbare zerebrale Trieb ist ungemein produktiv, führt aber auch häufig dazu, dass Muster erkannt werden, wo einfach keine existieren. Beim Pokern versteigen sich einige fantasievolle Zeitgenossen gerne dazu, Prognosen aufgrund vergangener Begebenheiten anzustellen, obwohl diese keinerlei Einflu�? auf die Zukunft haben. Glücks- und Pechsträhnen sind Begriffe, die Vergangenes sehr gut beschreiben können, aber mehr auch nicht. Man kann sie immer nur im Rückspiegel erkennen. Wenn ich meinen Flush Draw fünf mal hintereinander verfehlt habe, dann hat das keine Auswirkung auf meinen nächsten Flush Draw. Es bedeutet keinesfalls, dass ich aufhören sollte mit meinen Flush Draws bis zum River zu gehen, "weil es eh nicht klappt". Wenn ich gerade 1.000 Dollar verloren habe, dann war das zweifelsohne eine Pechsträhne. Diese hat aber keine Auswirkung auf die Zukunft. Direkt mit der nächsten Hand kann schon der Gegenlauf einsetzen. Viele Menschen glauben an übersinnliche Phänomene. Meiner Meinung nach haben die Spielkarten (der Zufallsgenerator) keinerlei Gedächtnis, hegen keine böswilligen Absichten und unterstehen auch keinem kosmischen Plan. Ein rationale Sicht der Dinge verstärkt den Erfolg beim Pokern!

Rege: Immer schön rational bleiben! Ziehe keine Verbindungen zwischen voneinander unabhängigen Ereignissen!


PIRAT
Beigetreten: 08.04.2005
Legacy Member

Dazu passt die Spielphilosophie von Brandon Schaefer (USA) auf eurosport: "Ich bejuble höchst selten einen grossen Gewinn, denn schliesslich hat mindestens jemand soeben verloren. Ein derartiges Verhalten ist dem Gegner gegenüber respektlos!"


PIRAT
Beigetreten: 08.04.2005
Legacy Member

Zur Info: In der Schweizerischen Schachzeitung wurde von Rolf Mäser ein (sinnloser) Regel-Artikel über die (unvollständige) Blitzregel, die das Schlagen des Königs untersagt, geschrieben! Wenn versehentlich doch der König im Blitz geschlagen würde, könne dessen Spieler ja nicht mehr verlieren. (�?usserst unwahrscheinlich, da dessen Gegner wohl den König nicht schlagen sondern regelkonform "unmöglichen Zug" - mit Gewinn - reklamieren würde ...) Dies aber nur am Rande - ist wohl zu speziell! :rolleyes:


Also ich muss sagen alles sehr Lehrreich für einen Anfänger.
Echt gut gemacht die Artikel und auch die gesamte Seite ist echt Super.


PIRAT
Beigetreten: 08.04.2005
Legacy Member

Original von Matthias Wahls
Wenn man verlie

Hier bricht der Artikel leider einfach ab! ;( :rolleyes:
Dabei wäre der Gedanke sicher für alle äusserst interessant wie nützlich! ;)

Wo ist die von dir zitierte Stelle?


Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen, weil ich ganz neu dazugesto�?en bin: ich bin ein ehemaliger ganz guter Schachspieler und sehr guter Backgammonspieler, der sich seit einem halben Jahr mit Poker beschäftigt.
Von diesem Forum hab ich erst vergangenes Wochenende gehört, habe schon ein bisschen geschmökert und bin begeistert!!
An Mathias (bist Du der ehemalige Schachgro�?meister??): wenn ich dem link unten (Einleitung2.0) folge, bekomme ich leider folgende Message:

Ihnen wird der Zutritt zu dieser Seite verwehrt.
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Was muss ich bitte machen, um auch das anschaun zu können??? Registriert bin ich ja schon, sonst könnte ich das andere auch nicht lesen...

�?brigens finde ich den Artikel hervorragend und überraschen Vieles deckt sich mit meiner Erfahrung als Spitzenbackgammonspieler!!

Liebe Grü�?e,
Merlin27


Ajari
Beigetreten: 27.02.2005
Elite Grinder

Ja, Matthias ist der ehemalige Deutsche Meister im Schach, aber ihm gleich seinen Gro�?meistertitel abzuerkennen, nur weil er jetzt pokert, ist doch ein bi�?chen frech von Dir, Merlin. Gro�?meister ist er und wird es auch bleiben, auch wenn er noch so viel pokert! ;)


Original von Ajari
Ja, Matthias ist der ehemalige Deutsche Meister im Schach, aber ihm gleich seinen Gro�?meistertitel abzuerkennen, nur weil er jetzt pokert, ist doch ein bi�?chen frech von Dir, Merlin. Gro�?meister ist er und wird es auch bleiben, auch wenn er noch so viel pokert! ;)

So wars natürlich nicht gemeint... Bitte vielmals um pardon!

=)

Merlin


cytron
Beigetreten: 26.01.2006
PokerStrategist

ich weiss zwar nicht genau, ob das hier her gehört, aber ich habe kein passenderes forum gefunden....

Ich habe mir mal PokerTracker gezogen, um damit zu analysieren, wo meine fehler liegen bzw wodurch ich das meiste geld verliere...
Mein Problem ist das ich - obwohl ich mich immer an die "Regeln" halte - immer auf etwa 5$ bleibe, es ist mal mehr mal weniger, aber im Prinzip bleibt es immer dabei und ich habe schon etwa 3000 hande gespielt. Nun würde ich gerne wissen, ob ich etwas falsch mache oder ob das einfach Pech ist...
Das Problem ist das ich leider absolut keine Ahnung habe, wie ich aus den ganzen Statistiken von Pokertracker einen Nutzen ziehen kann...

Also es wäre echt cool, wenn jemand von den Pros hier mal n kleines Tutorial schreiben könnte, wie man Pokertracker für diese Zwecke verwenden kann...
Mir ist schon klar das eine komplette Anleitung für das Prog ein ganzes buch füllen würde, aber so ein paar grundlagen, wie man schnell seine Fehler aufdecken könnte wäre echt nice... oder vielleicht kennt ja jmd nen link zu so etwas, ich denke das noch andere dieses Problem haben....


Ist es eine gute Art der Psychologischen Kriegsführung indem ich meine Gegner durch lange Wartezeiten in den Wahnsinn treibe oder könnte man mich dadurch auch als Lamer bezeichnen. Ich wei�? nur, dass ich aufgrund von langen wartezeiten immer sehr :evil:aggresiv:evil: werde .
Lg Thomas


Hiho,

Diese Idee kam schon öfters, meistens in Verbindung mit "Ich simuliere ein schwaches Blatt indem ich mir viel Zeit lasse zum Callen obwohl ich eigentlich ein �?bermonster habe. Slowplaying live quasi"...

Das funktioniert aus verschiedenen Gründen nicht, einerseits betreiben viele Spieler Multi-Tabling und merken daher gar nicht, dass du dir extrem viel Zeit lässt, andererseits könnten sie denken Du betreibst Multi-Tabling oder erledigst noch was nebenbei und brauchst darum soviel Zeit.

Ob man den Gegner zum Tilten bringen kann indem man sich viel Zeit lässt... ich wage es zu bezweifeln :)

Achja und wenn du aggressiv wirst durch die lange Wartezeit, dann mach dir doch auch einfach noch 1-3 Tische zusätzlich auf :)


Ich werd versuchen mich unter kontrolle zu bringen
aber Danke trotzdem

Lg Thomas


Das mit den bad beats ist ein ernsthaftes Proplem.
Ich bin ganz neu hier und hab die 5$ schon fast verloren weil
ich immer auf dem river von jemanden überholt werde.
Man bekommt die gegner auch einfach nicht los.
egal wie man setzt oder raist.
Ich spiele oft playmoney tournaments mit no limit, durch einen starken raise wird man die gegner los und wenn nicht dan gewinnt man durch die höhere Wahrscheinlichkeit.

Mein zweites Proplem ist, dass ich wenn ich die stats anschaue immer zu viele Hände spiele. So rund 40%.
Ich komm da einfach nicht drunter.
Allerdings gibt es da ja verschiedene Angaben.
out while in big blind
out while in small blind
und total

worauf soll ich den da genau achten?
Wieviel soll ich jeweils spielen?


hazz
Beigetreten: 13.02.2006
BlackMember

unter 20% bei in other positions! komm da auf jeden fall hin, klappt auch sicher wenn man sich wirklich ans SHC hält.


nochmal ein dickes Lob für den Artikel!
Für mich besonders wichtig: Habe GEDULD


WhizzKidd
Beigetreten: 03.03.2006
Oldschool Grinder

ja ja ... und jetzt habens wieder alle schon von Anfang an gewusst.... :tongue:


Original von Matthias Wahls
Die Langeweile dürfte dann verschwinden. Oder aber, man steigt so weit in den Limits auf, dass das auf dem Spiel stehende Geld für den nötigen Adrenalinkitzel sorgt. Spätestens dann sollte man mit Respekt und Sorgfalt an seine Pokerpartien gehen.

Das soll man laut dem Artikel Bankrollmanagment ja gerade nicht tun (Bsp. erfolgreicher Geschäftsmann) und im Punkt 7 u. 10 steht es ja auch noch mal. Ist also etwas widersprüchlich.


Ich muss mal an dieser Stelle sagen, ganz gro�?es Lob an euch.
Sehr gut Informationen.
Das ist eine wahre Pokeraufzucht ;)


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