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Der Glaube
 
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Glaubst du an Gott? Die Umfrage wurde am März 20, 2009 erstellt

  
  

[Geschlossen] Der Glaube

163 Beiträge
57 Benutzer
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5,042 Ansichten

Original von toalsty
Gott ist Tod!

Hab mal gehört das Nietzsche damit was anderes meinte,naja egal. Pantheismus rockt, Hegel hat recht und niemand kann die existens von Mustern/Gesetzen leugnen. Was hier angesprochen wird ist meiner Meinung nach (und dies ist die Meinung anderer, welche ich nachgelesen habe) nur die menschliche Interpretation Gottes, also die Religion, man kann nun einmal nicht erkenen was man nie gesehen hat, oder stellt ihr euch mal einen Gegenstand mit dem Namen "Tirfin" vor, sicherlich gehen da die Vorstellungen weit auseinander. Genauso verhält es sich auch mit dem Zeitpunkt nach dem tod oder der Frage wie auserirdisches Leben wohl aussehen würde.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von metjay

Original von Derwin0r
Mir geht es um die Botschaften die dahinter stecken und um die Tatsache, dass ich mich immer jemanden anvertrauen kann, dass da immer jemand ist der sich um mich kümmert und mir zur Seite steht.

such dir freunde im RL, gott ist wie eine figur in counterstrike, völlig virtuell. h-h-h-headshot und weg

Keine Angst, ich hab genug Freunde im RL. Und wenn du darauf anspielen willst, das Freunde doch das gleiche machen kann ich dir sagen, dass es mit Sicherheit Sachen in deinem Leben gibt an denen deine Freunde nichts ändern können, oder Themen die du mit deinen Freunden nicht bereden kannst.


ursi
Beigetreten: 04.11.2007
PokerStrategist

Original von metjay

Original von Derwin0r
Mir geht es um die Botschaften die dahinter stecken und um die Tatsache, dass ich mich immer jemanden anvertrauen kann, dass da immer jemand ist der sich um mich kümmert und mir zur Seite steht.

such dir freunde im RL, gott ist wie eine figur in counterstrike, völlig virtuell. h-h-h-headshot und weg

thx


lori
Beigetreten: 12.05.2005
Oldschool Grinder

ab und zu spielt gott reales counterstrike


ursi
Beigetreten: 04.11.2007
PokerStrategist
w3cRaY
Beigetreten: 12.06.2007
Oldschool Grinder

Original von Derwin0r
Endlich mal jemand der sich auch mit dem Thema auseinandersetzt.

Ich kann dir nicht sagen "was" Gott ist. Für mich steckt Gott in Allem und ist eine Art übernatürliches Wesen (finde das klingt immer sehr bescheuert) Aber eigentlich interessiert mich die Frage was Gott ist überhauptnicht. Mir geht es um die Botschaften die dahinter stecken und um die Tatsache, dass ich mich immer jemanden anvertrauen kann, dass da immer jemand ist der sich um mich kümmert und mir zur Seite steht.

Genau das ist etwas, was ich nicht verstehe. Der Glaube an etwas, von dem man selbst nicht einmal weiß, was es eigentlich sein soll. Wenn du an deinem Bett kniest und zum Allmächtigen betest, glaubst du dann wirklich, dass dir da jemand zuhört? Das wäre in der Tat paradox. Genauso gut kannst du dich auch mit deinem Schrank unterhalten. Der antwortet dir ebenfalls nicht und spendet dir genauso viel Trost in schlechten Zeiten bzw. gibt dir Kraft in guten Zeiten. Wie viele Gläubige denkst du auch, dass der Glaube daran, dass allein der Glaube etwas verändert (verbessert), etwas bewirkt.

Gott steckt in allem finde ich sehr interssant. Dementsprechend wäre dann alles Gottgewollt oder zumindest von Gott gebilligt. Kriege, Ungerechtigkeit, Verzweiflung. Und so etwas wird angebetet, verehrt?

@ lori:
"Mein Kampf" ist kein religiöses Buch. Der propagierte Nationalsozialismus war zutiefst atheistisch; es gibt keinen Gott, wohl ein Ego, aber keinen Schöpfer. Hitler hat dem ganzen noch eine antisemitische Richtung (dementsprechend nicht mehr atheistisch) gegeben. Und sich selbst zum Personenkult gemacht. Du vergleichst hier (wie ich finde, auch äußerst unpassend), Äpfel mit Birnen.


lori
Beigetreten: 12.05.2005
Oldschool Grinder

@ lori:
"Mein Kampf" ist kein religiöses Buch. Der propagierte Nationalsozialismus war zutiefst atheistisch; es gibt keinen Gott, wohl ein Ego, aber keinen Schöpfer. Hitler hat dem ganzen noch eine antisemitische Richtung (dementsprechend nicht mehr atheistisch) gegeben. Und sich selbst zum Personenkult gemacht. Du vergleichst hier (wie ich finde, auch äußerst unpassend), Äpfel mit Birnen.

ich meinte damit nur dass jeder nur das glaubt was er will
ob real oder unreal

wenn gott die welt erschaffen hat,weshalb wird dann nach der entstehung der erde geforscht?
nach dieser theorie müsstet ihr schlauer als ein wissenschaftler sein


Original von Derwin0rMir geht es um die Botschaften die dahinter stecken und um die Tatsache, dass ich mich immer jemanden anvertrauen kann, dass da immer jemand ist der sich um mich kümmert und mir zur Seite steht.

Kenne ich, bei mir heisst der Harvey und ist ein Hase!

http://de.wikipedia.org/wiki/Mein_Freund_Harvey


Original von w3cRaY

Genau das ist etwas, was ich nicht verstehe. Der Glaube an etwas, von dem man selbst nicht einmal weiß, was es eigentlich sein soll. Wenn du an deinem Bett kniest und zum Allmächtigen betest, glaubst du dann wirklich, dass dir da jemand zuhört? Das wäre in der Tat paradox. Genauso gut kannst du dich auch mit deinem Schrank unterhalten. Der antwortet dir ebenfalls nicht und spendet dir genauso viel Trost in schlechten Zeiten bzw. gibt dir Kraft in guten Zeiten. Wie viele Gläubige denkst du auch, dass der Glaube daran, dass allein der Glaube etwas verändert (verbessert), etwas bewirkt.

Gott steckt in allem finde ich sehr interssant. Dementsprechend wäre dann alles Gottgewollt oder zumindest von Gott gebilligt. Kriege, Ungerechtigkeit, Verzweiflung. Und so etwas wird angebetet, verehrt?

Ich hätte es nicht besser sagen können.

Jetzt warte ich nur noch auf: "Aber das glauben macht den wahrhaft Gläubigen aus"


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von w3cRaY

Original von Derwin0r
Endlich mal jemand der sich auch mit dem Thema auseinandersetzt.

Ich kann dir nicht sagen "was" Gott ist. Für mich steckt Gott in Allem und ist eine Art übernatürliches Wesen (finde das klingt immer sehr bescheuert) Aber eigentlich interessiert mich die Frage was Gott ist überhauptnicht. Mir geht es um die Botschaften die dahinter stecken und um die Tatsache, dass ich mich immer jemanden anvertrauen kann, dass da immer jemand ist der sich um mich kümmert und mir zur Seite steht.

Genau das ist etwas, was ich nicht verstehe. Der Glaube an etwas, von dem man selbst nicht einmal weiß, was es eigentlich sein soll. Wenn du an deinem Bett kniest und zum Allmächtigen betest, glaubst du dann wirklich, dass dir da jemand zuhört? Das wäre in der Tat paradox. Genauso gut kannst du dich auch mit deinem Schrank unterhalten. Der antwortet dir ebenfalls nicht und spendet dir genauso viel Trost in schlechten Zeiten bzw. gibt dir Kraft in guten Zeiten. Wie viele Gläubige denkst du auch, dass der Glaube daran, dass allein der Glaube etwas verändert (verbessert), etwas bewirkt.

Gott steckt in allem finde ich sehr interssant. Dementsprechend wäre dann alles Gottgewollt oder zumindest von Gott gebilligt. Kriege, Ungerechtigkeit, Verzweiflung. Und so etwas wird angebetet, verehrt?

@ lori:
"Mein Kampf" ist kein religiöses Buch. Der propagierte Nationalsozialismus war zutiefst atheistisch; es gibt keinen Gott, wohl ein Ego, aber keinen Schöpfer. Hitler hat dem ganzen noch eine antisemitische Richtung (dementsprechend nicht mehr atheistisch) gegeben. Und sich selbst zum Personenkult gemacht. Du vergleichst hier (wie ich finde, auch äußerst unpassend), Äpfel mit Birnen.

Richtig, ich glaube (!!) an Gott. Ich unterhalte mich nicht mit einem Schrank, weil ich weiß dass mir der Schrank nicht antwortet oder sonst etwas. Wie schon gesagt, ich muss nicht wissen was Gott ist.

Du kommst jetzt natürlich zum schwierigsten Thema überhaupt: Warum lässt Gott leid zu?

Da gibts mehrere Theorien. Zum einen hat der Mensch eine freie Meinung und hat die Möglichkeit zu Handeln wie er möchte. Das erklärt wohl warum es Kriege gibt.
Jetzt kann man natürlich weiter argumentieren und fragen warum läßt Gott z.B. unschuldige Kinder an Krankheiten sterben. Nun, da habe ich für mich folgende Theorie angenommen: Ich gehe davon aus, dass Gott allgütig und allmächtig ist. Als allmächtiger und allgütiger Gott hat er die beste aller Welten erschaffen. Der Verstand Gottes können wir mit unserem menschlichen Verstand nicht begreifen und so bleibt uns verborgen warum in dieser besten aller möglichen Welt auch Leid vorkommt.


lori
Beigetreten: 12.05.2005
Oldschool Grinder

alleine der glaube von op in einem forum eine vernünftige diskussion zu führen beweisst dass er dem falschen glauben angehört;-)


Original von Derwin0r

Original von w3cRaY
Der Verstand Gottes können wir mit unserem menschlichen Verstand nicht begreifen und so bleibt uns verborgen warum in dieser besten aller möglichen Welt auch Leid vorkommt.

Aber unser Verstand reicht aus um uns eine Scheinwelt mit Gott/Göttern, Engeln, Teufel(n) usw. zu erschaffen, für die es nicht den geringsten Beweis gibt, anstatt uns einzugestehen, das es Sachen gibt die unser Begriffsvermögen übersteigen.


w3cRaY
Beigetreten: 12.06.2007
Oldschool Grinder

Original von lori
wenn gott die welt erschaffen hat,weshalb wird dann nach der entstehung der erde geforscht?
nach dieser theorie müsstet ihr schlauer als ein wissenschaftler sein

Das ist doch auch wieder Kokoloris. Nach der Entstehung der Erde wird geforscht, weil der Mensch, der nicht glaubt, wissen will, woher er kommt und wohin er gehen wird (Supernova der Sonne in ein paar Milliarden Jahren). Er will wissen, warum der Himmel blau ist (übrigens gar nicht mal so trivial zu erklären ;)), wie ein Regenbogen entsteht, warum etwas nach unten fällt oder Elektrizität bei Reibung an einem Stoff entsteht.

Der Mensch, der glaubt, nimmt hin, das er existiert. Er hats sogar etwas besser als der Nichtgläubige, denn er existiert noch länger (unendlich lange?), nach seinem Glauben. Das hat aber mit Wissen überhaupt nichts zu tun. Der Durchschnittsgläubige behauptet wohl kaum, dass er von Thermodynamischen chaotischen Prozessen mehr versteht als ein Phyisker oder mehr von der Virenpopulation und Mutation des H5N1 als ein Virologe. Die Gläubigen behaupten keineswegs allwissend zu sein. Denn allwisend allein ist ja nur Gott. Deine These steht also im vollständigen Widerspruch zu dem, was Glaube einem lehrt....


RaiserBlade
Beigetreten: 17.10.2007
Oldschool Grinder

Wenn wir alle nette Menschen wären , bräuchten wir keine Götter.
Gott ist mmn eine Hilfe für manchen Menschen in bestimmten Situationen.
Der Glaube gibt ihnen irgendetwas, das ihnen fehlt. Meist eben eine Richtlinie für "richtiges" handeln. Gott gibt Gläubigen Antworten auf Fragen die sie sich im Laufe des Lebens stellen. Wer nach Sinn und so fragt, wird iwann feststellen, dass dies sehr schwere Fragen sind, auf die es oft keine allgemeingültigen Antworten gibt, die in irgendeinem Lexikon stehen. Da der Zustand solch ungeklärter Fragen auf Dauer unangenehm ist, sucht man sich Antworten, jeder auf ne andere Art. Für manche ist die Antwort eben Gott, bzw. für ,manche ist Gott die Antwort auf viele Fragen.

Letzten Endes stellt Gott für mich eine Antwort dar. Ich finde nicht, dass es die richtige Antwort ist- bin auch nicht sonderlich gläubig, aber es ist eben EINE mögliche Antwort, die die Menschheit heutzutage im Angebot hat.


Kapitalo
Beigetreten: 14.03.2008
Oldschool Grinder

wenn gott die welt erschaffen hat,weshalb wird dann nach der entstehung der erde geforscht?
nach dieser theorie müsstet ihr schlauer als ein wissenschaftler sein

Wissenschaft und Glaube gehen aber nicht auseinander, viele Wissenschaftler sehen die Art wie das Universum oder alles Leben entstanden ist als Bauplan "Gottes" an, wobei Gott hier oft als pantheistisches Alles betrachtet wird. Die Wissenschaft erforscht also wie etwas entsteht , Religionen hingegen geben vor zu wissen warum etwas entstanden ist und die Philosophie versucht durch Logik der Frage Warum näher zukommen.


w3cRaY
Beigetreten: 12.06.2007
Oldschool Grinder

Original von Derwin0r
Richtig, ich glaube (!!) an Gott. Ich unterhalte mich nicht mit einem Schrank, weil ich weiß dass mir der Schrank nicht antwortet oder sonst etwas. Wie schon gesagt, ich muss nicht wissen was Gott ist.

Du kommst jetzt natürlich zum schwierigsten Thema überhaupt: Warum lässt Gott leid zu?

Da gibts mehrere Theorien. Zum einen hat der Mensch eine freie Meinung und hat die Möglichkeit zu Handeln wie er möchte. Das erklärt wohl warum es Kriege gibt.
Jetzt kann man natürlich weiter argumentieren und fragen warum läßt Gott z.B. unschuldige Kinder an Krankheiten sterben. Nun, da habe ich für mich folgende Theorie angenommen: Ich gehe davon aus, dass Gott allgütig und allmächtig ist. Als allmächtiger und allgütiger Gott hat er die beste aller Welten erschaffen. Der Verstand Gottes können wir mit unserem menschlichen Verstand nicht begreifen und so bleibt uns verborgen warum in dieser besten aller möglichen Welt auch Leid vorkommt.

Aber wenn du mit uns diskutieren willst, müssen wir wissen, was du unter Gott verstehst :). Ich zumindest. Denn ohne diese Grundlage, im schwammigen "er ist halt überall", lässt sich keine gezielte Diskussion führen. Ich wollte im übrigen gar nicht darauf hinaus, warum Gott Kriege und Vergewaltigung zulässt (mir erscheint der Gedanke sowieso unschlüssig, das jemand etwas zulassen oder verhindern kann, der nicht real existiert ^^).

Zum Rest schreib ich später was, meine Freundin nörgelt, dass ich ma anfangen soll mit kochen. Bis nachher also :).


Ajezz
Beigetreten: 20.07.2005
BlackMember

Original von w3cRaY
Gott steckt in allem finde ich sehr interssant. Dementsprechend wäre dann alles Gottgewollt oder zumindest von Gott gebilligt. Kriege, Ungerechtigkeit, Verzweiflung. Und so etwas wird angebetet, verehrt?

Dieses Thema wird schon seit Jahrtausenden diskutiert. Eine kurze Zusammenfassung findet sich bei Wikipedia: Theodizee


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von w3cRaY

Original von Derwin0r
Richtig, ich glaube (!!) an Gott. Ich unterhalte mich nicht mit einem Schrank, weil ich weiß dass mir der Schrank nicht antwortet oder sonst etwas. Wie schon gesagt, ich muss nicht wissen was Gott ist.

Du kommst jetzt natürlich zum schwierigsten Thema überhaupt: Warum lässt Gott leid zu?

Da gibts mehrere Theorien. Zum einen hat der Mensch eine freie Meinung und hat die Möglichkeit zu Handeln wie er möchte. Das erklärt wohl warum es Kriege gibt.
Jetzt kann man natürlich weiter argumentieren und fragen warum läßt Gott z.B. unschuldige Kinder an Krankheiten sterben. Nun, da habe ich für mich folgende Theorie angenommen: Ich gehe davon aus, dass Gott allgütig und allmächtig ist. Als allmächtiger und allgütiger Gott hat er die beste aller Welten erschaffen. Der Verstand Gottes können wir mit unserem menschlichen Verstand nicht begreifen und so bleibt uns verborgen warum in dieser besten aller möglichen Welt auch Leid vorkommt.

Aber wenn du mit uns diskutieren willst, müssen wir wissen, was du unter Gott verstehst :). Ich zumindest. Denn ohne diese Grundlage, im schwammigen "er ist halt überall", lässt sich keine gezielte Diskussion führen. Ich wollte im übrigen gar nicht darauf hinaus, warum Gott Kriege und Vergewaltigung zulässt (mir erscheint der Gedanke sowieso unschlüssig, das jemand etwas zulassen oder verhindern kann, der nicht real existiert ^^).

Zum Rest schreib ich später was, meine Freundin nörgelt, dass ich ma anfangen soll mit kochen. Bis nachher also :).

Ok, dann drücke ich es halt so aus. Ich sehe Gott so wie er in der Bibel beschrieben wird, als Schöpfer, der alles um uns herum erschaffen hat (nicht in 7 Tagen, ich glaube trotzdem an die Evolution) der seinen Sohn hat Mensch werden lassen und für unsere Sünden gestorben ist. Dem ich meine gesamte Schuld aufladen kann, der immer en meiner Seite steht. Natürlich verlangt Gott auch etwas von mir dafür. Er verlangt dass ich an ihn glaube und aufrichtig bereue.


SanWogi
Beigetreten: 02.07.2008
Oldschool Grinder

Was ist Glaube?
Da halte ich es mit Paulus, der sagt:

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11,1)

Glaube ist keine Vorstufe von Wissen, das Wissen wird vielmehr vorausgesetzt. Als Christ bedeutet glauben für mich, daß ich Gott vertraue.
Dafür muß ich natürlich davon ausgehen, daß es Gott gibt und ihm darüber hinaus vertrauen.

Wenn Leute zu ihrem Schrank beten wollen, sollen sie es doch tun. Aber ein Schrank ist kein Gott, sondern ein Abgott. Zudem ist es mit dem Schrank viel einfacher. Den sieht man und den kann man zur Not auch rausschmeißen. Mit Gott geht das nicht.

Das Problem mit dem Glauben und der Intelligenz ist, daß wir ja alle glauben müssen. Das ist einfach in uns drin. Wir müssen z.B. an uns selbst glauben. Gibt es mich wirklich? Cogito ergo sum , aber ich muß sogar glauben, daß ich denke :rolleyes:

Die Existenz Gottes können wir nicht beobachten. Damit fällt der Gegenstand des Glaubens nicht in den Bereich der Naturwissenschaften.
Naturwissenschaftler, egal welche Disziplin, werden es also nie hinbekommen und haben schlichtweg nicht die Autorität, zu sagen, daß es keinen Gott gibt. Das muß hier mal ganz deutlich gesagt werden.

Ob ein Mensch für sich selbst die Existenz eines Gottes mit als Lebensgrundlage nimmt oder nicht, das ist seine eigene Entscheidung.
Wenn z.B. jemandem die Bibel unglaubwürdig vorkommt, dann sollte er halt diesen Gott der Bibel für sich verwerfen. Aber er sollte nicht andere Menschen für doof halten, nur weil sie diesen Gott für real halten und so leben, als gäbe es ihn. Die glauben ja auch nicht an das Buch selbst, dann wäre die Bibel ein Abgott, sondern an den Gott, von dem dieses Buch berichtet. Selbst wenn man sagt: "die Bibel ist fehlerhaft und teilweise übertrieben ", so würde sie immer hinreichend sein, um auf diesen Gott hinweisen, um den es geht.

Ich persönlich glaube an diesen Gott. Und habe bis jetzt keine Einbußen an Intelligenz feststellen können.


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