Original von tiltnonstop
Mein Lieblingsstreamer svencalls
Ok, ok, das nehme ich zurück
https://twitter.com/Girafganger7/status/1701188731313553852
What a fucking legend
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Original von tiltnonstop
In einem anderen Freeroll auf Party habe ich auch knapp 10 Dollar gewonnen
Das war heute auch wieder das Endergebnis. Da kann man nicht meckern, zumal ich am Anfang super gut gelaufen bin mit zwischenzeitlich 7x starting stack. Die Bubble ab 30 left (20 paid) habe ich auch endlich mal gut abused, in den meisten Turnieren bin ich da einfach 5-15bb stack mit all-in or fold, aber hier habe ich stellenweise jede Hand geraist und viele Folds bekommen. Im Endeffekt läuft es dann aber "wie immer" - als Begrüßung am Final Table AA < QJo für den Chip lead. Der tatsächliche Chipleader raist bzw. jammt dann praktisch jede Hand, mit 7bb finde ich AKo zu stark zum Folden und verliere gegen sein AQo. GG mit Platz 7, für den ersten Platz gab es immerhin 60 Dollar.
Hab ich irgendwas verpasst oder wieso gibt es hier sonst keine Aktivität im Blog?
Das lässt sich doch alles gut lesen
Danke für deine Rückmeldung. Meine Posts sind wohl nicht gerade auf Interaktion angelegt. Ich werde das Format wohl auch noch ändern, damit gleich am Anfang der Posts zumindest die aktuellen Zahlen erkennbar sind. Wenn es weiter so still bleibt, passt das für mich aber auch. Wie im Anfangspost angedeutet, schreibe ich hier einfach mit, was so passiert und gehe davon aus, dass mir das hilft und ich später auch etwas zu lachen haben werde.
Original von tiltnonstop
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Das ist jetzt glaube ich meine neue Anti-Tilt-Medizin. Ich habe das Video seit gestern irgendwie 20x gesehen und muss immer noch jedes Mal Tränen lachen.
Original von Paxis
Das lässt sich doch alles gut lesen![]()
Seh ich auch so und oute mich hiermit als bisher stiller Mitleser

Ich habe heute ein wenig Tourneys gedonkt und in einem davon mit viel Glück auch einen schönen deep run hingelegt. Gedanklich war ich ab 50 left schon mit dem Hashtag #RumheulenLohntSichDoch unterwegs, dann lief aber nur noch wenig zusammen und kurz vor dem Final Table war Schluss. Key hand: UTG minraise von einem 8bb stack mit 16/14 stats, ich habe in MP 55 mit 6bb oder so und folde nach längerem Rumgrübeln. Auf die Idee, dass er das mit A2s machen könnte, bin ich dabei irgendwie nicht gekommen :f_biggrin:. Macht er das nicht, jamme ich natürlich selbst, so sieht es halt - jedenfalls für eine nit wie mich - mega stark aus, Flop kommt dann natürlich A55.
Wenn man nicht nur übellaunig (wie ich viel zu oft) draufschaut, ist Poker/Randomness so oft einfach nur super witzig. Wenig später dann busto an Platz 17 von 1.500 oder so, für max late reg (soll man in PKOs natürlich nie machen, ich weiß :f_wink:) war das schon ganz ok.

Punt des Tages:
PokerStars, $20 + $2 - Hold'em No Limit - 600/1,200 (150 ante) - 7 players
Replay this hand on Upswing Poker
UTG: 30,433 (25 bb)
MP: 120,689 (101 bb)
MP+1: 36,749 (31 bb)
CO (Hero): 43,764 (36 bb)
BU: 87,190 (73 bb)
SB: 67,196 (56 bb)
BB: 58,525 (49 bb)
Pre-Flop: (2,850) Hero is CO with 8♠ 8♥
1 fold, MP raises to 2,520, 1 fold, Hero calls 2,520, 1 fold, SB 3-bets to 13,200, 2 players fold, Hero 4-bets to 43,614 (all-in), SB calls 30,414
Flop: (91,998) 3♣ Q♥ 5♦ (2 players, 1 all-in)
Turn: (91,998) 5♣ (2 players, 1 all-in)
River: (91,998) K♣ (2 players, 1 all-in)
Total pot: 91,998
Showdown:
CO (Hero) shows 8♠ 8♥ (two pair, Eights and Fives)
(Equity - Pre-Flop: 55%, Flop: 9%, Turn: 5%, River: 0%)
SB shows Q♠ A♣ (two pair, Queens and Fives)
(Equity - Pre-Flop: 45%, Flop: 91%, Turn: 95%, River: 100%)
SB wins 91,998
Der Gegner war super aktiv. Dass ich da jammen kann und irgendwie noch vorne bin, passt ins Bild. In den paar Sekunden, die ich über den Jam gegrübelt habe, gab es eigentlich nur drei Gedanken: 1. ich habe ihn zu diesem Squeeze praktisch eingeladen 2. warum zur Hölle macht er den Raise sooooo groß, er hat sicher AK oder AQ, 3. ist doch Bounty, da muss man doch Stack aufbauen für weitere Bounties :f_biggrin:. Was man halt als mental game fish so an Rechtfertigungen aufrufen kann :f_biggrin:. Im Grund unausgesprochen irgendwo im Hintergrund dann auch: who gives a shit.
Mal wieder das alte Lied - oft genug über Varianz/bad run jammern, aber (?) gleichzeitig selbst sooooo oft in ganz unnötigen Spots Lines mit maximaler Varianz wählen (damit man dann wieder verlieren und über Varianz/bad run jammern kann?). Ein normaler Mensch denkt sich vielleicht auch, dass der Gegner ja wohl genau dies und das hat und weiß trotzdem, dass man auch auch einfach mal einen Gang runterschalten kann, weil man mit immer noch 35bb in einem soften Turnier in anderen Spots das Geld praktisch geschenkt bekommt.
In einem Satellite auf Party habe ich 30bb in zwei Händen verpuntet:
1. Ich (30bb) minraise 55 im CO, SB reraist auf 3.5x, Flop T83 check/check, turn 4 check/check, river 2 Gegner setzt und lässt irgendwie einen BB behind, was grob geschätzt nie ein Bluff ist, ich calle natürlich trotzdem. Weils so schön war, jamme ich
2. gleich danach 15bb mit K8o SB vs BB.
Profit habe ich letztlich gemacht, weil ich in das 22er oben über einen 2 Dollar Satellite gekommen bin und super lucky zwei Bounties mitgenommen habe (UTG jammt mit 5bb, ich rejamme BTN mit 15bb effective und werde vom BB gecallt, A2s>2x AQo)
Die Einzahlung resultiert aus der nächsten GG-Promo, diesmal gibt's ein Ticket für einen 50 Dollar Satellite zum Main Event. Als ich das Angebot gelesen habe, war ich nicht so begeistert, weil die Wahrscheinlichkeit, das Ding in Cash umzuwandeln, gleich Null ist. Einen Versuch ist es dennoch wert und geschenktes Geld bleibt es ja trotzdem. Die Reaktion zeigt auch nur, wie verwöhnt man von den letzten Promos ist, vor ein paar Wochen wäre das noch anders gewesen.
Edit: Vor dem Punt im 22er oben hatte ich auch noch ganz kleine Turniere auf Party offen und habe die dann auch ganz seriös runtergespielt, in einem Fall auch ein Buy-in, dass 99% niedriger war. Man kann es natürlich auch positiv ausdrücken, dass ich in den höheren Buy-ins jedenfalls nicht scared spiele, ABER es ist schon grotesk, so wie oben zu punten (dass ich überhaupt nen flip habe, ist ja schon Glück), während ich in ganz kleinen Turnieren gleich danach ganz normal weiterspiele, im Zweifel sogar eher tight und dann auch jeden ladder mitnehme. Möglicherweise habe ich da einfach einen gar nicht so kleinen Dachschaden.



Von so einer Fehlerquote können andere nur träumen. Ok, ok, sie wachen dann schweißüberströmt auf und gehen erst mal zum Medikamentenschrank, aber ein Traum ist ein Traum :f_biggrin:. Glück (Battle Royal gewonnen) und Pech (speziell Nr. 9) heben sich wohl gegenseitig auf, von daher bekomme ich dann wohl genau das, was ich verdient habe. Unabhängig vom Ergebnis fand ich Nr. 14 mit Abstand am witzigsten, weil man da wieder mal schön sehen konnte, was für ein gigantischer mindfuck das Format Satellite für manche Leute einfach ist.
Schon ganz interessant, das mal so dokumentiert zu sehen, wie oft ich im Laufe eines einzigen Tages Fehler mache. Fehlender Respekt für die Gegner und Stakes sind wohl Teil des Problems, da sind schon einige "na und, raist du halt, f*** you" jams mit am Start, wo man mit Glück einen Flip bekommt und dann rumheult, wenn man ihn verliert. Varianz hassen und gleichzeitig in vielen Spots geradezu um Varianz betteln, das habe ich echt drauf.

Bisschen freerolls gedonkt mit über 50% ITM, im letzten einen ziemlichen Scheiß zusammengespielt (u.a. meine 66 vs QQ - mal wieder einer dieser "mir doch egal, dass du early raist"-jams), dann wieder schön geluckt, als ich K7s jamme und ein Kollege mich nach Call mit QJo isoliert und mir dadurch einen 55/45 oder so für den Triple-up schenkt. Am Ende konnte ich mal wieder nur zusehen, wie andere 30bb stacks wegpunten, während ich am gleichen Tisch mit 2bb ganz offensichtlich nur ins Geld stallen will. Na ja, the joke's on me, schon klar. Find's aber gut, dass die Zufallsgöttin Leuten wie mir kurz vorm Geld mit vielleicht 4bb noch schnell den Mittelfinger zeigt, indem sie mir einen walk beschert, als ich AA im BB halte.

Oops.
1. Ich habe kaum eigenes Geld verloren ("Sonstiges" auf GG und Stars waren jeweils Tickets, die mir die Seiten im Endeffekt geschenkt haben).
2. Wenn ich nicht jeden wichtigen Flip verloren hätte, hätte ich Gewinn gemacht.
3. Ab einem bestimmten Punkt habe ich mal wieder totalen Müll gespielt.
4. Wenn ich nicht so scheiße spielen würde, wäre a. nicht jede exit-Hand ein Flip (kann echt nur immer wieder staunen, wenn ich selbst lächerliche jams mache, super loose gecallt werde [80bb gegen 3-bet jam mit A8s callen, alles klar] und quasi zufällig irgendwie noch vorne bin) und b. nicht jeder verlorene Flip gleich die exit-Hand.
5. Das Verhältnis zwischen dem Aufwand, den ich teilweise betreibe, um etwas zu gewinnen (z.B. eines der Sunday Million Tickets für heute von 1,50 auf 11 auf 109 Dollar) und der Art und Weise, in der ich es dann verballere, ist grotesk.
6. Im Grunde ist der monetäre Verlust mir fast egal. Andererseits runne ich in jedem Value spot super bad. Vielleicht ist das ganze Gepunte einfach eine "Abkürzung", weil mein mind set so abgefuckt ist, dass ich eh nur noch schlechte Dinge erwarte. Dann kann man es allerdings auch gleich sein lassen. Wie oben beschrieben, bettle ich mit meiner Spielweise quasi um Varianz; wenn sie dann kommt, rede ich mir ein, dass ich dauernd Pech habe; wenn ich denke, dass Glück auf Dauer entscheidend ist, nehme ich mir jede Motivation, irgendwas besser zu machen. Und so weiter und so weiter, das nennt man wohl Teufelskreis.
So, genug geheult, und morgen mache ich natürlich GENAU SO weiter.
Edit:
So, hatte noch zwei Turniere offen, im ersten QQ < A2s für eine sehr gute Chance auf ein 55er-Ticket und zum guten Schluss diese Hand. Wenn ich manchmal denke, dass ich mit etwas Geduld in vielen Situationen einfach Geld geschenkt bekäme, ist das keine Übertreibung:
PokerStars, $9.80 + $1.20 - Hold'em No Limit - 100/200 (25 ante) - 8 players
Replay this hand on Upswing Poker
UTG: 16,629 (83 bb)
UTG+1: 15,190 (76 bb)
MP: 5,248 (26 bb)
MP+1: 11,213 (56 bb)
CO (Hero): 5,243 (26 bb)
BU: 13,917 (70 bb)
SB: 7,560 (38 bb)
BB: 24,500 (123 bb)
Pre-Flop: (500) Hero is CO with Q♠ Q♥
3 players fold, MP+1 raises to 600, Hero 3-bets to 5,218 (all-in), BTN calls 5,218, 3 players fold
Flop: (11,536) A♠ 7♥ 4♠ (2 players, 1 all-in)
Turn: (11,536) 2♠ (2 players, 1 all-in)
River: (11,536) 5♠ (2 players, 1 all-in)
Total pot: 11,536
Showdown:
CO (Hero) shows Q♠ Q♥ (a flush, Ace high)
(Equity - Pre-Flop: 87%, Flop: 79%, Turn: 82%, River: 0%)
BU shows 3♠ 7♣ (a straight flush, Five high)
(Equity - Pre-Flop: 13%, Flop: 21%, Turn: 18%, River: 100%)
BU wins 11,536
Guter Abschluss für die Session, weil mein Tilt komischerweise so funktioniert, dass ich nach eigenen Fehlern mega rage, aber bei so etwas, wo ich die Hand korrekt spiele, mir die sehr verehrte Fortuna aber mal kurz den A**** versohlt, echt nur lachen kann :f_biggrin:. Was lernen wir daraus? Poker wäre nicht nur viel profitabler, sondern würde mir auch viel mehr Spaß machen, wenn ich den Spielanteil, in dem ich korrekte Entscheidungen treffe, nach Möglichkeit maximiere. Die kurzfristigen Ergebnisse sind mir im Endeffekt piepegal.

Original von tiltnonstop
So, genug geheult, und morgen mache ich natürlich GENAU SO weiter.![]()
Tja, so kann man sich täuschen. Tatsächlich ist es ganz anders gekommen und ich habe in meiner zweiten Urlaubswoche insgesamt vielleicht 2 Stunden Poker gespielt, das hätte mir vor ein paar Tagen mal jemand sagen sollen.
Der Profit kommt aus den Daily Freebies und random stakeaments, ansonsten war ich wohl insgesamt leicht im Minus.
In den Value Spots lief wie üblich überhaupt nichts, wobei ich es teilweise auch darauf angelegt habe. In dem Ding am Montag war ich im Grunde fast erleichtert, als in der ersten Hand (lol) meine QQ gegen den UTG 100bb jam nicht gehalten haben, aha, damit müssen wir jetzt also nicht weiter unsere Zeit verschwenden.
Am Mittwoch oder Donnerstag hatte ich den Gedanken, dass die ganze Poker-Geschichte selbst im best case (hourly wie bzw. höher als in meinem Beruf) für mich sinnlos wäre, weil ich das Geld eh nicht brauche bzw. mehr Geld bei mir im Grunde nur mehr Ausgaben bedeutet, so dass im Endeffekt nichts hängen bleiben würde. Außerdem sitze ich ja schon in meinem Job 41 Stunden die Woche vorm Rechner, wer braucht da die nahtlose Fortsetzung im Privatleben? (Im Home Office stecke ich wirklich nur zwei Kabel um und das war's dann.)
Von diesem best case bin ich weit entfernt und die Kombination aus 1 dollar hourly und jedenfalls aktuell null Spaß an der Sache bedeutet dann wohl, dass ich vorerst (wenn überhaupt) nur noch die krassen Aktionen von GG mitnehmen werde und ansonsten Online Poker Online Poker sein lassen werde.
Heute gab es wieder so etwas, wo ich im Endeffekt für 3 Euro buy-in 30 Dollar Equity bekommen habe, aber dann spiele ich wichtige Hände wieder falsch, erkenne einen komplett sinnlosen Bluff nicht als solchen (QJhh vs SB limp mit 20bb, flop J77, ich 33%/call, turn 5, ich 33%/call, river A SB jammt für 2x pot und zeigt dann K3o), was mich einen wichtigen Double-up kostet, bekomme walks, wenn ich im BB AA halte (sonst ungelogen jede Hand opens) usw. Na ja, randomness und Mittelfinger von Fortuna, sample size etc, schon klar, aber wenn man sowieso semi-depressiv ist, ist ein Hobby, in dem Glück oder Pech über so viel entscheidet (jedenfalls in MTTs, Cash game ist da ein anders Thema), vielleicht auch keine besonders schlaue Wahl.
Anyway, wenn ich eh kaum noch spiele, macht es auch keinen Sinn, eine große Bankroll online zu haben, von daher habe ich den Großteil wieder abgezogen. Ich hatte die Befürchtung, dass GG zickt, weil ich für die riesigen Tickets vielleicht 20, 30 Dollar Alibi-Rake gezahlt habe, aber die Auszahlung ging sofort durch, das habe ich auf unregulierten Seiten auch für viel niedrigere Beträge schon ganz anders erlebt.

Der Profit kommt aus den Daily Freebies auf GG, Cash Game habe ich überhaupt nicht gespielt. In den Value Spots (ausschließlich MTTs) gibt es immer nur aufs Maul, irgendwie ist es da fast egal, was ich überhaupt mache. Will sagen, rein nach Chips runne ich insgesamt wohl fast nach EV, aber wenn man das nach Dollar betrachtet, bin ich dieses Jahr irgendwie mehr als 2000 Buy-ins unter EV (kommt vor, wenn man bei $0,50 ABI 400 Dollar Turniere als freeroll spielen darf). Auf GG ist es in den MTTs inzwischen echt so weit, dass ich an der Bubble mit 5-20bb AA oder KK sehe und gleich denke, dass das jetzt also meine letzte Hand sein wird. Mir ist schon klar, dass sich da bestimmte Faktoren gegenseitig verstärken (sehr kleines sample = die Wahrscheinlichkeit, dass die bad beats sich ungefähr gleich verteilen, ist verringert; extrem unterschiedliche Verteilung der Buy-ins = extrem verzerrte Ergebnisse nach $$$) und dass meine Wahrnehmung auch verzerrt ist, aber im Grunde kotzt mich Poker im Moment einfach nur an. Beispiele: ausschließlich max late reg, weil die "Zeitverschwendung" wenigstens nicht so lange dauert; 5 Minuten nach Start eines Turniers einfach nur den Rechner runterfahren, weil ich eh schon keine Lust mehr habe; Ticket-Angebote mit $125 EV nicht einmal nutzen etc.

Auch diese Woche kaum gespielt und die Bankroll per Auszahlung knapp halbiert. Der Profit kommt wieder aus den Daily Freebies, in den viiiiel werthaltigeren MTTs hingegen läuft mal wieder überhaupt nichts zusammen. Meistens bin ich schlicht komplett card dead, wenn ich doch mal Aces bekomme, erhalte ich mit minraise UTG in einem 1 Dollar-Turnier (Full Ring, 50bb stacks) null action (einfach mal auf der Zunge zergehen lassen ...), darf aber gleichzeitig die ganze Zeit Leuten dabei zusehen, wie sie in völlig absurder Weise ihre Stacks versprühen. Nehme ich offensichtliche spots mit (JTcc 8bb SB vs BB, AJhh 10bb SB vs CO open), laufe ich entweder in absurde cooler (BB muss AKo haben, CO TT) oder realisiere praktisch nie meine "offizielle" equity. MTTs sind echt so ein Idioten-Spiel.
... den Blog fühl ich
Mein vielleicht allergrößtes Leck beim Pokern ist tilten - egal, ob unglücklich verloren oder beschissen gespielt. Ärgere mich dann zu Tode und mach direkt NL25 auf (eigentlich NL5), um zu hunten. Kurioserweise häufig recht erfolgreich, um irgendwann halt doch alles zu verblasen. Ich glaub, mein Problem ist, dass ich viel zu ergebnisorientiert bin. Die Leiter MUSS nach oben erklommen werden, da ist kein Platz für Rückschritte. Naja, mal gucken - ich arbeite dran. Viel Erfolg dir weiterhin.
Original von DiggerIsADancer
... den Blog fühl ichMein vielleicht allergrößtes Leck beim Pokern ist tilten - egal, ob unglücklich verloren oder beschissen gespielt. Ärgere mich dann zu Tode und mach direkt NL25 auf (eigentlich NL5), um zu hunten. Kurioserweise häufig recht erfolgreich, um irgendwann halt doch alles zu verblasen. Ich glaub, mein Problem ist, dass ich viel zu ergebnisorientiert bin. Die Leiter MUSS nach oben erklommen werden, da ist kein Platz für Rückschritte. Naja, mal gucken - ich arbeite dran. Viel Erfolg dir weiterhin.
Danke, ich wünsche dir auch viel Erfolg. Dieses losses chasen hatte ich auch immer ganz gut drauf, meine schlimmste Session (ein aktuelles Nettomonatsgehalt in zwei Stunden verbrannt) in all den Jahren resultiert auch aus so etwas. Wenn dich das wirklich stört, hast du allerdings auf den regulierten Seiten alle Möglichkeiten, das zu verhindern, indem du z.B. ein maximales Buy-in oder einen maximalen Tagesverlust festlegst, bei Erreichen ist dann automatisch Game Over für den jeweiligen Tag. Mein persönlicher Tilt-Level ist aktuell sehr niedrig. Kein Bock = es wird nicht gespielt, und aktuell habe ich halt überhaupt keinen Bock. Bis vor kurzem hätte ich in so einer Phase noch blind Tag für Tag weitergeballert, bis an einem Tag wieder mehr als die Hälfte der Bankroll weg wäre und ich endlich auszahlen "darf". Als ich vor ein paar Tagen noch mehr als 1000 Euro auf GG liegen hatte, habe ich aber echt kein einziges Mal daran gedacht, mal bisschen PLO100 oder so zu zocken. Im Grunde sehe ich meinen Skill Level wohl relativ realistisch und illusionslos und habe keinerlei Lust auf irgendeinen Stress im Poker-Bereich, von daher werde wohl nur noch als Parasit, der die guten Boni abgreift und Freerolls mitzockt, ein bisschen mitballern. Mag sein, dass das deprimierend klingt, aber für jemanden wie mich, der mit $1,400 Bankroll vor zwei Jahren einfach mal $10/20 PLO8 gejoint hat, weil er es konnte und für das Privileg, mal als dead money an so einem Tisch gesessen zu haben, irgendwie 200 Dollar bezahlt hat :f_biggrin:, ist es doch ein Fortschritt.

Im Grunde könnte ich wieder denselben Text schreiben wie vor drei Wochen. In den Daily Freebies läuft es gut, in den MTTs schaffe ich es oft genug in die Nähe des Geldes und könnte mich teilweise auch ins Geld stallen, nehme dann aber doch lieber die offensichtlichen Spots mit (wenn man mit 7bb und 20 off the money AQs im CO foldet, kann man sich wohl auch gleich begraben lassen) und verliere dann jeden 70/30, 60/40, 55/45, you name it, allein heute mal wieder im Gegenwert von 8 buy-ins, am Freitag für 7 Euro oder so Im Freeroll (beide Male 70/30) und gestern für das 210er-Ticket von GG, was alles wohlgemerkt zunächst einmal nur die Mincashs gewesen wären. Wie Leute dieses Idiotenformat for a living spielen können, ist mir absolut schleierhaft. GG bietet für weitere 300 Euro Einzahlung gleich dasselbe Ticket nochmal an, was ich wohl auch annehmen würde, aber im Grunde kotzt mich Poker im Moment echt nur noch an. Ich habe mir ja teilweise eingeredet, dass der accumulated tilt eine Frage des Volumens wäre, aber auch bei reduziertem Volumen hat sich wenig geändert. An Poker interessiert mich eigentlich fast nur die Möglichkeit, Geld damit zu gewinnen. Wenn man praktisch das ganze Jahr, von ein, zwei kleineren Ausnahmen abgesehen, die finanziell aber marginal waren, in jedem value spot nur aufs Maul bekommt, ist es einfach Zeitverschwendung.
Sage ich jetzt einfach mal.
Und dann schaue ich mir die Sequenz hier ab 20:25 an :f_biggrin:. Ja, extrem unwahrscheinlich, ja, der Typ ist nuts (was er selbst im Chip Race Podcast auch detailliert geschildert hat), aber ich bekomme auch beim x-ten Mal noch eine Gänsehaut. Vielleicht kommt ja doch irgendwann der eine Score, nach dem der ganze Dreck es dann doch irgendwie wert war (wobei ich den streng genommen im Juni 2007 schon hatte, als ich gegen jede Wahrscheinlichkeit und mit allem run good dieser Erde in einem WSOP-Freeroll $11k gewonnen habe :f_biggrin:).
wo bekommst du die tickets immer her? sind das promos für ein bestimmtes land oder richtet sich das nur an einzelne spieler?
Schau mal hier: https://twitter.com/GGPokerDE/status/1711094218238669196
Andere Leute bekommen Angebote im Cash-Bereich.
Der nächste Tag, der nächste 3-outer. In der entscheidenden Hand wieder 70/30, alles geht gut, eine sehr gute Karte am Turn, ich denke noch, dass er am River genau diese drei Karten hitten kann und BAM! ist da natürlich schon eine davon
Ich rede mir teilweise ein, dass ich noch auf keiner Seite so grottig gelaufen bin wie auf GG. Wahrscheinlich ist ein wesentlicher Teil der Erklärung für diese Hände, die es ja tatsächlich gibt, dass ich einfach oft zwischen Tür und Angel und ohne großes zeitliches Volumen sehr varianzlastige Formate spiele und Cash Games, in denen man gegen eine Gebühr einen Großteil der Varianz einfach rausnehmen kann, praktisch aufgegeben habe.
Irgendwie schon ganz schön anstrengend, im ersten Moment so eine ganz harte Intuition in eine bestimmte Richtung zu haben ("IMMER NUR BECH" :f_biggrin:), wo es dann Pflicht ist, Schritt für Schritt wieder Logik in die eigenen Gedankengänge zu bringen.
Und ja, das ganze Gejammer über bad beats nervt mich auch selbst, aber hier geht es ja praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit um ein wenig Selbstdokumentation, von daher schreibe ich es einfach mal so auf, wie es halt teilweise ist.
Auf Twitter gibt es ja Spezialisten wie ihn hier, wo man jeden Tag den Eindruck vermittelt bekommt, er wäre praktisch wie Phil Hellmuth vor 15 Jahren und würde (sein Selbstbild) eigentlich jedes Turnier gewinnen, wenn er nicht dauernd dieses Bech hätte: https://twitter.com/owenheadch Dem bin ich mal einen Tag lang gefolgt, dann hat mich sein ganzes Rumgeheule schon derart angewidert, dass ich sofort auf unfollow geklickt habe :f_biggrin:. War teilweise aber auch witzig, wie er selbst bei Händen, die er gewonnen hat, noch hart am ragen war darüber, wie schlecht dieser und jene Call vom Gegner doch war blabla.
In "The Biggest Bluff" von Maria Konnikova gibt's auch eine schöne Geschichte, wie sie ihrem Mentor Erik Seidel gerade eine Bad Beat Story auftischen will, er aber schon ahnt, in welche Richtung das gehen wird und sie mit der Frage unterbricht, ob sie denn in der Hand etwas falsch gemacht hätte. Nein? "Then I don't want to hear it". So und nur so.
Aaaaaaaaaanyway, auf GG habe ich jetzt noch einmal 300 Euro eingezahlt und bekomme dafür am Freitag ein weiteres 210er-Ticket. Vamoooo :f_wink:.