Ich habe zwar auch keine Erfahrung auf dem Limit, aber die grundsätzliche Psychologie sollte ja überall ähnlich sein.
Mich belasten Swings vor allem dann, wenn ich von der Bankroll her eher knapp unterwegs bin, also vor allem direkt nach einem Limitaufstieg. Das hier mehrfach genannte "drauf scheißen und weitermachen" ist schnell gesagt, erfordert aber, dass es einem zu einem gewissen Grad egal ist, wie es gerade läuft. Dafür braucht man einfach eine möglichst solide Bankroll. Es ist keine Schande, einfach mal tiefer zu spielen als man "müsste". Man ist niemandem Rechenschaft darüber schuldig, wie man mit seinem Poker-Geld umgeht, schließlich muss man es auch ganz alleine ausbaden, wenn man damit Blödsinn macht. Das klingt trivial, aber der eigene Stolz ist nun mal eine der größten Gefahren beim Poker.
Wenn es ganz schlimm ist, mache ich einfach mal einen oder zwei Tage Pause. Das ist natürlich Mist, wenn man für irgendwas (Vielspielerprogramm, Bonus, Challenge) ein bestimmtes Volumen erreichen will, aber wenn man dadurch das eigene Spiel davon abhält, komplett aus dem Ruder zu laufen, oft das geringere Übel.
Ein guter Ausgleich ist auch sehr hilfreich. Als ich im letzten Sommer wegen einer langwierigen Verletzung keinen Sport treiben konnte, habe ich angefangen, Gitarre zu spielen. Irgendeine Beschäftigung, die auf andere Art fordert als Poker, sollte man sich suchen. Es nützt auch nichts, wenn man berufstätig ist, aber das in einem Bürojob, bei dem man auch im logischen oder mathematischen Bereich gefordert wird.
Für den kurzfristigen Frustabbau finde ich es auch immer hilfreich, einfach mal gemeinsam mit anderen Pokerspielern über den ganzen Mist schimpfen zu können.( ♠_cry: -> ♠_mad: -> ♠_cool: )