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Eddy Scharf - Strategen im Strampelanzug

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Midas
Beigetreten: 05.06.2005
Elite Grinder

Das Interview von Herrn Scharf zeigt eine mir kaum verständliche Haltung. Er sagt, er hätte für möglich gehalten, den Prozess zu verlieren, aber nicht die Art wie das Verfahren abgelaufen ist; weiter gibt er offenbar an anderer Stelle an, nunmehr ruiniert zu sein.

Sollte ein anwaltlich vertretener Kläger tatsächlich nicht verstanden haben, dass ein FG-Verfahren (wie übrigens außerhalb des Strafrechts die meisten Verfahren) schriftsätzlich vorereitet wird. Natürlich entsteht dadurch der Eindruck, der Prozess sei bereits entschieden, weil die Richter die Schriftsätze (hoffentlich) gelesen haben, das hat aber nichts mit mangelnder Rechtssaatlichkeit zu tun, sondern mit Prozeßökonomie.

Sollte ein anwaltlich vertretener Kläger in einem für ihn existenziell wichtigem Verfahren, in dem er meint, die Richter hätten keinen Sachverstand (Ausgleich der Glücksfaktors nach einem Orbit etc.) tatsächlich nie daran gedacht haben, selbst die Einholung eines Sachverständigengutachtens seitens eines Mathematikers zu beantragen? Von einem solchen Antrag ist jedenfalls nichts berichtet worden, dabei wäre das Übergehen eines derartigen Antrags ein wirklicher Aktivposten in der Revision.

Die Liste ließe sich fortsetzen. Wenn die Prozessführung wirklich derart laienhaft aufgezogen war, muss man sich über das Ergebnis nicht wundern und wird es beim BFH auch kaum korrigieren können.


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Zitat
bigpimponline
Beigetreten: 15.08.2006
Elite Grinder

Original von Tandor1973

Original von bigpimponline
okay, aber würde das nicht fürs pokern gelten? Also Leute die sich als Geschicklichkeitsspieler sehen, müssten doch Bi absetzen können?

Natürlich, daran zweifelt ja auch keiner ernsthaft, sofern man das alles einwandfrei nachweisen kann.

Eddy konnte das leider nicht mehr nachweisen.

ne mir gehts dann darum, das es sich im nachhinein sogar als nachteil fürs Finanzamt erweisen kann. Wenn jeder Pokerspieler, der 2-3 Mal im Jahr Truniere spielt, diese absetzen kann.

Das Finanzamt wird da klare Regeln definieren müssen, wenn sich dies Profispieler/Freizeitspieler Unterscheidung durchsetzen sollte.


Antwort
Zitat

Original von Midas
Sollte ein anwaltlich vertretener Kläger in einem für ihn existenziell wichtigem Verfahren, in dem er meint, die Richter hätten keinen Sachverstand (Ausgleich der Glücksfaktors nach einem Orbit etc.) tatsächlich nie daran gedacht haben, selbst die Einholung eines Sachverständigengutachtens seitens eines Mathematikers zu beantragen?

Das ist ein Punkt den ich auch absolut nicht nachvollziehen kann, und der mich ernsthaft an der Kompetenz des Anwalt zweifeln lässt.


Antwort
Zitat
eLop
Beigetreten: 05.09.2007
Elite Grinder

Original von Tandor1973

Original von Midas
Sollte ein anwaltlich vertretener Kläger in einem für ihn existenziell wichtigem Verfahren, in dem er meint, die Richter hätten keinen Sachverstand (Ausgleich der Glücksfaktors nach einem Orbit etc.) tatsächlich nie daran gedacht haben, selbst die Einholung eines Sachverständigengutachtens seitens eines Mathematikers zu beantragen?

Das ist ein Punkt den ich auch absolut nicht nachvollziehen kann, und der mich ernsthaft an der Kompetenz des Anwalt zweifeln lässt.

eddy und sein anwalt haben drauf plädiert, dass poker ein glücksspiel ist, wäre also nicht von vorteil wenn der sachverständige feststellen würde, dass poker doch mehr ein geschicklichkeitsspiel ist


Antwort
Zitat

Original von eLop
eddy und sein anwalt haben drauf plädiert, dass poker ein glücksspiel ist, wäre also nicht von vorteil wenn der sachverständige feststellen würde, dass poker doch mehr ein geschicklichkeitsspiel ist

Lol wenn der Sachverständige von Eddy beauftragt wird, dann wird er natürlich auch feststellen das es ein Glücksspiel ist.


Antwort
Zitat

Original von Tandor1973

Original von eLop
eddy und sein anwalt haben drauf plädiert, dass poker ein glücksspiel ist, wäre also nicht von vorteil wenn der sachverständige feststellen würde, dass poker doch mehr ein geschicklichkeitsspiel ist

Lol wenn der Sachverständige von Eddy beauftragt wird, dann wird er natürlich auch feststellen das es ein Glücksspiel ist.

zumal es bei, wenn die zahl stimmt, 19 tunieren auch nicht so schwer sein wird auf glück zu plädieren


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Zitat

Naja, man kann auch anhand eines Mathematikers beweisen, dass der Glücksfaktor über einen kurzen Zeitraum (Live-Poker) entscheident ist.


Antwort
Zitat
bigpimponline
Beigetreten: 15.08.2006
Elite Grinder

Original von renkenfish

Original von Tandor1973

Original von eLop
eddy und sein anwalt haben drauf plädiert, dass poker ein glücksspiel ist, wäre also nicht von vorteil wenn der sachverständige feststellen würde, dass poker doch mehr ein geschicklichkeitsspiel ist

Lol wenn der Sachverständige von Eddy beauftragt wird, dann wird er natürlich auch feststellen das es ein Glücksspiel ist.

zumal es bei, wenn die zahl stimmt, 19 tunieren auch nicht so schwer sein wird auf glück zu plädieren

Einfach mal ne Varianzsimulation ablaufen lassen, für diese Zahl von Turnieren.


Antwort
Zitat
Umumba
Beigetreten: 22.04.2006
BlackMember

Es war übrigens von 19 internationalen Turnieren die Rede, die anderen waren anscheinend national. ^^


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Zitat

Ist es nicht die Aufgabe des Gerichts bzw. Finanzamtes zu beweisen das es kein Glücksspiel ist?
Und im Zweifel für den Angeklagten gilt anscheinend nur fürs Strafrecht?


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Zitat
Funkmaster
Beigetreten: 30.04.2005
Oldschool Grinder

Original von Muffin
Ist es nicht die Aufgabe des Gerichts bzw. Finanzamtes zu beweisen das es kein Glücksspiel ist?
Und im Zweifel für den Angeklagten gilt anscheinend nur fürs Strafrecht?

Eddy war der Kläger, nicht der Angeklagte.


Antwort
Zitat
McSeafield
Beigetreten: 04.02.2007
Poker Player

http://www.lexexakt.de/glossar/indubioprofisco.php

Mit "in dubio pro fisco" (lat. im Zweifel für den Fiskus) wird im Steuerrecht der Grundsatz bezeichnet, nach dem Steuergesetze zugunsten der Steuerkasse ausgelegt werden. Diese Auslegung ist nicht mit dem rechtsstaatlichen Prinzip der Leistungsfähigkeit zu vereinbaren. Es gilt deshalb der Grundsatz "in dubio contra fiscum" (lat. im Zweifel gegen den Fiskus), nach dem im Zweifel Gesetze zu Gunsten des Steuerpflichtigen auszulegen sind (Bayer, Steuerlehre, Rn. 250 m.W.N.).


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Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008
Oldschool Grinder

Erm...

kann sich nun jeder selbsternannte Profi unendlich viele "Freerolls" sponsern lassen vom Staat? Selbst wenn man Gewinn abdrücken muss, ist man doch eig. longterm immer winning, weil man ja selbst nie was abgeben muss?

oder hab ich iwo nen denkfehler?

mfg


Antwort
Zitat

Original von MrPGrey
Erm...

kann sich nun jeder selbsternannte Profi unendlich viele "Freerolls" sponsern lassen vom Staat? Selbst wenn man Gewinn abdrücken muss, ist man doch eig. longterm immer winning, weil man ja selbst nie was abgeben muss?

oder hab ich iwo nen denkfehler?

mfg

Ich vermute schon, aber du kannst ja deine Gedankengänge gerne mal erläutern villeicht hast du ja nen Möglichkeit gefunden den Statt zu exploiten


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008
Oldschool Grinder

Soweit ich verstanden hab, muss man ja nur seine Gewinne bei Pokertours versteuern (etwas anderes zu versteuern ist ja unmöglich).

Wenn man sich nun als Pokerpro deklariert (Bedingungen müssten ja hierfür geschaffen werden, aber NL50+ sollte reichen, schließlich sind 10Stacks hier schon = 400€-Job).

Wenn man nun seine Onlinegewinne versteuern suckt es zwar, aber dafür kann man sich ja unendlich Reisen/Tourbuyins/Hotels leisten und als halbwegs guter Spieler kommt man ja iwann itm oder runnt deep.

Sprich: Longterm kann man ja eig. nie loosing sein, sondern iwann kriegt man nen netten kleinen Boost, unter Umständen nen großen ;).

Und solang man das als Gewerbetätigkeit deklariert, kann der Staat nix machen außer zahlen or?

mfg


Antwort
Zitat
Thomas6409
Beigetreten: 12.07.2006
BlackMember

Original von MrPGrey
Soweit ich verstanden hab, muss man ja nur seine Gewinne bei Pokertours versteuern (etwas anderes zu versteuern ist ja unmöglich).

Wenn man sich nun als Pokerpro deklariert (Bedingungen müssten ja hierfür geschaffen werden, aber NL50+ sollte reichen, schließlich sind 10Stacks hier schon = 400€-Job).

Wenn man nun seine Onlinegewinne versteuern suckt es zwar, aber dafür kann man sich ja unendlich Reisen/Tourbuyins/Hotels leisten und als halbwegs guter Spieler kommt man ja iwann itm oder runnt deep.

Sprich: Longterm kann man ja eig. nie loosing sein, sondern iwann kriegt man nen netten kleinen Boost, unter Umständen nen großen ;).

Und solang man das als Gewerbetätigkeit deklariert, kann der Staat nix machen außer zahlen or?

mfg

?(


Antwort
Zitat
fw16
Beigetreten: 31.10.2007
Oldschool Grinder

Original von MrPGrey
Soweit ich verstanden hab, muss man ja nur seine Gewinne bei Pokertours versteuern (etwas anderes zu versteuern ist ja unmöglich).

Wenn man sich nun als Pokerpro deklariert (Bedingungen müssten ja hierfür geschaffen werden, aber NL50+ sollte reichen, schließlich sind 10Stacks hier schon = 400€-Job).

Wenn man nun seine Onlinegewinne versteuern suckt es zwar, aber dafür kann man sich ja unendlich Reisen/Tourbuyins/Hotels leisten und als halbwegs guter Spieler kommt man ja iwann itm oder runnt deep.

Sprich: Longterm kann man ja eig. nie loosing sein, sondern iwann kriegt man nen netten kleinen Boost, unter Umständen nen großen ;).

Und solang man das als Gewerbetätigkeit deklariert, kann der Staat nix machen außer zahlen or?

mfg

:facepalm:


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008
Oldschool Grinder

Vor Facepalming bitte den Denkfehler aufzeigen !


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Zitat

Ich verstehe immer noch nicht wieso man sich dann unendlich Turnier Buyins und Reise/Hotelkosten leisten kann. Vielleicht solltest du das noch mal erläutern.


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Zitat
Marvl
Beigetreten: 13.03.2005
Elite Grinder

Gar nicht drauf eingehen...

Egal, was für'n Stuss du auch immer erzählt haben magst.
Dieser asoziale Facepalm-Baby-Diskussionsstil ist einfach nervig.

Im Klassenzimmer trauen sie sich nicht, alles nieder zu furzen, im Internet fühlen sie sich stark.


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Zitat
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