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Poker als Beruf ?
 
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[Geschlossen] Poker als Beruf ?

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nomar
Beigetreten: 09.03.2006

dann kurz meine daten.... diplom informatiker (fh) inkl. freiwilliges praxissemester, dadurch bekannte referenz, nachm studium sprachurlaub, diplomarbeit extern geschrieben (die meisten lassen sich n thema von der fh geben).

Und siehe da, bekomme 3.000 brutto,damit deutlich mehr als meine Studienkollegen und noch mehr als kumpel der den gleichen abschluss aber schon 5 jahre im beruf ist.

5.000 einstieg, alter....


Gamma85
Beigetreten: 18.02.2007

Original von Nani74
prädikatsexamen + auslandsaufenthalte = 2,4k brutto

ich wechsle im März und gebe meinen Job auf, was ich in einem jahr mit meinem job verdient habe, habe ich nebenberuflich mit pokern in einem monat verdient.

Das denke ich ist ein Fall, wo man auf eine "normale" Arbeit imo verzichten kann und die Zeit lieber in Poker investieren sollte. Denn wenn mann im Schnitt 30k pro Monat macht und dann 2-3 Monate nichts verdient ist es nicht sonderlich schlimm, da man ja noch ein gewissen Puffer hat, von dem man immer noch was zu essen kaufen kann ;)
Bei 2500$/Monat würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall weiter studieren bzw. das Fach wechseln... Wenn du am Ende deines Studiums auf nl1k-nl5k angekommen bist und dich fragst was du mit den "lächerlichen 2500€/Monat" anfangen sollst, wenn du 50k mit Pokern verdienst, kannst du dich immer noch umentscheiden und hast ein abgeschlossenes Studium im Hintergrund, falls dir das Kartenspielen auf Dauer doch zu monoton wird.

so long,
Gamma


HubertusPotz
Beigetreten: 08.02.2007

sorry, aber das weiß ich einfach besser. ich arbeite bei deutschlands größter stellenbörse und hab wirklich vollen überblick über gehälter über alle berufsgruppen hingweg.

als einschränkung dazu kann ich sagen, dass es im osten um einiges niedriger liegt und natürlich muss man gut sein und auch vermitteln können, dass man gut ist.

von daher ist 5.000 "im durchschnitt" vielleicht die falsche wortwahl. aber zumindest ich stelle an mich auch nicht "nur durchschnittliche" ansprüche.


Original von Gamma85

Original von Nani74
prädikatsexamen + auslandsaufenthalte = 2,4k brutto

ich wechsle im März und gebe meinen Job auf, was ich in einem jahr mit meinem job verdient habe, habe ich nebenberuflich mit pokern in einem monat verdient.

Das denke ich ist ein Fall, wo man auf eine "normale" Arbeit imo verzichten kann und die Zeit lieber in Poker investieren sollte. Denn wenn mann im Schnitt 30k pro Monat macht und dann 2-3 Monate nichts verdient ist es nicht sonderlich schlimm, da man ja noch ein gewissen Puffer hat, von dem man immer noch was zu essen kaufen kann ;)
Bei 2500$/Monat würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall weiter studieren bzw. das Fach wechseln... Wenn du am Ende deines Studiums auf nl1k-nl5k angekommen bist und dich fragst was du mit den "lächerlichen 2500€/Monat" anfangen sollst, wenn du 50k mit Pokern verdienst, kannst du dich immer noch umentscheiden und hast ein abgeschlossenes Studium im Hintergrund, falls dir das Kartenspielen auf Dauer doch zu monoton wird.

so long,
Gamma

Ich finde es gehört zu einer ernsthaften Diskussion dazu, dass man den Anspruch des Realismus sowohl an die Zahlen des Arbeitslohns als auch an die hier genannten Zahlen der Pokergewinne pro Monat anlegt. Sonst führt das ganze ins Nichts.


nomar
Beigetreten: 09.03.2006

achja, meine 3k sind im übrigen in einer der 5.größten städte deutschlands mit sehr hohen mieten etc... also ist es sogar "mehr" als in nem kleinen örtchen... und ich bin mit dem gehalt auch sehr zufrieden, da ich weiß was meine mitstudenten bekommen.


Ja, aber FH ist vom Einstiegsgehalt halt auch einfach nochmal was anderes als Uni.


Ich denke das größte Problem, was Leute schon angesprochen haben.
Was wenn gesetzliche Änderung eintritt, wenn der Hype plötzlich nachlässt (keine Fishs mehr...) usw.
Dann stehst ohne fertiges Studium schlecht da...


nomar
Beigetreten: 09.03.2006

die frage stellt sich hier auch gar nicht. Leute wie Langmann, Ruthenberg und co können darüber nachdenken das Studium abzubrechen (was die alle noch nicht mal direkt machen), sprich wenn man mal nen fetten Turniergewinn hat und für Jahre erstmal ausgesorgt und so...

Und hier reden Leuten von 25$/h ...lol


mein kleiner Beitrag:

1. einige hier im Thread haben, glaube ich, echt noch Probleme mit dem Unterschied brutto / netto (obwohl es ja schon einmal deutlich gesagt wurde)

2. Ich habe von einem Steuerberater im "Casino Pokermagazin" gelesen (ohne Gewähr meinerseits), dass Pokern zwar in Deutschland als "Glücksspiel" steuerfrei ist, aber nur dann, wenn man es auch als Glücksspiel betreibt. Das heißt, jemand der neben Beruf / Schule / Studium etc pokert und keine nachweisbare "Erwerbsabsicht" hat. Das gilt aber nicht für Leute, die 8h am Tag 5 Tage die Woche pokern, nicht mehr bei Mutti & Papi leben und keine anderen Einkünfte haben. Solche Leute gelten laut ihm als "Selbstständige mkit Gewinnabsicht". Das heißt "Steuerparadies Profi-Pokern" ist zumindest zweifelhaft. Ich weiß nicht, ob es hier bei den Pros entsprechende Erfahrungen gibt, aber die zitierte "Steuer- und Abgabenfreiheit" würde ich auf jeden Fall hinterfragen.

3. Krankenversicherung / Rente etc.? Nennt es Miesmacherei, aber denkt doch mal ein paar Jahre weiter.

4. sry für die vielleicht dumme Frage, aber meldet sich nicht irgendwann das Arbeitsamt oder sonstwer? Hab da selber keine Erfahrung, aber ein Kumpel musste sich formal "dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen" als er nach der Ausbildung eine "Auszeit" nehmen wollte. Das war auf jeden Fall sehr bürokratisch.

5. Familie: Ich meine gar nicht das soziale Ansehen, wenn jemand erfolgreich pokert, finde ich das nicht unehrenhaft. Aber die Verantwortung dafür zu übernehmen, erfordert schon immense Rücklagen oder eine gewisse Sicherheit durch stabile regelmäßige Einkünfte.

6. Kredite: Du musst wirklich alles, was Du Dir anschaffen willst, vorher angespart haben und bist u.U. nirgendwo kreditwürdig. Auch wenn einen das erstmal nicht weiter stört, können Probleme nachkommen. Wenn Du keinen Studentenstatus mehr hast (der eine gewisse Glaubwürdigkeit auch ohne Wahnsinnseinkommen bringt), kann es z.B. sein, dass Du je nach Bank nicht ohne Weiteres ne Kreditkarte o.ä. bekommst.

7. Wie einige schon gesagt haben, ist die Zukunft für den Pokerboom noch nicht wirklich absehbar. Ich persönlich denke, dass der Boom schon noch eine ganze Weile anhält, erst recht, wenn vielleicht irgendwann doch die Asiaten dazu kommen. Auch wenn viele aktuelle Fische irgendwann genug vom Nachcashen haben, werden andere nachkommen. Allerdings auch Haie und die u.U. prozentual stärker. Ich persönlich schließe für mich daraus (ganz persönliche Meinung), dass es für die nächsten Jahre als "schönes Hobby mit ordentlichen Nebeneinkünften" weiter ganz gut aussehen wird, weil auf den mittleren Leveln noch Geld zu holen ist. Oben wird vielleicht die Luft irgendwann dünner - aber da muss ich gar nicht hin ;)

8. Zeiten: Wenn Du Deine sozialen Kontakte weiter pflegen willst, wäre es natürlich schön, wenn Du zu den Zeiten pokern kannst, an denen Deine Freunde "normal arbeiten". Das sind allerdings nicht unbedingt die ertragreichsten Stunden, oder? Wieviele Tische willst Du denn in der Woche Vormittags und Nachmittags aufhaben und gleichzeitig noch eine gewisse Fischigkeit haben...

So, das waren jetzt die eher negativen Sachen.

Mich würde interessieren, was Du studierst und wie lange schon?

Wenn es eine aktuelle Lustlosigkeit im Studium, gepaart mit einer hohen Pokermotivation ist, würde ich trotzdem versuchen, die beiden Dinge seperat zu betrachten. Ich halte es für falsch, eine vormalige schlechte Entscheidung für ein bestimmtes Studienfach mit dem Spaß am Pokern zu verknüpfen. Denk vielleicht mal über einen Studiengangwechsel nach.

Trotzdem kann eine "Karriere" wie sie Dir vorschwebt ja gelingen, allerdings würde ich es auf jeden Fall längere Zeit "parallel laufen lassen", damit Du wirklich eine Perspektive entwickelst, die über Deinen aktuellen Stundenlohn hinausgeht. Außerdem finde ich den Tipp richtig, mal die Semesterferien oder auch ein Urlaubssemester zu nutzen, um das Vorhaben mal über einen etwas längeren Zeitraum anzutesten. Vielleicht nervt es Dich ja doch schneller als Du glaubst.

Letzte Frage: Schonmal nen echt fiesen Downswing gehabt?

Auf jeden Fall: alles Gute!


zum Thema Einsteigsgehälter:

also 5000€ (brutto) im Durchschnitt ist völlig übertrieben, man muss sich nur mal Tabellen zu dem Thema ansehen, da kann man als Uni-Absolvent durchschnittlich mit 3-3,4k rechnen.

Nichtsdestotrotz ist natürlich 5k auch möglich, ist aber schon relativ weit oben und sind dann eher große UB's wie MK, BCG, etc. oder IB's. Da kannste wohl auch sogar noch mehr als 5k rausholen wenn du die entsprechnenden Qualifikationen mitbringst und wirst auch binnen kurzer Zeit (wenn dus durchhälst, up or out) auf wesentlich größere Summen kommen können. Allerdings reden wir hier schon über einen kleinen Teil der Absolventen und zusätzlich sind das dann meist Jobs bei denen man kein Privatleben mehr hat.


Original von HubertusPotz
sorry, aber das weiß ich einfach besser. ich arbeite bei deutschlands größter stellenbörse und hab wirklich vollen überblick über gehälter über alle berufsgruppen hingweg.

als einschränkung dazu kann ich sagen, dass es im osten um einiges niedriger liegt und natürlich muss man gut sein und auch vermitteln können, dass man gut ist.

von daher ist 5.000 "im durchschnitt" vielleicht die falsche wortwahl. aber zumindest ich stelle an mich auch nicht "nur durchschnittliche" ansprüche.

UI,
ist da evtl was in Richtung Stellenvermittlung möglich???
ICQ 267602433


andygreen
Beigetreten: 29.04.2006

Original von Amopehe
4. sry für die vielleicht dumme Frage, aber meldet sich nicht irgendwann das Arbeitsamt oder sonstwer? Hab da selber keine Erfahrung, aber ein Kumpel musste sich formal "dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen" als er nach der Ausbildung eine "Auszeit" nehmen wollte. Das war auf jeden Fall sehr bürokratisch.

solange du keine staatlichen leistungen beantragst musst du dich für gar nix zur verfügung stellen, arbeiten ist ja wohl keine pflicht...
Problematisch stell ich mir eine steuerklärung mit 0€ einkommen (also auch kein alg1 oder 2, mieteinnahmen oder sonstwas) vor. da kommt sicher die frage wovon man lebt.


Original von andygreen
da kommt sicher die frage wovon man lebt.

Von Luft und Liebe ?


liverdracon
Beigetreten: 17.02.2006

kommt natürlich auch auf das land an,

ich habe 3k brutto verdient und ich wurde nach abi bezahlt. (uni wurde leider nicht angerechnet)

und 5k einstiegsgehalt sind bei uns keine seltenheit, sondern eher standard.


Original von Xantos

Original von HubertusPotz

Original von nomar
wie geil hier manche studis von bestimmten gehältern träumen...lol... richtet euch bitte nicht nach irgendwelchen durchschnittstabllen und co... die wirken immer höher da viele ausreisser nach oben dabei sind...

5000 euro mtl. als absolvent...rofl

als sozialpädagoge vielleicht nicht - aber richtung BWL, VWL druchaus normaler durchschnitt.

maschinenbau, elektrotechnik, physik, bau-ing., u.ä. sind 5.000 € eher ein unteres einstiegsgehalt.

Stimmt einfach nicht.

Du bist bei BWL, WiIng, Informatik vielleicht mittlerweile bei 4.000€ Einstiegsgehältern im Median (ergo Mittelwert noch darunter).

ich arbeite in münchen als finanzdienstleister und habe somit ständig mit gehaltsabrechnungen zu tun.
ich kann dir aus dem stehgreif 100 namen von lehrern, anwälten, ärzten und weiteren studierten aus der region nennen, die keine 3k brutto im monat haben.

da frage ich mich wirklich wozu die studiert haben!


PsyMaster
Beigetreten: 28.02.2006

Original von Lord_Roke
Außerdem kann dir ein abgeschlossenes Studium auch psychologisch helfen. Wenn du mal nen down hast, ist es gut zu wissen, dass du dein Geld notfalls auch anders verdienen könntest.

sehr naiv davon auszugehen, dass man nach dem studium und einigen jahren arbeitslosigkeit jemals wieder in einen entsprechend qualifizierten job kommt, das ist ein kunststück, wenn man nicht gerade top beziehungen hat.

ich kenn genug, die sehr hoch qualifiziert sind und mehr oder weniger am a... sind.


workah0lic
Beigetreten: 12.08.2006

Wollt ihr ewig Ledig in ner 20m² Bude Leben nur damit ihr nicht "arbeiten" braucht ?

4tw!!1


DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006

Original von osirisdd

Original von DerBobs
also wenn ihr vergleiche anstellt, dann bitte immer mit BRUTTOlöhnen vergleichen.
ich denke wenn man durch poker auf ca. 6 monate um die €5000,- (= $7400,-) AUSCASHEN kann (wichtig: auscashen, nicht plus machen. man sollte natürlich mehr verdienen als man auscasht), dann hat man unterm strich am ende etwa soviel geld übrig, wie man als studierter in nem normalen job hätte.

lol @ realitätsverlustements

deiner meinung nach verdient man also mit nem fertigen studium in der tasche im durchschnitt 5000€ monatlich? das du mal nicht böse auf die nase fällst, wenn du irgendwann fertig bist, und bei deinen bewerbungsgesprächen (falls es sowas zwischen den üblichen absagen gibt) auf das thema gehalt zu sprechen kommst... :rolleyes:

über die studiumphase bin ich schon ein paar jahre hinaus, aber danke für die tipps.
und ich hab mit keinem wort gesagt, dass man als fertiger student 5000,- monatlich verdient, ich habe gesagt man müsse als poker"pro" 5000,- verdienen, um nach allen abzügen etwa soviel wie ein normalverdiener zu haben. das ist ein gewaltiger unterschied.


Hugh57
Beigetreten: 05.07.2005

Original von johvi

Wollt ihr ewig Ledig in ner 20m² Bude Leben nur damit ihr nicht "arbeiten" braucht ?

4tw!!1

75qm², Perle und nicht arbeiten...


Denz
Beigetreten: 16.01.2005

Falls man 2-3 jahre wirklich Kohle verdient mit Pokern kann man ja mit einem Teil des Kapitals auch selbst Unternehmer werden und zb GmbH Teilhaber werden etc.

Diesen Weg sind zb viele Ami-Pros gegangen


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