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Glücksspielstaatsvertrag 2021

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Meiggel C
Beigetreten: 10.06.2009
PokerStrategist

Original von mihau

Original von Egozocker

Original von ThePuppetmaster

Spoiler

Ich finde den Vergleich zwischen Glückspiel und Alkoholgenuss ziemlich treffend. Beides ist für Minderjährige verboten, weil man eine gewisse geistige Reife vorraussetzen möchte, finden die meisten auch super. Beides hat ein extrem großes Suchtpotential und der Staat tut gut daran, den Suchtopfern durch kostenlose Beratung und Therapie zu helfen, auch super. Sowohl Alkoholkonsum als auch Glückspielen ist erwachsenen Menschen in freien Ländern erlaubt. Hat ja irgendwie was mit Selbstbestimmung zu tun. Nur weil es Leute gibt die alkohol- oder glückspielsüchtig sind, sollte man mir nicht verbieten abends ein Bierchen zu trinken oder ne Runde Poker zu spielen.

Wenn es ein Gesetzesentwurf gäbe, der Alkoholkonsum regulieren würde, gäbe es ein rießen Aufschrei.

  • Man darf höchstens 1000€ pro Monat für Alkohol ausgeben. Natürlich ist dem Suchti vorm Netto der sich mit dem 4€ Wodka kaputt sauft durch die Regelung nicht geholfen. Aber als Millionär darfst du ab jetzt halt keinen Champagner mehr drinken
  • Nur noch 2 alkoholische Getränke beim Abends feiern gehen. Zwei 1,5 Liter Cocktailpitscher sind okay, das dritte Kölsch aber nicht mehr.
  • Ach: Und ein Knopf auf jeder Alkoholflasche. Und wenn du den ausversehen drückst kommt das Ordnungsamt zu dir und schüttet all dein Alkohol weg. Natürlich darf nicht nach einer Bestätigung des Drückens des Knopfes gefragt werden.
  • Und jetzt kommt die Krönung: Das ganze geschah nach Parteispenden in Millionenhöhen von irgendeinem Paul Gauselmann der Alkohol-Industrie, dessen Angebot von diesen Regularien unberührt bleibt. Ein Schelm wer etwas böses denkt.

Ich muss aufhören darüber nachzudenken bzw. zu schreiben, ich bekomm noch hohen Blutdruck :rage:

Nach dieser Argumentation müsste man auch Crystal Meth erlauben.

Crystal meth ist anscheinend auch gar nicht so schlimm wie es immer abgetan wird..hat n suchst professor mal. Im dlf mittags bekanntgegeben diese kranken Bilder die immer kursieren sind richtige Opfer die sich auch net im. GRIFF haben. Imo ist alles besser als. Dieser alk Dreck taugt kaum was und suchtpotential extrem.

musste es mehrmals durchlesen bis ich es verstanden habe. warst besoffen? :f_drink:


Antwort
Zitat
ElHive
Beigetreten: 24.07.2007
Oldschool Grinder

Original von MichaelCheckson

Original von mihau

Original von Egozocker

Original von ThePuppetmaster

Spoiler

Ich finde den Vergleich zwischen Glückspiel und Alkoholgenuss ziemlich treffend. Beides ist für Minderjährige verboten, weil man eine gewisse geistige Reife vorraussetzen möchte, finden die meisten auch super. Beides hat ein extrem großes Suchtpotential und der Staat tut gut daran, den Suchtopfern durch kostenlose Beratung und Therapie zu helfen, auch super. Sowohl Alkoholkonsum als auch Glückspielen ist erwachsenen Menschen in freien Ländern erlaubt. Hat ja irgendwie was mit Selbstbestimmung zu tun. Nur weil es Leute gibt die alkohol- oder glückspielsüchtig sind, sollte man mir nicht verbieten abends ein Bierchen zu trinken oder ne Runde Poker zu spielen.

Wenn es ein Gesetzesentwurf gäbe, der Alkoholkonsum regulieren würde, gäbe es ein rießen Aufschrei.

  • Man darf höchstens 1000€ pro Monat für Alkohol ausgeben. Natürlich ist dem Suchti vorm Netto der sich mit dem 4€ Wodka kaputt sauft durch die Regelung nicht geholfen. Aber als Millionär darfst du ab jetzt halt keinen Champagner mehr drinken
  • Nur noch 2 alkoholische Getränke beim Abends feiern gehen. Zwei 1,5 Liter Cocktailpitscher sind okay, das dritte Kölsch aber nicht mehr.
  • Ach: Und ein Knopf auf jeder Alkoholflasche. Und wenn du den ausversehen drückst kommt das Ordnungsamt zu dir und schüttet all dein Alkohol weg. Natürlich darf nicht nach einer Bestätigung des Drückens des Knopfes gefragt werden.
  • Und jetzt kommt die Krönung: Das ganze geschah nach Parteispenden in Millionenhöhen von irgendeinem Paul Gauselmann der Alkohol-Industrie, dessen Angebot von diesen Regularien unberührt bleibt. Ein Schelm wer etwas böses denkt.

Ich muss aufhören darüber nachzudenken bzw. zu schreiben, ich bekomm noch hohen Blutdruck :rage:

Nach dieser Argumentation müsste man auch Crystal Meth erlauben.

Crystal meth ist anscheinend auch gar nicht so schlimm wie es immer abgetan wird..hat n suchst professor mal. Im dlf mittags bekanntgegeben diese kranken Bilder die immer kursieren sind richtige Opfer die sich auch net im. GRIFF haben. Imo ist alles besser als. Dieser alk Dreck taugt kaum was und suchtpotential extrem.

musste es mehrmals durchlesen bis ich es verstanden habe. warst besoffen? :f_drink:

Hat vorher ne. Pipe durchgezogen.


Antwort
Zitat
aaaRt
Beigetreten: 15.08.2007
BlackMember

Original von Egozocker

Original von ThePuppetmaster

Spoiler

Ich finde den Vergleich zwischen Glückspiel und Alkoholgenuss ziemlich treffend. Beides ist für Minderjährige verboten, weil man eine gewisse geistige Reife vorraussetzen möchte, finden die meisten auch super. Beides hat ein extrem großes Suchtpotential und der Staat tut gut daran, den Suchtopfern durch kostenlose Beratung und Therapie zu helfen, auch super. Sowohl Alkoholkonsum als auch Glückspielen ist erwachsenen Menschen in freien Ländern erlaubt. Hat ja irgendwie was mit Selbstbestimmung zu tun. Nur weil es Leute gibt die alkohol- oder glückspielsüchtig sind, sollte man mir nicht verbieten abends ein Bierchen zu trinken oder ne Runde Poker zu spielen.

Wenn es ein Gesetzesentwurf gäbe, der Alkoholkonsum regulieren würde, gäbe es ein rießen Aufschrei.

  • Man darf höchstens 1000€ pro Monat für Alkohol ausgeben. Natürlich ist dem Suchti vorm Netto der sich mit dem 4€ Wodka kaputt sauft durch die Regelung nicht geholfen. Aber als Millionär darfst du ab jetzt halt keinen Champagner mehr drinken
  • Nur noch 2 alkoholische Getränke beim Abends feiern gehen. Zwei 1,5 Liter Cocktailpitscher sind okay, das dritte Kölsch aber nicht mehr.
  • Ach: Und ein Knopf auf jeder Alkoholflasche. Und wenn du den ausversehen drückst kommt das Ordnungsamt zu dir und schüttet all dein Alkohol weg. Natürlich darf nicht nach einer Bestätigung des Drückens des Knopfes gefragt werden.
  • Und jetzt kommt die Krönung: Das ganze geschah nach Parteispenden in Millionenhöhen von irgendeinem Paul Gauselmann der Alkohol-Industrie, dessen Angebot von diesen Regularien unberührt bleibt. Ein Schelm wer etwas böses denkt.

Ich muss aufhören darüber nachzudenken bzw. zu schreiben, ich bekomm noch hohen Blutdruck :rage:

Nach dieser Argumentation müsste man auch Crystal Meth erlauben.

Deine logische Schlussfolgerung ist absolut nachvollziehbar, andererseits kann man den Spieß ja auch umdrehen und sagen, dass nach den dem GlüStV und anderen Verbotsgesetzen zu Grunde liegenden Grundsätzen auch Alkohol verboten gehöre. Dass Alkohol aber nicht verboten ist, bedeutet ja auch, dass nicht-schädlicher Gebrauch möglich ist und mithilfe von Regulierung eine Grenze gezogen wird, die Raum für diese Art von Gebrauch schafft, trotz der weiterhin vorhandenen Nebenwirkungen. Beim Glücksspiel ist es ja ähnlich und deswegen finde ich den Vergleich auch passend. Ich denke die meisten finden es im Grundsatz ganz gut, dass Online-Poker aus der nicht-regulierten Schmuddelecke kommt. Für uns alle wäre es vorteilhafter, wenn PokerStars und Co. deutsche Lizenzen hätten und unser Geld damit ein gutes Stück sicherer werden würde und wir bei Beschwerden auch innerhalb Deutschlands den Rechtsweg gegen Pokerräume bestreiten könnten. Was wir hier aber auch wie ich finde zurecht diskutieren, ist ob die Einschränkungen verhältnismäßig sind.

Zur Cause Besteuerung der Spieleinsätze empfehle ich das hier:

https://www.glueg.org/blog/415-besteuerungvononlinegluecksspiel

Das fasst auch nochmal gut zusammen wie der Entwurf der Finanzämter dermaßen stark an der Realität vorbeischrammt. Man muss sich doch wirklich fragen, welche Ziele hier verfolgt werden. Spielerschutz kann es in jedem Fall nicht sein.

Und hier die Studie, auf der dieser Beitrag fußt. Ein Auszug:

Beim Online-Poker bietet der Betreiber den Spielern eine Plattform, auf der sie gegeneinander Poker
spielen können. Spieler spielen somit nicht gegen ein Casino bzw. einen Anbieter, sondern gegen andere
Personen. Die Betreiber dieser Plattform verlangen dafür ein Entgelt. Diese Entgelte werden als „Rake“
bezeichnet. Dabei behält der Plattformanbieter von jedem gespielten Pot5 einen gewissen Prozentsatz
ein.

Ein Spieleinsatzsteuer würde deshalb beim Online-Poker an der falschen Stelle ansetzen. Schlussendlich
bilden die Summe der Einsätze den Gesamtpot, von welchem der Anbieter ein Entgelt einbehält. OnlinePoker Anbieter könnten somit über die Anpassung des „Rakes“ eine Spieleinsatzsteuer auf die Spieler
abwälzen. Allerdings handelt es sich bei dem „Rake“ um keinen einheitlichen Wert. Dieser variiert in der
Einsatzhöhe. Außerdem gibt es sogenannte „Rake Caps“, welche ebenfalls zwischen der Einsatzhöhe und
der Anzahl, an am Pot beteiligten Spielern, variiert. Dies führt dazu, dass ab einer bestimmten Potgröße
die Prozentregel außer Kraft gesetzt ist und nur ein festgelegter Maximalbetrag an das Casino fließt. Eine
einheitliche Spieleinsatzsteuer würde dazu führen, dass die „Rakes“ erhöht werden müssten, eine
Variation nicht mehr möglich ist und dass die Caps abgeschafft werden müssten, da sonst der
Steuerbetrag, welcher sich an der Summe der Einsätze bemisst, die Höhe des Entgeltes überschreiten und
der Anbieter somit Verluste machen würde. Dies alles würde dazu führen, dass das Online-Poker
vollkommen unattraktiv für die Spieler wird. Online-Poker Spieler können als sehr preissensitiv angesehen
werden. Es existieren zahlreiche Portale, die die „Rakes“ der verschiedenen Anbieter vergleichen.

Spieler können daher sehr einfach und schnell die attraktivsten Online-Poker Anbieter identifizieren. Eine
Reduzierung der Gewinnsumme als Folge einer Spieleinsatzsteuer hätte zur Folge, dass die Pokerspieler
keinen Anreiz mehr hätten, den regulierten Markt zu nutzen, da die Gewinnsummen des nicht-regulierten
Marktes höher sind. Die Spielaktivitäten würden sich daher in den nicht-regulierten Markt verlagern.
Im Gegensatz zu anderen Glückspielformen ergibt sich beim Online-Poker der Bruttospielertrag für die
Anbieter aus den Teilnahmeentgelten. Online-Poker Anbieter erzielen ihre Einnahmen aus den „Rakes“.
Eine Besteuerung dieser „Rakes“ wäre nach dem Modell der Besteuerung der Bruttospielerträge einfach
möglich. Die möglichen Gewinnsummen der Pokerspieler werden dadurch nicht direkt beeinflusst und es
findet dementsprechend auch keine Verlagerung der Spielaktivitäten in den unregulierten Markt statt.


Antwort
Zitat
SanchoHH
Beigetreten: 14.06.2006
PokerStrategist

Original von Peterfuchs87Die «Anti-Rassismus-Richtlinie» verlangt die Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund der Rasse oder der ethnischen Herkunft in den Bereichen Beschäftigung und Beruf, allgemeine Bildung, soziale Sicherheit und Gesundheit sowie Zugang zu und Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen einschliesslich Wohnraum.

Die Gesetzte verstoßen klar gegen EU-Recht. Deutschen wird der Zugang zu Dienstleistungen verwehrt oder erheblich eingeschränkt.

Der Wohnsitz (nach dem sich der Anwendungsbereich des Glücksspielstaatsvertrag richtet) ist weder eine"Rasse" noch eine "ethnische Herkunft".


Antwort
Zitat
Hawanuka
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Mal zur Info was bei Unibet gerade passiert: https://www.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?postid=20259000

Kann mir jemand erklären warum ich jetzt von den Turnieren ausgeschlossen werde und was das mit dem Glückspielstaatsvertrag zu tun hat? Ich dachte 4 Tische und 1000,- Einzahlungslimit ist doch schon implementiert? Wieso sind jetzt nochmal Freerolls bzw. Belohnungsturniere eine Gefahr für mich?


Antwort
Zitat
Meiggel C
Beigetreten: 10.06.2009
PokerStrategist

Original von Hawanuka
Mal zur Info was bei Unibet gerade passiert: https://www.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?postid=20259000

Kann mir jemand erklären warum ich jetzt von den Turnieren ausgeschlossen werde und was das mit dem Glückspielstaatsvertrag zu tun hat? Ich dachte 4 Tische und 1000,- Einzahlungslimit ist doch schon implementiert? Wieso sind jetzt nochmal Freerolls bzw. Belohnungsturniere eine Gefahr für mich?

na es könnte sein dass du vom anbieter mit diesen gratis original united states americano dollarez direkt in die glückspielsucht getrieben wirst. von daher gibts jetzt nix mehr und das ist echt schade mann.


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

Ich habe es schon zig Seiten vorher geschrieben, der Übersichtlichkeit halber wiederhole ich es hier: das Argument vom Spielerschutz ist Bullshit. Schutz ist immer eine Wirkung vor externen Kräften. Das heisst, es geht um Handlungen, die bei anderen Leuten Schaden anrichten. Wenn ein Spieler um Geld spielt, richtet er bei niemand anderem Schaden an. Etwas anders ist es bei den Anbietern, da davon ausgegangen wird, dass deren Angebot anderen Leuten schadet. Jedoch kann der behauptete Schaden erst dann eintreten, wenn das Angebot angenommen wird. Das geschieht durch eine freie eigenverantwortliche Handlung des Spielers. Diese ist als Grundrecht vom Grundgesetz geschützt. Der Spieler schädigt mit dieser Annahme niemand anderes als höchstens sich selbst. Es gibt daher keinen zulässigen Grund, diese Handlung einzuschränken, weder von Anbieterseite aus, da das Angebot alleine noch zu keinem Schaden führen kann, noch für die Spielerseite, da die Annahme eine grundrechtlich geschützte freie Entfaltung der Persönlichkeit ist. Da die Annahme eines solchen Angebots keine Rechte Dritter verletzt und auch nicht sittenwidrig ist (es ist eine gesellschaftlich akzeptierte Form des Freizeitvergnügens), trifft keine der im Grundgesetz vorgesehenen Einschränkungen dieses Grundrechts zu.

Da der Vergleich zu Suchtmitteln gezogen wird: es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen dem Anbieten von Spielen und dem Verkauf von Suchtmitteln. Suchtmittel sind unmittelbar für die Gesundheit des Nutzers gefährlich. Nicht nur in dem Sinne, dass sie eine Sucht hervorrufen, und das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, sie können auch durch Fehldosierung oder Verunreinigung sofort zu schweren körperlichen Schäden führen, bis hin zum Tod. Das ist beim Spiel nicht der Fall. Weder hat der Vorgang des Spielens eine auch nur annähernd grosse Gefahr, abhängig zu machen, noch gibt es durch eine Spieltätigkeit überhaupt irgendwelche unmittelbare Gefahren für die Gesundheit des Spielers.

Das Spiel ist für die Gesundheit des Spielers wesentlich weniger gefährlich als selbst milde Suchtmittel, die als Genussmittel eingeschätzt werden. Also z. B. Alkohol, Tabak und Koffein. Das zeigt sich schon in der Todesstatistik. Jedes Jahr sterben an den Folgen des Alkoholgenusses 80k Menschen, an den Folgen des Tabakgenusses 120k und an den Folgen des Spiels so wenige, dass es darüber keine Statistik gibt. Spielen ist wesentlich ungefährlicher als Biertrinken, sowohl was die Suchtgefahren betrifft, als auch was die übrigen Gesundheitsschäden betrifft.

Dass der Staat das Argument des angeblichen Spielerschutzes nicht ernst nimmt, zeigt sich schon daran, dass er seine eigenen Angebote, die für den Spieler wegen niedriger Aussschüttungsquoten viel höhere finanzielle Gefahren bedeuten als das Spiel der privaten Konkurrenz, weniger einschränken will als das seiner Konkurrenz. Das heisst, das für den Spieler nachteiligere Angebot wird weniger eingeschränkt. Das ist mit einem Schutz des Spielers vor angeblich schädlichen Angeboten nicht im geringsten vereinbar, sondern offensichtlich kontraproduktiv.

Wenn es also um den Spielerschutz offensichtlich nicht geht, wieso wird das Argument dann verwendet? Es geht dem Staat ganz einfach darum, seine für den Spieler nachteiligeren Angebote mit wettbewerbsverzerrenden Massnahmen vor seiner Konkurrenz zu schützen. Das ist purer Machtmissbrauch zum unlauteren Wettbewerb, also braucht man dazu eine Rechtfertigung. Und diese soll der angebliche Schutz des Spielers liefern. Das ist nichts weiter als Propaganda, mit dem die Wettbewerbsverzerrung zum Nachteil des Spielers verbrämt werden soll.

Es gibt noch ein anderes Argument als das, dass der neue Staatsvertrag gegen das Grundrecht der freien Selbstverwirklichung (Artikel 2 GG) und das Grundrecht der freien Verwendung des eigenen Vermögens (Artikel 14) verstösst. Er verletzt auch das Prinzip der Verhältnismässigkeit, in dem der Verkauf wesentlich gefährlicherer Dinge (Alkohol, Tabak u. a.) geringeren Beschränkungen unterliegt als der Verkauf von Glücksspiel. Dieses Prinzip ist zwar nicht im Grundgesetz verankert, dennoch ist es ein nicht verletzbares Prinzip, weil ohne dieses Prinzip der Rechtsstaat nicht funktioniert. Das meint jedenfalls das Bundesverfassungsgericht.

Und dann gibt's natürlich noch das Grundrecht auf freie Berufsausübung (Artikel 12 GG). Das ist möglicherweise durch den Staatsvertrag unzulässig eingeschränkt, da Glücksspiel nicht frei angeboten werden darf und es Berufsspielern unter den neuen Bedingungen eventuell unmöglich gemacht wird, ihrem Beruf weiter nachzugehen, weil er nicht mehr profitabel ist.

Da gibt es also eine Menge Probleme, über die sehr grosszügig hinweg gesehen wird.


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008
Oldschool Grinder

Original von Egozocker

Original von MrPGrey
Dass es auch Millionen von Pokerspielern gibt, die das Ganze noch viel rationaler angehen und sich von dieser Gruppe noch einmal viel extremer abheben - egal.

Hauptsache wieder irgendeine Sache verteufelt, Millionen von Menschen eine zusätzliche Einnahmequelle genommen und die vermeintliche Ursache beseitigt.

Also wenn Millionen von Menschen durch Poker eine zusätzliche EInnahmequelle haben, dann dürften es drölfzig Millionen sein, die beim Pokern ihr Geld verballern. Und die will die Politik schützen.

Habe übrigens nicht damit gemeint, dass Millionen an Spielern Winningplayer sind,
sondern lediglich, dass damit Millionen an Spielern eine potentielle Verdienstquelle genommen wird.
(Unmittelbar uns Deutschen, da nun faktisch kein Grind mehr möglich, mittelbar dem Rest der Welt,
weil deutsche Spieler wegfallen --> weniger $$ im Umlauf)


Antwort
Zitat
Hawanuka
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Danke cjheigl für die Antwort, diese hatte ich vorher noch nicht irgendwo im Forum gelesen. Ich hoffe Ihr seid mit Unibet und anderen im Kontakt und kommuniziert das so. Ich verstehe diesen vorauseilenden Gehorsam der Anbieter nicht. Wenn die alle geschlossen das Gesetz oder die Verordnung abgewartet hätten wäre doch auch gar nix geschehen.

Zurück zur Ursprünglichen Frage: was hat der Ausschluss von Turnieren mit dem Glückspielstaatsvertrag zu tun? Also auf welche (zweifelhafte) Regel folgt diese Aktion und gibt es bald keine Bonuspunkte und damit ja Ein Rakebacksystem bei Univet? Bei Stars gibts doch auch noch Kisten? (Ich weiß, blöder Vergleich)


Antwort
Zitat
Peterfuchs87
Beigetreten: 27.10.2020
Legacy Member

Macht mich einfach unendlich traurig. So viele softe MTT Specials auf vielen Seiten und man kann sie als Deutscher quasi nicht spielen. Dazu sind sie nochmal extra soft wegen Lockdown. Und wir können quasi nur die regverseuchten Spins spielen, die während solcher MTT Specials nochmal schlechter werden.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Frage mich echt was da hinter den Kulissen läuft. Kann mir nicht vorstellen, dass Anbieter die jetzt nicht schon solche sinnlosen Vorgaben wie "Keine Bonusangebote mehr" umsetzen, im Sommer, sollte der Vertrag wirklich kommen, keine Lizenz bekommen.


Antwort
Zitat
jonnyyman12
Beigetreten: 10.01.2011
Oldschool Grinder

Unibwt hat ja auch schon die Promotions und die rake race Kooperation mit ps.de eingestellt, wird also vermutlich weiter so laufen..


Antwort
Zitat
grown89
Beigetreten: 23.02.2010
Elite Grinder

vor allem warum werden sachen umgesetzt die gar nicht gefordert werden


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Was ist denn nicht gefordert?
Das weglassen von Bonusangeboten ist imo gefordert in diesem Glücksspielvertrag.


Antwort
Zitat
grown89
Beigetreten: 23.02.2010
Elite Grinder

habe gerade nochmal extra die Gesetzesvorlagen von Hessen und Rheinland Pfalz die zur Ratifizierung in den jeweiligen Landtagen vorgelegt wurden durchgeschaut. da steht nichts dazu drin , aber kann mich natürlich auch vertan haben, daher wäre es sehr nett, wenn du es mir schnell zeigen könntest. :f_thumbsup: habe lediglich unter §8 absatz 4 gefunden, das gesperrten spielern keine bonusangebote gemacht werden dürfen um diese zurück an die tische zu locken


Antwort
Zitat
JamesFirst
Beigetreten: 07.11.2006
BlackMember

Original von grown89
schnell

?(


Antwort
Zitat
MrRaise007
Beigetreten: 05.09.2013
Legacy Member

Paxis an den entsprechenden Infos wäre ich auch interessiert wo das wie stehen würde


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Original von grown89
habe gerade nochmal extra die Gesetzesvorlagen von Hessen und Rheinland Pfalz die zur Ratifizierung in den jeweiligen Landtagen vorgelegt wurden durchgeschaut. da steht nichts dazu drin , aber kann mich natürlich auch vertan haben, daher wäre es sehr nett, wenn du es mir schnell zeigen könntest. :f_thumbsup: habe lediglich unter §8 absatz 4 gefunden, das gesperrten spielern keine bonusangebote gemacht werden dürfen um diese zurück an die tische zu locken

Bezieht sich gesperrt auch auf den 24h-Selbstausschluß? Dann müssten sie doch eigentlich die boni von Spielern cancel sobald die den mal aktivieren ?(


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Dachte dies gelesen zu haben. Kann natürlich sein, dass ich mich geirrt habe. Werde dann noch mal schauen ob ich den Punkt finde. Ansonsten scheint es ja noch irgendwelche Vorgaben zu geben die hinter den Kulissen geschlossen wurden, siehe 24h Button. Der muss ja anscheinend sehr groß und ungünstig platziert sein, ansonsten kann man sich nicht erklären warum der bei mehreren Seiten so schlecht platziert ist.


Antwort
Zitat
grown89
Beigetreten: 23.02.2010
Elite Grinder

was btw auch merkwürdig ist bei Unibet werden noch Promos für Sportwetten angeboten nur Poker wurde eingestellt, also das ganze ist schon sehr mysteriös.
auch warum es anscheinend Forderungen gibt, die nicht im Staatsvertrag drin stehen ist mir schleierhaft. ich meine wie kann man Sachen fordern, die nicht festgeschrieben sind in Gesetzen oder Verordnungen.


Antwort
Zitat
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