Ach und der Pokerraum gibt die Steuern dann nicht 1 zu 1 einfach weiter?
Natürlich gibt der Pokerraum das weiter, aber nicht nur an deutsche Spieler, sondern an alle Spieler.
Du zahlst doch auch die Steuer für andere Pokersteuern anderer Länder
Original von webfuchs
Natürlich gibt der Pokerraum das weiter, aber nicht nur an deutsche Spieler, sondern an alle Spieler.
Du zahlst doch auch die Steuer für andere Pokersteuern anderer Länder
Kannst du das genauer ausführen?
Die Pokersteuer wird der Pokerraum aus dem rake, bzw. aus seinem Gewinn bezahlen. Das Rake ist für alle Spieler weltweit gleich. Zumindest ist mir kein Pokerraum bekannt, der unterschiedliche rake für deutsche, französische oder andere Länder erhebt.
Da es bereits andere Länder gibt die Steuern auf Poker erheben, zahlst Du ja bereits jetzt indirekt Steuern, die in dem rake eingerechnet sind.
franzosen und Spanier spielen für sich in einem eigenen Pool
Dort ist der Rake deutlich höher.
Original von webfuchs
Die Pokersteuer wird der Pokerraum aus dem rake, bzw. aus seinem Gewinn bezahlen. Das Rake ist für alle Spieler weltweit gleich. Zumindest ist mir kein Pokerraum bekannt, der unterschiedliche rake für deutsche, französische oder andere Länder erhebt.
Da es bereits andere Länder gibt die Steuern auf Poker erheben, zahlst Du ja bereits jetzt indirekt Steuern, die in dem rake eingerechnet sind.
Gegenbeispiel ist Pokerstars. Bei der Abspaltung des .co.uk clienten haben dies die Spieler aus GB mehr Rake bezahlt bzw schlechteres Rakeback erhalten (ergo mehr effektiver Rake) und trotz Verbleib im world-pool - ob dies noch der Status quo ist weiß ich nicht.
Die Abschaffung so vieler Promoangebote diverser Anbieter zeigt eine weitere Refinanzierung der Anbieter auf, indem Promos für Deutsche Spieler nicht mehr gelten. Wenn man den gleichen Rake zahlt aber 2% statt 20% RB bekommt, bezahlt man eben effektiv mehr Rake.
Ich verweise auch nochmal auf das Umsatzfenster, welches bei Stars beim einloggen aufgeht - wäre ein Einfaches, am Ende des Monats auf den Umsatz die 5% Steuer vom Kontostand abzuziehen.
Ob nun der Ausgleich direkt auf deutsche Spieler bezogen sein wird oder alle Spieler dafür "bezahlen" müssen,
ist doch im Endeffekt egal - auch wenn ich erstere Variante für wahrscheinlich halte.
Fest steht, dass in beiden Fällen das Angebot weiterhin wesentlich unattraktiver wird.
Original von glissario
Ich verweise auch nochmal auf das Umsatzfenster, welches bei Stars beim einloggen aufgeht - wäre ein Einfaches, am Ende des Monats auf den Umsatz die 5% Steuer vom Kontostand abzuziehen.
Das geht ja auch nur, wenn das Konto auch Deckung aufweist. Deshalb sind solche Lösungen eben schon raus, weil nicht praktikabel.
Gesetzesentwurf scheint doch recht eindeutig zu sein in Bezug auf den Rake - und im Grunde lässt sich das doch ziemlich leicht ausrechnen ob sich für einen Poker lohnt oder nicht.
Spielt man zum Beispiel eine Stunde Cashgame in einer Session, dann sollte die eigene Hourly 5,3 BB nach Abzug des normalen Rakes schlagen... - wenn Stars dann den Tisch auflöst ist der Mongotilt vorprogrammiert
aus dem Gesetzesentwurf:
https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2021/0201-0300/209-21(B).pdf
§ 47
Bemessungsgrundlage
(1) Die Online-Pokersteuer bemisst sich nach dem Spieleinsatz abzüglich
der Online-Pokersteuer. Der Spieleinsatz umfasst sämtliche Aufwendungen des
Spielers zur Teilnahme am Online-Poker nach § 46. Hierzu gehören
insbesondere der Betrag, den der Spieler bei Beginn des Spiels zum Setzen zur
Verfügung hat sowie alle sonstigen vom Spieler an den Veranstalter oder
dessen Beauftragten zur Teilnahme bewirkten Leistungen. Werden während
des Spiels weitere Beträge zur Verlängerung des Spiels eingesetzt, gelten diese
zu dem Betrag zugehörig, den der Spieler bei Beginn des Spiels zum Setzen zur
Verfügung hat.
(2) Ein Spiel beginnt am jeweiligen Tisch, wenn der Spieler seine erste
Karte am Tisch erhält. Das Spiel endet mit dem Verlassen des Tisches.
(3) Wird Online-Poker als Turnier veranstaltet, umfasst ein Spiel
abweichend von Absatz 2 die gesamte Turnierteilnahme vom Beginn des
Spielens am ersten Tisch bis zum Ausscheiden oder Gewinn des Turniers.
§ 48
Steuersatz
Die Online-Pokersteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage nach § 47.
Original von Jakomo
Original von glissario
Ich verweise auch nochmal auf das Umsatzfenster, welches bei Stars beim einloggen aufgeht - wäre ein Einfaches, am Ende des Monats auf den Umsatz die 5% Steuer vom Kontostand abzuziehen.Das geht ja auch nur, wenn das Konto auch Deckung aufweist. Deshalb sind solche Lösungen eben schon raus, weil nicht praktikabel.
Dann hast du halt nen negativen Kontostand. Hatte ich auch schonmal 😁
Es wurden doch hier in dem Thread schon einige gute Argumente gesammelt.
Man könnte sie doch noch einmal geordnet aufstellen und eine Petition starten.
Zwar nicht auf Bundesebene (ich glaube da bräuchte man ca. 50.000 Unterschriften, was wohl utopisch ist) sondern auf Landesebene.
Ich glaube in Bremen muss z.B. so eine Petition dann auch diskutiert werden (bei gar nicht so vielen Stimmen). Jedenfalls wird das von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt. Aber da der Glückspielvertrag letztendlich alle Länder betreffen soll, reicht es doch vielleicht für den Anfang, wenn man schon mal ein Bein in einem Bundesland fest drin hat.
Keine Ahnung allerdings, ob es so funktioneren kann, aber jedenfalls sollte man den Entscheidungsträgern die Argumente aus Sicht der "Betroffenen" unbedingt vorbringen - anstatt dies den Anbietern/Lobbyisten zu überlassen (und die wohl stillhalten wollen).
Pokerstrategy als größte deutschsprachige Community: Übernehmen Sie!
(ist doch auch gute Eigenwerbung...)
Nein. Das mit den 50k Unterschriften auf Bundesebene stimmt nicht. Jede korrekt eingereichte Petition muss behandelt werden, egal wie viele Unterschriften. Bei 50k muss sich aber einzeln damit auseinander gesetzt werden:
Original von Paxis
120 Seiten dicker Gesetzesentwurf![]()
Hoffen wir mal, dass der Gesetzesentwurf nicht durchgewunken wird. Bei so was könnte man auch darüber nachdenken eine Petition zu starten. Wenn diese Ordnungsgemäß eingereicht wird muss die vom Petitionsausschuss behandelt werden, unabhängig der Unterschriftenanzahl:
Der Petitionsausschuss muss sich – unabhängig von der Anzahl der gesammelten Unterschriften – mit jeder ordnungsgemäß eingereichten Petition beschäftigen. Eine Petition, an der sich viele Menschen beteiligen, erscheint natürlich bedeutsamer, wobei die Chancen grundsätzlich gleich hoch sind. Einen kleinen Vorteil kann man sich dennoch verschaffen. Werden innerhalb der vierwöchigen Zeichnungsfrist 50.000 Stimmen gesammelt, muss sich der Petitionsausschuss einzeln mit der Petition befassen. Der Petent darf dann unter Umständen auch persönlich vor dem Ausschuss vorsprechen. Übrigens: Genauso wie Jedermann eine Petition einreichen kann, kann auch jeder eine Petition unterzeichnen – unabhängig von Alter und Staatsangehörigkeit.
Ich denke wenn die Petition gut aufgelegt ist und an den richtigen Stellen geteilt wird, bekommt man auch die 50k Unterschriften in 4 Wochen zusammen. Es betrifft in dem Fall ja nicht nur die Pokerprofis oder Pokerspieler im allgemeinen, sondern jeden der Onlineglücksspiel nach geht.
Was wird dann rein theoretisch aus "ps.de", sollte der Glücksspielstaatsvertrag ab 01.07.2021 tatsächlich so in Kraft treten, dass 5,3% versteuert werden (in welcher Form auch immer), sodass definitiv kein +ev cash game mehr möglich sein wird?
Ich mein- es ist dann etwas witzlos, Angebote/Strategien anzubieten, wenn für Deutsche Spieler dann eh feststeht, dass die zusätzlichen 5,3% nicht geschlagen werden können.
Alternative wäre einfach darauf hinzuweisen, dass man nur "winning player" werden kann, wenn dieser Vertrag auf einen nicht greift (also Sitz in nicht-DE).
Ich bezweifle, dass ps.de "andere" Seiten werben würde, die eben nicht legal sind.
bzgl Petition etc.
Gibt doch einige große deutsche Streamer (Knossi etc) die auch ab und an Poker streamen und es gefällt deren Communites. Ebenso hat glaub letzten Monat zb Pokercode (Eibinger/Fedor Holz- Company) so ne Mischaktion mit Pokemon Box Openings und Pokerturnier mit mehreren großen deutschen Streamern/Influencern veranstaltet.
Und das wäre nur eine Richtung in die man Petitionsmäßig was anhauen und Vorschläge machen könnte. Glaube da gemeinschaftlich 50k Unterschriften über deren Community Hilfe etc zu bekommen sollte keinerlei Problem sein, damit dieses wunderbare Spiel namens Poker auch zukünfitg in Deutschland online bedaddelt werden kann. Angewidert von der politischen Vorgehensweise sind da sicherlich ohnehin nahezu alle durch die Bank weg, wenn auch vllcht aufgrund unterschiedlicher Gründe. Tendenziell liberal eingestellte junge Leute hat man da aber allemal.
Wie sieht es eigentlich mit Anbietern wie GG aus? Kann mir vorstellen, dass die sich einfach widersetzen werden. Wie wäre es denn, wenn man Gewinne in Cryptos auszahlen lässt und bei einem dieser Anbieter weiterzockt? Sollte doch eigentlich keiner hinter kommen, oder?
Original von webfuchs
Die Pokersteuer wird der Pokerraum aus dem rake, bzw. aus seinem Gewinn bezahlen. Das Rake ist für alle Spieler weltweit gleich. Zumindest ist mir kein Pokerraum bekannt, der unterschiedliche rake für deutsche, französische oder andere Länder erhebt.
Da es bereits andere Länder gibt die Steuern auf Poker erheben, zahlst Du ja bereits jetzt indirekt Steuern, die in dem rake eingerechnet sind.
Diese Aussage zeugt von großem Unverständnis einerseits von dem neuen Rennwett und Lotteriegesetz (Entwurf) und andererseits von den Einkünften eines Pokeranbieters. Es braucht keine höhere Mathematik, dass wenn Steuern höher sind als der Ertrag, dass es dann keinen Sinn hat dieses Pokerprodukt Deutschen anzubieten. Und auch nicht diese STeuer auf alle umwälzen, das macht betriebswirtschaftlich keinen Sinn.
Nochmal ganz einfach ausgedrückt:
Rake 3% bei einem Turnier/ SNG < Steuer 5,3 %
Hier zitiere ich den Pokermanager von Unibet, frei nachlesbar im hauseigenen Unibetforum, vom 15. April.
Titel "new regulations in germany":
At this point I can't comment further on the German legislation. An official statement will be issued at some point.
I think it's fair to say that if they go ahead and approve the suggested new turnover tax on poker, then it's going to have significant implications and it could ultimately mean it won't be offered in Germany anymore.
NB the suggested tax rate is 5.3%, which is more than the rake we charge on many games.
Ich denke sogar mittlerweile das der Staat alles so lässt und es in Kauf nimmt das alle Pokeranbieter in D die Segel streichen. Poker macht sowieso einen niedrigen Teil des Umsatzes aus, was Glücksspiele angeht.
Welcher Beitrag soll das gewesen sein? Deine Beiträge stehen alle noch da. Gelöscht wurden nur die Beiträge von Fake/Trollaccount und die Beiträge die auf diesen eingegangen sind. Von dir ist da keiner dabei.
MfG Spiike
Meiner wurde gelöscht...:|dabei hatte ich im Post extra angemerkt, dass ich grundsätzlich noch was dazu schreiben wollte, warum m.E. Pokerstrategy in der Sache voranschreiten sollte....