Profitabel ist ein Floppush fast immer, da wir selbst gegen eine starke Raisingrange die nötige Equity haben. Dazu muss er nur wenige Toppairs/Overpairs neben 2pair+ in der Range haben.
Ob call besser ist, ist schwer zu sagen. Mit den Informationen die wir haben würde ich eigentlich nicht davon ausgehen, dass er bluffraist und selbst wenn er mal blufft, wird er seine bluffs meist am Turn aufgeben. Die Frage ist jetzt, wie loose er am Flop for value raist und ob da auch Draws dabei sind.
Desto looser er for value/als semibluff raist, desto eher sollten wir am Flop drübergehen. Einfach weil wir da sicher vorne sind. Wenn wir callen und am Turn nicht improven, sinkt unsere Equity deutlich. Gegen eine Hand wie AT sind wir halt am Flop vorne, unimproved am Turn aber nicht mehr.
@sholvar
Würde ihm hier eine Raisingrange in Richtung AT, (KT), 66, 77, TT, JJ, 67s, 89s, ein paar FDs mit Overcard geben.
AF ist ein Indikator für seine Aggressivität. Der Wert alleine reicht allerdings eigentlich nicht aus, um das genau zu beurteilen und ist auch erst auf größere Samplesizes wirklich aussagekräftig.
Vielleicht versuchst du mal seine Stats mit deinen zu vergleichen. Du spielst vermutlich sowas in Richtung 12/8, 14/10 oder sowas.
D. h. für preflop schonmal, dass er ungefähr so viele Hände raist, wie du insgesamt spielst. Er raist also looser als du, sprich mehr kleinere Pockets, mal einen SC first in oder schwächere Broadwayhände. Der höhere VPIP kommt bei ihm vermutlich davon, dass er mehr coldcallt. Du foldest gegen einen Raise sowas wie QTo, er callt das.
Sein AF ist vermutlich kleiner als deiner (angenommen der stimmt halbwegs auf die Samplesize). Das liegt aber nicht unbedingt daran, dass er viel passiver ist als du sondern daran, dass er öfter am Flop nicht der Preflopaggressor ist (er hat eine recht große Lücke zwischen VPIP und PFR). Er steht also öfter mit einem Midpair oder einem Toppair mit schwachen Kicker am Flop da und muss dann check/callen. Insgesamt ist sein AF also im Rahmen. Er ist weder besonders passiv noch besonders aggressiv.
Beim AF musst du also unbedingt beachten, dass der mit den Preflopstats zusammenhängt. Der Gegner hier liegt im Rahmen, weil er looser preflop ist und daher auch schwächere Hände am Flop trifft und dementsprechend nicht so oft Action machen kann. Hast du hingegen einen Gegner, der meinetwegen 40/6 mit einem AF von 3 spielt, ist das schon sehr aggressiv. Er muss dann mit noch schwächeren Händen am postflop aggressiv spielen. Allerdings gibt es hier auch noch eine Falle. Man muss beachten, dass check/folds nicht in den AF mit einfließen. Es kann theoretisch sein, dass er preflop sehr loose ist, am Flop dann aber trotzdem nur noch starke Hände aggressiv weiterspielt und alles andere check/foldet. Um das sicher sagen zu könne, bräuchte man noch mehrere Stats (AFreq, fold to conti, call conti, raise conti).