Original von generalerror
Original von HeilLoki
Original von generalerror
Original von Aristot3les
An alle die die Existenz Gottes befürworten : Es wäre nett wenn ihr eure Gottesvorstellungen definieren würdet
Anschließend könnt ihr eure Argumente für eine Existenz /Notwendigkeit dieses Wesens nennen.
Der Beweis für die Existenz Gottes liegt für mich im Quantenzufall: Gibt man z.B. einem Elektron die Möglichkeit, einen von zwei völlig identischen Wegen zu nehmen, so wird es rein zufällig mal den einen und mal den anderen Weg entlanggehen. Daraus schließe ich, dass es eine Art höhere Macht, oder höheres Prinzip gibt, welches darüber entscheidet und sich unserer Beobachtung entzieht.
Gott ist also der Zufall? Ok, dann ist Gott also ein Synonym für Zufall. Wieso "muss" denn unbedingt eine "höhere" Macht dahinterstehen? Wieso glaubst du das? Welche Begründung hast du, zu glauben, dass der Zufall ein entscheidungsfähiges Ding/Wesen ist/hat?
Außerdem ist es schlicht nicht richtig, dass es alles reiner Zufall wäre. Die Quantenphysik basiert sehr stark auf Wahrscheinlichkeiten. Man kann diese Wahrscheinlichkeiten auch berechnen und voraussagen. Ein einzelnes Teilchen mag durchaus scheinbar zufällig irgendwohin fallen, aber dies geschieht in einem Muster bzw. einem gewissen Ausmaß, das man in % angeben kann. Für dich ist quasi der RNG von Pokerstars ein Gott, nur weil du ihn nicht verstehst. Fein.
Ich halte es übrigens für nicht zielführend, Dinge, die wir (und damit meine ich nicht die Menschheit, sondern dich und mich) nicht verstehen, einem Gott zuzuschreiben.
Wieso muss immer irgendwas Übernatürliches da sein? Wieso sollte eine übernatürliche Erklärung zielführender sein als eine andere Erklärung? Wieso sollte keinen natürliche Erklärung möglich sein?
Original von generalerror
Mit anderen Worten: Ich glaube zwar an Gott, lehne aber jegliche Religiösität ab, was in der Diskussion mit religiösen Menschen ziemlich lustig sein kann (Trolling is a art), wenn man ihnen ihre abstrusen Gottesvorstellungen aufzählt und welchen Zweck sie eigentlich hatten/haben.
Naja, ich verstehe nicht, wieso du glaubst, dass dein "RNGott" weniger abstrus sein soll?! Du hast ja ganz genau gleich viele Gründe an deine Version von Gott zu glauben wie ein Buddhist, ein Christ oder ein Scientologe.
Deine Basis ist doch nur, dass du den Zufallsmechanismus in der Quantentheorie nicht verstehst (gratuliere, dann sind wir schon zu zweit) und das dann einfach mal "Gott" bezeichnest. Als Basis für deine Behauptung dient deine Ignoranz. Das unterscheidet sich nicht im Geringsten von den Wikinger, die nicht kapiert haben, wie Blitze funktionieren und es daher einfach einem Gott zugeschrieben haben...
Was ist Gott? Das, was vorher da war bevor es das Universum gab. Der "Erfinder" des Urknalls, der alles was da ist aus dem Nichts geschaffen hat. Aber wenn vorher nichts da war, wer hat dann Gott erschaffen?
Man kann auch sagen, alles was auf der Welt ist hat eine Ursache und deren Ursache hat wieder eine Ursache, und rein theoretisch könnten wir das bis zum Urknall so fortsetzen, aber spätestens dann kommen wir an einen Punkt, wo keine Ursache mehr erkennbar ist, quasi der Stein des Anstoßes.
Und genau so ist es in der Quantenphysik auch: Es gibt eine Wirkung (z.B. Photon wandert nach links/rechts, radioaktives Teilchen zerfällt/zerfällt nicht) aber keine Ursache. Kann natürlich sein, dass wir das ganze nur noch nicht verstehen und dass die Wissenschaft irgendwann einen Weg findet, dieses Verhalten vorherzusagen. Das würde allerdings an meinem Gottesbild nichts ändern, nur der "Auflösungsgrad" würde sich um eine Stufe erhöhen, weil die Ursache die dazu geführt hat, dass das Atom zerfallen ist hat dann ja auch wieder keine erkennbare Ursache, usw.
Meine Argumentation ist einfach folgende: Falls es einen Gott gibt, dann nimmt er genau darauf Einfluss, weil alles Andere ist völlig deterministisch, also durch Ursache- und Wirkungsbeziehung vorhersagbar. Dass er damit trotzdem große Veränderungen bewirken kann, muss ich einem Pokerspieler wohl nicht erklären.
Und nein, den Zufall kann man NICHT berechnen. Zurück zu dem Beispiel mit dem RNG: Man kann zwar bestimmen, dass im Schnitt etwa 50% der Photonen nach rechts und 50% nach links abgelenkt werden, aber wenn man eine Milliarde Photonen auf den Strahlteiler schickt, kann es trotzdem vorkommen, dass alle in die selbe Richtung gehen. Oder auch folgendes Beispiel von Richard Dawkins: Wenn ich in New York an der Freiheitsstatue vorbeigehe, kann es theoretisch vorkommen, dass sich alle Moleküle im rechten Arm der Statue zufällig so bewegen, dass sie mir zuwinkt. Ein solches Ereignis könnte man durchaus als göttliches Wunder ansehen, dabei ist es einfach nur ein sehr sehr unwahrscheinlicher Zufall.
Das Prinzip des Zufalls qualifiziert sich nach meiner Definition bereits für die Rolle einer höheren Macht, woran ich nichts ignorantes finde. Die Vorstellung, dass alle Vorgänge im Universum seit dem Urknall deterministisch vorherbestimmt sind, ist jedenfalls meiner Meinung nach mindestens genau so ignorant.
Original von Mathiss
Wie soll denn das Gottesbild aussehen? Ein Wesen welches gelegentlich mal alle nötigen Teilchen/Energien sich so verhalten lässt, das es einem gläubigen Menschen einen Vorteil bringt? (zB gegenüber Menschen welche weniger häufig das Ave Maria aufsagen, oder gar mehrere Götter anbeten oÄ)
Und genau das ist ja eine menschengemachte Vorstellung von Gott, die ich allesamt ablehne. Das klingt doch eher wie etwas, das der Pfarrer in der Kirche erzählt, damit alle auch brav am nächsten Sonntag wieder kommen. Ich behaupte deswegen auch nicht, dass der Zufall/Gott irgendeine "Absicht" hat, weil jede solche Behauptung (vielmehr: Man würde die Absicht Gottes auch noch genau kennen) in der Geschichte der Menschheit, den Zweck hatte, in irgendeiner Form Macht über andere Menschen zu erlangen.