Was ist Glaube?
Da halte ich es mit Paulus, der sagt:
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11,1)
Glaube ist keine Vorstufe von Wissen, das Wissen wird vielmehr vorausgesetzt. Als Christ bedeutet glauben für mich, daß ich Gott vertraue.
Dafür muß ich natürlich davon ausgehen, daß es Gott gibt und ihm darüber hinaus vertrauen.
Wenn Leute zu ihrem Schrank beten wollen, sollen sie es doch tun. Aber ein Schrank ist kein Gott, sondern ein Abgott. Zudem ist es mit dem Schrank viel einfacher. Den sieht man und den kann man zur Not auch rausschmeißen. Mit Gott geht das nicht.
Das Problem mit dem Glauben und der Intelligenz ist, daß wir ja alle glauben müssen. Das ist einfach in uns drin. Wir müssen z.B. an uns selbst glauben. Gibt es mich wirklich? Cogito ergo sum ♦, aber ich muß sogar glauben, daß ich denke
Die Existenz Gottes können wir nicht beobachten. Damit fällt der Gegenstand des Glaubens nicht in den Bereich der Naturwissenschaften.
Naturwissenschaftler, egal welche Disziplin, werden es also nie hinbekommen und haben schlichtweg nicht die Autorität, zu sagen, daß es keinen Gott gibt. Das muß hier mal ganz deutlich gesagt werden.
Ob ein Mensch für sich selbst die Existenz eines Gottes mit als Lebensgrundlage nimmt oder nicht, das ist seine eigene Entscheidung.
Wenn z.B. jemandem die Bibel unglaubwürdig vorkommt, dann sollte er halt diesen Gott der Bibel für sich verwerfen. Aber er sollte nicht andere Menschen für doof halten, nur weil sie diesen Gott für real halten und so leben, als gäbe es ihn. Die glauben ja auch nicht an das Buch selbst, dann wäre die Bibel ein Abgott, sondern an den Gott, von dem dieses Buch berichtet. Selbst wenn man sagt: "die Bibel ist fehlerhaft und teilweise übertrieben ", so würde sie immer hinreichend sein, um auf diesen Gott hinweisen, um den es geht.
Ich persönlich glaube an diesen Gott. Und habe bis jetzt keine Einbußen an Intelligenz feststellen können. ♦