Ich ahne es: tl;dr. Ich versuchs trotzdem:
Es gibt doch bestimmt einen kleinsten gemeinsamen nenner hier, oder? Ich würde fast wetten, dass wir - wenn wir bei einem bier säßen - feststellen würden, dass wir gar nicht soo weit voneinender weg sind. Zumindest hoffe ich das insgeheim.
Fakten der "rechten ecke":
-Schmarotzer sind scheiße
-es gibt davon relativ viele
-gegen die muss sich irgendjemand ein cleveres konzept ausdenken
-der monetäre unterschied zwischen hartz IV und einem miesen 40h/wo job ist klar zu klein
Fakten der "linken ecke":
-trotz der zu hohen schmarotzerzahl sind die tatsächlich hilfsbedürftigen in der überzahl
-auch hilfsbedürftige müssen menschenwürdig behandelt werden und haben ein mindestmaß an rechten.
Recht haben insoweit beide ecken. Das ist doch eine basis, auf die wir uns alle einigen könnten, wenn wir kurz in ruhe - und bei ausblendung von profilierungsbedürfnis - nachdenken, oder? Und auch dass wir uns vollbeschäftigung abschminken können und dass hartz IV weniger "fördern und fordern" als vielmehr schlicht ein mittel zur verwaltung von unumgänglicher arbeitslosigkeit ist, können wir doch auch als allgemeinen konsens bezeichnen, oder?
Das kernproblem ist doch, dass bei der einen front beim diskutieren immer arno dübel und amg-ali im kopf rumtanzen und die andere sieht halt nur die alleinerziehende mutter.
Ich glaube, wir würden irgendwie sinniger diskutierne, wenn wir das im hinterkopf behalten würden.