Großes Lob für diesen Blog, bietet jede Menge interessante und lehrreiche Hand- und Strategiediskussionen
Original von eroticjesus
@80% fold to 3bet auf 1k Hände, was ist da los?Ich hab gestern was geschrieben zu Sachen, die man beeinflussen kann und welche die man nicht beeinflussen kann, einen "soliden" fold-to-3bet-Wert auf 1k forcieren wollen, ist Bullshit, wenn man bad runnt, dann ist es eben mal so, dass man 80% auf 3bets foldet, vor allem, weil deine defend-freqenz immer noch zu tight ist, mit mostly 60% vor allem IP, da kann es auch auf 5k Hände mal locker sein, dass dein overall-fold-to-3bet-Wert über den angestrebten 60% liegt. Alles auch Gründe, warum ich 1.) nur noch ein HUD mit VPIP-PFR 3bet WWSF WDSD und WTS nutze und mich sonst aufs wesentliche konzentriere, weil vieles einfach irreführend ist und man viel zu oft, viel mehr Sample benötigt, als man erwartet und wer sagt einem dann, dass Villain auch gegen mich so spielt, oder nicht sein Game irgendwie umgestellt hat? Aber egal, wollte es nur geschrieben habe, auf sowas würde ich gar keinen Fokus legen, dass du bad gerunnt bist, passiert halt jedem mal, was dir da bei 1k Händen passiert ist, ist bei iwie seit 30k Händen so^^ 2.) Fokus darauf lege, mein Game so zu gestalten, das es eben schwer zu exploiten ist, was die Stats anzeigen in Villains HUD kann ich ja wieder nicht beeinflussen auf low-sample..
Da muss ich ein kleines bißchen widersprechen.:f_o:
Was ich hier bislang gelernt habe ist vor allem: Beinahe alles zu hinterfragen und nicht als gegeben anzusehen.
Ich folde auf eine recht hohe Samplesize zu viel. Ganz grob in den letzten 10k Händen über 70%! Und "theoretisch" darf das nicht sein. Absolut klar: Kann die Samplesize sein. Aber es könnte auch andere Gründe haben...:wtf:
♥ Ich defende in der Realität nicht das was ich sollte (folde also bspw. Hände die eigentlich in die Call- oder 4-bRange gehören
♥ Ich weiche postflop vielleicht zu häufig von meinen Plänen ab. Beispielsweis sind meiner Ranges in erster Linie auf HU-Situationen ausgelegt. Nur packe ich bspw. kaum noch Hände in meine 4-b-Bluff-Range wenn ein Coldcall vorkommt. In diesen Spots folde ich dann doch recht viel, was natürlich (mMN!) korrekt ist, da ich ja in erster Linie gegen eine Steal-Range restealen möchte und ein Coldcaller dieses Verhältnis stört (egal ob ich raise, es kommt ein Call und dann ein Squeeze oder aber ich raise, bekomme eine 3-bet und ein weiterer Gegner coldcallt
♥ Ich raise in gewissen Spots vielleicht zu viele Hände (Isolation, Reads (da haben wir es wieder
etc.) Soll heißen: Ich erweitere meine OR-Ranges, passe meine Defend-Ranges aber nicht an
♥ Ich habe mich in ein paar Spots verrechnet und defende allgemein falsch
Kann man alles nicht ausschließen. Und nur darum frage ich mich wenn der ft3-bWert auf einige tausend Hände um beinahe 10% abweicht, ob es wirklich an der Samplesize liegt oder aber ob ich irgendwo Fehler mache.
Deine Argumente sind völlig richtig was das Mindset angeht, das lag aber meinerseits an der Formulierung. Ich frage mich, warum ich von meinen eigentlichen Werten abweiche und das nicht nur weil ich fürchte dadurch durch andere exploitet zu werden sondern weil ich erstmal mein eigenes Game und meine eigenen Ranges hinterfrage.
Original von eroticjesus
Edit: scheiß egal was du von seiner AK-line halten sollst, as played ist die Hand gut gespielt, man kann ggf. turn betten, muss man aber auch nicht. Er sollte den Turn betten, macht er nicht, River-x/r ist einfach banane und jetzt mal gegen deine Hand gut, das wars denn aber auch.
Auch hier finde ich es durchaus interessant wie meine Gegner agieren. Ich war da immer schon etwas blauäugig und habe mir das gleiche gesagt "joa, gut gespielt, Gegner eher nicht, passiert".
Aber dennoch muss man das hinterfragen. Villain kennt meine Ranges nicht (preflop 4-bet gegen UTg und check Flop).
Er kann die Ranges aber grob abschätzen - mein Valueanteil hat hart getroffen und mein Bluff-Anteil wird hier einige Draws beinhalten. Unter anderem wäre JTs denkbar, das improved am Turn. Wenn ich dann noch ein paar Hände slowplaye / wa/wb anstrebe - ist das eine sooo klare Valuebet am Turn für Villain?
Über sein check/call kann man streiten, aber am River sitze ich doch zu weit über 90% auf marginalen made hands und Aufgaben/busted Draws. Ist dagegen ein check/raise so dumm? Ab und an induced er was und ab und an "overplaye" ich dann doch Hände. Klar gebe ich die Bluffs nach dem c/raise auf - aber was ist mit einigen Kx-Kombos oder sowas wie AQ/Qx? Wenn ich da in gewissen Abständen calle ist sein Play doch eigentlich gar nicht so schlecht. Gegen meine eher weake Range hat er zumindest am River das meiste herausgeholt.
Und daher will ich schon überlegen ob sein Play nicht sogar Sinn macht...:f_ugly:
Original von N0ob4Lyfe
Großes Lob für diesen Blog, bietet jede Menge interessante und lehrreiche Hand- und Strategiediskussionen![]()
Das freut mich, ich bin auch sehr erfreut wie der Blog bislang verläuft.♠_love:
Und des Weiteren freue ich mich über jeden Kommentar, man kann ja bekanntlich über keinen Spot "zu viel" diskutieren. Jede Meinung ist interessant und eröffnet auch mal andere Sichtweisen.
Am liebsten würde ich zehn Spots hier reinstellen, gibt da so viel zu diskutieren.:f_cool:
Nach dieser Session mache ich mal wieder ein Thema auf: "3-Barrel-Bluff in 3b-Pots"
Was sollte möglichst gegeben sein?
=> Wir brauchen solche Lines um sinnvolle Value-Lines zu balancen
=> Pot Equity ist immer von Vorteil
=> Blockereffekte sind zu berücksichtigen
=> Kein/wenig Showdown-Value
49.) 3-Barrel Bluff 3bPot mit Gutshot
PokerStars - $0.50 NL FAST (6 max) - Holdem - 6 players
Hand converted by PokerTracker 4
BTN: 112.62 BB (VPIP: 29.25, PFR: 22.64, 3Bet Preflop: 17.07, Hands: 109)
Hero (SB): 106.54 BB
BB: 73.52 BB (VPIP: 33.85, PFR: 23.08, 3Bet Preflop: 2.86, Hands: 67)
UTG: 116.86 BB (VPIP: 16.83, PFR: 12.50, 3Bet Preflop: 8.86, Hands: 213)
MP: 109.16 BB (VPIP: 23.59, PFR: 20.47, 3Bet Preflop: 8.37, Hands: 522)
CO: 194.26 BB (VPIP: 0.00, PFR: 0.00, 3Bet Preflop: -, Hands: 2)
Hero posts SB 0.5 BB, BB posts BB 1 BB
Pre Flop: (pot: 1.5 BB) Hero has A♥ T♣
fold, fold, fold, BTN raises to 2.5 BB, Hero raises to 9 BB, fold, BTN calls 6.5 BB
Flop: (19 BB, 2 players) J♣ K♦ 5♥
Hero bets 9.6 BB, BTN calls 9.6 BB
Turn: (38.2 BB, 2 players) 2♥
Hero bets 21 BB, BTN calls 21 BB
River: (80.2 BB, 2 players) 7♦
Hero bets 66.94 BB and is all-in, BTN calls 66.94 BB
Preflop ist AT in meiner linearen 3-bRange. Am Flop hitte ich den Gutshot. Ich habe hier viele Value-Kombos, bluffen möchte ich in erster Linie mit Equity im Rücken. Overcard und Gutshot nehme ich daher gerne an. Der Turn blankt zwar, ich feure aber die 2nd Barrel. Am River dann der Shove...
Was spiele ich so? Sicherlich KK/JJ/KJ/AA - höchstwahrscheinlich auch AK. Was bluffe ich hier? Genau solch eine Hand. Mein "Draw" busted, allerdings gebe ich mir gegen Villain kein Showdown-Value auf dem Board mit Ahigh (evtl. mal gegen QTs, da blocke ich aber sogar noch eine Kombo). Ich blocke dazu Villains starke Range mit AA/AK signifikant.
50.) Aufgabe 3-Barrel-Bluff 3bPot Flushdraw
PokerStars - $0.50 NL FAST (6 max) - Holdem - 6 players
Hand converted by PokerTracker 4
BTN: 119.72 BB (VPIP: 32.26, PFR: 20.97, 3Bet Preflop: 13.79, Hands: 65)
Hero (SB): 117.28 BB
BB: 107.5 BB (VPIP: 21.00, PFR: 17.97, 3Bet Preflop: 6.55, Hands: 1,423)
UTG: 101 BB (VPIP: 18.91, PFR: 14.58, 3Bet Preflop: 4.32, Hands: 446)
MP: 98.02 BB (VPIP: 31.03, PFR: 17.24, 3Bet Preflop: 7.69, Hands: 30)
CO: 101.98 BB (VPIP: 30.39, PFR: 19.61, 3Bet Preflop: 13.04, Hands: 107)
Hero posts SB 0.5 BB, BB posts BB 1 BB
Pre Flop: (pot: 1.5 BB) Hero has T♠ A♠
fold, fold, fold, BTN raises to 2.5 BB, Hero raises to 9 BB, fold, BTN calls 6.5 BB
Flop: (19 BB, 2 players) Q♠ K♣ 9♠
Hero bets 9.6 BB, BTN calls 9.6 BB
Turn: (38.2 BB, 2 players) 6♦
Hero bets 22 BB, BTN calls 22 BB
River: (82.2 BB, 2 players) 5♥
Hero checks, BTN bets 37.5 BB, fold
Hier ist es etwas anders. Von preflop bis Turn sollte es eigentlich klar gehen? Habe mich nach Zatox letztem Post dafür entschieden lieber durchzubarreln, ein kleiner Gedanke "c/r Turn" kam auch hier wieder zum Vorschein. Aber ich habe mich für die 2nd Barrel entschieden.
Am River jedoch c/folde ich. Warum?
Zum einen habe ich minimales Showdown-Value. Ahigh kann gegen einige Draws noch gut sein. Bei den Blockern bin ich zwiegespalten. Einerseits blocke ich auch hier Hände wie AA/AK (über die ich mich am Showdown nicht wundern würde), andererseits blocke ich natürlich auch einige Draws bei Villain durch mein A:s.
51.) 3-Barrel Bluff 3bPot?
PokerStars - $0.50 NL FAST (6 max) - Holdem - 6 players
Hand converted by PokerTracker 4
BTN: 120.08 BB (VPIP: 20.46, PFR: 15.88, 3Bet Preflop: 4.85, Hands: 624)
Hero (SB): 102.24 BB
BB: 142.12 BB (VPIP: 19.28, PFR: 16.14, 3Bet Preflop: 7.45, Hands: 654)
UTG: 156.24 BB (VPIP: 26.51, PFR: 20.93, 3Bet Preflop: 5.68, Hands: 219)
MP: 164.62 BB (VPIP: 18.87, PFR: 13.21, 3Bet Preflop: 4.55, Hands: 110)
CO: 100 BB (VPIP: 31.82, PFR: 27.27, 3Bet Preflop: 16.67, Hands: 22)
Hero posts SB 0.5 BB, BB posts BB 1 BB
Pre Flop: (pot: 1.5 BB) Hero has A♠ 5♠
fold, fold, CO raises to 3 BB, fold, Hero raises to 9 BB, fold, CO calls 6 BB
Flop: (19 BB, 2 players) 6♠ K♠ 3♥
Hero bets 9.6 BB, CO calls 9.6 BB
Turn: (38.2 BB, 2 players) 8♣
Hero bets 22 BB, CO calls 22 BB
River: (82.2 BB, 2 players) 6♣
Hero checks, CO bets 59.4 BB and is all-in, fold
Am Flop und Turn barrel ich mit riesiger Pot Equity im Rücken. Am River busted alles...und ich c/folde. Die Rivercard an sich ist recht bescheiden, weil es vielen made hands den Calldown erleichtert. Zudem liege ich auch hier gegen kleinere Flushdraws sowie 54s vorne, die in gewissen Frequenzen den River einfach behind checken.
Ist das vertretbar?
Zu Hand 49:
Meine 3Barrel Range schaut hier ungefähr so aus:

Finde meine Range fast schon zu blufflastig. Um AT hier zu 3barreln dürftest du ja gar keine busted FDs (Axs und SCs) oder andere busted SDs in der Range haben (wovon du sicher auch ein paar in der lin. SBvsBTN 3bet Range hast?).
Zum Blockereffekt, mit AhTx blockst du ja auch noch mögliche NutFDs die Villain am River foldet (AhQh, AhTh, ggf. Ahxh).
--> Würde es hier nicht 3barreln.
Btw habe ich ATo nicht in meiner default linearen 3bet Range vs. BTN, finde die Playability einfach zu schlecht. Daher bei AJo die Grenze und dafür mehr Suited Kombos. Denke aber da hat jeder seine eigenen "Vorlieben".
Original von strikerp
Zu Hand 49:
Meine 3Barrel Range schaut hier ungefähr so aus:
Finde meine Range fast schon zu blufflastig. Um AT hier zu 3barreln dürftest du ja gar keine busted FDs (Axs und SCs) oder andere busted SDs in der Range haben (wovon du sicher auch ein paar in der lin. SBvsBTN 3bet Range hast?).
Zum Blockereffekt, mit AhTx blockst du ja auch noch mögliche NutFDs die Villain am River foldet (AhQh, AhTh, ggf. Ahxh).
--> Würde es hier nicht 3barreln.Btw habe ich ATo nicht in meiner default linearen 3bet Range vs. BTN, finde die Playability einfach zu schlecht. Daher bei AJo die Grenze und dafür mehr Suited Kombos. Denke aber da hat jeder seine eigenen "Vorlieben".
Was cbettest du denn aus deiner linearen 3bRange auf disem Board? 98s, A4s und A3s sind ja keine Autobets am Flop.
Zudem macht es für mich noch einen kleinen Unterschied ob der Flushdraw am Flop liegt oder erst am Turn kommt. Ich denke auch wenn Villain da viele kleine suited Axs callen sollte, kann er die eben auch am Flop mucken. Bei einem Draw am Flop natürlich nicht.
Aber natürlich hast du Recht dass ich A:h Q:h und A:h T:h blocke, die Frage ist halt nur was hier mehr wiegt.
Und da 98s am Flop quasi gar keine Equity hat ist für mich persönlich ATo (da in meiner Range vorhanden) eher geeignet als 98s(?)
49) Am River sollte man sich zunächst mal seiner Valuerange bewusst sein. Diese umfasst mit (KK+, AK, KJ, 55) maximal 36 Kombos. Ich schreibe maximal, weil man ein paar dieser Hände (damit meine ich vorallem KK) auch sicher anders spielen kann. Bei 36 Valuekombos stehen uns mit der gewählten Betsize ~15-16 Bluffkombos zu. AT alleine sind schon 16 Kombos! Du merkst also, dass man ganz schön schnell zu blufflastig werden kann, denn wir erreichen den River vermutlich auch mit QT, AQ und ein Paar weiteren Airkombos auf die gleiche Art. Um diesem Problem entgegen zu wirken, würde ich auf die Suits achten. Du könntest z.B. sagen: Ich bluffe hier nur suited Hände ohne A♥: Damit wärst du kombomäßig auf der "sicheren" Seite und hast sogar noch Platz für absolute nobrainer fistpump Bluffs wie 6♥:8♥:
Die beiden anderen Hände finde ich jeweils goldrichtig gespielt. OOP Riverbluffs mit busted Ahigh FDs sollten wir niemals in unser Defaultgame einbeziehen, sondern nur als Exploit gegen Villains, die viel zu viel folden.
Original von MiiWiin
Original von strikerp
Zu Hand 49:
Meine 3Barrel Range schaut hier ungefähr so aus:
Finde meine Range fast schon zu blufflastig. Um AT hier zu 3barreln dürftest du ja gar keine busted FDs (Axs und SCs) oder andere busted SDs in der Range haben (wovon du sicher auch ein paar in der lin. SBvsBTN 3bet Range hast?).
Zum Blockereffekt, mit AhTx blockst du ja auch noch mögliche NutFDs die Villain am River foldet (AhQh, AhTh, ggf. Ahxh).
--> Würde es hier nicht 3barreln.Btw habe ich ATo nicht in meiner default linearen 3bet Range vs. BTN, finde die Playability einfach zu schlecht. Daher bei AJo die Grenze und dafür mehr Suited Kombos. Denke aber da hat jeder seine eigenen "Vorlieben".
Was cbettest du denn aus deiner linearen 3bRange auf disem Board? 98s, A4s und A3s sind ja keine Autobets am Flop.
Zudem macht es für mich noch einen kleinen Unterschied ob der Flushdraw am Flop liegt oder erst am Turn kommt. Ich denke auch wenn Villain da viele kleine suited Axs callen sollte, kann er die eben auch am Flop mucken. Bei einem Draw am Flop natürlich nicht.
Aber natürlich hast du Recht dass ich A:h Q:h und A:h T:h blocke, die Frage ist halt nur was hier mehr wiegt.
Und da 98s am Flop quasi gar keine Equity hat ist für mich persönlich ATo (da in meiner Range vorhanden) eher geeignet als 98s(?)
Die default Cbet Range schaut hier bei mir ungefähr so aus (Verhältnis Value:Bluff ~ 40:60):

Bei den Suited Kombos sind jeweils nur die 3 Kombos mit BDFD enthalten. 98s rutscht bei mir u.a. mit rein, da sonst zu valuelastig (bei dir ja durch ATo abgedeckt). Denke dennoch, dass du am River genug schlechtere Kombos haben wirst, sicher auch ein paar BDFDs in der Cbet Range.
Anmerkung: Super Blog, der Content und die Aufarbeitung hier ist echt nice. Bitte weiter so:)
Edit: Hab den Post um 11:00 angefangen oder so, dann aber ewig afk gewesen und jetzt erst abgeschickt^^
Hey, erstmal auch von mir, ich finde diesen Blog super, du strukturierst das alles sehr gut, das mit den fortlaufenden Nummern, bei den Händen werde ich auch mal so übernehmen. Ich poste hier echt gern, man kann das auch sehr gut als warmup nutzen, aber ich würde schon gern weiter relativ hart auf deine Posts eingehen. Deine Handbewertungen haben mir früher einen soliden Start gegeben, deinen ganzen Strategiekram hab ich früher auch aufgesaugt und hat mir zu dem Zeitpunkt auch enorm geholfen, aber ich sehe bei dir eben Leaks, die heutzutage fundamental sind und daher würde ich schon gern helfen, also was zurück geben
Erstmal, warum geilst du dich an deine vielen Folds auf? Du bist obv ziemlich nitty unterwegs. NLH ist ein Game, was gelöst werden kann, theoretisch, praktisch ist es imo nicht möglich und wenn, dann sind das so viele Informationen, dass es kein Mensch und auch nur die wenigsten Computer 100% umsetzen können. Nun ist es so, dass eben der gute alte TAG-Stil nicht die Lösung ist, sonst würde es niemanden geben, der das exploiten kann und eben upmoved. Ich meine mit TAG-Stil sowas um die 21/16 rum, mit viel Fvs3bet und viel bet/fold postflop. Schon anhand wesentlicher Frequenzen, kann man eben erkennen, dass der typische TAG einfach was falsch macht, obwohl er Geld in soften Partien gewinnt, weil die Frequenzen der Gegner dort weitaus fahrlässiger sind, als mal zu viel auf 3bets zu folden, zu viel zu x/f oder eben zu viel zu b/f.
Worauf ich hinaus will, sobald man eine Strategie spielt, die LEICHT exploitet werden kann, wird man in tougheren Partien nicht bestehen + wenn man eine Strategie spielt, die leicht exploitet werden kann und alle anderen spielen ebenfalls eine ähnliche Strategie und alle beten, dass der Fisch bleibt, dann zahlen alle fleißig Rake und spielen im Endeffekt BE oder losing. Natürlich ist Poker komplexer und das ist nun extrem runtergebrochen.
Spielt man aber eine Strategie, die mit jeder Hand den maximalen EV abwirft, dann crusht man jeden, der von dieser Strategie abweicht in irgendeiner Form. Ich denke, das ist das was du nicht wirklich verstehst/verstehen willst, wenn man deine Posts so liest ("ja, der hat ja denn nur stärkeres" "ja, wenn er das so stur called, dann muss ich einfach lighter Valuebetten" usw.)
Nehmen wir an, man spielt diese optimale maxEV Strategie, sitzt vor seinem Rechner, in einem 300 m² Zimmer, weil das Brain halt so groß ist und spielt diese Strategie. Was macht die Strategie gegen den TAG, wo exploitet sie ihn?
Im Prinzip überall. Preflop holen die Bluffs und Equity-Starken Semibluffs eben ihren Profit, weil der TAG zu viel foldet. Desweiteren exploiten die weiten BU und CO-Ranges den TAG, weil er schon seine Blinds zu oft foldet. Postflop läuft das ähnlich, eine optimale Strategie, die auf den maximalen EV ausgelegt ist, nimmt viel Geld durch die ganzen b/f mit. Der TAG holt nur in Spots gegen so einen Gegner Geld, wo der maxEV-Gegner korrekt, aber gegen die Range zu light, downcalled, wo der maxEV-Gegner korrekt blufft und der TAG einfach schon eine zu tighte Range hat. Aber achtung, die TAG-Range wird dadurch tight, dass er foldet und das zu oft, das gleicht die Range des maxEV-Spielers eben locker wieder aus und crushed den TAG auf Dauer, auch wenn der maxEV-Gegner nicht maximal exploitet. Ich hoffe das war verständlich, denn es ist ziemlich kurz ausgedrückt.
Nochmal zu den defends gegen 3bets. Du hast "Angst", dass der hohe Wert zu exploits seitens der Villains führt. Dann defende gegen die eben korrekt, du warst ja so nett mir deine Ranges zu zeigen, die sind in Sachen defends aber grundsätzlich zu tight. 3bettet ein Gegner zu wenig und wird dich nicht exploiten und du bist dir das sicher, dann folde weiter mehr. Viele Gegner 3betten ohnehin weniger als optimal, das ist doch okay, wenn du denn viel foldest. 3bettet dann ein Gegner zu viel gegen dich und du defendest gegen ihn "optimal" in dem Fall, dann exploitet er sich im Endeffekt selbst
Angst weg? Ich hoffe ja. Behalte aber im Hinterkopf, dass es nicht weiter schlimm ist auch gegen einen tighten Gegner optimal zu defenden, denn deine Range sollte schon viel aus seinen "nicht-defends" holen.
Weiterhin, aber nur nebenbei: Man verhindert Autoprofit gegen 3bets, indem man etwas weniger als 66% foldet und den Rest 4bettet, sobald man eine call-Strategie hat, kann Villain Equity realiseren mit seinen schwächsten Händen und somit muss man eben mehr als 66% defenden. Es gibt aber Spots, da macht es eben keinen Sinn "optimal" zu defenden/keinen Autoprofit zuzulassen, bspw. UTG vs MP. Desweiteren hat man ja auch öfter einen zu hohen F23bet-Wert in Spots, in denen man exploitet bspw. wenn die Blinds einfach viel zu viel folden, dann ist es ja klar, dass mein f23bet-Wert in die Höhe schnellt am BU, weil ich auch nicht wüsste, wie ich meine 80-100% Openraisingrange da optimal defenden sollte. Nehmen wir also an, wir haben einen 4max-Tisch und spielen mit den gleichen Gegnern eine Marathonsession von 2k Händen an paar 4max-Tischen immer in dieser Konstellation (natürlich bewegen sich die Blinds obv):
CO - Schlauberger
BU - Hero
SB - Supernit, foldet 80% vs. Steals, adapted nicht
BB - Supernit, foldet 80% vs. Steals, adapted nicht
Hero openraised nun 100% am BU und foldet immer auf 3bets, außer er meint, er hat eine Hand, die er defenden kann, wird wohl auf eine 5% Range hinauslaufen, kA, ist auch egal. Nun hat Hero nach dem Game einen f23bet-Wert am BU von 95% auf 2k Hände. Einen Tag Später treffen die sich eben wieder, spielen wieder so eine Session, nur folgendes hat sich geändert, sitzen wir nun am BU sitzt der Schlauberger im BB. Der Schlauberger sieht unseren Wert und 3bettet wie ein wilder, er merkt nicht, dass wir a) gar keine 100% mehr openraisen b) unsere Strategie sich Richtung optimale Defends gewandelt hat etc. Der Wert wird sich in den nächsten 2k Händen auch nicht so einpendeln, dass wir nur noch 55% auf 3bets folden, das dauert eben auch. Der Schlauberger exploitet sich jetzt nämlich selbst ziemlich hart, weil er so in sein HUD verliebt ist.
Ich hoffe du hast nun genug Gründe gefunden, ersteinmal auf die Werte, die dein PT4/HM2 über dich selbst anzeigt auf low-sample zu pfeiffen.
Du weißt das du zu viel foldest? Dann mach was dagegen. Ich wusste bspw. nichtmal, dass ich früher zu viel auf 3bets gecalled habe, irgendwann wusste ich das und habe mehrere Sachen dagegen getan, in erster Linie, Vids von Pros schauen, Galfond BalugaWhale usw. waren meine Favoriten, vor allem, wenn sie dann mal auf Smallstakes unterwegs waren, heute würde ich jeden der solcherlei Probleme hat und ernsthafte Ambitionen hat NL100+ zu spielen, dann Vids von Janda, Galfond, Sulksy, lnternet (nur sligtly, finde der defendet oft zu viel, aber okay, er spielt halt so geil, dass man sich das trotzdem geben sollte) usw. eben Spieler, die in die spieltheoretisch optimale Richtung gehen und weniger rumexploiten. Ich denke viele Exploiter, exploiten sich eben auch ziemlich selbst.
Es kommt also gar nicht auf irgendwelche Werte an, es kommt darauf an, Spielverständnis zu formen, besser zu werden und das legt sich dann auf die HUD-Werte nieder und kann trotzdem noch verfälscht sein, vA, wenn man so selected, dass man oft Nits in den Blinds hat, wenn man BU sitzt. Aber du spielst ja zoom, immer wieder andere Dynamik, da sollte das denn schon der Fall sein, dass sich solide Werte schneller einpendeln, wenn man dann solide ist, forcieren bringt eben nichts. Es bringt also nichts, auf einmal 55% auf 3bets in Spot X zu folden, wenn man aber gar nicht versteht, warum man das macht und vor allem, welche Hände dann sinnvoll sind, das geht z.T. schon damit los, dass man schon eine unsolide Range openraised, die man dann gezwungenermaßen auch nicht solide defenden kann.
Boah wird auch wieder Textwall, naja nun bin ich eben dabei.
" Ich defende in der Realität nicht das was ich sollte (folde also bspw. Hände die eigentlich in die Call- oder 4-bRange gehören"
Wenn das so ist, Gründe?
" Ich weiche postflop vielleicht zu häufig von meinen Plänen ab. Beispielsweis sind meiner Ranges in erster Linie auf HU-Situationen ausgelegt. Nur packe ich bspw. kaum noch Hände in meine 4-b-Bluff-Range wenn ein Coldcall vorkommt. In diesen Spots folde ich dann doch recht viel, was natürlich (mMN!) korrekt ist, da ich ja in erster Linie gegen eine Steal-Range restealen möchte und ein Coldcaller dieses Verhältnis stört (egal ob ich raise, es kommt ein Call und dann ein Squeeze oder aber ich raise, bekomme eine 3-bet und ein weiterer Gegner coldcallt"
Ist ja auch richtig so, erstmal ist das ein komplexer Spot und zweitens kommt das weniger oft vor, da werden deine Werte auch nicht gestört (aber dazu wurde nun genug gesagt).
"Ich raise in gewissen Spots vielleicht zu viele Hände (Isolation, Reads (da haben wir es wieder
etc.) Soll heißen: Ich erweitere meine OR-Ranges, passe meine Defend-Ranges aber nicht an"
Ja, ist ja auch die genau richtige Line, alles andere wäre Spew, wenn du nun dafür genug Spots hattest, dann kann sich das schon auswirken, aber wenn du nur 10k Hände in gespielt hast, dann sind die Exploits möglicherweise zu vage, aber ich kenn das
"Ich habe mich in ein paar Spots verrechnet und defende allgemein falsch
"
Denn rechne mal vor pls.
"Kann man alles nicht ausschließen. Und nur darum frage ich mich wenn der ft3-bWert auf einige tausend Hände um beinahe 10% abweicht, ob es wirklich an der Samplesize liegt oder aber ob ich irgendwo Fehler mache.
Deine Argumente sind völlig richtig was das Mindset angeht, das lag aber meinerseits an der Formulierung. Ich frage mich, warum ich von meinen eigentlichen Werten abweiche und das nicht nur weil ich fürchte dadurch durch andere exploitet zu werden sondern weil ich erstmal mein eigenes Game und meine eigenen Ranges hinterfrage."
Ich denke den oberen Teil haben wir nun gut erörtert und hab bitte keine Angst mehr vor Exploits, ansonsten lies mein Zeugs zehn mal und frag sicherheitshalber nochmal nach. Sein eigenes Game zu hinterfragen ist immer gut, egal wie schlecht oder gut man performed/runnt. Aber ich würde das Stück für Stück angehen und nicht gleich alles neu gestalten, da wirst eben verrückt bei. Ich denke du bist eben noch der gute alte TAG und es ist ein langer Weg die main Leaks eines typischen TAGs herauszubekommen, aber du hast ja eine echt solide Grundlage und die Games runnen noch ne Zeit, also kann man das easy Stück für Stück in Angriff nehmen + tight sein ist nicht wirklich schlecht.
Ich würde dir auch die Lektüre "Pokers 1%" von Ed Miller empfehlen. Das Buch ist strategisch gesehen nicht so der Burner, dafür ist es auch eindeutig zu dünn, aber, gerade du wirst da wohl nicht nur einmal einen "Aha-Moment" haben, ich hatte diese Momente auf jeden Fall und es war eines der wenigen Bücher, die ich in einen Rutsch durchgelesen und sogar zwei mal gelesen habe.
Jetzt mal ausführlich zu deiner Hand und mal schauen, ob Villain wirklich so schlecht war.
PokerStars - $0.50 NL FAST (6 max) - Holdem - 6 players
Hand converted by PokerTracker 4
Hero (BTN): 107.5 BB
SB: 100 BB (VPIP: 24.74, PFR: 21.88, 3Bet Preflop: 7.61, Hands: 494)
BB: 100 BB (VPIP: 17.31, PFR: 11.83, 3Bet Preflop: 6.62, Hands: 687)
UTG: 162.4 BB (VPIP: 22.92, PFR: 17.39, 3Bet Preflop: 5.28, Hands: 1,034)
MP: 150.26 BB (VPIP: 23.58, PFR: 17.39, 3Bet Preflop: 4.61, Hands: 386)
CO: 128.74 BB (VPIP: 22.81, PFR: 18.56, 3Bet Preflop: 6.67, Hands: 797)
SB posts SB 0.5 BB, BB posts BB 1 BB
Pre Flop: (pot: 1.5 BB) Hero has 8♥ K♥
UTG raises to 2.5 BB, fold, fold, Hero raises to 8.5 BB, fold, fold, UTG calls 6 BB
Flop: (18.5 BB, 2 players) Q♠ 6♦ K♠
UTG checks, Hero checks
Turn: (18.5 BB, 2 players) 9♣
UTG checks, Hero checks
River: (18.5 BB, 2 players) 3♦
UTG checks, Hero bets 9 BB, UTG raises to 23.5 BB, Hero calls 14.5 BB
Preflop:
Ersteinmal hab ich kein Geld in den Pot investiert, muss Villain auch nicht zwingend vom Stealen abhalten etc. Ich kann also viel folden obv. Weiterhin möchte ich auch nicht viel ins Blaue callen, weil, wenn jemand squeezed, bringt er mich von meiner Equity, oder macht die Sache eben teuer für mich. Villain seine Range wird wohl so ziemlich 15% linear sein, er openraised 2,5bb von daher bekomme ich bessere odds und kann von einer etwas weiteren Range ausgehen, was meine Strategie ein bisschen looser gestaltet.
Ich halte es am BU für gut sowas zu spielen:
3bet:
AA-QQ sollten standard sein, QQ kann man auch callen. AKs/o ebenfalls. JJ ist close, kann man durchaus machen, weil eben viele Argumente dafür sprechen zu 3betten, Equity-Deny, bisschen Value etc., kann aber auch called werden, würde er 2bb raisen, snap3bet. AQo und AQs sind close zwischen call und 3bet, weil man gerade AQs auch gut gegen squeezes noch defenden kann und ganz okay im Singleraised-Pot performed. AJs und ATs neige ich inzwischen eher zu 3bet, Equity-Deny, domierende Draws, gute TPTK gegen defend-Range etc. AJs performed am BU aber auch so gut, dass mans vs. UTG einfach callen kann, ATs sollte eigentlich AQo und AJo zum folden bringen, sowie einiges an Equity, weshalb 3bet ggf. besser ist, wird das nicht gefoldet, wandert das in die Callrange. Alle anderen Axs 3bette ich in dem Spot, selten fold mit A9s-A6s. Ist Villain Ax-lastig, dann 3bette ich auch KQs und KJs default, sonst call. KTs wäre dann eine Bluff3bet, die weitaus besser als K8s ist imo. Als Bluff nehme ich auch meistens noch 76s-54s und bin damit sehr gut aufgestellt. Inzwischen verlager ich aber viel in die 3bet-Range, oft auch T9s, JTs, 87s - 98s performed besser im Call.
Call:
Um nicht total capped zu sein, weil ich alle pockets bis 77 default calle, 66 und 55, wenn kein hohe Squeezefrequenz zu erwarten ist, Rest fold, calle ich auch manchmal Hände aus der 3bet Range, ala 87s, T9s, suited broadways etc. Natürlich auch AQo AQs-ATs.
Schauen wir uns den Flop genauer an:
KsQs6d
Ich gehe immer pauschal von aus, dass Villain jeweils eine Combo AA und KK in der Range hat, QQ und AK tendenziell called, sowie Pockets bis 77, AQs KQs und paar wenige Hände, die er nicht callen sollte gebe ich bei solchen Kalkulationen auch in die Range, wenn es um NL50 Hände geht. Sowas wie eine Combo 98s, oder KTs oder sowas, das macht im Endeffekt aber nicht so viel aus.
Villain sollte auf dem Board insgesamt mehr Equity haben als ich, mit seiner Gesamt-Range, aber mein Nutanteil + AA sollte höher sein und seine Hände, die Equity haben, sind eben oft underpairs. Insgesamt ist das Board ganz gut für mich für die gesamte Situation und ich sollte viel betten. Ich kann hier auch ziemlich polarisert betten, denn ich sollte auf dem Board schon sehr gut FE haben, wenn JJ und abwärts folden, ist das gut, das sollte einen großen Anteil von Villains Range ausmachen. weshalb ein Sizing von 1/2 Pot schon ganz okay ist. Meine Bluffs haben oft Equity, die die gar keine haben würde ich im Grunde immer betten, foldet Villain, foldet er IMMER die bessere Hand, wen nich dort 54hh habe oder sowas. Gibt daher auch keinen Grund KK QQ KQ nicht zu betten. Equity-Starke Draws, die aber schwache Madehands sind, so wie T9s würde ich auch betten. AA würde ich ohne Spade immer betten, mit Spade auch mal checken, gute SDV Hände und Nutflushdraws wandern auch in die Checkrange, Villain sollte hier eben nicht wirklich Flushdraws haben ,die wir domieren, also bekommen wir davon keinen Value und Bluffen gegen Hände, die ohnehin callen. Also AQ, KTs, KJs wandert alles in die Checkrange.
Vorteil, wenn man den Nutflush checkt, wenn ein T oder J of Spades kommen, dann improved Villain oft auf eine Straight oder twopair und wir bekommen mehr Value, weil er uns eben keinen Flush gibt. AsJs würde ich aber definitiv betten, AsTs womöglich auch.
An diesem Turn würde ich nicht mehr voll Pulle weiter betten, ich würde die Air aufgeben, AA öfter checken, JTs wird Nuts, wird gebettet, viele 6x werden Bluffturned, haben sogar z.T. ganz wenig Value, T9 bette ich womöglich auch weiter. Size, auch wieder eher halben Pot, weil Villain bis auf JTs echt viel folden sollte jetzt und wir ohnehin am River komfortabel all in kommen sollten.
Der River bricked weg, ich sehe Value mit KQ, JT, KK, QQ und shove das, sowie ich auch den weakesten Teil meiner Bluffs und ab und an eine weake 6 shove. Villain sollte am River eigentlich nur noch AK und KQ haben, AK sollte er ggf. sogar folden. Ich denke, wenn Villain mit Gutshot oder sowas bis zum River kommt, dann macht sogar shove mit allen Bluffs Sinn.
Nun zu deiner Hand an sich. As played ist das imo also obv ein Check am Flop.
Villain seine Range ist nun genauso weit wie vorher. Mit deiner Range wirst du kaum improven, weil du JTs wohl nicht 3betten wirst. 99 auch nicht. Du wirst nun aber viel deiner weaken Kx betten, oder vllt. AQo oder sowas, von daher macht der Check mit AK absolut Sinn, ist ein super Bluffcatcher. QQ macht ggf. sogar auch Sinn um den River dann zu x/r. Aber macht imo keiner.
Den Turn bettest du auch nicht, von daher wirst du sicher auf SDV sitzen und ggf. nochmal callen am River mit einer hohen Frequenz, AK rutscht jetzt extrem nach oben in der Range und sollte nun gebettet werden von Villain, sonst lässt er einfach Value liegen.
Wenn er da noch am River mit AK sitzt, dann ist call womöglich > Raise, aber ein Raise sollte auch +EV sein. Mit K8s erst am River zu betten, kann man auch machen. Check hat auch einen gewissen EV am River, aber ich denke betten hat den höheren, weil Villain noch viel auf Qx usw. sitzt, denk dran, er wird hier kaum noch Kx in der Range haben, bzw. sollte er nicht, von daher ist eine Pot-Bet schon angebracht, weil du auch bluffen willst/solltest. Das hat den Vorteil, dass Villain dann auch gar nicht auf die Idee kommt, dich auf Thin-Value zu perceiven, er eine toughere Entscheidung mit Qx hat und deine Bluffs öfter durchgehen. Check hat in dem Sinne einen EV, dass durchaus noch bessere Hände callen/action machen könnten, aber eher weniger.
Den Raise musst du obv callen, ich kann mir nicht vorstellen, das noch zu folden.
---> Beide haben die Hände irgendwo misplayed, aber ich bin mir echt nicht sicher, wer sie mehr misplayed hat, im Kern halt du, weil man das nicht 3betten sollte imo, AK kann man aber durchaus callen preflop und check bis River kann Sinn machen, wenn man diesen River dann aber auch bettet.
Ist auf jedenfall immer mal ganz nice solcherleich Analysen zu machen. Ingame kann man natürlich nicht so denken, aber wenn man eben Abseits so Hände analysiert, dann implementiert sich das ingame auch irgendwann. Ich mache eben auch Ingame solche Fehler, wie in dieser Hand, aber dadurch, dass ich meine Preflop-Range für besser halte, senkt das den EV eben nicht so stark, wenn ich mal fehlerhaft spiele.
Zu 50) 51)
Im NL gibt es auch durchaus die Option zu checken auch wenn man einen NFD hat. Rest spielt sich dann obv von selber as played.
Zu der K8s vs AKo)
Du hast 0bb investet in den Pot und wirst wohl nie mit K8s vs solid UTG-Range auf evfold>ev3bet kommen.
Frage an Jesus:
Was für AIR checken wir denn 2x behind was jetzt auch einmal den River potten will ?
Allgemein auch echt netter Blog. Fände es auch besser wenn du Hände postet auch ab und zu mal Postflopstats zu haben. Grade auf Zoom sollte man ja auch relativ schnell auf Sample kommen und jede Hand im Vakuum zu betrachten ist longterm sicherlich nicht optimal.
Original von Zatox11
49) Am River sollte man sich zunächst mal seiner Valuerange bewusst sein. Diese umfasst mit (KK+, AK, KJ, 55) maximal 36 Kombos. Ich schreibe maximal, weil man ein paar dieser Hände (damit meine ich vorallem KK) auch sicher anders spielen kann. Bei 36 Valuekombos stehen uns mit der gewählten Betsize ~15-16 Bluffkombos zu. AT alleine sind schon 16 Kombos! Du merkst also, dass man ganz schön schnell zu blufflastig werden kann, denn wir erreichen den River vermutlich auch mit QT, AQ und ein Paar weiteren Airkombos auf die gleiche Art. Um diesem Problem entgegen zu wirken, würde ich auf die Suits achten. Du könntest z.B. sagen: Ich bluffe hier nur suited Hände ohne A♥: Damit wärst du kombomäßig auf der "sicheren" Seite und hast sogar noch Platz für absolute nobrainer fistpump Bluffs wie 6♥:8♥:Die beiden anderen Hände finde ich jeweils goldrichtig gespielt. OOP Riverbluffs mit busted Ahigh FDs sollten wir niemals in unser Defaultgame einbeziehen, sondern nur als Exploit gegen Villains, die viel zu viel folden.
Kann diese Rechnung gerade nicht nachvollziehen.:roto2:
Wie genau kommst du auf 15-16 Bluff Kombos gegenüber 36 Valuekombos?
Original von strikerp
Bei den Suited Kombos sind jeweils nur die 3 Kombos mit BDFD enthalten. 98s rutscht bei mir u.a. mit rein, da sonst zu valuelastig (bei dir ja durch ATo abgedeckt). Denke dennoch, dass du am River genug schlechtere Kombos haben wirst, sicher auch ein paar BDFDs in der Cbet Range.
Ging mir eher darum dass 98s außer dem Backdoorflush/ Backdoorstraight (quasi wertlos) nicht wirklich was zu bieten hat- Letztlich sollten wir doch die Hände nehmen die noch etwas Potequity haben. Warum bettest du nicht A5s?
Original von eroticjesus
Hey, erstmal auch von mir, ich finde diesen Blog super, du strukturierst das alles sehr gut, das mit den fortlaufenden Nummern, bei den Händen werde ich auch mal so übernehmen. Ich poste hier echt gern, man kann das auch sehr gut als warmup nutzen, aber ich würde schon gern weiter relativ hart auf deine Posts eingehen. Deine Handbewertungen haben mir früher einen soliden Start gegeben, deinen ganzen Strategiekram hab ich früher auch aufgesaugt und hat mir zu dem Zeitpunkt auch enorm geholfen, aber ich sehe bei dir eben Leaks, die heutzutage fundamental sind und daher würde ich schon gern helfen, also was zurück geben![]()
Vielen Dank dafür!=)
Ich weiß das zu schätzen. Wenn es dir noch als gutes Warm-up dient - umso besser!♦Erstmal, warum geilst du dich an deine vielen Folds auf?
Ich habe mir halt meistens zu wenig Gedanken um meine Ranges gemacht. Und für mich war es der erste Schritt da genauer drauf zu achten. Ranges erstellen, Defend-Ranges erstellen (eine Version davon kennst du ja). Unterm Strich folde ich dann 60% und lasse somit keinen Autoprofit zu. Wenn ich dann in der Praxis mehr folde hinterfrage ich das.
Spielt man aber eine Strategie, die mit jeder Hand den maximalen EV abwirft, dann crusht man jeden, der von dieser Strategie abweicht in irgendeiner Form. Ich denke, das ist das was du nicht wirklich verstehst/verstehen willst, wenn man deine Posts so liest ("ja, der hat ja denn nur stärkeres" "ja, wenn er das so stur called, dann muss ich einfach lighter Valuebetten" usw.)
Also "nicht verstehen will" ist garantiert verkehrt. Ich würde es gerne verstehen und umsetzen. Nur ist es eben nicht ganz so einfach (sonst könnte es ja jeder). Es ist sicherlich viel Arbeit und die von dir angesprochenen "Aha-Momente" kommen halt eher Stück für Stück. Oder eher Stückchen für Stückchen...:sorry: ).
Im Prinzip überall. Preflop holen die Bluffs und Equity-Starken Semibluffs eben ihren Profit, weil der TAG zu viel foldet. Desweiteren exploiten die weiten BU und CO-Ranges den TAG, weil er schon seine Blinds zu oft foldet. Postflop läuft das ähnlich, eine optimale Strategie, die auf den maximalen EV ausgelegt ist, nimmt viel Geld durch die ganzen b/f mit. Der TAG holt nur in Spots gegen so einen Gegner Geld, wo der maxEV-Gegner korrekt, aber gegen die Range zu light, downcalled, wo der maxEV-Gegner korrekt blufft und der TAG einfach schon eine zu tighte Range hat. Aber achtung, die TAG-Range wird dadurch tight, dass er foldet und das zu oft, das gleicht die Range des maxEV-Spielers eben locker wieder aus und crushed den TAG auf Dauer, auch wenn der maxEV-Gegner nicht maximal exploitet. Ich hoffe das war verständlich, denn es ist ziemlich kurz ausgedrückt.
Grundsätzlich klingt es plausibel. Aber auch hier hakt es eben noch bei mir...weil ich nicht zu 100% weiß, wie ich das umsetzen kann/soll. Looser raisen, looser defenden, letztlich "optimal"? Was ist optimal? Ich soll "korrekt bluffen" - was ist korrekt? Das sind eben alles Sachen die mir nicht spontan einleuchten.
Das meinte ich auch oben mit "nicht verstehen will". Ich will es schon verstehen, nur wenn ich eben nicht genau weiß was optimal/korrekt ist und wie ich da herankomme werde ich vorerst einige SPots immer noch völlig falsch angehen. Was ja nicht bedeutet dass ich es nicht versuche.:badteeth:
Ich hoffe du hast nun genug Gründe gefunden, ersteinmal auf die Werte, die dein PT4/HM2 über dich selbst anzeigt auf low-sample zu pfeiffen.
Für mich ist das halt sozusagen der Anfang. Du kannst mir da einen Riverspot zeigen und fragen "mit welcher Range kommst du da hin / welche Hände bluffst du" etc....ich werde da erstmal mit
antworten, dann versuchen meine Ranges im nachhinein konstruieren, bin mir aber recht sicher das im nächsten Spot am Tisch nicht so fix kalkulieren zu können.
Was ich aber kann: Preflop diesen "Gameplan" zu erarbeiten und somit einen Anfang zu machen. Mir geht es nicht wirklich um Exploits meinerseits oder um das Erreichen von Stats. Aber wenn ich mir eine solide Steal- und Defend-Range aufbaue in der ich zu 60% folde - und demnach keinen Autoprofit zulasse (letztlich kommt es doch eben darauf an?), in der Praxis dann aber weit über 70% folde, muss ich das ja hinterfragen. Dann könnte es ja sein dass schon bei diesen "simplen" Preflop-Ranges irgendwas nicht passen könnte. Dann brauchst du mich zu Riverspots wohl (noch) nicht zu fragen.
Da hinterfrage ich mich eben ob ich schon bei Schritt eins gestolpert bin.
Boah wird auch wieder Textwall, naja nun bin ich eben dabei.
Ich auch...♦
" Ich defende in der Realität nicht das was ich sollte (folde also bspw. Hände die eigentlich in die Call- oder 4-bRange gehören"
Wenn das so ist, Gründe?
Bislang habe ich eben mehr nach Gefühl und nicht aufgrund "solider" Ranges gespielt. Gutes Beispiel ist eben die BB-3-bet-Range. Da sollten ja auch Bluffs dabei sein, aber nur die, die man nicht callen kann. Bei mir sind das beispielsweise gegen ein Button-Raise:
Und nun möchte ich nicht wissen wie häufig ich "vergessen / übersehen" habe die Bluff-Range wirklich zu bluffen. Es ist halt im Kopf noch nicht implementiert und kann es auch nicht sein, da sich die Ranges ja momentan noch recht schnell ändern aufgrund der hier geschriebenen Verbesserungsvorschläge.
"Ich habe mich in ein paar Spots verrechnet und defende allgemein falsch
"
Denn rechne mal vor pls.
Beispiel Cutoff gegen BU-3-bet (Range "CO Raise First-In- ohne Position nach 3-bet")
First-in: 22+, A2s+, K8s+, Q8s+, J8s+, T7s+, 97s+, 86s+, 76s, 65s, 54s, A8o+, K9o+, QTo+, JTo (27,9%)
Call nach 3-b: 99, AQs-ATs, KQs, AQo-AJo, KQo (4,37%)
4-b/fold: KJs-KTs, ATo-A9o, KJo-KTo (4,22%)
4-b/broke: TT+, AKs, AKo (3,47%)=> f23-bet: 56,8% ((27,9-12,06)/27,9)
=> f2shove: 54,9% (4,22/7,69)Die Rechnungen gibts dann ja für jedes Szenario - ich schließe da meine Flüchtigkeitsfehler nicht aus.8-o
Jetzt mal ausführlich zu deiner Hand und mal schauen, ob Villain wirklich so schlecht war.
Auch hier ein Danke schön für die ausführliche Analyse. Preflop liegt es eben an der Range, gestaltet ich die um, wandert KTs in die Bluff-Range - der Spot wäre dann sicherlich ähnlich verlaufen!?
Alles in allem versuche ich so viel wie möglich mitzunehmen, aber die Umsetzung ist eben nicht einfach (und ich fürchte/hoffe da bin ich nicht alleine). Klar würde ich gerne sagen "ich spiele jetzt spieltheoretisch optimal und habe korrekte Ranges in allen Spots) - in der Theorie leuchtet mir das natürlich ein dass ich dann einen +EV-Spot nach dem anderen erschaffe. Nur der Weg dahin scheint mir momentan noch versperrt oder vielleicht noch nicht mal in Sichtweite.
Und wenn ich dann sehe wie schwer ich mich mit den Preflop-Ranges tue...das wirft eben Fragen auf.
Puh, ist nun auch lang geworden. Danke an alle die sich das antun...:f_thumbsup:
![]()
Original von UgotSmallBanana
Zu 50) 51)Im NL gibt es auch durchaus die Option zu checken auch wenn man einen NFD hat. Rest spielt sich dann obv von selber as played.
Klar hat man die Option. Aber wir dürfen nicht vergessen dass ich iM SB linear 3-bette und demnach dort mit einer recht weiten Range stehe. Meine Value-Range ist daher per se etwas kleiner, und dann muss ich eben schauen was ich "bluffe". Meine Bluffs sollten dabei doch so viel wie möglich Pot Equity haben. Wenn ich jetzt anfange Flushdraws zu checken - was soll ich dann "bluff"betten?
Original von UgotSmallBanana
Zu der K8s vs AKo)
Du hast 0bb investet in den Pot und wirst wohl nie mit K8s vs solid UTG-Range auf evfold>ev3bet kommen.
Da magst du Recht haben, aber auch hier gilt: Ich versuche ja die Ranges preflop gerade zu konstruieren. Wenn ich das jetzt neu überschlage vs UTg werden weniger Hände gecallt und und somit fällt K8s raus und KTs rutscht rein. Aber auch KTs ist letztlich ein Bluff, das Ziel ist schließlich die Foldequity. Oder siehst du KTs auf evfold>ev3bet kommen?
Theoretisch müsste das ja so sein - warum sollten wir es sonst spielen?:wtf:
Leute, ihr machts einem nicht einfach.
Original von UgotSmallBanana
Allgemein auch echt netter Blog. Fände es auch besser wenn du Hände postet auch ab und zu mal Postflopstats zu haben. Grade auf Zoom sollte man ja auch relativ schnell auf Sample kommen und jede Hand im Vakuum zu betrachten ist longterm sicherlich nicht optimal.
Eigentlich geht es ja genau darum. Ich soll an meinem Spiel arbeiten, meine Ranges gut konstruieren und wenns gut läuft "spieltheoretisch" optimal spielen. Da bin ich ja dabei es zu versuchen, aber dann helfen solche Stats eben auch nicht weiter.
Zudem ist es bei Zoom gar nicht so einfach. An normalen Tischen sammelst du schneller Hände, die zudem noch aktuell sind. Spielst du 4 Stunden an einem Tisch dann hast du viele aktuelle Hände von Spieler X die auch garantiert Up-to-date sind.
Für Postflop-Plays sind die Samplesizes auch einfach zu gering.
Ein Beispiel: Ich habe jetzt mal spaßeshalber nachgeschaut von welchem Spieler ich bei den letzten drei Händen die meisten Hände habe, es ist der BB in Hand 50) mit 1.423 Händen.
Im Grunde geht es ja hier jeweils um die Frage "Rivershove: Ja oder Nein?".
Nun habe ich mir bei diesem Spieler mal Riverstats angeschaut:
"Fold to R Cbet: "-" (0/0)"
Der Spot kam noch nicht einmal vor. Und es ist der normale River-Cbet-Wert, unabhängig von 3-b Pots (was ja demnach noch seltener vorkommt).
Über die AUssagekraft brauchen wir da ja nicht zu reden. Und jetzt stelle ich mir gerade vor in den nächsten 1500 Händen kommt der Spot einmal vor und er muckt.
"Auf 3k hands hat der am River zu 100% gefoldet..." ♦
Genau sowas will ich ja auch verhindern, bin da halt auch (noch) etwas Stats-Geil.
Und wenn ich hier mal etwas mehr kapiere was mir die Leute eigentlich sagen wollen dann kann man auch gerne mal über das HUD diskutieren - ist ja nicht so dass der Fold-to-R Cbet nicht tatsächlich in meinem HUD wäre...:sfishg:
@UgotSmallBanana:
Ich check ja die Nutflushdraws, außer AJ und ATs, ich denke die sind gegen zwei checks von Villain schon als Air zu betrachten am River, weil seine Range kaum noch Hände hat, wenn er zwei mal checkt, die wir damit schlagen, also machen die sich denn gut als Bluff am River imo. Viel bluffen sollte man in dem Spot eigentlich nur auf Micros bzw. gegen Gegner, die ihre Hand einfach stur durchchecken um dann immer zu folden.
@MiiWiin:
Ich habe hier deinen Post auf dem zweiten Bildschirm offen, damit es nicht unübersichtlich wird, starte ich einfach was neues, gehe aber drauf ein.
Ersteinmal sollte man sich unbedingt Gedanken zu seiner Range machen, mehr noch als über Villains Range, denn nur deine Range kannst du beeinflussen (Man kann auch Villains Ranges manipulieren, wird dabei aber oft Gefahr laufen, selbst Fehler zu machen, gutes bspw. ist es nutty Hände am River zu overshoven, wo eine normale bet oft den höheren EV abwirft und man mit shoves entweder folds generiert, oder eben in nuts läuft, mit second nuts), bei vielen Villains, gerade NL50, gibt es eben oft Ausreißer, da kann man schonmal Gefahr laufen zu tilten, wenn er wieder Sachen in der Range hat, die man nicht drin haben sollte. Der wird zwar im Endeffekt mehr Geld abwerfen, als jemand mit klaren Ranges, die aber nicht wirklich zu exploiten sind, spielt sich nur bescheidener im Endeffekt -.- Wenn man aber bessere Ranges als der typische NL50-Spieler hat, dann ist das schonmal was auf der Habenseite.
Gameplan aufbauen: Da stehst du nicht alleine da und genau vor diesem Berg Arbeit stand ich auch und wollte das auch erst so angehen wie du.
Was du grad machst, du bastelst dir für alle Spots einen Gameplan, da würde ich weich bei werden, in dieser kurzen Zeit. Spiele doch einfach so wie immer pfeile erstmal an einen UTG-Plan, oder fange am BU an, im BB oder wo auch immer und ziehe erstmal die Posi durch. Du setzt dir ja scheinbar auch Sessionziele/Themen/Schwerpunkte, aber das scheinen ja jeden Tag grundsätzlich andere zu sein. Das wird im Endeffekt nur Frust mit sich bringen, weil das nicht in die unbewusste Kompetenz gelangen kann, wenn man es zu schnell macht. Es sind so viele Dynamiken zu beachten, dass man nicht für alle Posis snappish einen Gameplan aufbauen kann, den man gleichzeitig noch logisch begründen kann (wenn du niemanden deinen Plan logisch erklären kannst, dann wirst du ihn nicht +EV umsetzen). Von der Spieltheorie her ist es imo 6max am einfachsten am BU anzufangen, sind ja nur noch zwei Posis da und die Mathematik ist einfacher. SB ist schwerer, weil man imo limpen muss, also um maxEV zu spielen, sollte man zwingend Hände limpen im SB, balanced aber nur, wenn Villain gut ist. Nur treffen am BU wieder weite Ranges aufeinander und wenn du nicht gut in Ranges denken kannst, dann macht es kein Sinn am BU anzufangen, weil die Ranges eben so weit sind und es dann Hand für Hand echt schwer wird, da war was aufzubauen, wenn man das vorher noch nicht gemacht hat, von daher ist UTG ganz gut.
Den maximalen EV zu finden, ist im Prinzip einfach "do the math". Das ist dann die Arbeit. Du benötigst auf jedenfall ein grobes Verständnis für die Ranges der Villains in den einzelnen Spots, dieses Verständnis hast du imo auch (siehe gefühlte 100k Handbewertungen) Ansonsten ziehe dir moderne Charts, viele spielen danach (bspw. die Durchschnittsranges).
Geht eben los mit der Openraisingrange. Hand für Hand muss man durchgehen, ob es Sinn ergibt, die jeweilige Hand zu openraisen. Bsp: UTG würde ich immer überlegen, was meistens passiert. Meistens called der BU oder der BB, CO und MP seltener (bedeutet auch tightere Range dort), oftmals wird auch reihum gefoldet. Also muss man überlegen was so called. Dann schaut man sich Hand für Hand an (obv nicht die Standard-Openraises AA-88, AK-AQ, KQs), wie so die Playabilty, Equity (robust/nonrobust) gegen die callingranges so aussieht, geniert random boards und sinniert eben, Flop, was am Turn machen? etc.. Wird man bspw. ganz schnell den Schwachsinn der "Boardcoverage" mitbekommen und schnell mal eben kleine suited connectors und kleine pockets rauswerfen und lieber suited Highcards adden, die man sonst straight gefoldet hat.
Man muss aber auch im Hinterkopf behalten, dass jede Hand noch einen gewissen %-Satz an Steal-Equity hat in den heutigen Games, falls du nun mit 77 denkst, dass du wohl nicht openraisen solltest. Desweiteren wirst du am BU ggf. merken, dass 97s Kxs usw. ziemlich viel Equity foldet. Wenn du keine Limpstrategie etablieren willst, dann ist das eben ein fold, aber das würde jetzt zu weit gehen^^ Erstmal einfacher raise-Gameplan... Dabei: je looser die Range, die bei rauskommt, desto kleiner Openraisen, wobei ich inzwischen fast der Meinung bin kleine Raises aus Early und dafür größer aus Late ist besser, weil man in Early oft Gefahr läuft oop zu spielen und oft aufgeben muss, CO BU sind größere Sizes besser, die Wahrscheinlichkeit ist höher IP zu spielen, mehr Deadmoney etc.
vs. 3bets wirds dann eben etwas tricky. Hier hilft ein Tool wie CREV ungemein.
Gegen 3bets oop passiv zu defenden halte ich eindeutig für legitim. Keine Ahnung wo die Leute früher ihr Wissen hergenommen haben, dass man 4bet oder folden sollte, denn dann musste man ja 80% folden -.-
OOP: Hier kommt es dann eben drauf an, willst du mit 4bets defenden? Ist Bluff4betten gegen gängige MP und CO 3bets +EV? Ist es das gegen BU gg. BB? Wie sollte die Valuerange aussehen? Macht call only Sinn? Das sind Sachen, die muss man selbst rausfinden, oder für zahlen, sonst macht es kein Klick und es greift nicht "wenn du den Plan nicht erklären kannst, dann ist er nicht +EV für dich". Hände die man OOP auf 3bets defenden kann, sollten möglichst playabilty haben, Setvalue kannst knicken, weil oop und nicht so stark domiert werden (wenn TPs dominiert werden, dann sollte die Hand zumindest suited sein).
IP: in dem Fall vs. Blinds: Gilt fürs Verständnis das gleiche. Nur sollte man hier weitaus mehr defenden, passiv, weil die Odds meist okay sind + Position, weshalb wir mehr Equity realisieren. Hier ist Setvalue legitim imo, suited connectors performen sehr gut im 3bet Pot, wenn man Position hat. Naja, have fun, mehr schreib ich dazu nicht, sonst machen Schüler Hausbesuche bei mir.
Das du es verstehen willst, davon gehe ich schon aus, aber ich stänker halt schon gern rum.
Grundsätzlich klingt es plausibel. Aber auch hier hakt es eben noch bei mir...weil ich nicht zu 100% weiß, wie ich das umsetzen kann/soll. Looser raisen, looser defenden, letztlich "optimal"? Was ist optimal? Ich soll "korrekt bluffen" - was ist korrekt? Das sind eben alles Sachen die mir nicht spontan einleuchten.
Das meinte ich auch oben mit "nicht verstehen will". Ich will es schon verstehen, nur wenn ich eben nicht genau weiß was optimal/korrekt ist und wie ich da herankomme werde ich vorerst einige SPots immer noch völlig falsch angehen. Was ja nicht bedeutet dass ich es nicht versuche.
Das 100% optimale Play ist in den meisten Spots unmöglich zu finden, sobald die Stacks so deep werden, dass die Strategie nicht mehr Push or Fold sein kann. Wie man an die Sache herangehen kann, hab ich eigentlich in der Hand schon gezeigt. Das hat viel mit Logik zu tun und auch da kann man oft Fehler machen. Aber es ist besser eine fehlerhafte Analyse zu machen (vA so was betsizing betrifft), als gar keine. Man muss eben erstmal seine Ranges spielen. Wenn du meine Ranges in der Hand ein bisschen zurecht formst, wirst du schon sehen, dass ich da mit einer ziemlich balanced Range zum River komme, die für Villain schwerer zu spielen ist, als wenn ich da nur Valuebetten würde.
Was korrekt und nicht korrekt ist, ist eine Kombo aus mathematischen Grundlagen und da eben die Ranges/Combos reinpacken. Die mathematischen Grundlagen hier zu vermitteln für optimales Play ist zu schwer und zu zeitaufwendig + Ich bin eher der Range-Guy und nicht Math-Guy: Applications of NLH, Mathmatics of Poker, Expert NLH sollten da helfen. So bekommt man ein Gefühl für Frequenzen. Ranges reinpacken liegt dann eben an Hero, aber dabei fällt man eben oft auf die Schnauze -.- Es gibt eben Spots, dort ist der maximale EV 100% zu betten und gar nicht balanced zu sein, wegen Autoprofit gegen so gut wie jede Range (maxEV usw).
Naja, zu vermitteln wie man einen Gameplan bastelt scheint mir easy, aber wie man die Ranges nun spielt, kann man nicht in einen Post bringen. Das hat eben viel mit Eigeninitiative zu tun. Am besten sind diese Bücher, dann einen Cardrunners oder Runitonce Account für Vids in die Richtung und Software wie Pokerranger oder CREV sind dann auch ziemlich hilfreich (wenn ich nochmal anfangen müsste und wüsste was ich so benötige, dann würde ich mir sowas alles besorgen, bevor ich mir ein Tool wie HM2 oder PT4 besorge).
Für mich ist das halt sozusagen der Anfang. Du kannst mir da einen Riverspot zeigen und fragen "mit welcher Range kommst du da hin / welche Hände bluffst du" etc....ich werde da erstmal mit
" antworten, dann versuchen meine Ranges im nachhinein konstruieren, bin mir aber recht sicher das im nächsten Spot am Tisch nicht so fix kalkulieren zu können.
Du hast btw. grad schon eine Strategie genannt, wie man eine Hand optimal aufschlüsselt um gesunde Frequenzen reinzubekommen. Man arbeitet sich von River zum Flop/Preflop vor
Je nach sizing benötigt man eben eine Ratio an Value und Bluffcombos, wenn du am River pottest, dann sollte auf jede Bluffcombo zwei Valuecombos kommen um den Gegner indifferent calling zu machen. Hier ist es nämlich auch einfach. Am River sollte man 100% polarisiert betten, wenn Villains Range meist aus bluffcatcher und busted draws besteht. Also Nuts or nothing. Naja, gehört wieder in den Math-Teil und ist bei so GTO-Experten auch meistens auf den ersten Seiten zu finden.
Und doch anhand von Riverspots kann man schon erkennen, ob was mit dem Preflop-Plan nicht stimmt. Deshalb ist die Methode schon ziemlich effektiv sich vom River vorzuarbeiten, aber eben zeitaufwendig und manchmal will man eben die Hand Preflop schon haben, kann dann aber Gefahr laufen, die zu adden und sie ist dann doch mehr -EV als +EV.
Obv kann man da nichts fix kalkulieren an den Tischen, deshalb simuliert man das ja alles abseits der Tische, da bleibt schon genug hängen. Ich freue mich immer öfter, wenn ich sagen kann "jo, hier komm ich ohnehin nicht mit viel Valuecombos zum River, gebe ich einfach auf, kenn ihn ja nicht" früher so "ja, der hat doch nichts, lol called er second pair auf meine Potbet
".
Wenn man versucht die optimalen Plays herauszufinden, dann hat das eben ein paar Vorteile. Ersteimal schafft man es optimaler als die meisten Gegner zu spielen, warum das gut ist, hab ich ja im letzten Post erörtert. Zweitens, man findet heraus was optimal ist und kann bei den Gegnern auch erkennen, wo sie weit ab vom Optimum spielen und das dann exploiten. Bspw. Wenn ein Gegner sehr aggro ist, dann erweiter ich postflop meine defendranges. Früher habe ich den Fehler gemacht, das schon preflop zu tun, aber dann exploitet Villain mich erstmal hart. Aber da hab ich eh "exploitive" gespielt und wusste oft gar nicht, was ich da überhaupt tat, weshalb es mir inzwischen auch sehr zu wider ist, mit HUD zu spielen, da hab ich nur noch ein paar Werte zu schnellen Erkennung von Spielertendenzen, das wars. Mein riesen HUD mit Badges etc. das mit mich letztendlich eher getiltet, als es mir irgendwas gebracht hat. 200 Dollar hätte ich auch in Content investieren können
Was ich aber kann: Preflop diesen "Gameplan" zu erarbeiten und somit einen Anfang zu machen. Mir geht es nicht wirklich um Exploits meinerseits oder um das Erreichen von Stats. Aber wenn ich mir eine solide Steal- und Defend-Range aufbaue in der ich zu 60% folde - und demnach keinen Autoprofit zulasse (letztlich kommt es doch eben darauf an?), in der Praxis dann aber weit über 70% folde, muss ich das ja hinterfragen. Dann könnte es ja sein dass schon bei diesen "simplen" Preflop-Ranges irgendwas nicht passen könnte. Dann brauchst du mich zu Riverspots wohl (noch) nicht zu fragen.
Da hinterfrage ich mich eben ob ich schon bei Schritt eins gestolpert bin.
Du schreibst in zwei Sätzen, dass es dir einerseits nicht um Exploits deinerseits geht oder um erreichen von Stats um dann zu schreiben, dass du damit auf 60% fvs3bet kommen willst -.- Es geht nicht darum Autoprofit zu vermeiden. Wenn du mal Postflop-Analysen machst, dann wirst du oft drauf stoßen, dass Autoprofit zuzulassen eben maxEV ist, Autoprofit zu denien eben -EV.
@Autoprofit: Es gibt Spots in denen es eben unumgänglich ist, Autoprofit zuzulassen, bspw. du hast deinen BB defendet mit einer weiten ("optimalen") Range, wegen der Odds etc. , das board kommt 643r, Villain bettet 1/2 Pot (muss 33% der Fälle funktionieren für Autoprofit) du foldest 60% deiner Range und gibst somit massig autoprofit, er sollte auch viel betten da, sehr viel. Es war maxEV so weit zu defenden, Villain hatte Glück mit dem Board (ja die Glückskomponente ist bei einem maxEV-Spieler genauso gegeben, wie bei jedem anderen) du nicht und foldest eben weit, weil alles andere -EV-Spew wäre. Dann gibt es Spots, du sitz am BU, Villain im CO, er openraised, du callest, gleiches Board, Villain bettet 100% 1/2 pot du foldest wieder 60% deiner Range und lässt Autoprofit zu. Hier Autoprofit zuzulassen ist wiederum fatal und bringt Villain kein Glück, sondern Edge. Denn das Board ist nun viel besser für dich und du hast Posi, viel Spielraum etc. Wenn Villan da 100% gegen dich betten kann ,dann machst du einen Fehler, gleiches Board, andere Ranges und Dynamiken, grundverschiedene maxEV-STrategien, ist echt schwer ich weiß, deshalb Tip: besorg dir den Content, dann ist man eben nicht so gefrustet, weil man es Zeit seines Lebens ohnehin nicht rausfindet, was optimal ist, aber das Streben dahin bringt schon gegen 99% der Spieler eine Edge.
Bislang habe ich eben mehr nach Gefühl und nicht aufgrund "solider" Ranges gespielt. Gutes Beispiel ist eben die BB-3-bet-Range. Da sollten ja auch Bluffs dabei sein, aber nur die, die man nicht callen kann. Bei mir sind das beispielsweise gegen ein Button-Raise:
Und nun möchte ich nicht wissen wie häufig ich "vergessen / übersehen" habe die Bluff-Range wirklich zu bluffen. Es ist halt im Kopf noch nicht implementiert und kann es auch nicht sein, da sich die Ranges ja momentan noch recht schnell ändern aufgrund der hier geschriebenen Verbesserungsvorschläge.
Genau deshalb hab ich ja geschrieben, mache dir einen Plan für eine Position und mglw. auch nur eine Dynamic Preflop und ziehe den erstmal durch und adjuste dann + meinetwegen ein Postflop-Spot der dir unter den Nägeln brennt, dann gehts weiter, wenn du dich sicher fühlst. Weiterhin dieses sture "Bluff:Value"-Denken ist auch so ein Ding, okay, du wirst schonmal looser in der Valuerange, beachte dabei eben ,dass bspw. KQs auch schon Bluffkomponenten birgt und schon keine reine Valuehand mehr ist. Oder warum willst du Equity Postlfop mit A2s-A6s folden? 3bette den Kram doch einfach mit... Aber gut, egal, musst du selbst wissen.
Für dein Chart da, hab ich jetzt leider keine wirkliche Zeit, ggf. später.
Ja, KTs wäre nun die Hand, die ich wohl an deiner Stelle hätte, da ich aber Value sehe in einer bet am Turn, weil ich nuts blocke, aber kein AQ, was sehr likely ist und deshalb bette ich den Turn, raised er calle ich, wenn es das sizing ist, auf Rivershove würde ich dann eher zum fold tendieren, wobei man auf NL50 ggf. callen könnte, denn der Spot wird imo overblufft, weil AK da sehr selten shoved.
Hier liegt bpsw. auch der große Unterschied, eine Hand wie KTs zu bluffen, als K8s, Mit KTs hat man eben noch ein paar Valuekomponenten, man kann auf lowboards am Turn mehr und stärkere TP spiken, wärend die 8 das board meist mehr connected macht und keine Pairs wie 99 77 suckt, desweiteren hat KTs mehr Nutpotential als K8s nur ganz marginal. Es ist aber dennoch close zwischen call und 3bet mit KTs in der Posi imo, wenn mans called, dann kann man eben K9s bluffen, wenn mans will, auch die Hand ist besser, weil kann noch straights machen (die ich aber ungern habe in dem Spot damit -.-).
Erneut Danke für die Ausführungen. Da sehe ich schon dass viel Arbeit vor mir liegt. Veruche morgen noch mal genauer auf einige Punkte des Posts einzugehen!:f_cool:
Aber nicht dass ihr denkt es gibt keine Hände mehr...
52.) Sinnloser Bluff...
PokerStars - $0.50 NL FAST (6 max) - Holdem - 6 players
Hand converted by PokerTracker 4
BTN: 269.96 BB (VPIP: 13.33, PFR: 13.33, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 30)
SB: 139.4 BB (VPIP: 28.13, PFR: 25.00, 3Bet Preflop: 20.00, Hands: 32)
BB: 86.54 BB (VPIP: 0.00, PFR: 0.00, 3Bet Preflop: -, Hands: 2)
UTG: 178.58 BB (VPIP: 19.75, PFR: 16.54, 3Bet Preflop: 4.94, Hands: 414)
MP: 399.6 BB (VPIP: 23.65, PFR: 18.07, 3Bet Preflop: 9.22, Hands: 610)
Hero (CO): 108.7 BB
SB posts SB 0.5 BB, BB posts BB 1 BB
Pre Flop: (pot: 1.5 BB) Hero has K♥ Q♣
fold, fold, Hero raises to 2.5 BB, BTN calls 2.5 BB, fold, fold
Flop: (6.5 BB, 2 players) T♥ 9♠ 5♥
Hero bets 4.2 BB, BTN calls 4.2 BB
Turn: (14.9 BB, 2 players) 4♦
Hero bets 10 BB, BTN calls 10 BB
River: (34.9 BB, 2 players) 3♣
Hero bets 22.64 BB, BTN calls 22.64 BB
Der Titel sagt es eigentlich. Flop mit Gutshot, Overcards und BDF sollte klar sein. Am Turn wirds schon close, sehe aber schon noch Equity im Rücken. Am River wieder das Range-Raten, womit komme ich hier zum River? Von meinen Draws haben 87s/QJ weniger SD-Value, wenn ich davon was bluffe sollte es ausreichen. KQ ist demnach ein check/fold!?
53.) 3-bet Pot - One and done
PokerStars - $0.50 NL FAST (6 max) - Holdem - 6 players
Hand converted by PokerTracker 4
BTN: 171.02 BB (VPIP: 17.83, PFR: 14.65, 3Bet Preflop: 10.29, Hands: 164)
SB: 139.66 BB (VPIP: 20.13, PFR: 12.99, 3Bet Preflop: 7.69, Hands: 159)
BB: 100 BB (VPIP: 29.60, PFR: 22.53, 3Bet Preflop: 8.10, Hands: 983)
Hero (UTG): 113.3 BB
MP: 120.96 BB (VPIP: 24.86, PFR: 21.67, 3Bet Preflop: 8.37, Hands: 542)
CO: 107.22 BB (VPIP: 21.25, PFR: 17.08, 3Bet Preflop: 6.60, Hands: 253)
SB posts SB 0.5 BB, BB posts BB 1 BB
Pre Flop: (pot: 1.5 BB) Hero has Q♥ A♦
Hero raises to 3 BB, MP raises to 9 BB, fold, fold, fold, fold, Hero raises to 22 BB, MP calls 13 BB
Flop: (45.5 BB, 2 players) 2♦ J♣ 7♠
Hero bets 16 BB, MP calls 16 BB
Turn: (77.5 BB, 2 players) 8♠
Hero checks, MP checks
River: (77.5 BB, 2 players) 9♦
Hero checks, MP checks
Ja...preflop die 4-bet. Ist eben aktuell in meiner 4bRange. Als Bluff AQo/KQ. AQ ist somit am stärksten...allerdings kann ich die Bluff-Range auch komplett c/folden. Probiere es einmal, danach aber Aufgabe.
54.) Calldown Toppair - Wieder mal Range vergessen
PokerStars - $0.50 NL FAST (6 max) - Holdem - 6 players
Hand converted by PokerTracker 4
BTN: 107.32 BB (VPIP: 16.86, PFR: 12.70, 3Bet Preflop: 7.03, Hands: 888)
SB: 77.72 BB (VPIP: 31.58, PFR: 15.79, 3Bet Preflop: 10.00, Hands: 19)
BB: 269.62 BB (VPIP: 13.64, PFR: 13.64, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 25)
UTG: 167.06 BB (VPIP: 18.87, PFR: 11.64, 3Bet Preflop: 4.13, Hands: 323)
MP: 159.1 BB (VPIP: 25.17, PFR: 21.68, 3Bet Preflop: 7.27, Hands: 149)
Hero (CO): 100 BB
SB posts SB 0.5 BB, BB posts BB 1 BB
Pre Flop: (pot: 1.5 BB) Hero has Q♣ T♣
fold, fold, Hero raises to 2.5 BB, fold, SB raises to 6 BB, fold, Hero calls 3.5 BB
Flop: (13 BB, 2 players) J♠ 6♠ Q♥
SB bets 5 BB, Hero calls 5 BB
Turn: (23 BB, 2 players) 9♥
SB bets 10 BB, Hero calls 10 BB
River: (43 BB, 2 players) 6♥
SB bets 20 BB, Hero calls 20 BB
Ja, SB macht komischen Eindruck - sollteich aber nicht drauf achten.^^
Calle da mein Toppair, Turn ist klar, am River sollte der Fold auch klar gehen. Mit Riverfold fände ich die Hand ganz ok, so natürlich nicht.
Hoffentlich hält meine Sichtweise, der von Eroticjesus und Zatox stand :P.
52.) Turn kann man Second barreln aber am River ist es ein Fold, Villian sitzt oft auf einem Bluffcatcher der immer Snapt wenn alles busted. Zudem blockst du Straight- und Flushdraw Combos bei ihm.
53.) Gefällt mir, hätte ich auch so gespielt. Cbet Flop hängt vom Gegner ab. Wenn er viel auf 4bets foldet kann man die Bet am Flop auch weglassen und direkt x/F. Vor Bluffs braucht man in dem Spot eigentlich keine Angst haben, Villian hat hier idr. schon sowas wie TT-QQ,AK.
54.) Bevor ich Turn und River Calle, Raise ich lieber den Turn und checke den River behind, wenn ich den Turn Calle ist der River ein Fold. Sehe SB hier auf einer besseren Q sitzen, außer man hat Reads, dass er sowas wie AsXs durchballert.
52)
Flop und Turn ist ok, River ist nicht gut. Du blockst wieder einige Hände aus Villains Foldingrange. Viel besser wäre es wenn am River der Flush ankommt, denn dann ist es genau umgekehrt. Die blockst mögliche Flushes bei Villain und die FE gegen Onepairhände steigt. Hier würde ich den River mit sowas wie 8♣:7♣: bluffen.
52: Ja, check Fold River, wobei ich deine Line nicht wirklich schlecht finde. Mit den Argumenten passt das. Das Board ist halt schon gut für Villain, du wirst ohnehin am Flop nicht viel FE haben, hast aber genug Equity gegen Range um die Bet zu rechtfertigen. Turn ändert im Prinzip nicht viel. River ja auch nicht. Wenn er seine Axs da foldet paar 9x und ab und an ne weake T, dann ist doch okay, außerdem nimmst du ihn die Möglichkeit sein busted QJ oder sowas selbst zu bluffen. Er ist schon capped auf dem Board, denn die meisten Raisen da ihre starken holdings irgendwann. Dadurch, dass er sowieso viel called und gutes raised, solltest du eben auch kleiner betten, generell checke ich das Board enorm oft. Wenn ich bette, dann eben so 1/2 pot, was genau das gleiche erreicht, wie deine bet, nur eben billiger ist. Mit größerem Sizing hast aber mehr FE gegen capped Range, aber nicht genug Nuts, die das rechtfertigen so groß zu betten, kann man ggf. exploitive einfach größer machen auf later streets. Eine ausgefeilte Check-Strategie solltest du dir in dem Spot aber iwann mal zurecht legen
53: Fold den Kram doch einfach pre... Die Ranges fallen hier so tight aus, womit es weiter geht, dass jegliche Bluff4bets sinnlos werden.
54: wird sich vom EV her nichts nehmen River zu callen oder zu folden bei den odds und vs. Range, gegen seine Size und du blockst Straight, das board blockt paar gute Flushcombos, die er 3bettet. Ich find den call jetzt nicht wirklich problematisch in dem Szenario, würde dich aber auch bei fold nicht flamen, nice hand

